Monday, 26. September 2016
29.09.2015
 
 

Russland kann alle Wirtschaftsprobleme aus eigener Kraft lösen

F. William Engdahl

Nach dem Frühjahr 2014 haben Washington und die EU Russland auf feindselige Weise und unberechtigt mit Finanz- und Wirtschaftssanktionen belegt. De facto stellen diese Schritte einen Finanzkrieg dar. Seitdem haben Präsident Putin und die russische Regierung mit zahlreichen lobenswerten und gelegentlich sogar brillanten Schachzügen reagiert.

 

Nicht angepackt wurden jedoch die grundlegenderen und weiter reichenden Störungen der russischen Wirtschaft und der russischen Währungsordnung. Kümmert sich die Regierung nicht bald darum, werden sich diese Punkte als Russlands Achillesferse erweisen. Glücklicherweise kann Russland jedoch schon jetzt aktiv werden und muss nicht warten, bis eine Alternativwährung zum US-Dollar zur Verfügung steht. Dafür ist nicht viel vonnöten, man muss die aktuelle Lage nur noch einmal gründlich durchdenken.

 

Wer bestimmt die Ausgabe und den Umlauf von Krediten und Geld? Und handeln diese Organe zum Allgemeinwohl oder dienen sie, entweder direkt oder indirekt, privaten Sonderinteressen? Die Antworten auf diese Fragen sind der Schlüssel zur russischen (oder jeder anderen) Wirtschaft.

 

Nachdem im November 1989 die Berliner Mauer fiel, erfasste Chaos die UdSSR. Im Juli 1990 bestand eine der ersten Amtshandlungen des »Demokraten« und Lieblings der westlichen Medien Boris Jelzin, dem neu gewählten Präsidenten der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, in einer Änderung der russischen Verfassung. In Artikel 75 bestimmte er die Gründung der Zentralbank der russischen Föderation.

 

Der amerikanische Großinvestor George Soros hatte damals Jeffrey Sachs und den Schweden Anders Åslund angeschleppt. Sie sollten Jegor Gaidar und Anatoli Tschubais, Jelzins Berater für die »Schocktherapie«, »anleiten«. Diese Truppe stürzte das Land in heilloses Durcheinander und ließ es, auch unter Druck durch den IWF, über weite Teile der 1990er-Jahre in wirtschaftlichem Chaos versinken. Renten wurden vernichtet, während die russische Nationalbank unter Führung von Viktor Geraschtschenko endlos wertlose Rubel druckte und eine gewaltige Hyperinflation bei den Preisen auslöste. Eine Handvoll russischer Geschäftsleute, die der Jelzin-Familie nahestanden, stieg zu unglaublich reichen Oligarchen auf, beispielsweise Michail Chodorkowski und Boris Beresowski. Der Rest der Bevölkerung dagegen überlebte gerade so.

 

Russlands Zentralbank Bank Rossii ist heutzutage Mitglied der vom Westen kontrollierten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Die Verfassung erteilt der Bank Rossii ausdrücklich das Mandat, ein unabhängiges Organ zu sein, dessen Hauptverantwortung darin besteht, die Stabilität der Landeswährung, also des Rubels, zu gewährleisten. Gleichzeitig verfügt sie über das Exklusivrecht, in Rubel denominierte Geldscheine und Münzen auszugeben. Damit kann die Notenbank de facto über Leben und Tod der russischen Wirtschaft entscheiden.

 

Mit Artikel 75 gab die Russische Föderation im Prinzip die Souveränität über ihr wichtigstes Werkzeug aus der Hand – die Macht, Geld auszugeben und Kredit zu erschaffen.

 

Bis heute verfolgt das Präsident Putin, seine Regierung und das russische Volk. Der Finanzkrieg und die Sanktionen, die die USA Russland aufgezwungen haben, ließen der russischen Zentralbank keine andere Wahl: Im Dezember 2014 musste sie drei Mal die Leitzinsen auf zuletzt 17 Prozent erhöhen, um den galoppierenden Wechselkursverfall des Rubels zu stoppen. Inzwischen hat sich der Rubel zwar wieder deutlich stabilisiert, aber die Leitzinsen der Zentralbanken liegen noch immer bei heftigen elf Prozent.

