Sonntag, 22. Januar 2017
11.06.2016
 
 

China geht Cheneys japanischer Spinne ins Netz

F. William Engdahl

Auf dem jüngsten G7-Gipfel nutzte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe den Umstand, dass sein Land Gastgeber dieses jährlichen Treffens der Industrienationen war, für eine provokante Resolution. Der Inhalt: China wurde dafür kritisiert, auf einer umstrittenen Inselgruppe im Ostchinesischen Meer präsent zu sein. In China spricht man von den Diaoyu-Inseln, in Japan von den Senkaku-Inseln. Die G7-Resolution ist Teil einer sorgfältig abgestimmten Eskalation der Spannungen. Dahinter stehen die USA und ihre asiatischen Verbündeten, stellvertretend angeführt von Abes Japan. Ziel ist die Volksrepublik China.

 

Dass die USA im Umfeld der größtenteils unbewohnten Inseln im Südchinesischen und Ostchinesischen Meer derzeit »Kriegsspiele« abhalten, und zwar immer ernster werdende, muss man vor dem Hintergrund sehen, dass Washington parallel dazu noch weitere Kriegsspiele durchführt. Ziel ist es, Putins Russland einzukreisen. Zu diesem Zweck marschieren amerikanische Truppen in den NATO-Ländern auf, die an Russland grenzen. Zu diesem Zweck wird in Rumänien Amerikas sogenannter »Raketenabwehrschirm« errichtet, der auf Russland zielt. Und zu diesem Zweck bemühen sich CIA und Regierung Obama unter Führung des Oberfalken Victoria Nuland aus dem Außenministerium darum, die Wirtschaftssanktionen der USA und der EU gegen Russland zu rechtfertigen, die ja letztlich auch eine Form von Kriegführung sind.

 

In der G7-Erklärung vom 27. Mai heißt es: »Wir sind besorgt angesichts der Lage im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer und betonen die fundamentale Bedeutung eines friedlichen Umgangs mit einer friedlichen Beilegung von Disputen.«

 

Das ist eine spürbare Eskalation, und zwar weniger wegen des Tonfalls als vielmehr wegen des Umstands, dass sich die G7 – Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA – überhaupt in dieses Thema einmischen.

 

Die Gruppe war in den 1970er-Jahren eigentlich gegründet worden, um wirtschaftliche Probleme zu erörtern.

 

Warum überhaupt der Streit um ein paar karge Inselchen?


In den Jahrzehnten nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Inseln unbewohnt, und obwohl China, Japan und Taiwan offiziell seit Langem Anspruch auf sie erheben, gab es keinerlei größere Spannungen. Die Diaoyu/Senkaku-Inselgruppe besteht aus acht unbewohnten Inseln von insgesamt sieben Quadratkilometern Größe. Sie liegt im Ostchinesischen Meer zwischen den Küsten von China, Taiwan und Okinawa, wo die USA einen großen militärischen Stützpunkt betreiben. Sieht man sich die Landkarten genauer an, fällt auf, dass diese Inselchen strategisch und militärisch ausgesprochen bedeutsam lägen, sollte es in Zukunft zu einer Auseinandersetzung zwischen Washington und Peking kommen. Außerdem grenzen sie an internationale Verkehrsrouten, auf denen jährlich Frachtgut im Wert von etwa 5000 Milliarden Dollar bewegt wird, vor allem nach China.


China erhebt nicht nur Anspruch auf die Diaoyu-Inseln, sondern auf weitere unbewohnte Inselgruppen im Südchinesischen Meer, nämlich die Paracel- und die Spratly-Inseln. Wegen ihrer Lage und weil die Inselgruppen auch von Taiwan, Vietnam, den Philippinen und vor allem Japan beansprucht werden, kommt der Disput den neokonservativen Falken in Washington ausgesprochen gelegen, liefert er doch eine hervorragende Rechtfertigung für die Hinwendung des Pentagon zu Asien und die neue militärische Ausrichtung gegen China. Wenn man nun noch die Berichte berücksichtigt, dass die Region große Vorkommen an Öl und Gas beherbergen soll – Bodenschätze also, die für Chinas Zukunft von enormer Bedeutung sind –, haben wir alle Zutaten für einen explosiven Cocktail beieinander. Fehlt nur noch der Chefzündler, der Feuer an die Lunte legt …

