Monday, 27. June 2016
14.09.2015
 
 

Die OPEC, Russland und die entstehende Neue Weltordnung

F. William Engdahl

Jeden Tag bestätigt sich, was ich in meinen Beiträgen der letzten Zeit gesagt habe: Durch geschickte Vermittlung Russlands legen die OPEC-Mitgliedsstaaten im Nahen Osten, einschließlich des Iran, vorsichtig die Grundlagen einer wirklich neuen Weltordnung. Der erste Test wird sein, ob es ihnen gemeinsam gelingt, die Attacken des Islamischen Staats auf Syrien auszuschalten und dort echte, nicht-manipulierte Wahlen vorzubereiten.

 

Schon lange faszinieren mich die enorme Energie im Erdinneren und die Tatsache, dass sich die Erde fast wie ein lebendiger Organismus bewegt. Besonders beeindruckt bin ich von den tektonischen Verschiebungen und deren Verbindung zu Erdbeben und Vulkanen. Nicht wegen der Zerstörungen, die sie anrichten und den damit verbundenen Todesopfern, sondern allein wegen der schieren Energie. Die riesigen Platten, in die unsere Erde unterteilt ist, befinden sich in ständiger Mikro-Bewegung. Irgendwann – zu einem Zeitpunkt und an Stellen, die die Geophysik bisher nicht vorhersagen kann – führt die Verschiebung dieser Platten zu Erdbeben.

 

In der politischen, genauer gesagt geopolitischen, Sphäre erleben wir heute eine riesige tektonische Verschiebung, doch die ist nicht zerstörerisch. Sie entfaltet eine Anziehungskraft, die die OPEC-Länder im Nahen Osten, auch Saudi-Arabien und den Iran, in eine neue strategische Partnerschaft mit der Russischen Föderation zieht, wie schon bald offenbar werden wird. Und das ungeachtet der tiefen religiösen Trennlinien zwischen dem saudi-arabischen sunnitischen Wahhabismus, dem Sufismus, Schiismus und dem orthodoxen Christentum.

 

Schon bald wird diese tektonische Verschiebung ein Erdbeben auslösen, das die Welt vielleicht davor rettet, durch die endlosen Kriege des Pentagons und seiner Strippenzieher an der Wall Street und im militärisch-industriellen Komplex und unter den sie alle kontrollierenden Oligarchen ausgelöscht zu werden.

 

Russland in die OPEC?

 

Bei einem Interview mit der Londoner Financial Times bestätigte Russlands wichtigster Erdölunternehmer Igor Setschin, Chef der staatlichen Rosneft, Gerüchte, wonach das saudi-arabische Königshaus ein Abkommen über eine formelle Marktbeteiligung mit Russland anstrebt. Russland wird angeblich sogar die Mitgliedschaft in der OPEC angeboten, um den Ölpreis weltweit zu stabilisieren. In dem Interview bestätigte Setschin, der als einer der engsten Verbündeten von Präsident Wladimir Putin gilt, das saudi-arabische Angebot. Die einflussreiche Financial Times (FT) gehörte bis zum Juli dieses Jahres zur Pearson Group, die eng mit der Rothschild-Familie verbunden ist, die ihrerseits seit Langem auch Royal Dutch Shell dominiert.

 

Die Londoner Zeitung unterstrich, Setschin habe das Angebot abgelehnt. Aufschlussreicher ist es jedoch, zwischen den Zeilen zu lesen. Bei einer von der FT organisierten Rohstoff-Konferenz in Singapur sagte Setschin nämlich: »Wir müssen erkennen, dass das ›goldene Zeitalter‹ der OPEC auf dem Erdölmarkt verloren ist. Sie haben sich nicht an die eigenen Quoten [für die Ölförderung] gehalten. Wären die Quoten eingehalten worden, wäre der Welt-Ölmarkt heute wieder im Gleichgewicht.«

 

Setschin kennt den Hintergrund des saudi-arabischen Ölpreiskrieges gut und weiß, dass er durch ein Treffen zwischen US-Außenminister John Kerry und dem inzwischen verstorbenen König Abdullah im September 2014 im Wüstenreich ausgelöst wurde, bei dem Kerry die Saudis bedrängt haben soll, die Erdölpreise in den Keller zu schicken. Kerry wollte damit unerträglichen Druck auf Russland ausüben, das damals durch Sanktionen vonseiten der USA und EU bedrängt wurde. Für die Saudis war es die einmalige Gelegenheit, den größten Störfaktor in der Beherrschung der Welt-Erdölmärkte durch die OPEC auszuschalten – die boomende Förderung amerikanischen Schieferöls, die die USA 2014 zum größten Ölförderland der Welt machte.