 

Es ist egal, wie patriotisch die Person sein mag, die die russische Zentralbank leitet, es ändert nichts daran, dass die Bank nicht das politische Werkzeug eines souveränen Staats ist, sondern eine monetaristische Einrichtung. Wenn es um »Stabilität des Rubels« geht, dann ist die Stabilität gegenüber dem US-Dollar oder dem Euro gemeint. Das bedeutet, die unabhängige russische Notenbank ist de facto eine Geisel des US-Dollars – alles andere als ideal angesichts der Tatsache, dass man sich de facto in einem Zustand befindet, der einem mit nicht-militärischen Mitteln geführten Krieg entspricht, geführt von der NATO, Obamas Finanzministerium, der CIA, dem Pentagon und den neokonservativen »Falken« in den USA.

 

Beim St. Petersburger Wirtschaftsforum im Juni 2015 erzählte mir ein recht hohes russisches Kabinettsmitglied, innerhalb der Regierung und unter Putins Beratern werde heftig debattiert. Es gehe darum, wieder eine staatliche Nationalbank ins Leben zu rufen im Gegensatz zur unabhängigen, nach dem BIZ-Modell aufgebauten Zentralbank, die der Westen Russland 1990 aufgezwungen hatte.

 

Nationale Entwicklungsanleihen

 

Noch ist es nicht so weit, noch ist dieser ausgesprochen positive und notwendige Schritt nicht getan, der dem Staat die Macht über sein Geld und seine Kredite zurückgeben würde. Doch bis dahin kann Russland noch etwas anderes tun – etwas in seiner Einfachheit sehr Elegantes, für das keine direkte Alternative zum Dollar-System vonnöten ist. Auf diese Weise kann das Kapital zusammenkommen, das für die immer noch gewaltige Aufgabe benötigt wird, Russlands Wirtschaftsinfrastruktur neu aufzubauen, von Wladiwostok bis nach Rostow am Don, von Murmansk bis nach Omsk, von Jekaterinburg nach Moskau und darüber hinaus. Das Kapital würde aus Russland selbst kommen, und zwar dank der staatlich unterstützten Anleihen der »Russischen Nationalen Entwicklungsbehörde« und den persönlichen Ersparnissen der russischen Bürger. Der Name der Behörde ist nur ein Arbeitstitel und letztlich auch egal; worauf es ankommt, ist der Inhalt. Wie könnte das funktionieren?

 

Die Duma würde der Schaffung einer zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindlichen Sonderbehörde zustimmen, die die volle Unterstützung und den Kredit des russischen Staats genießt, aber eigenständig vom russischen Finanzministerium betrieben würde.

 

Jetzt kommt der Knackpunkt: Die »Russische Nationale Entwicklungsbehörde« würde Anleihen für den Aufbau der nationalen Infrastruktur ausgeben, und zwar direkt von Regierungsseite, unter der Aufsicht des russischen Finanzministeriums stehend und nicht über die unabhängige Bank Rossii oder über Handelsbanken. Die Infrastruktur-Anleihen würden nicht an private, Zinsen berechnende, Anforderungen zur Mindestkapitalanlage unterliegende Geldinstitute verkauft, sondern direkt an die Bürgerinnen und Bürger. Es wäre eine »Volksanleihe«, wenn man so will.