 

Ungewöhnliche Hintergründe


Wir haben es also mit drei unterschiedlichen Inselgruppen zu tun – Diaoyu im Ostchinesischen Meer, Paracel- und Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Ich will mich zunächst mit dem Zündler in der aktuellen Konfrontation beschäftigen, dem Drama um die Diaoyu-Inseln beziehungsweise die Senkaku-Inseln, wie Tokio sie nennt.

 

Die Suche nach dem Brandstifter führt uns zurück nach Washington und dort zu den Falken rund um Dick Cheney. Er scheint alles andere als in Rente zu sein, wenn man sich ansieht, dass seine ehemalige Stabschefin Victoria Nuland den Ukraine-Konflikt gegen Russland führt und dass ein weiterer ehemaliger Stabschef, »Scooter« Libby, federführend an der gegen China gerichteten Wiederaufrüstung Japans mitwirkt.

 

Einen Höhepunkt erreichten die Spannungen rund um die Diaoyu-Inseln im April 2012. Da machte der ultranationalistische Gouverneur von Tokio, Shintaro Ishihara (Autor des Buchs Wir sind die Weltmacht: Warum Japan die Zukunft gehört), eine überraschende Ankündigung: Er werde Mittel der Tokioter Regierung dazu nutzen, um einem geheimnisvollen Japaner alle acht Senkaku-Inseln abzukaufen, die dieser privat erworben hatte. Nicht nur in China wurde daraufhin Protestgeheul laut, auch in Taiwan, das ebenfalls rechtliche Ansprüche auf die Inselchen erhebt.

 

Kurz zuvor, im Dezember 2011, war Ishihara nach Washington gereist, um dort eine Ansprache am Hudson-Institut zu halten, einer neokonservativen Denkfabrik. In seiner Rede erklärte Ishihara, die nächsten japanischen Wahlen würden »die Möglichkeit eröffnen, das amerikanisch-japanische Bündnis zu stärken«. Weiter sprach er darüber, »was eine stärkere Allianz für den Rest Asiens bedeuten könnte«.

 

Ishihara gehört den Liberaldemokraten an, die unter Führung von Ministerpräsident Shinzo Abe derzeit in Japan regieren. Damals waren sie noch in der Opposition, an der Macht war die gemäßigte Regierung von Yoshihiko Noda. Noda reagierte alarmiert auf Ishiharas provokante Ankündigung, die umstrittenen Inseln zu kaufen. Übrigens: Als Ishihara zu Besuch beim Hudson-Institut war, wurde er dort vom Senior Vice President der Denkfabrik begrüßt – keinem anderen als I. Lewis »Scooter« Libby, dem ehemaligen Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney.

 

Der ominöse Aufstieg von Nippon Kaigi


Scooter Libby und Cheneys Falken, zu denen auch Obamas Verteidigungsminister Ash Carter zählt, arbeiten in Japan mit einer freimaurerartigen Gesellschaft namens Nippon Kaigi zusammen. Sowohl Ishihara als auch Abe nehmen in dieser Organisation einen hohen Rang ein. Ein anderes ranghohes Mitglied beschrieb die Gruppe so: »Wir stehen voll und ganz hinter der konservativen Sache. Wir sind Monarchisten. Wir treten ein für eine Revision der Verfassung. Wir sind für den Ruhm der Nation.«

 

