Wednesday, 27. July 2016
06.10.2015
 
 

Putin besiegt mehr als nur ISIS in Syrien

F. William Engdahl

Im Juli 2014 standen Russland und Präsident Putin in Europa und Nordamerika im Zentrum der Aufmerksamkeit: Ohne den geringsten kriminaltechnischen Beweis wurde ihnen vorgeworfen, über der Ostukraine ein malaysisches Verkehrsflugzeug abgeschossen zu haben. Angeblich wollten die Russen mit ihrer Zustimmung zum Referendum auf der Krim für eine Anbindung an Russland die Sowjetunion wiedererrichten. Washington und die EU verhängten Sanktionen.

 

Man sprach von einem neuen Kalten Krieg. Heute ändert sich das Bild, und zwar grundlegend. Washington ist in der Defensive, angeprangert für kriminelle Taten in Syrien und dem gesamten Nahen Osten, einschließlich der Schaffung der gegenwärtigen Asylkrise in Deutschland und weiten Teilen der EU.

 

Als jemand, der sich den größten Teil seines Erwachsenenlebens mit internationaler Politik und Wirtschaft beschäftigt hat, muss ich sagen: Die Zurückhaltung, die Wladimir Putin und die russische Regierung gegen geschmacklose persönliche Angriffe von Leuten wie Hillary Clinton – die Putin mit Hitler verglich – an den Tag legen, ist bemerkenswert.

 

Aber um unsere Welt, wie viele sagen, in letzter Minute vor einem Dritten Weltkrieg zu bewahren, braucht es mehr als Zurückhaltung. In dieser Hinsicht ist in den wenigen Tagen seit Putins Rede vor der UN-Generalversammlung in New York am 28. September Außerordentliches geschehen.

 

Was Putin sagte …

 

Es ist unerlässlich, sich Putins Rede vor der UN-Generalversammlung genau anzusehen, um zu verstehen, was er und Russland in den Tagen danach getan haben. Eingangs unterstrich er die Bedeutung des Völkerrechts hinter der UN-Charta, die Russland bei seinem Vorgehen in Syrien strikt beachte. Anders als die USA wurde Russland formell von der legitimen syrischen Regierung um Unterstützung beim Kampf gegen den Terrorismus gebeten.

 

Vor den versammelten UN-Delegierten und Staatschefs erklärte Putin: »Die bei der UNO diskutierten Lösungen werden in Form von Resolutionen miteinander abgestimmt – oder eben nicht. Wie Diplomaten sagen: sie kommen entweder durch oder nicht. Und alle Handlungen eines jeden Staates, der diese Ordnung umgeht, sind illegitim und widersprechen dem Statut der Vereinten Nationen sowie dem Völkerrecht.«

 

Und weiter: »Wir alle wissen, dass in der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges ein einziges Zentrum der Dominanz entstanden ist. Und dann entstand bei denen, die an der Spitze dieser Pyramide standen, die Verführung zu denken, dass wenn sie so stark und ›außergewöhnlich‹ sind, sie besser als alle anderen wissen, was zu tun ist. Und folglich muss man die UNO nicht berücksichtigen, die oftmals, anstatt eine gewünschte Entscheidung automatisch zu legitimieren, nur unnötig stört.«

 

Dem ließ Putin eine klare Botschaft an Washington und die Regierungen der NATO-Mitgliedsländer zum Thema nationale Souveränität folgen. Das war vielen, die das Nirwana begrüßen ‒ das vermeintlich durch Globalisierung und Homogenisierung auf einer einheitlichen Ebene entsteht ‒ ein Dorn im Auge: »Was ist staatliche Souveränität, von der hier bereits Kollegen gesprochen haben? Das ist in erster Linie eine Frage der Freiheit, der freien Wahl des Schicksals für jeden Menschen und jeden Staat.