 

Die spezielle, unter dem Dach des Finanzministeriums aufgehängte »Russische Nationale Entwicklungsbehörde« würde langfristige Anleihen ausgeben, mit fünf, zehn, 20 und 30 Jahren Laufzeit, und eine jährliche Verzinsung bieten, die für gewöhnliche russische Bürger attraktiv ist, beispielsweise sechs bis acht Prozent jährlich, vorausgesetzt, dass sich die Inflation auf einem darunterliegenden Niveau einpendelt. Allein schon die Gründung dieser Behörde wird spürbar zur Reduzierung der derzeitigen Inflationsrate beitragen. Produktive Investitionen in die Wirtschaftsinfrastruktur wirken antiinflationär. Sie steigern den Umlauf von Industriegütern und erschaffen produktive Arbeitsplätze, und zwar in direkter Relation zu den Mitteln, die die Infrastruktur-Behörde einnimmt und verteilt. Ein weiterer Anreiz, zu investieren: Die jährlich ausgeschütteten Zinsen sowie die endgültige Kapitalanlage wären steuerfrei. Die Kapitalanlage würde nach Ende der Laufzeit dem Bürger in voller Höhe zurückgezahlt.

 

Die Anleihen würden nicht über Privatbanken verkauft, sondern durch das russische Postsystem. Das würde den kostspieligen und riskanten Anleihehandel der Privatbanken auf dem Zweitmarkt eliminieren. Damit dieser Weg funktionieren kann, muss die Post weiterhin in staatlicher Hand bleiben. Hilfreich wäre ein Aufsichtsgremium, in dem Bürger höchsten Ansehens und höchster Integrität sitzen. Das würde das Vertrauen der Menschen in die neue Institution erhöhen.

 

Wie würde die Methode nun genau laufen: Sagen wir, ein gewöhnlicher russischer Arbeiter oder Angestellter geht zu seiner örtlichen Postfiliale. Dort kann er die Sonder-Entwicklungsanleihe kaufen. Als Wert nehmen wir 100 000 Rubel an, nach heutigem Stand etwa 1360 Euro, die Verzinsung liegt bei acht Prozent jährlich. Das bedeutet, er würde zehn Jahre lang jährlich 8000 Rubel an steuerfreiem Einkommen bekommen und am Ende der Laufzeit die volle Summe von 100 000 Rubeln. Das wären dann insgesamt 180 000 Rubel, alles völlig steuerfrei. Rund um uns herum verbrennen die Aktienmärkte Tausende Milliarden Dollar und Wechselkurse schwanken wie wild. Russlands staatlich garantierte Infrastruktur-Anleihen wären in einem derartigen Umfeld eine Insel der Stabilität. Sie böten Schutz vor diesen im Ausland tobenden Stürmen und würden dem Land echtes und wichtiges Wirtschaftswachstum bescheren.

 

Im Laufe der zehn Jahre schreibt die Regierung spezielle nationale Infrastrukturprojekte aus, etwa die Modernisierung des Stromnetzes oder den Bau eines landesweiten Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes nach chinesischem Vorbild. Diese Projekte würden Hunderttausenden Menschen gut bezahlte Facharbeiterstellen bescheren. Sie wiederum würden für ihren Beitrag beim Aufbau des neuen Russlands ganz normale Einkommenssteuern auf ihren Verdienst bezahlen. Das wiederum würde es der russischen Regierung ermöglichen, ihre Bedürfnisse zu finanzieren, und zwar unabhängig von finanziellen Sanktionen des Westens und davon, ob man Zugang zu Krediten aus dem Westen hat.

 

Das wenig bekannte Geheimnis

 

Investitionen in Infrastrukturprojekte haben ein kleines Geheimnis. Die EU und die USA pumpen viel Steuergeld in unnötige Projekte. Wenn dagegen etwas gebaut wird wie ein Schienennetz für Hochgeschwindigkeitszüge, etwas, das für die Wirtschaftsinfrastruktur notwendig ist und das dazu führt, dass das Blut in den Arterien der nationalen und internationalen Wirtschaft schneller und effizienter zirkuliert, dann bringt ein solches Infrastrukturprojekt vielfachen wirtschaftlichen Nutzen für die Gesamtwirtschaft. Das ist das lang vergessene »Geheimnis« der Infrastruktur-Investitionen. Amerika hat das während der Weltwirtschaftskrise herausgefunden. Damals gab die Regierung Anleihen aus, damit die Tennessee Valley Authority gewaltige Wasserkraftprojekte anschieben konnte.

