Tuesday, 27. September 2016
04.05.2014
 
 

Barack Obama – der einsamste Staatslenker der Welt

F. William Engdahl

Barack Obama ist zurzeit wohl der einsamste Staatslenker der Welt. Immer wieder wird er von seinen Vertrauten und Beratern betrogen, von »Freunden« verraten und von seinen Gegnern gehasst.

Seine Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice gehört zusammen mit Obamas UN-Botschafterin Samantha Power und der damaligen Außenministerin Hillary Clinton zu den Architektinnen der verheerenden Kriege zunächst in Libyen, später in Syrien und heute über die Ukraine eines de facto Kalten Kriegs gegen Russland. Sie drängt den Präsidenten dazu, in jedem Winkel der Welt einen Krieg anzufangen, wie die moderne Version eines Teddy Roosevelt, seines geistesgestörten Vorgängers im Amt.

Gäbe es heute noch Kreuzzüge, könnte man sie sich gut als das Schwert gegen die Ungläubigen schwingende Fanatikerin vorstellen. 1996 war Susan Rice als Afrika-Beauftragte des US-Außenministeriums für Kongo-Kriege verantwortlich, ausgehend von Ruanda, bei denen mehr als fünf Millionen Menschen starben, »um Mobutu loszuwerden«.

 

Obamas CIA-Direktor John Brennan, der erst jüngst versuchte, eine russische Invasion in die Ukraine anzustiften, ist als primitiver Schläger bezeichnet worden. Er unterstützte die Foltermethoden der CIA und verteidigte CIA-Drohnenangriffe in Pakistan, im Jemen, in Somalia, Libyen und Afghanistan – nicht gerade die Art Geheimdienst-Berater, den ein Präsident braucht, der den Frieden will.

 

Obama ist offenkundig wenn überhaupt, dann nur von sehr wenigen echten Freunden umgeben, wie es beispielsweise John F. Kennedy mit seinem Bruder Bobby und anderen im engsten Vertrautenkreis war.

 

Monat für Monat betrog seine Ex-Außenministerin Hillary Clinton die Interessen der USA und des Präsidenten. Als sie aus dem State Department ausschied, ließ sie Leute wie die frühere Beraterin von Vizepräsident Dick Cheney, die neokonservative Kriegstreiberin Victoria »Fuck the EU« Nuland, zurück. Sie soll auch weiterhin einen Keil zwischen die USA und Europa treiben – mit dem Ziel, einen neuen Kalten Krieg in die Wege zu leiten, als Vorbereitung für Clintons geplante Präsidentschaftskandidatur 2016. Clinton, die gemeinsam mit ihrem korrupten Ehemann Bill seit ihrer Zeit in Arkansas zum innersten Kreis der Intriganten der Bush-Familie zählt, ist hinter den Kulissen aktiv, Obama zu schwächen und ihn vor der Wahl 2016 emotional fertigzumachen.

 

Außerhalb von Weißem Haus und Demokratischer Partei wird Obama an allen Ecken und Enden von Benjamin Netanjahus korrupten Freunden aus der rechtsgerichteten Likud-Partei ausgebremst. Der Multimilliardär Sheldon Adelson, der in Las Vegas und Macao Kasinos betreibt, hat im Namen seiner Netanjahu-Kumpel dem Präsidenten offen den Krieg erklärt; Berichten zufolge soll er im Präsidentschaftswahlkampf Romney gegen Obama 150 Millionen Dollar gegen den amtierenden Präsidenten Obama investiert haben. Offensichtlich auf Drängen von Kreisen um Netanjahu hat Adelson die Stimmen wichtiger Kongressabgeordneter in Washington gekauft, um Obamas Politik einer Wiederannäherung mit dem Iran als Ausweg aus dem Syrien-Debakel zu sabotieren.

 

 

Kiew steht kurz vor der Explosion

 

Schwach und isoliert hat Obama den Neokonservativen und Kriegstreibern in seinem Umfeld nachgegeben und scheint entschlossen, Wladimir Putin zu einem neuen »Adolf Hitler« zu machen – eine törichte Politik, die sogar Ex-Außenminister Henry Kissinger kürzlich mit den Worten kritisierte: »Wladimir Putin zu verteufeln, ist keine Strategie…«

 

Die am 17. April erzielte Einigung zwischen Russland, der Ukraine, der EU und den USA zur Entschärfung der Krise in der Ukraine steht vor dem Kollaps, weil sich Washington, die EU und die »Putsch-Regierung« der Ukraine weigern, die mehrere Tausend Mann starken Neonazi-Terroristen des Prawyj Sektor (Rechter Sektor) zu entwaffnen. Der Prawyj Sektor gilt viel in der ukrainischen Regierung.

