
Die amerikanische Taktik, mit der die strategische Präsenz in Zentralasien erreicht werden soll, schließt den Einsatz von radikal-islamischen Kämpfern wie bin Laden und die Mujahedin ein, die durch die USA bzw. die CIA ausgebildet wurden, und zwar schon lange vor dem Fall der UdSSR . Mit ihrem Einsatz sollte die Destabilisierung der Sowjetunion vorangetrieben werden. In den 1980er-Jahren stiftete die CIA die Mujahedin-Guerilla in Afghanistan zum Aufstand mit dem Decknamen Operation Cyclone (1) an, um die bereits überdehnten Ressourcen der Sowjets weiter zu schwächen. (2) Es war die bis dato größte und teuerste CIA-Operation der Geschichte. Der erfahrene pakistanische Journalist Ahmed Rashid beschreibt die enge Beziehung, die zwischen den Mujahedin und der CIA herrschte in der Zeit, als Osama bin Laden von ihnen ausgebildet wurde:
»Mit aktiver Ermunterung durch die CIA und den pakistanischen ISI [Inter Services Intelligence, militärischer Geheimdienst], die den afghanischen Jihad zu einem weltweiten Krieg aller moslemischen Staaten gegen die Sowjetunion ausweiten wollten, schlossen sich zwischen 1982 und 1992 etwa 35.000 moslemische Radikale aus 40 islamischen Ländern dem Kampf in Afghanistan an. Zehntausende weitere kamen, um in pakistanischen Madrasahs [Hochschulen] zu studieren. Am Ende standen über 100.000 ausländische moslemische Radikale unter dem direkten Einfluss des afghanischen Jihad.« (3)

Das Mujahedin-CIA-Modell, das sich in Afghanistan gegen die Rote Armee als so erfolgreich erwies, wurde daraufhin ausgedehnt auf von den USA ausgebildete Jihad-Mujahedin-Kräfte, die in den 1990er-Jahren in die russische Provinz Tschetschenien eingeschleust wurden. Angesichts des leidenschaftlichen Unabhängigkeitsstrebens der sunnitisch-moslemischen Bevölkerung und der zu Sowjetzeiten lebenswichtigen Ölpipeline führte der Zweite Tschetschenienkrieg (4) in der Jelzin-Ära zu weiterer Unruhe und Destabilisierung des ins Wanken geratenden russischen Staates. (5)
Langfristiger Zentralasien-Plan des Pentagon
2003 sagte Ariel Cohen – Russland-Experte der von der Rüstungsindustrie finanzierten Heritage Foundation (6) und Berater des Pentagon – bei einer Aussage vor dem US-Senat: »Seit Herbst 2001 haben die USA Elemente der Luftstreitkräfte und Sondereinsatztruppen nach Zentralasien verlagert … (7)
Cohen bestätigte, dass die Aktivitäten des Pentagon in den ehemals sowjetischen Staaten Zentralasiens – darunter Kirgisistan und Usbekistan – tatsächlich bereits begonnen hatten, bevor im September 2001 der Krieg gegen den Terror erklärt wurde: »General Anthony Zinni, der damalige CINC (Commander-in-Chief – W.E.) des Central Command, das geografisch für Zentralasien zuständig ist, hatte bereits Mitte bis Ende der 1990er-Jahre diese Kontakte aufgenommen … Inoffiziell verlautet es von Vertretern des Pentagon, die USA hätten zwar keine dauerhaften Nutzungsrechte für Militärbasen in der Region beantragt, die Dauer ihrer Präsenz sei dennoch offen«, so Cohen weiter vor dem Senat. (8)
Cohen, Spezialist für Zentralasien und Russland, ließ im weiteren Verlauf erkennen, was Washington wirklich in Zentralasien betreibt: »US-Politiker und offizielle Vertreter haben die derzeitige und künftige Präsenz auf vielfältige Weise zu rechtfertigen versucht. Die Energiequellen und Pipelines müssten geschützt, das Wiedererstarken des islamischen Fundamentalismus in Zentralasien verhindert, eine Hegemonie Russlands und/oder Chinas vermieden, Demokratisierung und Marktreform erleichtert werden, oder Zentralasien solle als Nachschublager für ein mögliches Eingreifen in Afghanistan genutzt werden – so lauteten die häufigsten Begründungen für die Präsenz der USA. Darüber hinaus wurde Zentralasien auch als Sprungbrett für künftige Operationen gegen den Irak und den Iran genannt.« (9)