 

In den 1960er-Jahren investierte Amerika noch in seine nationale Infrastruktur. Diverse Studien aus dieser Zeit kamen zu dem Schluss, dass der Staat für jeden Dollar, den er in wichtige Infrastrukturprojekte investierte, ungefähr elf Dollar in neuen Steuereinnahmen zurückerhielt. Und das ist das Geheimnis gut durchdachter Infrastrukturausgaben.

 

Graf Sergei Witte wusste, wie wichtig die nationale Transportinfrastruktur dafür ist, die russische Nation aufzubauen und zu modernisieren. Der Graf, zunächst Eisenbahnminister, später auch Finanzminister unter Zar Nikolaus II., ist der Vater der Transsibirischen Eisenbahn. Das gewaltige Bauvorhaben versetzte England seinerzeit in großes Unbehagen, weil es die Dominanz der Royal Navy auf den Weltmeeren gefährdete.

 

Im vergangenen Jahrhundert kämpften die Briten und später die Vereinigten Staaten an der Seite der Briten in zwei Weltkriegen darum, die Weiterentwicklung ähnlicher Eisenbahnverbindungen durch das »eurasische Herzland«, wie es der britische Geograf Halford Mackinder nannte, zu verhindern. Heute tun sich China und Russland genau zu diesem Zweck zusammen. Der Aufbau einer »Russischen Nationalen Entwicklungsbehörde« ermöglicht es Russland, seinen Teil zu maximieren, was diese Revolution innerhalb der Weltwirtschaft, der globalen geopolitischen Beziehungen und der kulturellen Beziehungen anbelangt.

 

Dass die Bürger die Anleihen direkt kaufen können, bedeutet für den russischen Staat, dass er sich für seinen Kapitalbedarf nicht an die ausländischen Märkte wenden muss, nicht einmal an ihm wohlgesonnene wie den chinesischen Kapitalmarkt. Die Bürde ausländischer Schulden wird so vermieden.

 

Es hängt letztlich davon ab, wie der Erwerb nationaler Infrastruktur-Anleihen der Bevölkerung verkauft wird, aber in der derzeitigen Krise könnte sich dieses Angebot rasch zu einem Symbol des Patriotismus und des persönlichen Beitrags zu einer glorreichen Zukunft Russlands entwickeln. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich auch noch einmal den grundlegenden Vorteil diskutieren, den eine staatliche Nationalbank gegenüber einer unabhängigen Zentralbank aufweist.

 

Alles, was ein Land benötigt, um seiner Bevölkerung eine neue Welt der Stabilität und des Wohlstands aufzubauen und um zu einem Vorbild für andere Nationen aufzusteigen, besitzt Russland im Übermaß, auch wenn das heute noch etwas weit hergeholt klingen mag. Russland besitzt den Charakter und, wie die unerbittlichen Sanktionen und Attacken der vergangenen Monate gezeigt haben, die moralische Entschlossenheit. Russland besitzt möglicherweise die am besten ausgebildeten Wissenschaftler der Welt und sehr gute Facharbeiter. Das Land hat mehr als reichlich Bodenschätze vorzuweisen. Jetzt müssen nur noch die Ströme an Waren und Menschen in die richtige Richtung gelenkt werden. Interessanterweise haben die westlichen Finanzinstitutionen 1990 so etwas nicht empfohlen. Damals zwangen sie dem am Boden liegenden Russland lieber eine unabhängige Zentralbank nach amerikanischem Vorbild und an den Dollar gekoppelt auf.

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (15) zu diesem Artikel

13.10.2015 | 23:11

John Sinclair

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter...

