Friday, 28. November 2014
09.03.2012
 
 

Bill Gates, Monsanto und Eugenik: Wie einer der reichsten Männer Industrie-Konzerne fördert

Ethan A. Huff

Nachdem bekannt wurde, dass die Bill & Melinda Gates Foundation, das philanthropische Geisteskind von Microsoft-Gründer Bill Gates, im Jahr 2010 für über 23 Millionen Dollar 500.000 Monsanto-Aktien gekauft hatte, wurde mehr als deutlich, dass diese angeblich wohltätige Stiftung ganz andere Pläne verfolgt als die Ausrottung von Krankheiten und die Bekämpfung des Hungers unter den Armen dieser Welt. Wie sich herausstellt, versucht die Familie Gates schon seit langer Zeit, in das wirtschaftliche Gefüge der Welt einzugreifen, besonders in den Bereichen Technik, Medizin und jetzt auch Landwirtschaft.

Die Gates-Stiftung, alias der von der Steuer befreite Gates Family Trust, gibt gegenwärtig Milliarden von Dollar aus, um im Namen der Humanität ein globales Nahrungsmittelmonopol zu errichten, in dem gentechnisch veränderte (GV-) Pflanzen und entsprechendes Saatgut dominieren. Angesichts der Geschichte der Gates-Familie und ihrer Einmischung in weltpolitische Angelegenheiten besteht – neben der Kontrolle von Konzernen über die weltweite Nahrungsmittelversorgung – eines der Ziele offenbar darin, die Weltbevölkerung deutlich zu reduzieren.

 

 

William H. Gates senior, Ex-Chef der Gruppe Planned Parenthood

 

Bill Gates‘ Vater, William Gates senior, war lange Zeit bei der Eugenik-Organisation Planned Parenthood aktiv, eine neu benannte Organisation, die aus der American Eugenics Society geboren worden war. In einem Interview mit Bill Moyers vom Fernsehsender PBS gab Bill Gates 2003 zu, dass sein Vater den Vorsitz von Planned Parenthood innegehabt hatte, einer Organisation, die mit der Vorstellung gegründet worden war, die meisten Menschen seien nur »rücksichtslose Züchter« und »menschliches Unkraut«, das gekeult beziehungsweise ausgerissen werden müsse.

 

Im Laufe des Interviews bestätigte Gates außerdem, dass seine Familie sich über die Jahre hinweg intensiv mit Fragen der Fortpflanzung beschäftigt habe. Er selbst sei früher ein Anhänger der Ideen des Eugenikers Thomas Malthus gewesen. Malthus war davon überzeugt, dass die Weltbevölkerung durch Einschränkung der Fortpflanzung begrenzt werden müsse. Zwar behauptet Gates, er denke heute anders darüber, doch wirken die Initiativen seiner Stiftung wie leicht veränderte malthusianische Methoden, die Bevölkerung mit weniger offenen Mitteln zu reduzieren, beispielsweise auf dem Weg über Impfstoffe und gentechnisch veränderte Organismen (GVO).

 

In Afrika und Asien investiert die Gates-Stiftung in großem Stil in die Umstellung der Landwirtschaft auf GVO

 

William Gates seniors aktive Mitgliedschaft bei Planned Parenthood und der immer noch bestehende Einfluss im Bereich »Bevölkerung und Fortpflanzungsmedizin« ist bedeutsam, denn immerhin sitzt Gates senior im Vorstand der Bill & Melinda Gates Foundation. Der langjährige Eugenikbefürworter »leitet Ausblick und strategische Orientierung« der Gates-Stiftung, die sich heute besonders darauf konzentriert, afrikanischen Ländern GVO aufzuzwingen, und zwar durch die finanzielle Unterstützung der Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA).

 

Die Gates-Stiftung hat AGRA nach eigenen Angaben Fördermittel in Höhe von mindestens 264,5 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Außerdem soll Dr. Robert Horsch, der 25 Jahre lang als leitender Angestellter für Monsanto gearbeitet und dort das Schädlingsbekämpfungsmittel Roundup entwickelt hat, im Jahr 2006 als AGRA-Vorsitzender angeheuert worden sein. Laut einem Bericht der Bauernorganisation La Via Campesina aus dem Jahr 2010 arbeiten in Kenia 70 Prozent der von AGRA geförderten Betriebe direkt mit Monsanto zusammen, fast 80 Prozent der Fördergelder der Gates-Stiftung fließen in die Biotechnologie.