Kurz: Der Zentralasien-Plan des Pentagon besteht in der langfristigen Strategie zur schrittweisen Besetzung und Militarisierung der gesamten Region. Für das Pentagon bilden Instabilität und Anti-Amerikanismus infolge der amerikanischen Besetzung und der Bombenangriffe auf unschuldige Zivilisten in Pakistan und Afghanistan auch den willkommenen Vorwand, die amerikanische Militärpräsenz auf ganz Zentralasien auszuweiten. Dies geschieht unter der irreführenden Rubrik »Friedenssicherung« durch die International Assistance Force (ISAF) der NATO.
Unruhe und Instabilität, die amerikanische oder verbündete Militäraktionen erzeugen, dienen dann zur Rechtfertigung der militärischen »Friedenssicherung«. Das ist das schmutzige kleine Geheimnis hinter den sogenannten PKO – Peace Keeping Operations –, sei es durch die NATO direkt, wie in Afghanistan oder Kosovo, oder durch die UN, wie seit dem Jahr 2004 im ölreichen Haiti, seit 2007 in der ebenfalls ölreichen Region Dafur im Sudan oder seit 1999 in der rohstoffreichen Demokratischen Republik Kongo.
Cohen machte seine Aussage bereits im Oktober 2003, also vor fast sieben Jahren, kaum sechs Monate nachdem die Regierung Bush mit der Invasion, und wie sich erweist, dauerhaften Besetzung des Irak begonnen hatte. Man könnte die Deutschen oder die Japaner fragen, wie schwer es ist, im Land stationierte amerikanische Streitkräfte wieder loszuwerden, wenn sie erst einmal etabliert sind. Die US-Strategie für Zentralasien hat, wie es scheint, wenig mit einer Neuformierung oder einem Wiedererstarken der Taliban in jüngster Zeit zu tun. Sie ist vielmehr seit Langem geplant. Sie hat mit dem Streben nach Full Spectrum Dominance – wie es das Pentagon nennt – zu tun, der völligen Kontrolle von Land, Meeren und dem Luftraum.
Im April 2009 erklärte General David Petraeus, der Chef des US Central Command – das nicht nur Afghanistan und Pakistan umfasst, sondern auch Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und andere ehemalige Staaten der Sowjetunion in Zentralasien – bei einer anderen Anhörung des US-Senats: »Obwohl Zentralasien relativ weniger Aufmerksamkeit gewidmet wird als anderen Unterregionen in der AOR (Central Command’s Areas of Responsibility – W.E.), sind die USA an langfristigen kooperativen Beziehungen mit den zentralasiatischen Ländern und anderen wichtigen regionalen Kräften interessiert, um ein positives Sicherheitsumfeld zu schaffen.« (10)
Petraeus machte dann deutlich, worauf sich das Interesse des Pentagon und der USA in der Region wirklich richtet: »Zentralasien stellt auf dem eurasischen Kontinent einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt zwischen Russland, China und Südasien dar, und dient so als wichtige Transitroute für den regionalen und internationalen Handel sowie für die Versorgung der Einsätze der Koalition in Afghanistan.« (11) (Hervorhebung durch den Autor W.E.)

