Friday, 29. July 2016
01.10.2015
 
 

Russland debattiert über eine unorthodoxe orthodoxe Alternative

F. William Engdahl

Seit westliche Länder 2014 finanzielle Sanktionen gegen russische Banken und Unternehmen verhängten, läuft in Russland eine wichtige Debatte. Es geht um einen Vorschlag des Moskauer Patriarchats der Orthodoxen Kirche, der in vielen Aspekten islamischen Modellen für ein zinsfreies Bankwesen ähnelt. Erstmals vorgestellt wurde der Vorschlag im Dezember 2014 auf dem Höhepunkt der Rubel-Krise und angesichts des freien Falls des Ölpreises.

 

Im August erhielt die Idee Rückenwind durch die Unterstützung der russischen Industrie- und Handelskammer. Sie könnte die Geschichte zum Besseren wenden, sofern richtig gehandelt und der richtige Weg eingeschlagen wird. Schon vor etwa 20 Jahren, während der Ära Jelzin, inmitten des Chaos von Hyperinflation und IWF-»Schocktherapie« in Russland, unterbreitete die Russisch-Orthodoxe Kirche einen ähnlichen Alternativvorschlag für ein zinsfreies Bankwesen.

 

Damals behielten russische Freimarkt-freundliche Ökonomen wie Jegor Gaidar die Oberhand. Sie ermöglichten es westlichen Banken, Hedgefonds und Unternehmen, Russlands staatliche Vermögenswerte buchstäblich zu plündern. Bei meinem ersten Russlandbesuch im Jahr 1994, bei dem ich an einem russischen Wirtschaftsinstitut einen Vortrag über die Schocktherapie des IWF hielt, sah ich mit eigenen Augen, wie die gesetzlose Mafia – russkaya mafiya – in nagelneuen Mercedes-600-Limousinen ohne Nummernschilder über die fast leere Twerskaja-Straße nahe dem Roten Platz brauste.

 

Es war eine verheerende Zeit für Russland; Washington und die Technokraten beim IWF wussten genau, was sie taten, um das Chaos zu schüren.

 

US-Sanktionen fokussieren die Aufmerksamkeit

 

Inzwischen hat sich in Russland viel verändert. Die Vernarrtheit in alles Amerikanische ist verständlicherweise verschwunden. Die Finanzsanktionen des US-Finanzministeriums wurden 2014 schrittweise gegen einzelne Personen im Umkreis von Präsident Putin sowie gegen spezifische, von Auslandskrediten abhängige Banken und Unternehmen verhängt.

 

Sie erzwangen bei russischen Intellektuellen, in Regierungskreisen und im Kreml selbst ein kritisches Umdenken.

 

Die Attacken aus Washington, rechtlich gesehen kriegerische Akte gegen ein souveränes Land, wurden vom Office of Terrorism and Financial Intelligence des US-Finanzministeriums verhängt. Es ist die einzige Finanz-Regierungsinstitution weltweit mit einem hauseigenen Geheimdienst.

 

Gegründet wurde das »Office« unter dem Vorwand, Vermögenswerte und Bankkonten von Drogenkartellen und Terroristen aufzuspüren und einzufrieren – wobei es sich offenbar seltsam ungeschickt anstellt, wenn wir es nach dem bisherigen Verhalten gegenüber Gruppen wie ISIS oder al-Qaida im Irak beurteilen.

 

Viel besser geht es wohl gegen »unerwünschte Länder« wie den Iran oder Russland. Die Behörde unterhält Büros in der ganzen Welt, einschließlich Islamabad und Abu Dhabi. Die Finanzkriegs-Sanktionen des US-Finanzministeriums und die Aussicht, dass alles noch viel schlimmer kommen wird, haben in Russland zu einer intensiven Debatte darüber geführt, wie das Land vor weiteren Attacken geschützt werden kann.

 

Die Verletzlichkeit des eigenen Bankensystems durch westliche Sanktionen hat Russland veranlasst, genauso wie China eine eigene interne Version des SWIFT-Interbanken-Zahlungsverkehrs zu entwickeln. Jetzt stehen das Geld selbst und die Kontrolle darüber im Mittelpunkt der Debatte.