Nippon Kaigi macht sich stark für eine Revision der japanischen Verfassung und insbesondere von Artikel 9, der es dem Land untersagt, ein stehendes Heer zu betreiben. Gleichzeitig wird eine Stärkung der schintoistischen Wurzeln des Landes gefordert. Die Tokioter Kriegsverbrechertribunale von 1946 bis 1948 waren nach Auffassung der Gruppe unrechtmäßig, und das Ausmaß der Morde, die die japanischen Truppen beim Massaker von Nanking im Jahr 1937 begingen, sei »übertrieben oder verfälscht«. Die Gruppe verteidigt Japans Territorialansprüche auf die Senkaku-Inseln. Auf der Webseite von Nippon Kaigi werden bekannte Schinto-Priester als »Berater« aufgeführt, darunter auch einige aus der kaiserlichen Familie. Dass Abe beim jüngsten G7-Gipfel die anderen Staats- und Regierungschefs nach Ise-jingu führte, dem höchsten japanischen Schinto-Schrein, war nicht nur eine symbolische Geste.

 

Abe besetzte im Jahr 2014 sein Kabinett neu. Seitdem sind fünfzehn der achtzehn Kabinettsmitglieder auch Mitglied von Nippon Kaigi. Die meisten gehören auch einem Verband an, der Schintoismus als Staatsreligion bewirbt. Schintoismus ist eine traditionelle, nationalistische Religion, die bis 1945 von der Monarchie genutzt wurde, um über die Verehrung von Schreinen die Loyalität gegenüber dem Kaiser zu stärken. Mit Stand Oktober 2014 waren 289 der 480 Abgeordneten im japanischen Parlament Mitglieder von Nippon Kaigi. Man muss sich nicht groß anstrengen, um sich an Vorkriegs-Japan und die brutale Invasion und Besetzung der chinesischen Mandschurei während der 1930er-Jahre erinnert zu fühlen.

 

Scooter und Japan


Scooter Libby spielt eine zentrale Rolle in der Clique der Falken und »Amerikanischen Exzeptionalisten«, die das »Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert« (PNAC) ins Leben riefen, um die militaristische Kriegsagenda der Cheney-Bush-Regierung von 2001 bis 2009 zu prägen. Libby war einer der Autoren für den Entwurf der Verteidigungsplanungsrichtlinien für die Haushaltsjahre 1994 bis 1999, und zwar zusammen mit Paul Wolfowitz für den damaligen amerikanischen Verteidigungsminister in der Regierung von George Bush – niemand anderen als Dick Cheney. Im PNAC-Bericht von September 2000 heißt es ganz unverhohlen, dass der Bericht auf den Richtlinien basierte, die Cheney, Libby und Wolfowitz im Jahr 1992 verfassten. Diese hatte man still und heimlich fallengelassen, nachdem sie der New York Times zugespielt worden waren. Scooter Libby kam im Jahr 1989 zum Verteidigungsministerium und ist seitdem ein enger Gefolgsmann Dick Cheneys.

 

In dem PNAC-Bericht wird gefordert, der Herrschaft von Saddam Hussein durch Krieg ein Ende zu setzen. Außerdem wird der neue US-Präsident aufgefordert, den Militärhaushalt wieder zu erhöhen, um einen »Präventivkrieg« führen zu können, sollte ein Land oder eine Gruppe von Ländern die Stellung Amerikas als einzige Supermacht gefährden. »Amerikanischer Exzeptionalismus« ist übrigens kurz gesagt die spinnerte Idee: »Wir sind die Nummer eins, weil unser Gott größer und schlimmer ist als euer Gott!«

 

Zu den PNAC-Mitgliedern gehörten Lewis Libby, Donald Rumsfeld, J. Paul Wolfowitz und Dick Cheney. Sie alle sollten in der Cheney-Bush-Regierung zentrale Posten einnehmen, und sie bildeten eine Clique, die wie eine Art geheime Parallelregierung seit 1989 daran arbeitet, die Rolle der USA als unumstrittene Weltmacht Nummer eins durch imperialistische Kriege zu zementieren. Das gilt für Afghanistan und den Irak 2003, für Libyen 2011 und die Ukraine 2014. Und heute rückt in Asien China immer stärker ins Visier wegen seiner Stellung als unabhängige Großmacht.