 

In derselben Reihe steht auch die Frage nach der sogenannten Legitimität der Staatsmacht. Man darf hierbei nicht spielen und nicht mit Worten manipulieren. Im internationalen Recht und bei internationalen Angelegenheiten muss jeder Begriff verständlich und transparent sein, eine Einheitlichkeit des Verständnisses und der Kriterien haben.«


Putin weiter: »Wir alle sind verschieden und das muss man mit Respekt behandeln. Niemand ist verpflichtet, sich an ein Entwicklungsmodell anzupassen, das von irgendjemand ein für alle Mal als einzig Richtiges bestimmt wurde. Wir alle sollten nicht die Erfahrung der Vergangenheit vergessen. Wir haben etwa Beispiele aus der Geschichte der Sowjetunion im Gedächtnis. Der Export von sozialen Experimenten, die Versuche, Veränderungen in diesen oder jenen Staaten auf Basis der eigenen ideologischen Einstellungen herbeizuführen, führten oftmals zu tragischen Folgen, brachten nicht den Fortschritt, sondern die Degradation.«

 

Diese wenigen Worte machen deutlich, was in der internationalen Ordnung heute falsch läuft. Länder, vor allem das, welches sich als einzige Supermacht und unfehlbaren Hegemon bezeichnet, nämlich die USA, sind nach dem Zusammenbruch des Hauptgegners, der Sowjetunion, 1990 in arroganter Manier darangegangen, ein – man kann es nicht anders nennen – totalitäres Imperium aufzubauen, das G.H.W. Bush am 11. September 1991 bei einer Rede vor dem US-Kongress als Neue Weltordnung bezeichnete.

 

Ich bin der festen Überzeugung, dass Grenzen wichtig sind und dass in einer friedlichen Welt der Respekt für andere Kulturen, andere geschichtliche Erfahrungen ebenso wichtig sind. Das gilt sowohl für Nationen als auch für den Einzelnen. Diesen wichtigen Begriff haben wir anscheinend bei all den Kriegen der vergangenen Jahrzehnte vergessen – Wladimir Putin erinnert uns daran.

 

In seiner Rede kommt er anschließend zum Kern der Sache: Er legt das wirkliche Vorgehen der Obama-Regierung in Syrien und im Nahen Osten bei Bewaffnung und Ausbildung »gemäßigter« islamischer Terroristen dar, um gegen Washingtons Schreckgespenst, Syriens gewählten und vor Kurzem wiedergewählten Präsidenten Bashar al Assad vorzugehen.

 

Putin erklärt: »Wie es jedoch aussieht, lernt niemand aus den Fehlern der anderen, sondern wiederholt sie nur. Und der Export von sogenannten ›demokratischen‹ Revolutionen setzt sich fort. Es genügt, auf die Situation im Nahen Osten und in Nordafrika zu schauen … . Gewiss, die politischen und die sozialen Probleme häuften sich in diesen Regionen seit Langem an und die Menschen wollten Veränderungen. Doch was passierte in Wirklichkeit? Eine aggressive äußere Einmischung führte dazu, dass anstelle der Reformen die staatlichen Institutionen und die Lebensweise der Menschen rücksichtslos zerstört wurden. Statt des Triumphs von Demokratie und Fortschritt gibt es Gewalt, Armut, eine soziale Katastrophe, während die Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Leben, keinen Wert mehr haben.«

 

An die Adresse Washingtons und dessen NGO-Farbenrevolutionen, genannt Arabischer Frühling, fragt Putin dezidiert: »Man möchte diejenigen fragen, die eine solche Situation geschaffen haben: ›Versteht ihr wenigstens jetzt, was ihr gemacht habt?‹«


Ohne sie beim Namen zu nennen, spricht Putin die Rolle der USA und der NATO bei der Schaffung von ISIS an. Er betont die seltsame Anomalie, dass die neue Abteilung des US-Finanzministeriums, die für die Durchführung finanzieller Sanktionen gegen terroristische Organisationen zuständig ist, die Finanzquellen von ISIS, beispielsweise die von der Familie des türkischen Präsidenten begünstigten Ölverkäufe, völlig ignoriert.