 

Unorthodoxer orthodoxer Vorschlag

 

Im Januar 2015, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als der Rubel innerhalb weniger Monate die Hälfte seines Wertes verloren hatte und der Ölpreis sich im freien Fall befand, brachte das Moskauer Patriarchat seine Idee erneut auf den Tisch. Dmitri Lubomudrow, Rechtsberater der Orthodoxen Kirche, erklärte damals vor Medienvertretern: »Uns wurde klar, dass wir nicht länger vom westlichen Finanzsystem abhängig sein können, sondern ein eigenes entwickeln müssen.

 

Wie bei dem islamischen System wird sich auch das orthodoxe nicht nur auf das Gesetz gründen, sondern auch auf orthodoxe Moral, und es wird ein Angebot an Geschäftsleute, die in der Krise nach Sicherheit suchen.« Wesentliche Merkmale seien die Vergabe zinsloser Kredite und ein Verbot von Investitionen in Spielbanken und andere Vorhaben, die gegen kirchliche Moralvorstellungen verstoßen.

 

Anfang August erhielt der orthodoxe Plan für zinsfreie Geldschöpfung wichtige weitere Unterstützung. Sergei Katirin, Direktor der russischen Industrie-und Handelskammer, gab nach einem Treffen mit Wsewolod Tschaplin, dem Erzpriester der Orthodoxen Kirche und Vorsteher des Projekts, bekannt:

 

»Die Industrie- und Handelskammer unterstützt die Bildung des orthodoxen Finanzsystems … und ist bereit, gemeinsam mit den zuständigen Ausschüssen der Kammer ihre Plattform für eine detaillierte professionelle Diskussion über diese Fragen zu öffnen.« Der Vorschlag zielt darauf, Russlands Abhängigkeit vom westlichen Bankensystem zu reduzieren – eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Sicherheit des Landes.

 

Ähnlich wie islamische Bankenmodelle, die Wucher verbieten, würde das orthodoxe Finanzsystem keine Zinsen für Kredite zulassen. Teilnehmer teilen Risiken, Gewinne und Verluste. Spekulatives Verhalten sei verboten, genauso wie Investitionen in Glücksspiel, Drogen und andere Unternehmen, die orthodoxen Werten zuwiderlaufen. Es gebe eine neue risikoarme Bank- oder Kreditorganisation, die die Aufsicht über alle Transaktionen führt, sowie Investmentfonds oder Unternehmen, die Investoren verschaffen und Projektfinanzierung vermitteln. Operationen mit aktivem finanziellen Risiko würden explizit gemieden. Vorrang habe die Sicherstellung der Finanzierung des Realsektors der Wirtschaft, betonte ein Sprecher.

 

Interessanterweise hat Tatarstan, Russlands größte islamische autonome Republik, kürzlich erstmals den islamischen Bankbetrieb in Russland eingeführt; dies wurde von German Gref, dem Chef der staatlichen Sberbank – Russlands größter Bank – ausdrücklich unterstützt.

 

Im Mai dieses Jahres sprach er von einem wichtigen Instrument angesichts der derzeitigen Probleme mit der Mittelbeschaffung auf internationalen Märkten. Im Juli unterzeichneten die Sberbank und die Republik Tatarstan einen Kooperationsvertrag im Bereich islamischer Finanzierung. Unter Zar Alexander III. und seinem Finanzminister Nikolai Bunge errichtete Russland Anfang der 1880er Jahre die Landbank, die den Bauern, die Alexander II. 1861 aus der Leibeigenschaft entlassen und mit Land versorgt hatte, zinslose Darlehen gab.

 

Die Landbank investierte in die Modernisierung der russischen Landwirtschaft; die Bauern bezahlten für Darlehen nur eine kleine Bearbeitungsgebühr. Das Ergebnis war ein so spektakulärer Anstieg der Produktion von Weizen und anderem Getreide, dass Russland bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs zum »Brotkorb« für die Welt wurde. Die Produktion lag um ein Viertel höher als die addierte Produktion der USA, Argentiniens und Kanadas.

