Friday, 30. September 2016
21.11.2015
 
 

Russland bricht das Erdölpreis-Monopol der Wall Street

F. William Engdahl

Russland unternimmt wichtige Schritte, die das Erdölpreis-Monopol der Wall Street zumindest für einen erheblichen Teil des globalen Marktes aufbrechen könnten. Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, mit der die russische Volkswirtschaft – und insbesondere die sehr wichtigen Erdölexporte des Landes – vom US-Dollar abgekoppelt werden soll. Die Abhängigkeit vom Dollar bildet heute die Achillesferse der russischen Wirtschaft.

 

Im November kündigte das russische Energieministerium an, man beginne nun mit der Testphase des Handels auf der Grundlage eines neuen Referenzpreises für russisches Erdöl. Was so harmlos daherkommt, ist in Wirklichkeit von großer Bedeutung. Sollte die Testphase erfolgreich abgeschlossen werden, und es gibt keinen Grund, warum das nicht der Fall sein sollte, werden Referenz-Terminkontrakte mit russischem Rohöl, die an russischen Börsen gehandelt werden, nicht länger in US-Dollar, sondern in Rubel ausgewiesen. Dieser Schritt ist Teil der Politik eines Ausstiegs aus dem Dollar-System, die China, Russland und andere Länder in aller Stille eingeleitet haben.

 

Die Festlegung eines Richtpreises (Benchmark) für Erdöl ist das wichtigste Instrument, mit dem die Großbanken der Wall Street den Ölpreis kontrollieren. Heute wird der Preis für russisches Rohöl an den Preis für die Erdölsorte Brent gekoppelt. Aber ebenso wie andere größere Erdölfelder in der Nordsee nimmt die Fördermenge von Brent stetig ab. Doch es gibt noch weitere Probleme: Die Brent-Kontrakte werden im Wesentlichen von der Wall Street und über die Derivat-Manipulationen von Großbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley kontrolliert.

 

 

Der Niedergang des »Petro-Dollar«

 

Für die Stützung des US-Dollar besitzt der in Dollar ausgewiesene Handel von Erdöl entscheidende Bedeutung. Wenn der US-Dollar weiterhin die führende Reservewährung bilden sollte, sind die Zentralbanken weltweit entsprechend gezwungen, Dollar nachzufragen, um für den Außenhandel mit großen Exportländern wie China, Japan oder Deutschland über ausreichende Devisenreserven in US-Dollar zu verfügen. Der Status als Weltreservewährung ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine der beiden Säulen der amerikanischen Hegemonie. Die andere Säule ist die militärische Übermacht der USA.

 

Da alle anderen Länder Dollar erwerben müssen, um ihre Importe für Erdöl und andere Rohstoffe bezahlen zu können, investiert ein Land wie China den Handelsüberschuss an Dollar, den die chinesischen Unternehmen erwirtschaftet haben, in amerikanische Regierungsanleihen oder vergleichbare Regierungs-Wertpapiere. Nach der Aufhebung der Golddeckung des Dollar im August 1971 konnten die amerikanischen Regierungen aufgrund der Position des Dollar als führender Reservewährung Haushaltsdefizite in scheinbar unbegrenzter Höhe zulassen, ohne steigende Zinsen fürchten zu müssen.

 

Als Folge dieser Entwicklung war es Washington möglich, in aller Gelassenheit Staatsschulden in Höhe von 18,6 Billionen Dollar anzuhäufen. Gegenwärtig liegt die Staatsschuldenquote der USA bei 111 Prozent. Als George W. Bush 2001 die Amtsgeschäfte aufnahm, also vor den immensen Ausgaben für den »Krieg gegen den Terror« in Afghanistan und dem Irak in Billionenhöhe, betrug die amerikanische Schuldenquote nur fast die Hälfte, nämlich 55 Prozent.

 

Laut Washington spielen die amerikanischen Schulden aber »keine Rolle«, da man dort davon ausgeht, dass weltweit die Länder mit Exportüberschüssen bis in alle Ewigkeit mit ihren Dollar-Reserven amerikanische Staatsanleihen kaufen werden. Wenn es um andere Länder wie etwa Griechenland geht, wo die Staatsschuldenquote dramatisch angestiegen ist, spielt sie allerdings eine entscheidende Rolle. Die Fähigkeit Washingtons, die Führungsrolle des Dollar als wichtigste Reservewährung weltweit aufrechtzuerhalten, besitzt für Washington und die Wall Street strategische Priorität und ist engstens mit der Art und Weise verknüpft, wie die Erdölpreise festgelegt werden.