 

Putin erklärt: »Doch auch der Islamische Staat selbst entstand nicht aus dem Nichts, er wurde anfangs ebenso als Waffe gegen unerwünschte säkulare Regime hochgezüchtet. Nach der Bildung der Ausgangsbasis in Syrien und dem Irak versucht der IS aktiv, in andere Regionen zu expandieren und zielt auf die Herrschaft in der islamischen Welt und nicht nur dort. … Die Lage ist mehr als gefährlich. In einer solchen Situation ist es heuchlerisch und verantwortungslos, mit Erklärungen über die Bedrohung, die vom internationalen Terrorismus ausgeht, aufzutreten und gleichzeitig die Augen vor Finanzierungs- und Unterstützungskanälen der Terroristen zu verschließen, darunter Handel mit Drogen, illegalem Öl und Waffen.«

 

und was Putin tut

 

Russland hat in den vergangenen Wochen die diabolische – und sie ist diabolisch – Agenda der Obama-Regierung nicht nur in Syrien, sondern im gesamten Nahen und Mittleren Osten und mit dem Lostreten der Flüchtlingswelle inzwischen auch in der EU, vollkommen ausmanövriert.

 

Bei dem Gespräch am 30. September in New York lud er Obama zum gemeinsamen Kampf gegen ISIS ein. Stur beharrte Obama darauf, zuerst müsse Assad gehen, obwohl Christine Wormuth, die für den Syrienkrieg zuständige Staatssekretärin im Pentagon, russische Aussagen über Assads unabdingbare Rolle bei der Bekämpfung von ISIS bestätigte.

 

Vor dem US-Senat erklärte sie, Assads Truppen besäßen »immer noch erhebliche Stärke« und seien »noch immer die mächtigste militärische Kraft vor Ort«. Nach gegenwärtiger Einschätzung bestehe für die Regierung nicht die unmittelbare Gefahr eines Sturzes.

 

Jetzt ertönt das Protestgeschrei der neokonservativen Kriegsfalken, wie des stets kriegsbereiten Senators John McCain, Vorsitzender der NGO International Republican Institute der demokratische Revolutionen exportierenden US-gestützten NGO National Endowment for Democracy.

 

Oder wir hören schwammige Proteste von Präsident Obama. Denn Washington sieht sich selbst vor der Weltöffentlichkeit entlarvt für die Unterstützung von Terroristen in Syrien gegen eine gewählte Staatsführung und Regierung. Die US-Kriegsfalken beschuldigen Russland, »die gemäßigte Opposition« oder Zivilisten zu treffen.

 

Des Kaisers neue Kleider

 

Putin spielt elegant, sogar graziös die Rolle des kleinen Jungen in Hans Christian Andersens klassischem Märchen Des Kaisers neue Kleider von 1837. Mit seiner Mutter steht dieser Junge unter Tausenden anderer in der Menge vor dem Balkon des Kaiserpalasts, auf dem der Kaiser herumstolziert, überzeugt, er trage ein wunderbares neues Gewand. Zum Entsetzen all der servilen Bürger, die so tun, als seien die neuen Kleider wirklich wunderbar, ruft der Junge: »Mutter, siehʼ doch, er hat nichts an!«

 

Was meine ich damit? In den ersten vier Tagen gezielter Luftschläge gegen ausgewählte Stellungen in Syrien feuerten moderne russische Kampfjets lasergelenkte Luft-Bodenraketen vom Typ Kh29L, die Ziele mit einer Zielgenauigkeit von weniger als zwei Metern treffen. Sie zerstörten wichtige ISIS-Kommandozentralen, Munitionslager und entscheidende Infrastruktur.