 

Weil er im Vorfeld des Irak-Kriegs von 2003 die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnte, wurde Libby zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Präsident George W. Bush hat ihn später begnadigt, seitdem ist Libby am Hudson-Institut tätig. Er ist Spezialist für Militärfragen, aber auch für Asien und ganz besonders für die japanische Politik. Angeblich steht er dem japanischen Premier Abe sehr nahe.

 

Abe und Scooter


Am 26. Dezember 2012 wurde Shinzo Abe, enger Freund und Vertrauter von Ishihara und von Scooter Libbys Hudson-Institut, neuer japanischer Ministerpräsident. Die Regierung Noda war nach kurzer Amtszeit plötzlich zurückgetreten, Abe hatte sich bei den folgenden Wahlen durchsetzen können. Seit damals fährt Japan wegen der Diaoyu/Senkaku-Inseln einen provokanten, säbelrasselnden Kollisionskurs gegenüber China. Hier spiegelt sich die nationalistische Agenda wider, die Abes Nippon Kaigi und die ihr eng verbundene Schinto Association of Spiritual Leadership verfolgen.

 

Nach weniger als einem Jahr im Amt wurde Abe im September 2013 vom neokonservativen Hudson-Institut nach Washington eingeladen. Dort wurde er als erster Nichtamerikaner mit dem Herman Kahn Award ausgezeichnet. Seine Rede wurde nicht vom Präsidenten des Hudson-Instituts angekündigt, sondern vom Vizepräsidenten Scooter Libby, was schon zeigt, wie nah sich die beiden stehen. Entsprechend begann Abes Ansprache auch: »Vielen Dank, Scooter …«

 

In seiner Rede am Hudson-Institut machte Abe deutlich, dass er das japanisch-amerikanische Verhältnis auf ein so enges Niveau bringen will, dass die Bande, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten zwischen den USA und China geknüpft wurden, hinfällig werden und Japan wieder der wichtigste Partner Amerikas im asiatisch-pazifischen Raum ist.

 

Abe erklärte: »Japan und die USA sollten gemeinsam das indopazifische Jahrhundert anführen.« Er deutete an, dass er versuchen werde, Japans Nachkriegsverfassung einer Reform zu unterziehen. Die Verfassung verbietet den Einsatz eines aktiven Militärs. Abe deutete weiter an, dass China der Grund für die Verfassungsänderung sei. Der Ministerpräsident: »Ich arbeite hart daran, unsere nationale Sicherheitsstruktur ganz neu aufzubauen. Das erste Mal überhaupt wird Japan einen nationalen Sicherheitsrat ins Leben rufen. Das erste Mal überhaupt werden wir eine nationale Sicherheitsstrategie veröffentlichen, in der wir definieren, wozu sich Japan verpflichtet und was unsere Ziele sind. Und das erste Mal seit elf Jahren hat meine Regierung dieses Jahr den Rüstungshaushalt erhöht.«

 

Weiter erzählte Abe seinen neokonservativen Freunden an Scooter Libbys Hudson-Institut: »Wir haben einen unmittelbaren Nachbarn [China], dessen Militärausgaben mindestens zweimal so groß wie die von Japan sind und nur noch vom Verteidigungshaushalt der USA übertroffen werden. Seit über zwanzig Jahren, seit 1989, hat das Land seine wenig transparenten Militärausgaben jährlich um mehr als zehn Prozent erhöht … Nennen Sie mich also einen rechten Militaristen, wenn Sie wollen.«

 

Seit seiner Rede vom September 2013 tritt Abe getreu für die provokanten chinafeindlichen Ziele seiner Washingtoner Neocon-Freunde ein, der Dick-Cheney-Clique um Scooter Libby.

 

Senkaku unter dem atomaren Schirm


Die japanische Staatsführung um Shinzo Abe schlägt wieder einen militaristischen Ton an, gegenüber China rasselt man wegen der Senkaku-Inseln mit den Säbeln. An Brisanz gewann das Ganze, nachdem Japan und die USA im April 2015 eine gemeinsame Erklärung veröffentlichten.