 

Bis Ende der 1980er Jahre wurden die Ölpreise im Wesentlichen anhand des realen täglichen Angebots und der Nachfrage ermittelt. Hier hatten die Erdölkäufer und -verkäufer das Sagen. Dies änderte sich, als Goldman Sachs 1981 aus strategischen Gründen den kleineren Wall-Street-Rohstoffbroker J. Aaron übernahm. Die Bank wollte den Erdölhandel auf den Weltmärkten grundlegend verändern. Damals begann die Zeit des »Papier-Erdöls«, der Terminkontrakte, die sich immer mehr von der realen Verfügbarkeit physischen Erdöls abkoppelten. Damals begann sich der Erdölhandel in ein Kasino zu verwandeln, in dem Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan Chase und andere Wall-Street-Giganten die Kontrolle über die Spieltische innehatten.

 

Als der OPEC-Ölpreis nur wenige Monate nach dem Jom-Kippur-Krieg vom Oktober 1973 um das Vierfache stieg, entsandte das US-Finanzministerium einen hochrangigen Beamten in die saudische Hauptstadt Riad. Der damalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger schickte seinen Stellvertreter Jack Bernard nach Saudi-Arabien, um dort eine Vereinbarung mit der Herrscherfamilie abzuschließen.

 

Demnach sollte der gesamte Erdölhandel der OPEC ausschließlich in US-Dollar abgewickelt werden. Im Gegenzug erhielten die Saudis umfassende militärische Garantien und im großen Umfang Rüstungsgüter. Trotz erheblicher Bemühungen anderer Importländer wird seit dieser Zeit Erdöl auf den Weltmärkten in Dollar gehandelt. Der Preis wird durch die Wall Street über die Kontrolle der Derivat- oder Terminbörsen Intercontinental Exchange (ICE) in London oder der New Yorker Warenterminbörse NYMEX oder der Warenterminbörse in Dubai bestimmt, wo der Referenzpreis für arabisches Rohöl festgelegt wird. Alle diese Börsen befinden sich im Besitz einer eng miteinander vernetzten Gruppe von Wall-Street-Banken – Goldman Sachs, JPMorgan Chase, der Citigroup und andere.

 

Die Bedeutung der russischen Referenzgrößen

 

Gegenwärtig orientieren sich die Preise für russische Erdölexporte am Brent-Preis in London und New York. Dies wird sich mit der Einführung eines eigenen russischen Referenzpreises (Benchmark) für den Erdölhandel möglicherweise dramatisch ändern. Die neuen Kontrakte für russisches Rohöl werden dann nicht mehr in Dollar, sondern in Rubel ausgewiesen und an der internationalen Rohstoffbörse SPIMEX in Sankt Petersburg gehandelt werden.

 

Brent-Benchmark-Kontrakte werden derzeit nicht nur bei der Preisfestsetzung russischen Rohöls, sondern bei der Preisbildung von praktisch zwei Dritteln des international gehandelten Erdöls zugrunde gelegt. Problematisch an dieser Situation ist allerdings, dass die Förderung der Erdölsorte Brent Blend in der Nordsee stark rückläufig ist und derzeit nur etwa eine Million Barrel pro Tag ausmacht. Und diese geringe Menge dient dann als Referenzgröße für 67 Prozent des gesamten international gehandelten Erdöls. In Rubel ausgewiesene Erdölkontrakte könnten – sofern sie international akzeptiert werden – zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Erdöl-Dollar führen.

 

Russland ist der weltgrößte Erdölproduzent, und daher besitzt die Einführung eines vom Dollar unabhängigen Referenzpreises für russisches Erdöl immense Bedeutung. 2013 förderte Russland 1,5 Millionen Barrel pro Tag und damit geringfügig mehr als Saudi-Arabien. Da auf dem russischen Binnenmarkt die Versorgung weitgehend durch Erdgas abgedeckt wird, können 75 Prozent des geförderten Erdöls exportiert werden. Mit einer Liefermenge von 3,5 Millionen Barrel pro Tag – also 80 Prozent der gesamten russischen Ölexporte – ist Europa mit Abstand größter Abnehmer.

 

Urals-Öl, eine Mischung aus verschiedenen russischen Rohölsorten, ist die wichtigste russische Export-Erdölsorte und wird vor allem von Deutschland, den Niederlanden und Polen gekauft. Um den Schritt, eigene Referenzpreise festzusetzen, in die richtige Perspektive zu rücken, sei hier kurz darauf verwiesen, dass die anderen wichtigen Erdöl-Lieferländer nach Europa – Saudi-Arabien mit 890 000 Barrel pro Tag, Nigeria mit 810 000 Barrel pro Tag, Kasachstan mit 580 000 Barrel pro Tag und Libyen mit 560 000 Barrel pro Tag – weit hinter der russischen Liefermenge zurückliegen. Zudem ist die einheimische Rohölförderung in Europa stark rückläufig. Aufgrund eines massiven Rückgangs der Erdölförderung in der Nordsee, die die Grundlage für die Festlegung des Brent-Referenzpreises darstellt, sank die Erdölförderung Europas 2013 auf lediglich drei Mio. Barrel pro Tag.