 

Laut offiziellen, mit Fotos belegten Berichten des russischen Verteidigungsministeriums griffen Su-34-Bomber ein ISIS-Ausbildungslager und Munitionsdepot in der Nähe von Al-Taqba in der Provinz Ar-Raqqah an, »einen wichtigen ISIS-Außenposten, der im August 2014 nach erbitterten Kämpfen erobert worden war«.

 

»Durch die Explosion des Munitionsdepots wurde das Ausbildungslager völlig zerstört«, erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Darüber hinaus haben russische Su-25-Jets auch ein Ausbildungslager des Islamischen Staates in Idlib in Syrien angegriffen und dabei eine Werkstatt für Sprengstoffgürtel zerstört.

 

Moskau erklärt, seine Luftwaffe habe »drei Munitions-, Treibstoff- und Waffenlager der illegalen bewaffneten Gruppen angegriffen. KAB-500-Bomben brachten Munition und Waffen zur Detonation«. Zudem seien beim Angriff auf vier Kommandoposten bewaffneter ISIS-Gruppen betonbrechende Bomben vom Typ BETAB-500 eingesetzt worden. »Die Einrichtungen mit Terroristen wurden vollständig zerstört«, setzte der Sprecher hinzu.

 

Russlands Luftwaffe flog in den letzten 24 Stunden 20 Einsätze mit zehn Luftangriffen gegen Einrichtungen der Terrorgruppen des Islamischen Staates (ISIL). Zudem gab Moskau bekannt, es seien auch wichtige Außenposten anderer Terrorgruppen wie des al-Qaida-Ablegers al-Nusra-Front getroffen worden.

 

Das sind die sogenannten »Gemäßigten«, die McCain und die Washingtoner Kriegsfalken betrauern. Washington hat die so bezeichneten »Neuen« Syrischen Streitkräfte (NSF) geschaffen, die sich angeblich aus »gemäßigten« Terroristen, beschwichtigend als »Rebellen« bezeichnet, zusammensetzen. Stellen Sie sich vor, wie ein Rekrutierungsgespräch abläuft. Der CIA-Rekrutierer: »Mohammed, du bist ein gemäßigter Islamist? Warum, ja, verehrter CIA-Trainer. Bitte nehmen Sie mich, bilden sie mich aus und bewaffnen Sie mich für den Kampf gegen den rücksichtslosen Diktator Assad und gegen ISIS. Ich bin auf Ihrer Seite. Sie können mir vertrauen … .«

 

Ende September wurde berichtet, dass Major Anas Obaid alias Abu Zayd am Ende seiner CIA-Ausbildung in der Türkei das Ausbildungs- und Ausrüstungsprogramm verließ, um sich unmittelbar nach seiner Ankunft in Syrien Jabhat al-Nusra (al-Qaida in Syrien) anzuschließen. Es klingt unglaublich, aber US-Vertreter räumen ein, dass Washington seine Dschihad-Stellvertreterkämpfer nach deren Abreise nach Syrien nicht nachverfolgt, befehligt und kontrolliert.

 

Dass Abu Zayd nach Abschluss der Ausbildung in Techniken moderner Kriegsführung durch die USA die Seiten wechselte, ist typisch. Andere Kämpfer der NSF übergaben Ende September bei der Einreise nach Syrien in der Stadt Atareb alle ihre Waffen an Nusra.

 

Die jüngsten Fälle »gemäßigter« Überläufer, die sich al-Qaidas syrischem Ableger, der al-Nusra-Front, anschließen, ereigneten sich nicht einmal zwei Wochen nachdem General Lloyd Austin III, Chef des amerikanischen »Krieges gegen ISIS«, während einer Anhörung des Streitkräfte-Ausschusses im US-Senat zugab, dass das militärische Programm der USA, das eigentlich 5400 ausgebildete Kämpfer pro Jahr produzieren sollte, bisher nur »vier oder fünf« eingebracht hat, die noch vor Ort aktiv im Kampf sind. Alle übrigen haben sich ISIS oder der al-Nusra-Front von al-Qaida angeschlossen, der von den USA unterstützten »gemäßigten Opposition« gegen ISIL.