In seinem "System der nationalen Ökonomie" entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche. Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz. Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen. M. J. Müller schlägt als volkswirtschaftlicher Querdenker und ökonomischer Autor auf seinen Websites und in seinen Büchern eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild vor - das skandinavische Steuer-Modell! Europäer aufgepaßt: TTIP bedeutet Armut und Knechtschaft ! http://www.bund-gegen-anpassung.com/download/de/Flugblaetter/2015.08.TTIP.pdf Die Freihandelstheorie seit Adam Smith samt ihren noch zusätzlichen Verfälschungen schon seit Ricardo wurde längst widerlegt, u.a. von Friedrich List und Abbe Galiani (siehe auch Telepolis Artikel des Internetmagazins Online aus dem Heise Verlag) und Albrecht Müller (Verfasser von "Die Reformlüge" und Betreiber des Nachdenkseiten Weblogs) sowie dem französischen Politologen Emmanuel Todd in seinen Büchern und dem aktuellen Linksparteimitglied und Querdenker Franz Groll u.a. in seinem Buch "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert - Wege zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft" (siehe Website mit frei zugänglichen Online Texten) und Prof. Dr. Albrecht Schachtschneider sowie M.J. Müller mit seiner Website zur Mehrwertsteuererhöhung für eine Lohnkostenreform nach schwedischem Vorbild, das skandinavische Steuer-Modell und siehe auch seine Buchpublikationen und Websites zu Freihandel und EU und Euro. http://www.neo-liberalismus.de http://www.anti-globalisierung.de Zukunftskinder - die wahren Ereignisse und Sachverhalte und Fakten jenseits des postmodern-relativistischen und globalistischen neoliberalen medialen Mainstreams - die Mainstream Medien sind zu islamophil! http://www.zukunftskinder.org


30.09.2015 | 09:45

Elisa

Ein grosses Danke an den Autor für diesen Artikel, der doch sichtbar macht, wie Putin für sein eigenes Land immer versucht, die negativen aussenpolitischen Einflüsse in positive Entwicklungen zu manövrieren, an denen die Russen ihren Vorteil haben sollen. Wie auch immer, ob für oder gegen Putin, ob für oder gegen Russland, das riesige Dimensionen hat und nicht gleich zu regieren ist wie die kleinen wichtigtuerischen Länder in Westeuropa: Putin ist klar auf der Schiene, die vom...

Ein grosses Danke an den Autor für diesen Artikel, der doch sichtbar macht, wie Putin für sein eigenes Land immer versucht, die negativen aussenpolitischen Einflüsse in positive Entwicklungen zu manövrieren, an denen die Russen ihren Vorteil haben sollen.

Wie auch immer, ob für oder gegen Putin, ob für oder gegen Russland, das riesige Dimensionen hat und nicht gleich zu regieren ist wie die kleinen wichtigtuerischen Länder in Westeuropa: Putin ist klar auf der Schiene, die vom Dollar weg führt und die eigene russische Wirtschaft - wo immer möglich - abseits des Dollars in eine positive Entwicklung lenken soll. Er und seine Regierungsmannschaft scheint definitiv nicht mehr bereit zu sein, über das amerikanische Dollar-Schneeballsystem die westlichen Oligarchen zu lasten des eigenen Landes monetär zu füttern und deren Kriege zu bezahlen. DAS ist verständlich. Russland hat viele Aufgaben zu bewältigen - wie der Westen dies übrigens auch hätte, aber nicht macht - um sein riesen Land als prosperierende Nation erkennen zu lassen. Und er scheut sich nicht, wider aller massiven Feindseligkeiten vom Ausland, seine Aufgaben anzupacken. Das ist diesem Mann und weitsichtigen Politiker hoch anzurechnen.


30.09.2015 | 09:42

Livia

Den Staaten die Hoheit über das Geldwesen wegzunehmen, und "ihren" Privatbanken zu übertragen, ist stets das Kriegsziel der Angloamerikaner gewesen, seit man es den Briten unter Cromwell selber weggenommen hatte. Wahrscheinlich war das auch das Hauptziel des "Westens" den "kalten Krieg" zu gewinnen, Rußlands Zentralbank zu entstaatlichen. ------- Wahrscheinlich würde eine Rückgängigmachung dieses Schritts, auch bei einer Volksabstimmung und mit über...