 

Glasjew-Vorschläge

 

Das orthodoxe Modell rückt in Russland genau in dem Moment wieder ins Zentrum, wo Sergei Glasjew, einer von Putins Wirtschaftsberatern, der den Präsidenten über die Ukraine und die Beziehungen zu den anderen Mitgliedsländern der Eurasischen Wirtschaftsunion berät, einen Plan vorlegt, wie Russlands wirtschaftliche und finanzielle Sicherheit verbessert werden kann.

 

Der Plan geht davon aus, dass die Finanzsanktionen und jetzt auch der militärische Druck vonseiten Washingtons und der NATO kein launenhaftes, zufälliges Ereignis sind, sondern eine fest verankerte Strategie, eines der zwei Länder zu schwächen und wirtschaftlich zu vernichten, die einer globalen Neuen Weltordnung der USA im Wege stehen.

 

Im Mai 2014, wenige Wochen bevor die Obama-Regierung gezielte Sanktionen gegen wichtige russische Persönlichkeiten, Banken und Energieunternehmen verhängte, gab Glasjew der russischen Finanzzeitung Wedomosti ein Interview, in dem er mehrere wohlüberlegte Verteidigungsmaßnahmen vorschlug.

 

Einige davon sind inzwischen Politik, darunter ein Kredit- und Währungsswap mit China zur Finanzierung wichtiger Importe und die Abrechnung in der jeweiligen Landeswährung – Rubel und RMB – sowie die Schaffung eines russischen Interbanken-Informationsaustauschsystems analog zu SWIFT für Zahlungen und Abrechnungen innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion und mit anderen Ländern.

 

Ein strategisch wichtiger Vorschlag Glasjews, der Staat solle den Export von Gold, Edelmetallen und Seltenen Erden stoppen und die Zentralbank solle Goldbergwerke im Besitz ausländischer Gesellschaften aufkaufen, um eine Goldreserve aufzubauen, wurde leider von Zentralbankchefin Elwira Nabiullina abgelehnt. Vor der Duma erklärte sie: »Wir halten ein Moratorium für Goldexporte nicht für notwendig. Wir sind in der Lage, genügend Gold zu kaufen, um unsere Gold- und Währungsreserven zu diversifizieren.«

 

Nabiullina wird von Mitgliedern der Duma dafür kritisiert, den Aufbau der Goldreserven für den Rubel zu langsam zu betreiben. Russland ist heute nach China der zweitgrößte Goldproduzent der Welt; die chinesische Zentralbank hat in den letzten Jahren fieberhaft die Goldreserven aufgebaut. Angeführt von der Federal Reserve setzen westliche Zentralbanken, seit die Golddeckung des Dollar im August 1971 aufgehoben wurde, weltweit alles daran – einschließlich offener Marktmanipulation – Gold-Reservewährungen zu entmutigen.

 

Am 15. September 2015 unterbreitete Glasjew dem russischen Sicherheitsrat eine Reihe neuer Vorschläge, um, wie er sagte, die Verletzlichkeit durch westliche Sanktionen in den nächsten fünf Jahren zu reduzieren und die Grundlagen für langfristiges Wachstum und wirtschaftliche Souveränität zu legen.

 

Unter anderem schlug er die Gründung eines dem russischen Präsidenten unterstellten staatlichen Komitees für strategische Planung vor, zusammen mit einem staatlichen Komitee für wissenschaftliche und technologische Entwicklung nach dem Vorbild eines Systems, das der Iran in den 1990er Jahren entwickelt hatte, nachdem westliche Länder Sanktionen verhängt hatten.

 

Die erste Maßnahme, die Bildung eines Komitees für strategische Planung, erinnert an das erfolgreiche französische Modell der Planification unter Charles de Gaulle. Es gilt als Motor, der Frankreich von einer stagnierenden bäuerlich dominierten Wirtschaft bis Anfang der 1970er Jahre in ein modernes, innovatives Industrieland verwandelte.