 

Ironischerweise sind, wie Setschin der FT erzählte, der amerikanisch-saudi-arabische Deal und die finanziellen Sanktionen der USA nach hinten losgegangen. Der russische Rubel verlor bis Januar die Hälfte seines Wertes gegenüber dem Dollar. Der Ölpreis fiel von 103 Dollar für das Fass im September 2014 auf heute nicht einmal mehr 50 Dollar. Aber die Kosten der russischen Ölförderung werden in Rubel berechnet, nicht in Dollar. Wie Setschin erklärt, sanken deshalb die Dollar-Kosten für die Ölförderung der Rosneft von fünf Dollar für das Fass vor den Sanktionen auf heute nur noch drei Dollar – ein ähnlicher Wert wie bei den arabischen OPEC-Erdölförderländern wie Saudi-Arabien. Rosneft geht es trotz der Sanktionen nicht schlecht. Amerikanisches Schieferöl hingegen ist unkonventionell und viel teurer. Branchenkenner schätzen für Schieferöl je nach Feld und Unternehmen 60 bis 80 Dollar pro Fass, nur um die Kosten zu decken. Die gegenwärtige Schrumpfung der US-Schieferindustrie und die Aussichten auf eine Zinserhöhung in den USA bedingen den Niedergang des amerikanischen Schieferöls für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, weil Kreditgeber von der Wall Street und Investoren, die auf Schieferöl-Schrottanleihen gesetzt haben, massive Verluste erleiden.

 

Die »Nicht«-Ehe auflösen

 

Ich möchte mich für einen Augenblick der Vorstellung widmen, wie eine enge Koordination zwischen Russland und den von Saudi-Arabien geführten OPEC-Ländern aussehen würde. Ich nenne es das »Auflösen der ›Nicht‹-Ehe«, nämlich jener über die Kontrolle des weltweiten Ölflusses, der die Welt viel zu lange in Kriege, Mord und Hass hypnotisiert hat.

 

Zunächst müsste die neue Gruppierung aus Russland und den Nahost-Ölstaaten stabile Marktbeziehungen zwischen sich selbst und ihren wichtigsten Märkten wie China und der EU aushandeln. Alexander Mercouris überlegt in einem einsichtsvollen Artikel, man könne Setschins Erklärung gegenüber der FT als einleitende russische Verhandlungsposition beim Saudi-OPEC-Angebot betrachten.

 

Bei der Rohstoff-Konferenz in Singapur sprach Setschin davon, China und Russland hätten sich dieses Jahr auf verschiedene Erdöllieferverträge mit einem Gesamtumfang von circa 500 Milliarden Dollar für die nächsten 20 Jahre, oder 25 Milliarden Dollar jährlich für Rosneft, geeinigt. Saudi-Arabien war Chinas größter Öllieferant, bis die russische Rosneft in großem Stil einstieg. Für Russland und China war es eine strategische, keine marktbedingte Entscheidung. Unabhängig von dem, was Setschin in der FT sagte oder nicht sagte, gibt es keinen Grund für Russland, die Ehe des Welt-Erdöls mit den Angloamerikanern nicht aufzulösen und konsequent in ernste Verhandlungen mit Saudi-Arabien über eine strategische Zusammenarbeit einzutreten.

 

Denkbar sind Quoten, sodass Russland, Saudi-Arabien und die OPEC ähnlich vorgehen wie die angloamerikanischen Ölgesellschaften 1928, um buchstäblich Kriege zwischen der britischen Rothschild-Gruppe hinter Royal Dutch Shell und Rockefellers Standard-Oil-Unternehmen um die Kontrolle über den Welt-Erdölmarkt zu beenden – Kriege, die die Welt von Mexiko bis Baku, von Kuwait bis Texas überzogen.