 

Diese Allianz rechtsgerichteter nationalistischer Gruppen und paramilitärisch organisierter Neonazis, zu der auch die Kräfte der Ukrainischen Nationalversammlung – Ukrainische Selbstverteidigung (UNA-UNSO), die »Gladio-B«-Kräfte der NATO, zählen, hatte bei den Protesten auf dem Maidan-Platz, bei denen sie für die »Sicherheit« zuständig war, als erste tödliche Gewalt gegen die staatlichen Polizeieinheiten eingesetzt. Sie bewarf Polizisten mit Molotowcocktails und selbst gebastelten Bomben.

 

Eine Resolution des ukrainischen Parlaments vom 1. April, wonach alle paramilitärischen Milizen verpflichtet wurden, ihre Waffen abzugeben, lehnte die Allianz ab; sie ist seit dem Putsch regelmäßig an Schießereien beteiligt und verfügt über ein großes Arsenal an Waffen, die aus einem Waffenlager des Innenministeriums nahe der westukrainischen Stadt Lwiw erbeutet wurden.

 

In voller Kenntnis der Natur des Prawyj Sektor unterstützten Schlüsselleute der Obama-Regierung wie Susan Rice und Victoria Nuland im Februar wissentlich einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Janukowytsch. Jetzt fungieren die rund 10 000 bewaffneten Kämpfer des Rechten Sektors in Kiew wie ein Bündel Dynamitstangen in der Nähe eines Feuers – der geringste Lufthauch könnte sie zur Explosion bringen.

 

Währenddessen nutzen Sprecher des US-Außenministeriums die russischen Verhandlungsversuche dazu, Russland weiter zu bedrohen. Das State Department sabotiert jede Aussicht auf eine friedliche Lösung, indem Russland weitere Sanktionen angedroht werden, wenn das Genfer Abkommen nicht durchgesetzt wird – erwähnt die Entwaffnung des Rechten Sektors aber mit keiner Silbe. Der derzeitige Chef des ukrainischen Rats für Nationale Sicherheit und Verteidigung, Andrij Parubij, ist zusammen mit Oleh Tjahnybok, dem jetzigen Vorsitzenden der Swoboda-Partei im Parlament, Mitbegründer der neofaschistischen Sozial-Nationalen Partei der Ukraine. Parubij leitete die Sicherheits- und Terror-Operationen des Prawyj Sektor auf dem Maidan-Platz.

 

Ein US State Department, das sich auf eine unkontrollierte Gruppe von Psychopathen verlässt, bedeutet keine sichere Basis für den Weltfrieden. Dass diese Leute einen isolierten US-Präsidenten in die Irre führen, ist noch weit mehr kriminell.

 

 

Ein isolierter Obama, umgeben von Dummheit

 

Das Hauptproblem für Obama liegt meiner Ansicht nach darin, dass er zugelassen hat, heute von Dummheit, von durchweg dummen Leuten, umgeben zu sein, die teilweise von dunklen destruktiven Plänen getrieben sind. Susan Rice, Samantha Power und John Brennan von der CIA verfolgen ihre eigenen dunklen Pläne, ganz im Gegensatz zu Obama, der als Friedenspräsident in Erinnerung bleiben möchte. General Dempsey von den Joint Chiefs of Staff [Vereinigter Generalstab] will offenbar genauso wie Obama einen Krieg vermeiden, denn er hat seine Schrecken erlebt und weiß, was er kostet. Doch beiden Männern fehlt die persönliche Nähe, die ihnen helfen könnte, sich effektiver durchzusetzen. Der Grund sind kulturelle und andere Unterschiede – bedauerlicherweise.

 

Der Kern der Dummheit, die Obamas Weißes Haus umgibt, liegt in John Brennans CIA. Die führenden Vertreter der heutigen CIA sind offensichtlich nur zu eindimensionalem Denken in der Lage, das Denken in globalen Systemen liegt ihnen fern. Die CIA wird durch die eigene internalisierte Angst gehemmt, eine Angst, die die führenden Vertreter hindert, die Komplexität der Welt zu erkennen – jenseits von Waterboarding, Folter und Mord. Ihre Mentalität gleicht weitgehend der kleiner Kinder.

 

Emotional denkt die Führungsschicht der CIA wie Kinder. Ihr kollektives Unvermögen, die Angst vor allem zu überwinden, hält die CIA im Wesentlichen »dumm«. Dasselbe gilt für Leute wie Susan Rice, Samantha Power, John Brennan oder Hillary Clinton. Es ist Zeit für reale Selbstreflexion, immerhin stehen wir am Rande eines neuen Weltkriegs.

 

Ein einzelner Mann, Präsident Barack Obama, mit all seinen menschlichen Fehlern und Schwächen, trägt auf seinen Schultern die schreckliche Verantwortung für Krieg oder Frieden auf dieser Erde. Eine Minute vor zwölf rief er die USA vom Krieg gegen Syrien zurück, ein Krieg, der die Welt in einen Dritten Weltkrieg hätte stürzen können. Jetzt stellt sich die Frage, ob er den Mut aufbringen wird, erneut einen drohenden Krieg abzuwenden, dieses Mal über die Ukraine gegen Russland. Die Uhr tickt, aber es ist noch nicht zu spät, Mr. President.

 

 

 


 

 

 

 

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