Den Staaten die Hoheit über das Geldwesen wegzunehmen, und "ihren" Privatbanken zu übertragen, ist stets das Kriegsziel der Angloamerikaner gewesen, seit man es den Briten unter Cromwell selber weggenommen hatte. Wahrscheinlich war das auch das Hauptziel des "Westens" den "kalten Krieg" zu gewinnen, Rußlands Zentralbank zu entstaatlichen. ------- Wahrscheinlich würde eine Rückgängigmachung dieses Schritts, auch bei einer Volksabstimmung und mit über Zweidrittelmehrheit Zustimmung eine sofortige Kriegserklärung der USA und damit der NATO nach sich ziehen. Also ist es weise, das internationale Währungsunwesen, welches die Militärmacht USA am Gängelband hält, zu umgehen, bis daß sich die Zeiten so geändert haben, daß man global das Geldwesen wieder in die Hände der einzelnen Regierungen legen kann. --- Schaffen wir die Banken ab, bevor sie uns abschaffen!


29.09.2015 | 23:18

Ernst Stavro Blofeld

Hans - Sie meinen also, es sei besser, noch einmal ein paar Millionen unbeteiligte Menschen zu opfern? Eine interessante Weltsicht haben Sie.


29.09.2015 | 23:01

Wolkenspalter

Schön, mal einen konstruktiven Artikel zu lesen, wie man eine Volkswirtschaft auf die Beine bringen kann (im Unterschied zu Meinungen, was man an wem auszusetzen hat oder Ratschlägen, wie man jemanden besiegt). In der Tat hat Russland bei seiner enormen Flächengröße alles, was man braucht, um autark zu sein: Landwirtschaftliche Flächen, genug Wasser und Bodenschätze. Ein Planet für sich im Kleinen, der niemanden zu stören braucht und den niemanden zu stören bräuchte, wären da...

Schön, mal einen konstruktiven Artikel zu lesen, wie man eine Volkswirtschaft auf die Beine bringen kann (im Unterschied zu Meinungen, was man an wem auszusetzen hat oder Ratschlägen, wie man jemanden besiegt). In der Tat hat Russland bei seiner enormen Flächengröße alles, was man braucht, um autark zu sein: Landwirtschaftliche Flächen, genug Wasser und Bodenschätze. Ein Planet für sich im Kleinen, der niemanden zu stören braucht und den niemanden zu stören bräuchte, wären da nicht die Gelüste von Außenstehenden, denen Russland nolens volens ausgesetzt ist… Daneben gibt es in Russland leider nach wie vor innere Probleme und menschliche Schwächen wie z.B. Korruption in größerem Umfang, den auch Putin bedauernd kennt, die letztlich im Kongloermat mit manchen anderen Faktoren gegen theoretisch ideale Gesellschaften und ihre Entwicklungsmöglichkeiten stehen. Gesellschaften brauchen also eine Operationsgrundlage. Ohne Gerechtigkeit vor der alle gleich sind und Fairness, also Moral, funktioniert auf dieser Welt überhaupt nichts zufriedenstellend. Das gilt auch für Gutmenschengesellschaften wie unseren, die mehr scheinen als sie tatsächlich sind. Wir generieren und pflegen schließlich auch unsere Feindbilder schneller als die selten nachhaltig wirksamen Friedensstiftungsversuche hinterherkommen könnten. Ansonsten wäre eine finanzielle Entwicklungsgrundlage, die sich wie im Artikel beschrieben auf Investition der Gesellschaft selbst stützt und sie individuell profitieren lässt, nicht nur für Russland eine gute Idee…


29.09.2015 | 21:32

Hans

An ernst Stavro Ja das glaube ich allen Ernstes, denn das war notwendig, um die Verbrecher des Kapitalismus zu enthaupten und ist verschwindend gegenüber den Verbrechen und Millionen Toten, welche die zionistiche USA zu vertreten haben. Ich erinnere nur an die sinnlosen Atombombemabwürfe. Gut Nacht

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