 

Ein Ende der Dollar-Vorherrschaft könnte sich sogar auch auf die USA positiv auswirken

 

Der Vorstoß Russlands, die Preise für seine Erdölexporte in die Weltmärkte und insbesondere nach Westeuropa an der SIMPEX künftig in Rubel und an eigenen Referenzpreisen orientiert festzulegen, ist aber keineswegs der einzige Schritt, um die Abhängigkeit der Länder vom Petro-Dollar zu verringern. Auch China, der zweitgrößte Erdölimporteuer weltweit, beabsichtigt ab Anfang kommenden Jahres, die Referenzpreise für Erdöl-Kontrakte nicht länger in Dollar, sondern in Yuan auszuweisen. Diese Kontrakte sollen an der International Energy Exchange (INE) in Shanghai gehandelt werden.

 

Schritt für Schritt ergreifen Russland, China und andere aufstrebende Volkswirtschaften Maßnahmen, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Erdöl gehört zu den weltweit am meisten gehandelten Rohstoffen und wird bis heute fast ausschließlich in Dollar bewertet. Würde diese Situation enden, wäre die Möglichkeit des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes, endlose Kriege zu führen, deutlich eingeschränkt. Dies würde vielleicht friedlicheren Vorstellungen größere Chancen einräumen.

 

So könnte man etwa die amerikanischen Steuergelder dafür aufwenden, die grundlegende amerikanische Wirtschaftsinfrastruktur wieder aufzubauen, die sich in einem verheerenden Zustand befindet. Der Berufsverband der amerikanischen Bauingenieure, die American Society of Civil Engineers (ASCE), ging 2013 für den Zeitraum der kommenden fünf Jahre von einem dringenden Investitionsbedarf in Höhe von mindestens 3,6 Billionen Dollar für grundlegende Infrastrukturvorhaben aus.

 

Ihrem Bericht zufolge befindet sich jede neunte Brücke in den USA, also mehr als 70 000 Brücken im ganzen Land, in einem baufälligen Zustand. Praktisch ein Drittel der Hauptverkehrsstraßen in den USA ist dringend erneuerungsbedürftig. Nur zwei der 14 großen Häfen an der amerikanischen Ostküste werden zukünftig in der Lage sein, die neuen ultragroßen Container-Frachtschiffe aufzunehmen, die bald den weiter ausgebauten Panamakanal in Richtung USA durchfahren werden. Insgesamt werden heute weltweit Hochgeschwindigkeitsstrecken im Umfang von mehr als 22 500 Kilometern von entsprechenden Zügen befahren – keine einzige dieser Strecken befindet sich in den USA.

 

Ausgaben dieser Art für Investitionen in die grundlegende Infrastruktur würden zugleich in volkswirtschaftlicher Hinsicht auf sehr viel segensreichere Weise als die endlosen Kriege, für die sich Senator John McCain stark macht, dafür sorgen, dass neue reale Arbeitsplätze geschaffen werden und reale höhere Steuereinnahmen für die USA sprudeln. Wie ich bereits an anderer Stelle dargelegt habe, weisen Infrastrukturinvestitionen einen enormen Multiplikatoreffekt auf.

 

Für jeden investierten Dollar entstehen durch die erhöhte wirtschaftliche Wertschöpfung in Form neuer Märkte, einer gesteigerten Effizienz der Wirtschaft und wachsender Steuereinnahmen elf weitere Dollar an Mehrwert. Würde der US-Dollar seine Position als Weltreservewährung weitgehend verlieren, könnte dies erheblich dazu beitragen, eine Welt, die zunehmend auf einen irrationalen Kriegskurs einschwenkt, wieder zur Vernunft zu bringen.

 

Dazu müsste man allerdings die amerikanische Binnenwirtschaft wiederaufbauen, anstatt weiter auf massive Auslagerung zu setzen. Indem man Washington die Möglichkeit nimmt, durch den Ankauf amerikanischer Staatsanleihen durch China, Russland und andere Länder weitere Kriege zu finanzieren, könnte sich die Ablösung des Dollar als führende Weltreservewährung letzten Endes sogar als maßgeblicher Beitrag zum Weltfrieden erweisen. Wäre das nicht zur Abwechslung einmal eine positive Entwicklung?

 

 

 

 

 

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