 

Beendet wurden die angloamerikanischen Ölkriege 1927 bei einem Treffen auf dem schottischen Schloss Achnacarry, das Sir Henry Deterding von Royal Dutch Shell gehörte. Die amerikanischen und britischen Ölkonzerne einigten sich formell auf einen »Waffenstillstand«, der zur Schaffung des mächtigen angloamerikanischen Ölkartells führte, den später berüchtigten »Sieben Schwestern«. In Achnacarry kamen John Cadman, Vertreter der staatlichen britischen Anglo-Persian Oil Co. (British Petroleum), und Walter Teagle, Präsident von Rockefellers Standard Oil of New Jersey (Exxon), unter dem Deckmantel einer Moorhuhnjagd zusammen, um das mächtigste wirtschaftliche Kartell der neueren Geschichte zu schmieden. Die Sieben Schwestern waren praktisch an der Hüfte zusammengewachsen, sie traten weltweit bis mindestens 1945 als eine Einheit auf.

 

Formell besiegelt wurde ihr Geheimpakt 1928 durch das so genannte »As Is«-Abkommen, manchmal auch »Achnacarry-Abkommen« genannt. Darin einigten sich britische und amerikanische Ölgesellschaften darauf, bestehende Marktanteile zu akzeptieren, insgeheim einen weltweiten Kartellpreis festzusetzen sowie Konkurrenz und Preiskriege zu beenden. Später sprach man vom Rote-Linie-Abkommen. 1927 zwang England ein geschwächtes Frankreich, die Amerikaner in den Nahen und Mittleren Osten zu lassen und das geheime Sykes-Picot-Abkommen aus Kriegszeiten entsprechend zu revidieren. Eine rote Linie wurde gezogen, die von den Dardanellen über Palästina hinunter bis zum Jemen und wieder herauf durch den Persischen Golf reichte.

 

 

Das angloamerikanische »Rote-Linie-Abkommen« führt seit 1928 zu Ölkriegen und Weltkriegen.

 

Die Geschichte der vergangenen fast 88 Jahre seit jenem angloamerikanischen Geheimabkommen über ein Ölkartell ist ohne das verhängnisvolle Rote-Linie-Abkommen von Achnacarry und die politischen Folgen nicht verständlich.

 

In der heutigen Lage ist damit zu rechnen, dass sich eine Vereinbarung zwischen Putins Russland und den OPEC-Förderländern unter Führung Saudi-Arabiens, einschließlich des Iran, für eine Neuausrichtung der weltweiten Energieversorgung unabhängig von der seit fast einem Jahrhundert währenden angloamerikanischen Vorherrschaft entwickeln wird. Der Nutzen einer solchen weltweiten Neuausrichtung ist zu groß, als dass ihn einer der Beteiligten ignorieren könnte.

 

Ob Igor Setschin nun bereit ist, in solchen Termini zu denken, oder nicht – in ihrer Diplomatie zeigt sich eindeutig, dass Präsident Putin und Außenminister Sergei Lawrow es sehr wohl sind. Setschin ist nicht etwa unfähig, aber die kürzlich erfolgte Entlassung von Wladimir Jakunin als Chef der russischen Eisenbahngesellschaft OAO zeigt, dass Putin bereit ist, zum Wohle Russlands die globale Lage zu ändern, selbst wenn es dem engsten Kreis seiner alten Freunde nicht gefällt.

 

Was Russland zu erwarten hätte? Enormen Nutzen. Es würde den größten Pool der Welt an Kohlenwasserstoffen – Erdöl und Erdgas – in den Ländern der zusammenhängenden Landmasse sichern, die Sir Halford Mackinder, der britische »Vater« der Geopolitik, als »Weltinsel« bezeichnete – Russland, China, der indische Subkontinent, Südasien, und jetzt in einem Bogen bis tief in den gesamten Nahmittelostraum ausstrahlend und weiter bis Ägypten in Nordafrika. Russland erhielte sichere Märkte außerhalb der gegenwärtigen angloamerikanischen Kriegszone.

 

Bei Wirtschaftssanktionen vonseiten Deutschlands und der EU wäre Russland in einer völlig neuen Verhandlungsposition. Darüber hinaus würde die politische Landkarte des so genannten Amerikanischen Jahrhunderts verändert, das 1945 durch Trumans Entscheidung für den Abwurf der Atombomben auf Japan entstand.

 

Bei einer solchen Vereinbarung mit Russland würden die ölproduzierenden Länder des Mittleren Ostens als zentrale Partner am heutigen Wirtschaftsboom beteiligt und im Rahmen von Chinas Infrastrukturprojekt »One Belt, One Road« (Neue Seidenstraße) von neuen Eisenbahn- und Seeverbindungen profitieren.