 

Die erfolgreichen russischen Präzisions-Luftangriffe haben des Kaisers neue Kleider in all ihrer Hässlichkeit entlarvt. Seit über einem Jahr behauptet die Obama-Regierung, sie setze die schrecklichste Luftwaffe der Welt ein, um ISIS zu zerstören, der beschrieben wird als ein »bunt zusammengewürfelter Haufen von Kämpfern, die mit Basketball-Schuhen in der Wüste herumlaufen«.

 

Seltsamerweise hat ISIS bis letzte Woche sein Netz in Syrien und im Irak während der US-Luftangriffe ausgeweitet. Jetzt versetzen die russischen Streitkräfte mit nur 60 Einsätzen in 72 Stunden, bei denen über 50 ISIS-Ziele getroffen wurden, ISIS-Kämpfer in »Panik«, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte. Über 600 seien desertiert. Und nach Moskauer Angaben hat der Kampf erst begonnen, man erwarte, dass er mindestens drei bis vier Monate dauern werde.

 

Die Obama-Regierung bildet Terroristen von al-Qaida/al Nusra aus, angeblich für den Kampf gegen ISIS, ähnlich wie es der in Ungnade gefallene General David Petraeus im Irak und in Afghanistan gemacht hat, gemeinsam mit Obamas ISIS-Sonderkoordinator, dem soeben zurückgetretenen General John Allen.

 

Die US-ausgebildeten »gemäßigten« Terroristen wurden in Wirklichkeit – wie die Welt jetzt erkennt – dafür vorbereitet, gegen Assad zu kämpfen und den Weg für eine Machtübernahme der Moslembruderschaft in Syrien zu bereiten und damit im Erfolgsfall für einen Absturz der gesamten Welt in dunkle Zeiten zu sorgen.

 

Jetzt, wo die Wahrheit bekannt ist, entlarvt durch den bemerkenswerten Erfolg einiger weniger russischer Kampfjets gegen ISIS innerhalb von vier Tagen, die mehr erreicht haben als die US-amerikanische »Anti-ISIS-Koalition« in über einem Jahr, erkennt die Welt, dass Washington ein schmutziges Doppelspiel betreibt.

 

Jetzt ist die heuchlerische Maske der Regierung Obama mit der Präzision einer russischen lasergesteuerten Kh-29L-Rakete heruntergerissen worden. Wie die deutsche Regierung und die Regierungen anderer EU-Länder zugeben, hat Putin gegen starke Einwände Washingtons gezeigt, dass Russland ein wesentlicher Teil jeder friedlichen Beilegung des Syrien-Krieges ist.

 

Das ist auch für die derzeitige Krise um Asylsuchende in Deutschland und anderen Teilen der EU von Bedeutung, genauso wie für den zukünftigen Frieden auf der Welt. Das norwegische Komitee für die Vergabe des Friedensnobelpreises sollte statt John Kerry vielleicht Wladimir Putin und den russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu für den Preis in Erwägung ziehen.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (66) zu diesem Artikel

22.10.2015 | 16:35

Mike Berger

Putin macht wirklich ganze arbeit! Dank ihm sind jetzt wieder rund 200.000 Menschen auf der Flucht und alle wollen nach Deutschland. Feiern Sie nur Ihren Putin. Er soll den IS bekämpfen und die Bevölkerung im Westen nicht bombardieren.


14.10.2015 | 11:06

Rudi Ehm

Putin macht die Arbeit, die Europa hätte schon lange aus Selbstschutzgründen hätte machen müssen. Durch die Befriedung Syriens gibt er den Menschen dort wieder Vertrauen darin, dass doch nicht alles auseinanderfällt, was heißt, ein Massenmorden beginnt. Unsere Gutmenschen hier, die ohne mit der Wimper zu zucken Serbien bombardiert haben, halten sich hier zurück. Es fällt auch ganz klar auf, dass Russland hier Krieg führt und kein Ostereiersuchen veranstaltet, wie es die...