 

In demselben Bericht ist zu lesen, dass die Gates-Stiftung im April 2010 880 Millionen Dollar für die Gründung des Global Agriculture and Food Security Program (GAFSP), eines energischen GVO-Befürworters, bereitgestellt hat. Es überrascht nicht, dass GAFSP für 35 Millionen Dollar an Erdbeben-»Hilfe« in Haiti verantwortlich war, die für die Einführung von GVO-Landwirtschaft und -Technik verwendet werden sollte.

 

Schon 2003 investierte die Gates-Stiftung 25 Millionen Dollar in »GV-Forschung zur Entwicklung von protein- und vitaminangereichertem Saatgut für die Armen der Welt«. Damals hagelte es Proteste von internationalen Hilfsorganisationen und Bauernorganisationen. 2008 vergab die Gates-Stiftung 26,8 Millionen Dollar an die Cornell University für die Erforschung von GV-Weizen, der nächsten wichtigen Pflanze im Fadenkreuz von Monsantos GV-Strategie.

 

 

Wer über die Landwirtschaft herrscht, der herrscht auch über die Weltbevölkerung

 

Die Verbindungen der Gates-Stiftung zu Monsanto und landwirtschaftlichen Konzernen im Allgemeinen sprechen Bände über deren wirkliche Ziele, nämlich die Schaffung eines monopolistischen Systems der globalen Kontrolle über alle Bereiche des menschlichen Lebens. Impfstoffe, Pharmazeutika, GVO, Fortpflanzungskontrolle, Wettermanipulation, Global Warming – über diese und viele andere Angriffspunkte marschiert die Stiftung mit Riesenschritten in Richtung auf eine Kontrolle der ganzen Welt, immer unter dem Vorwand, zu helfen, sie zu bessern und zu retten.

 

Anstatt die eigenständige Nahrungsmittelversorgung zu fördern und sich der zugrundeliegenden politischen und wirtschaftlichen Probleme anzunehmen, die für die Armut verantwortlich sind, haben sich Gates und Co. für die Förderung einer von Konzernen beherrschten Landwirtschaft und für eine Medizin entschieden, die die Ärmsten der Welt nur weiter versklaven werden. Es ist mehr als offensichtlich, dass GVO schon heute ganze ohnehin verarmte Gemeinschaften ruinieren, weil sie deren heimische Landwirtschaft zerstören, wie in Indien zu beobachten ist.

 

Manche behaupten, Gates ginge es bei seinen Unternehmungen nur um Geld, während andere sagen, es gehe um Macht und Kontrolle. Vielleicht stimmt beides: Gates fördert noch immer seine eigenen Geschäftsinvestitionen, wie der Kauf von Monsanto-Aktien zeigt, und investiert gleichzeitig in Programme zur Förderung von Monsanto.

 

Was auch immer zutreffen mag, offensichtlich ist, dass Gates jetzt ein direktes Interesse daran hegt, dass Monsanto mit der weltweiten Verbreitung von GVO Erfolg hat. Und da Gates durch seine »humanitären« Projekte offen Monsantos wirtschaftliches Wachstum auf neuen Märkten ermöglicht, ist auch offensichtlich, dass die Familie Gates mit Monsanto unter einer Decke steckt.

 

»Auch wenn Bill Gates möglicherweise behaupten wird, die Stiftung habe mit seinem Unternehmen nichts zu tun, so beweist er damit nur das Gegenteil: der Großteil der Gelder, die die Stiftung vergibt, dient den kommerziellen Investitionen des Tycoons.  ›Gespendet‹ wird eigentlich gar nichts, vielmehr investiert er, anstatt Steuern in die Staatskasse zu zahlen, seine Profite in Bereichen, die ihm wirtschaftlich nutzen, darunter auch die Werbung für seine angeblich guten Absichten«, schrieb Silvia Ribeiro 2010 in der mexikanischen Nachrichtenquelle La Jornada.

 

»In Wirklichkeit werden mit ihren  ›Spenden‹ so zerstörerische Projekte wie Geo-Engineering oder die Verdrängung von Naturmedizin durch patentierte Medikamente in den ärmsten Gebieten der Welt finanziert. … Außerdem versucht Gates, weltweit die bäuerliche Landwirtschaft zu zerstören, vor allem durch die Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA). Sie fungiert als Trojanisches Pferd, um den Bauern in Afrika ihr herkömmliches Saatgut wegzunehmen und zunächst durch das von ihren Unternehmen produzierte und später durch gentechnisch verändertes Saatgut (GV) zu ersetzen.«

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren unter anderem:

 

- Guardian

- Seattle Global Justice

- PRAVDA

- OrganicConsumers

- Wikipaedia

- NaturalNews

 

 

 


 

 

 

 

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