 

Zur Erinnerung: Dieses Projekt ist bereits im Gang, Russland und die Eurasische Wirtschaftsunion haben sich erst kürzlich mit China darauf geeinigt, die Entwicklung der beiderseitigen Eisenbahnrouten zu integrieren. Durch neue große Seehäfen in Myanmar und anderen Ländern in Eurasien und am Indischen Ozean entsteht eine direkte Anbindung der Golfstaaten an diesen boomenden neuen Wirtschaftsmarkt Eurasien.

 

Dadurch, dass der Iran – geopolitisch für alle Beteiligten wichtig –, Saudi-Arabien und die arabischen OPEC-Staaten zusammen mit Ägypten in eine Allianz eingebunden werden, mit der ausgehandelten militärischen Unterstützung durch das eine Land der heutigen Welt, das in der Lage ist, es mit den USA aufzunehmen, nämlich Russland, würde einem Jahrhundert angloamerikanischer Kolonialkriege und Zerstörung in der Region ein Ende bereitet. Das letzte Beispiel war die von Washington und der CIA angezettelte Serie von Farbenrevolutionen, die als »Arabischer Frühling« bezeichnet wurden.

 

Eine Beilegung des von den USA und Großbritannien losgetretenen Krieges in Syrien und deren Einsatz des IS gegen die Welt – vergessen wir nicht, dass Krieg und der laufende IS-Terror die Ursache der gegenwärtigen Flüchtlingskrise sind, die ganz Europa destabilisiert – wäre das erste Anzeichen für diese Kooperation zwischen Russland und den einflussreichen Erdölländern im Mittleren Osten. Für die Kriegsfalken in Washington, die zurzeit von Präsident Assad verlangen, ins Exil zu gehen, oder die US-gesponserte Gruppen wie al-Nusra und die Moslembruderschaft ans Ruder bringen wollen, wäre es ein vernichtender Schlag.

 

Während diese neue Weltordnung, einschließlich der von Saudi-Arabien angeführten arabischen OPEC-Länder, Russland, China und Eurasien täglich wahrscheinlicher wird, fühlen sich Außenminister John Kerry, CIA-Chef John Brennan, der neue Chairman der Joint Chiefs of Staff Marine Corps General Joseph Francis »Fighting Joe« Dunford, ein ausgesprochener Russophober,sowie die verschiedenen Washingtoner Denkfabriken, Verteidigungsminister und Demokratischer Neocon Ash Carter, Susan Rice, US-Botschafterin Samantha Power, Vizepräsident Joe Biden (möglicherweise der nächste Präsident der USA), der gesamte militärisch-industrielle Komplex der USA und die Wall Street, die ihn finanziert, plötzlich wie nackt in eiskaltem Wasser, manövrierunfähig ohne Ruder oder Eisbrecher.

 

Ich kann Empathie für ihre Gefühle empfinden, aber es tut mir um sie nicht leid. Ihre Zeit ist vorüber, dank all des Guten, das sie nicht vollbracht haben. Es ist höchste Zeit, dass reale amerikanische Bürger ihr Land wieder übernehmen. Sind wir denn nicht die Mehrheit? Wir haben nur vergessen, dass wir auch gut sein können. Wir sollten die Kriegsmatrix hinter uns lassen.

 

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (30) zu diesem Artikel

17.09.2015 | 11:19

bekir

Dass "der gesamte militärisch-industrielle Komplex der USA und die Wall Street, die ihn finanziert, plötzlich wie nackt in eiskaltem Wasser" stehe und wir Menschen weltweit dadurch "die Kriegsmatrix hinter uns lassen" könnten, ist eine Botschaft, die Hoffnung machen kann. Ist sie aber realistisch? Die Saudis "flirten" mit den Russen, obwohl diese traditionell gute Beziehungen zu Saudiens Todfeinden halten: Iran und Syriens Assad. Aber auch die...