Putin macht die Arbeit, die Europa hätte schon lange aus Selbstschutzgründen hätte machen müssen. Durch die Befriedung Syriens gibt er den Menschen dort wieder Vertrauen darin, dass doch nicht alles auseinanderfällt, was heißt, ein Massenmorden beginnt. Unsere Gutmenschen hier, die ohne mit der Wimper zu zucken Serbien bombardiert haben, halten sich hier zurück. Es fällt auch ganz klar auf, dass Russland hier Krieg führt und kein Ostereiersuchen veranstaltet, wie es die Westmächte betreiben. Jetzt schicken sie diesen Massenmördern schon wieder Munition. Die wissen schon gar nicht mehr was sie tun. Russland zeigt klare Kante und das ist seit Clausewitz immer noch das Beste, wenn man Krieg führen will.


08.10.2015 | 11:45

John John

Fremdenpolizist: Zusammenbruch droht, Bürgerkrieg wird kommen! 7. Oktober 2015 Info-DIREKT sprach mit einem Fremdenpolizist aus dem Osten Österreichs, der täglich mit den ankommenden Flüchtlingen zu tun hat. Seine tägliche Erfahrung führt ihn zur verheerenden Prognose, dass demnächst bürgerkriegsähnliche Zustände und Ausschreitungen beginnen werden. Info-DIREKT: Sie sind als Fremdenpolizist in Ost-Österreich tätig. Wie ist der tägliche Dienst bei den Flüchtlingen? Antwort: Es...