 

In den 1960er Jahren gab es in Frankreich das Commissariat général du Plan, dem die Aufsicht über die gesamte Wirtschaft oblag, um kritische Schwächen auszumachen, die im Interesse der Gesamtentwicklung des Landes behoben werden mussten. Das Commissariat setzte die Ziele für die jeweils nächsten fünf Jahre. Mitglieder waren hohe Beamte, die sich mit Wirtschaftslenkern, Gewerkschaften und anderen berieten. Jeder vorgeschlagene Plan wurde dem Parlament zur Abstimmung oder Änderung vorgelegt.

 

Der entscheidende Unterschied zwischen Frankreichs Fünfjahres-Planification und dem sowjetischen Modell der zentralen Fünfjahresplanung bestand darin, dass das französische Modell indikativ und nicht imperativ war wie der sowjetische Fünfjahresplan. Private oder staatliche Unternehmen konnten sich frei für einen Sektor wie beispielsweise den Eisenbahnbau entscheiden, in dem Wissen, dass der Staat die Investition mit Steueranreizen oder Subventionen unterstützte, um das Risiko zu senken und sie attraktiv zu machen.

 

Das funktionierte bis Mitte der 1970er Jahre, als die massiven Ölschocks und zunehmende supranationale Einmischung durch Brüssel die Umsetzung erschwerten. Glasjews detaillierter Vorschlag umfasst weitere Bereiche, der interessanteste ist sein Vorschlag, Ressourcen der Zentralbank für gezielte, niedrig verzinste Darlehen (ein bis vier Prozent) an Unternehmen und Industriezweige einzusetzen.

 

Ermöglicht werden soll dies durch eine quantitative Lockerung in der Größenordnung von 20 Billionen Rubel über einen Zeitraum von fünf Jahren. Außerdem solle der Staat private Unternehmen durch die Schaffung von »reziproken Obligationen« für den Kauf von Produkten und die Gewährung von Dienstleistungen zu vereinbarten Preisen unterstützen.

 

Russland befindet sich in einem faszinierenden Prozess des Umdenkens über alle Aspekte des wirtschaftlichen Überlebens angesichts der Realität der westlichen Attacken. Es könnte zu einer sehr gesunden Transformation der gefährlichen Fehler des angloamerikanischen Freimarkt-Bankensystems führen.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

.

Leser-Kommentare (11) zu diesem Artikel

13.10.2015 | 23:02

Paul Atreides

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter...

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz. Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen. M. J. Müller schlägt als volkswirtschaftlicher Querdenker und ökonomischer Autor auf seinen Websites und in seinen Büchern eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild vor - das skandinavische Steuer-Model! Europäer aufgepaßt: TTIP bedeutet Armut und Knechtschaft ! http://www.bund-gegen-anpassung.com/download/de/Flugblaetter/2015.08.TTIP.pdf Die Freihandelstheorie seit Adam Smith samt ihren noch zusätzlichen Verfälschungen schon seit Ricardo wurde längst widerlegt, u.a. von Friedrich List und Abbe Galiani (siehe auch Telepolis Artikel des Internetmagazins Online aus dem Heise Verlag) und Albrecht Müller (Verfasser von "Die Reformlüge" und Betreiber des Nachdenkseiten Weblogs) sowie dem französischen Politologen Emmanuel Todd in seinen Büchern und dem aktuellen Linksparteimitglied und Querdenker Franz Groll u.a. in seinem Buch "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert - Wege zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft" (siehe Website mit frei zugänglichen Online Texten) und Prof. Dr. Albrecht Schachtschneider sowie M.J. Müller mit seiner Website zur Mehrwertsteuererhöhung für eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild, das skandinavische Steuer-Modell und siehe auch seine Buchpublikationen und Websites zu Freihandel und EU und Euro. http://www.neo-liberalismus.de http://www.anti-globalisierung.de Zukunftskinder - die wahren Ereignisse und Sachverhalte und Fakten jenseits des postmodern-relativistischen und globalistischen neoliberalen medialen Mainstreams - die Mainstream Medien sind zu islamophil! http://www.zukunftskinder.org


13.10.2015 | 22:57

John Sinclair

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter...