Dass "der gesamte militärisch-industrielle Komplex der USA und die Wall Street, die ihn finanziert, plötzlich wie nackt in eiskaltem Wasser" stehe und wir Menschen weltweit dadurch "die Kriegsmatrix hinter uns lassen" könnten, ist eine Botschaft, die Hoffnung machen kann. Ist sie aber realistisch? Die Saudis "flirten" mit den Russen, obwohl diese traditionell gute Beziehungen zu Saudiens Todfeinden halten: Iran und Syriens Assad. Aber auch die Obama-Administration und eine (knappe) Kongress-Mehrheit wollen plötzlich gute Beziehungen zum bisherigen Paria Iran, bevor er sich evtl. den BRICS-Staaten anschließt und diesen US-Konkurrenten dadurch zu einem noch schnelleren Aufstieg verhilft. Das Verhalten der Saudis scheint mir daher kein Strategiewechsel zu sein, sondern ein taktischer Warnschuss an die Adresse der USA: Wenn ihr uns nicht weiterhin gegen unseren Todfeind Iran helft, dann spielen wir auch nicht mehr den 100%-igen US-Vorposten, sondern begünstigen zumindest ein gutes Stück weit euren globalen Konkurrenten Russland. Ich glaube aber nicht, dass aus dem "Flirt" ein dauerhafter Partnerwechsel wird: Die Saudis hassen weiterhin den Iran, Hort der schiitischen Islam-Variante, die die Saudis im eigenen Land zwar nur dezent unterdrücken, in den Nachbarstaaten aber mit Panzern (Bahrein) und Bombardements aus der Luft (Jemen) - da hat sich durch den saudischen Königswechsel überhaupt nichts geändert. Auch das Wegputschen des gewählten ägyptischen Präsidenten durch General Sisi wird in der westlichen Mainstream-Presse viel zu wohlwollend und verharmlosend dargestellt als dass man glauben könnte, die Saudis alleine hätten die verhassten Moslembrüder entmachtet und das gar gegen den Willen der USA. Saudis wie USA wissen, dass die Saudis gegen die USA nicht viel mehr haben als eine Politik der Nadelstiche: Die Abwendung vom Petrodollar ist seit jeher die tödliche rote Linie für alle orientalischen Öl-Despoten - Saddam Hussein und Ghaddafi hatten mit dieser Abwendung ihr Todesurteil unterschrieben. Diesen Fehler werden die Saudis bestimmt nicht machen; sie haben beim Pokerspiel um Amerikas Nahost-Strategie sowieso noch ein paar Asse im Ärmel. Sie hoffen auf eingeschworene Iran-Feinde wie ihren heimlichen Verbündeten Israel und dessen US-Lobby, die im Kongress zwar aktuell unterlagen, aber nicht so schnell aufgeben werden. Denn hinter dieser Anti-Iran-Lobby stecken die Umsatz- und Gewinn-Interessen des militärisch-industriellen Komplexes


16.09.2015 | 00:05

claus doehring

Meiner Meinung nach hat Herr Engdahl mit seinem Artikel das Thema verfehlt. Er hat doch nichts mit der Neuen Weltordnung zu tun. Sollte das Herr Engdahl nicht auch wissen ? Ich denke schon.


15.09.2015 | 13:28

Stefan meint:

Es ist immer wieder ein Genuss sprachlich wie inhaltlich geschliffene Artikel zu lesen. Ein besonderer Dank an Herrn F. William Engdahl an dieser Stelle dafür.


15.09.2015 | 07:41

boersenwolf

Diese Rockefeller und Rothschild Konfrontation mit starken Roten Anstrengungen könnte uns jedoch einige Jahre wenigstens echten Frieden sichern. Aber auch diese Roten Kräfte sind nicht das wahre vom Ei. Eine echte Lösung zum friedlichen Zusammenleben aller Völker dieser Erde auf Dauer ist es nicht. Beachten muss man auch das Europa nicht zum Spielball dabei wird. Ich denke mir Merkel & Co weiß davon und handelt danach.


15.09.2015 | 06:49

wolfgang Cejda

Sehr guter Hintergrundbericht - und sehr wahr..


15.09.2015 | 00:20

www.gold-dna.de

Die Neue Weltordnung ist ein großes Objekt, ähnlich wie der Klimawandel, oder andere Objekte, die sich mit dem Verstand allein nicht packen lassen. Ist es an der Zeit diese Objekte als Metapher zu betrachten, um Dekohärenz wieder in Kohärenz zu wandeln ( http://faszinationmensch.com/2015/09/14/eine-totalitare-gigamaschinerie-zerstort-das-wir-gefuhl/ ) ?

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