 

Darin kündigte das amerikanische Verteidigungsministerium an, sechzig Prozent seiner Flotte in den Pazifik und den Indischen Ozean zu verlegen. Die neuesten und schlagkräftigsten Waffensysteme würden als Erstes in den asiatisch-pazifischen Raum gehen. Der japanisch-amerikanische Beratungsausschuss für Sicherheit (SCC) gab eine Pressemitteilung heraus, in der es heißt, Amerika steht »unbeugsam für die Verteidigung Japans« ein, und zwar »durch die volle Spanne aller militärischen Möglichkeiten Amerikas, atomar wie konventionell«. Dem SCC gehören John Kerry und Fumio Kishida sowie die Verteidigungsminister Ash Carter und Gen Nakatani [Name korrigiert] an.

 

Am 6. April 2015 äußerten sich die USA und Japan in ihrer gemeinsamen Erklärung erstmals auch zum aktuellen Streit zwischen China und Japan um die Inseln: »Die Minister bekräftigten, dass die Senkaku-Inseln unter Verwaltung Japans stehen und deshalb auch durch Artikel 5 des Vertrags über die gegenseitige Kooperation und Sicherheit zwischen Japan und den Vereinigten Staaten fallen.« Das bedeutet nichts anderes, als dass Washington erklärt, man sei in dem Streit mit China um die Inseln im Südchinesischen Meer bereit, es auf einen Atomkrieg ankommen zu lassen.

 

Wenig überraschend reagiert China mit einer verstärkten militärischen Präsenz im Ostchinesischen und im Südchinesischen Meer. Peking lässt sich in das von Abe gezogene Spinnennetz hineinlocken, ganz so, wie es sich Cheney und seine Freunde erhofft hatten.

 

Am 29. Mai 2016 kündigte Peking an, erstmals ein mit Atomwaffen ausgerüstetes U-Boot in den Pazifik zu entsenden. Am 1. Juni erklärte Peking, sollten die USA mit ihren »provokanten Handlungen« im Südchinesischen Meer fortfahren, sei man darauf vorbereitet, dort ebenso wie zuvor im Ostchinesischen Meer eine geplante Luftraumüberwachungszone zu errichten.

 

Das chinesische Außenministerium hat sich dieses Jahr gegen die Kritik verwandt, die gegen die Stationierung von Raketen auf Woody Island (auch als Yongxing oder Phu Lam bekannt) laut wurde, der größten Insel der im Südchinesischen Meer gelegenen Paracel-Inseln. Die Stationierung sei doch »kein Vorwand, deswegen einen großen Aufstand zu machen«, so das Ministerium. »Dass China erforderliche und begrenzte Defensiveinrichtungen auf seinem eigenen Territorium stationiert, unterscheidet sich nicht wesentlich davon, dass die Vereinigten Staaten Hawaii verteidigen.«

 

Wenn im Januar 2017 eine neue US-Regierung ins Weiße Haus zieht, dürfte sich diese Situation zu Washingtons nächster nuklearer Konfrontation entwickeln. Als Turbolader für die Eskalation könnte sich hierbei die Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom 27. Mai erweisen, man denke darüber nach, auf der Kurilen-Insel Matua einen Stützpunkt für Einheiten der russischen Pazifikflotte zu errichten. Russisches Militär und die Geografische Gesellschaft würden mit sechs Schiffen und über 200 Teilnehmern die Kurilengruppe gemeinsam erkunden, so das Ministerium weiter. Die Kurilengruppe erstreckt sich von der Halbinsel Kamtschatka bis nach Japan und war während des Kalten Kriegs die vorderste Front der sowjetischen Stellungen im Pazifik.


Washington rückt seinem Ziel näher, durch seine Handlanger Russland und nun auch China einkreisen zu lassen. Die hässlichen Prankenabdrücke von Dick Cheney und seinen Spießgesellen wie Scooter Libby und Victoria Nuland sind hier ganz deutlich zu erkennen. Und natürlich werden Dritte genutzt, um die Konflikte noch anzufachen

 

 

 

 

 

 

 

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