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz. Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen. M. J. Müller schlägt als volkswirtschaftlicher Querdenker und ökonomischer Autor auf seinen Websites und in seinen Büchern eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild vor - das skandinavische Steuer-Model! Europäer aufgepaßt: TTIP bedeutet Armut und Knechtschaft ! http://www.bund-gegen-anpassung.com/download/de/Flugblaetter/2015.08.TTIP.pdf Die Freihandelstheorie seit Adam Smith samt ihren noch zusätzlichen Verfälschungen schon seit Ricardo wurde längst widerlegt, u.a. von Friedrich List und Abbe Galiani (siehe auch Telepolis Artikel des Internetmagazins Online aus dem Heise Verlag) und Albrecht Müller (Verfasser von "Die Reformlüge" und Betreiber des Nachdenkseiten Weblogs) sowie dem französischen Politologen Emmanuel Todd in seinen Büchern und dem aktuellen Linksparteimitglied und Querdenker Franz Groll u.a. in seinem Buch "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert - Wege zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft" (siehe Website mit frei zugänglichen Online Texten) und Prof. Dr. Albrecht Schachtschneider sowie M.J. Müller mit seiner Website zur Mehrwertsteuererhöhung für eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild, das skandinavische Steuer-Modell und seine auch seine Buchpublikationen und Websites zu Freihandel und EU und Euro. http://www.neo-liberalismus.de http://www.anti-globalisierung.de Zukunftskinder - die wahren Ereignisse und Sachverhalte und Fakten jenseits des postmodern-relativistischen und globalistischen neoliberalen medialen Mainstreams - die Mainstream Medien sind zu islamophil! http://www.zukunftskinder.org


01.10.2015 | 23:48

Dirk Breitinger

Das sieht dann mal wieder nach einer internationalen Plünderungsorgie aus.


01.10.2015 | 15:32

Hector

Ich bin Mitglied im deutschen Freiwirtschaftsbund nach Silvio Gesell und Hermann Benjes ("Wer hat Angst vor Silvio Gesell?") und Michael Musil! Siehe Rundbriefe und Textbeiträge und BLOG usw. http://www.freiwirte.de BLOG Ferner weise ich auf die Volkswirtschaftler und ökonomischen Freiwirte Prof. Wolfgang Berger und Prof. Bernd Senf aus Berlin hin, siehe ferner auch die Bücher von Helmut Creutz und die Volkswirte der Humanwirtschaftspartei! Prof. Bernd Senf aus...

Ich bin Mitglied im deutschen Freiwirtschaftsbund nach Silvio Gesell und Hermann Benjes ("Wer hat Angst vor Silvio Gesell?") und Michael Musil! Siehe Rundbriefe und Textbeiträge und BLOG usw. http://www.freiwirte.de BLOG Ferner weise ich auf die Volkswirtschaftler und ökonomischen Freiwirte Prof. Wolfgang Berger und Prof. Bernd Senf aus Berlin hin, siehe ferner auch die Bücher von Helmut Creutz und die Volkswirte der Humanwirtschaftspartei! Prof. Bernd Senf aus Berlin, VWL und psychosoziale Hintergründe http.//www.berndsenf.de Täglicher Peak Oil Blog nach Michael C. Ruppert (R.I.P.) http://www.fromthewilderness.com


01.10.2015 | 15:26

Felix Klinkenberg

Der uralte Traum der Menschheit, ein Ordnungssystem, für die Menschen 99,999999 % und nicht für die Bestien 0,000001 %. Wenn Russland sich so neu Organisiert und die zwangsläufigen Erfolge, für die Bürger Russlands, sich Einstellen, dann wird der Sogeffekt, erst die verbündeten Staaten erfassen und dann auch UNS, dann wird das Wahrheitsministerium, die Realität, nicht mehr lange Um-interpretieren können. Da kann dann der Große Bruder, noch so Omnipräsent sein, dann wissen die...