Fremdenpolizist: Zusammenbruch droht, Bürgerkrieg wird kommen! 7. Oktober 2015 Info-DIREKT sprach mit einem Fremdenpolizist aus dem Osten Österreichs, der täglich mit den ankommenden Flüchtlingen zu tun hat. Seine tägliche Erfahrung führt ihn zur verheerenden Prognose, dass demnächst bürgerkriegsähnliche Zustände und Ausschreitungen beginnen werden. Info-DIREKT: Sie sind als Fremdenpolizist in Ost-Österreich tätig. Wie ist der tägliche Dienst bei den Flüchtlingen? Antwort: Es ist untragbar und nicht mehr zu bewältigen! Zunächst ein Danke an alle freiwilligen Helfer, die zwar in bestem Glauben und Gewissen handeln und eigentlich hoheitsrechtliche Aufgaben erfüllen, aber schlussendlich den Zusammenbruch des Systems auch nur verzögern können. Eigentlich ist das System schon völlig überlastet und dem Untergang geweiht. Info-DIREKT: Was meinen Sie damit? Antwort: Das System der geordneten Flüchtlings-Bewältigung, das Asylsystem, funktioniert nicht mehr. Die Registrierung ist unmöglich. Wenn jeden Tag mehrere Tausend Flüchtlinge in Österreich bzw. Europa ankommen und davon nur wenige hundert registriert werden können, stockt sich die Warteliste jeden Tag auf … Es müssten ja mindestens so viele Personen pro Tag registriert werden wie auch ankommen um diesen Aufschub bzw. das Aufstocken zu verhindern. Und das ist nicht möglich. Es fehlt an Personal und Ressourcen! Das ist aber nur der 1. Schritt im Verfahren. Die Menschen müssen ja auch in weiterer Folge geladen und zu ihrer Situation befragt werden … Kein Land der Welt schafft diesen enormen Arbeitsaufwand. Es kann auch nicht jeder Polizist in Österreich oder Europa zwecks der Masse an Asylanträgen vom normalen Dienstbetrieb, den es ja auch aufrecht zu erhalten gilt, abgezogen werden. Dem Bürger kann man nämlich nicht zumuten, dass kein Polizist zum Tatort kommen kann, weil kein Personal zur Verfügung steht … Oder wenn jemand einen Diebstahl melden möchte: „Kommen Sie doch in 14 Tagen wieder…?!?!“ „Wir fürchten uns vor dem Tag, an dem wir gegen unser eigenes Volk aufmarschieren müssen … Nickelsdorf September 2015. Info-DIREKT: Genau solche Szenarien sind vielerorts bereits eingetreten, Polizeiposten sind unbesetzt und die Leute beginnen mit Eigenschutz. Auch aus Polizeikreisen ist immer wieder zu hören, dass Beamte privat die Krisenvorsorge aktiviert haben, um Familie und Heim zu schützen, weil sie tagtäglich vor Ort erleben müssen, wie der Staat bei seinen Schutzaufgaben versagt. Wie ist Ihre Wahrnehmung? Antwort: Die freiwilligen Helfer resignieren aus meiner Sicht auch schön langsam. Ich persönlich spreche mit vielen Menschen…. Freiwilligen, Dolmetschern, Flüchtlingen … Unlängst meinte ein Syrer, dass ihm Österreich leid tue, da die Probleme wegen denen er geflüchtet ist, bereits hier angekommen seien. Im Notquartier gab es erste Spannungen zwischen Shiiten und Sunniten. Bei uns Beamten ist die Stimmung mittlerweile einem breiten „Wurschtigkeitsgefühl“ gewichen. Nach dem Motto: Wir können sowieso nichts tun und können auch nicht mehr als arbeiten, arbeiten, arbeiten. Tatsächlich sorgen viele Kollegen, auch Offiziere, für ihren privaten Bereich vor: Wasser, Lebensmittel, Munition. Und wir sprechen untereinander und fürchten uns alle vor dem Tag, an dem wir gegen unser eigenes Volk aufmarschieren müssen. Und wir diskutieren oft, was wir dann täten … Info-DIREKT: Es sickern immer wieder Gerüchte über drastische Krankheiten durch. Haben Sie hier Erfahrungen gemacht? Antwort: Am 17. September war die erste mit Ruhr infizierte Person bei uns. Danach gab es Fälle von Polio (Kinderlähmung) und Lepra und Tbc (Tuberkulose) steht an der Tagesordnung. Anmerkung info-DIREKT: Hier bilden wir auszugsweise Anweisungen ab, welche wir unabhängig von diesem Interview von der Landespolizeidirektion Wien zugespielt bekommen haben. Entgegen der medialen Massen-Beruhigung wird den Beamten zur Vorsicht geraten, es werden präventive Maßnahmen empfohlen um sich nicht zu infizieren. „Bezugnehmend auf Arrestantenbusse …“ Hygiene-Empfehlung Info-DIREKT: Wer trägt die Schuld an diesen unhaltbaren Zuständen? Antwort: Die USA! Ich prophezeie bürgerkriegsähnliche Zustände und Ausschreitungen! Wahrscheinlich wird es zeitgleich in Europas Großstädten losgehen … Legt euch zuhause Wasser- und Lebensmittelvorräte udgl. an! Auto und Geländemotorrad immer vollgetankt … inkl. Reservekanister! Europa soll nämlich brennen. Und ich befürchte, dass es das auch wird!


08.10.2015 | 05:33

Alexander

Der Rubelkurs ging 07.10.2015 nach oben um 2 Rubel von 73 Rub/Euro auf 71 Rub/Euro. Es wird noch steigen wenn russ. Raketen IS-Ölquellen treffen werden;)


08.10.2015 | 05:32

Alexander

Kurdishe Armee "Peshmerga" veröffentlichte ein Video des Flügs der russ. Marschflugkörper "Kalibr". www.ria.ru/syria_chronicle/20151008/1298556759.html


08.10.2015 | 03:24

Alexander

Video eines rusischen Raketenschlags auf den IS aus dem Kaspischen Meer vom 07.10.2015: http://colonelcassad.livejournal.com/2419614.html

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