Der uralte Traum der Menschheit, ein Ordnungssystem, für die Menschen 99,999999 % und nicht für die Bestien 0,000001 %. Wenn Russland sich so neu Organisiert und die zwangsläufigen Erfolge, für die Bürger Russlands, sich Einstellen, dann wird der Sogeffekt, erst die verbündeten Staaten erfassen und dann auch UNS, dann wird das Wahrheitsministerium, die Realität, nicht mehr lange Um-interpretieren können. Da kann dann der Große Bruder, noch so Omnipräsent sein, dann wissen die Menschen auch hier bei uns, was hinter dem permanenten Grinsen der Politiker zu finden ist: NICHST


01.10.2015 | 12:46

frieda

ha, erwischt. Da haben wohl die Denker am Horizont, wo die Sonne aufgeht, wohl wissensmanufaktur.net gelesen und Popps Plan B studiert. Bravo. Es besteht Hoffnung. Gut so, was man vom Horizont im Westen, vor allem vom Geistigen, wo die Sonne und Mond ständig untergehen nicht mehr erwarten kann. Alleine die heuten Artikel mit dem Blödfernsehen unterstreichen nur um so deutlicher den Untergang des Macht losen Deutschlands und Europa fest im Schlepptau des untergehenden Imperiums,...

ha, erwischt. Da haben wohl die Denker am Horizont, wo die Sonne aufgeht, wohl wissensmanufaktur.net gelesen und Popps Plan B studiert. Bravo. Es besteht Hoffnung. Gut so, was man vom Horizont im Westen, vor allem vom Geistigen, wo die Sonne und Mond ständig untergehen nicht mehr erwarten kann. Alleine die heuten Artikel mit dem Blödfernsehen unterstreichen nur um so deutlicher den Untergang des Macht losen Deutschlands und Europa fest im Schlepptau des untergehenden Imperiums, so wie es Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi 1922-23 mit seinem kalergi-pan ins Leben gerufen hat und sich alle Politiker von heute, ausnahmslos aus allen Parteirichtungen, diesseits und jenseits des Atlantiks, wortstark bedienen, besonders die EU-Technokraten und deren Lakaien. Nur, solange jeden Morgen pflichtbewusst der Arbeit und dem perfiden System mit dem eigenen Tun nachgegangen wird, mit dem Gedankenmuster ich muss ja auf die Arbeit, füttern wir es und erhalten es am Leben. Nur eine mutige, zwingend notwendige, abrupte und beherzte Vollbremsung kann den Wagen des Volkes davor bewahren an die Wand zu krachen. Merkels Worte: >mit dem Kopf durch die Wand funktioniert nicht, am Ende siegt die Wand> im Augenblick allerdings stürzt sie bereits ein. Und die breite Masse des deutschen Volkes will das ernsthaft nicht wahr haben. Jetzt wo Merkel und Co ausser Landes ist, hätte da nicht die Opposition und die Bw-Führung in Absurdistan einen Coup landen können? Aber das Motto lautet: NICHT zur Kenntnis nehmen. Schockstarre. Blinder Gehorsam, weil das Unmögliche nicht bewusst wird, dass es bereits möglich ist. Nicht wahr haben wollen ist die fiese Masche, die uns lähmt, weil so gewollt. Denn die Formel der Macht lautet: man muss das unmögliche tun, weil niemand es für möglich erachtet, dass es getan wird und möglich ist. Wie fest muss eigentlich die Schlinge um den Hals des Deutschen Volkes noch angezogen werden, bis er auf dem letzten Loch dann pfeift oder hoffen und vertrauen die Deutschen immer noch dem Motto, nach fest kommt lose?

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Russland kann alle Wirtschaftsprobleme aus eigener Kraft lösen

F. William Engdahl

Nach dem Frühjahr 2014 haben Washington und die EU Russland auf feindselige Weise und unberechtigt mit Finanz- und Wirtschaftssanktionen belegt. De facto stellen diese Schritte einen Finanzkrieg dar. Seitdem haben Präsident Putin und die russische Regierung mit zahlreichen lobenswerten und gelegentlich sogar brillanten Schachzügen reagiert.  mehr …

Die OPEC, Russland und die entstehende Neue Weltordnung

F. William Engdahl

Jeden Tag bestätigt sich, was ich in meinen Beiträgen der letzten Zeit gesagt habe: Durch geschickte Vermittlung Russlands legen die OPEC-Mitgliedsstaaten im Nahen Osten, einschließlich des Iran, vorsichtig die Grundlagen einer wirklich neuen Weltordnung. Der erste Test wird sein, ob es ihnen gemeinsam gelingt, die Attacken des Islamischen Staats  mehr …

China, Russland, Iran – Das »Eiserne Dreieck«

F. William Engdahl

Vor einigen Jahren wurde ich nach China, Russland und in den Iran eingeladen, um dort meine Einschätzung der Weltlage aus geografischer und weltpolitischer Sicht – kurz Geopolitik – zu präsentieren. Das war lange vor dem gegen Russland gerichteten NATO-Krieg in der Ukraine oder den derzeitigen amerikanisch-iranischen Atomgesprächen. Ich stellte  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Hat Merkel Deutschlands Interessen für den Posten des UN-Generalsekretärs verkauft?

Stefan Schubert

Im politischen Berlin pfeifen es die Spatzen immer lauter von den Dächern, Angela Merkel scheut in Zeiten massiver Umfrageeinbußen vor einer erneuten Kanzlerkandidatur 2017 zurück. Ihr größtes Trauma, vertraute sie ihrem engsten Kreis an, wäre abgewählt und zum Rücktritt gezwungen zu werden, also demokratische Regeln zu befolgen. Ihre hastige  mehr …

Die besten Mittel gegen Schlaflosigkeit

Michael Edwards

Chronischer Schlafmangel beeinträchtigt nicht nur Ihre Arbeit, Ihre Beziehungen und Ihre Lebensfreude, sondern bringt auch den Hormonhaushalt, das Immunsystem und die Heilkräfte des Körpers (wir regenerieren uns im Schlaf) durcheinander. Sie brauchen jedoch nicht zu Pharmazeutika mit gefährlichen Nebenwirkungen und Schlafattacken zu greifen.  mehr …

Sex in the City: Beim Asyl-Wahnsinn kommen jetzt die Kinderbräute

Redaktion

Asylbewerbern, die länger im deutschsprachigen Raum bleiben, ist es nicht zumutbar, dass sie ohne ihre Verwandten ausharren. Schließlich sind viele von ihnen ohnehin schon traumatisiert. Das ist die offizielle Version. Die Wahrheit: Die jungen kräftigen Männer dürfen nun zur Triebbefriedigung als erstes minderjährige »Kinderbräute« nachholen.  mehr …

Obama glorifiziert Amerikas Hegemonialstellung

Dr. Paul Craig Roberts

Dieses Jahr sind die Vereinten Nationen 70 Jahre alt geworden. Was hat die UNO in dieser Zeit an Gutem bewirkt? Die Antwort auf diese Frage fällt nicht leicht. Einige Blauhelm-Friedensmissionen waren halbwegs erfolgreich, aber in erster Linie dienten die Vereinten Nationen Washington dafür, Krieg zu führen, etwa in Korea oder während des Kalten  mehr …

Wird Deutschland zum atomaren Trümmerfeld?

F. William Engdahl

Am 21. September berichtete das Zweite Deutsche Fernsehen, die USA bereiteten die Stationierung von 20 neuen, hochmodernen Atombomben vom Typ B 61-12 auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz vor. Büchel liegt nur einen atomaren Steinwurf entfernt vom Wohnsitz des Autors. Diese Stationierung ist keine Kleinigkeit, denn dadurch  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.