Petraeus Ausführungen waren allenfalls eine untertriebene Beschreibung des tatsächlichen Interesses, das Washington und das Pentagon an dieser Region hegen. Zentralasien bildet heute das Zentrum der globalen Strategie des Pentagon – genauso wie vor hundert Jahren für das britische Empire. Wie sich Zentralasien entwickelt, so entwickelt sich das Empire – das Amerikanische Jahrhundert – oder, wie es George H.W. Bush 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion triumphierend verkündet hatte, »die neue Weltordnung«.
Bezeichnenderweise übernahm Petraeus den vom britischen Vater der Geopolitik Sir Halford Mackinder geprägten Begriff, als er Zentralasien als »Dreh- und Angelpunkt« der US-amerikanischen Interessen auf dem eurasischen Kontinent beschrieb. Die amerikanische Militärführung ist offenbar genauso versiert im Umgang mit den Hebeln der geopolitischen Macht in Eurasien, wie es die Briten ein Jahrhundert zuvor gewesen waren. (12)
Das Interesse Washingtons an Kirgisistan wird erst im Kontext dieses Großen Spiels verständlich – der geopolitischen Eurasien-Strategie des Pentagon zur Militarisierung der »Dreh- und Angelpunkt«-Region, oder des Herzland, wie Mackinder es später nannte.
Ein Krebsgeschwür wird über ganz Zentralasien verbreitet
Zur gegenwärtigen Phase dieses nicht erklärten irregulären Krieges des Pentagon gehört erkennbar auch eine sorgfältig inszenierte Strategie der bewussten Ausweitung des Krieges und das Schüren verschiedener Aufstände in ganz Zentralasien – ausgehend von Afghanistan über die Grenze nach Pakistan und in den Iran, bis Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und schließlich bis Russland und über die Unruheprovinz Xinjiang an der Grenze zu Kirgisistan bis nach China.
Die bei der Ausweitung der von den USA unterstützten Militarisierung angewendete Taktik schließt ein, Aufstände einzelner Stämme dadurch zu entfachen, dass Grausamkeiten gegen die Zivilbevölkerung begangen werden, die örtliche Bevölkerung terrorisiert und zu verzweifelten Widerstandshandlungen ermuntert wird – kurz gesagt: durch bewusste Kriegsverbrechen als offizielle Politik.

Es ist nicht so, dass sich das Pentagon scheuen würde, seine Soldaten dem direkten Feuer auszusetzen, oder dass unbemannte Drohnen genauer oder humaner wären. Die Strategie besteht darin, willentlich Aufstände zu verbreiten und bewaffnete Vergeltungsschläge gegen Grausamkeiten, illegale und inhumane Aktionen der USA und der NATO auszulösen. Diese liefern dann den Vorwand, die NATO-Präsenz unter der Rubrik »Krieg gegen den Terror« noch weiter auszubauen. Mit einer solchen Taktik schaffen sie einen Krieg, der niemals »gewonnen« werden kann, und dies dient dann zum Vorwand für die ständige Präsenz der USA und der NATO.
Inzwischen ist den meisten intelligenten Beobachtern klar geworden, dass der von den USA ausgerufene »Krieg gegen den Terror« eine Farce ist, aber eben eine Farce mit einem diabolischen Ziel, um Washington ein Mittel für den Vorwand zu verschaffen, Schritt für Schritt neue Konfliktregionen zu militarisieren, während das Pentagon gemäß der Doktrin der Full Spectrum Dominance seinen Einflussbereich auf die ganze Welt ausbreitet.
Durch die nach dem 11. September 2001 in Gang gesetzte Propagandaoffensive ist der radikal-jihadische Islam in den Augen der meisten unbedarften Amerikaner mittlerweile an die Stelle des alten Buhmanns, des Sowjetkommunismus, getreten. Durch diese so sorgfältig vorbereitete wie zynische ideologische Täuschung haben sie sich überzeugen lassen, ihre Söhne und Töchter für das edle Ziel, »den Krieg gegen den Terror zu gewinnen«, in den Tod zu schicken.
Seit die Regierung Obama im Januar 2009 ins Amt gekommen ist, hat sich der Krieg über die Grenze hinweg auf pakistanisches Gebiet ausgeweitet, Zentimeter um Zentimeter, Dorf um Dorf, Leichnam um Leichnam – ohne dass der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari lauten Protest erhoben hätte.

Zardari war der Ehemann der ermordeten Benazir Bhutto. Laut einer Untersuchung des US-Senats hat Zardari in den 1990er-Jahren, als seine Frau pakistanische Premierministerin war, als Entwicklungsminister privat bis zu 1,5 Milliarden Dollar staatlicher Gelder kassiert – was ihm den Spitznamen »Mister zehn Prozent« eingebracht hat, eine Anspielung auf die von ihm geforderten Schmiergelder bei der Vergabe von Verträgen für Entwicklungsprojekte. Angeblich hat er die Gelder außer Landes geschmuggelt, auf geheime Konten bei der Citibank in der Schweiz und in Dubai. Die US-Behörden haben seinerzeit eine Untersuchung blockiert.
Heute scheint sich Zardari mit der amerikanischen Militärpräsenz in seinem Land abgefunden zu haben, möglicherweise deshalb, weil Washington leichtes Spiel hatte, ihn mit der Drohung, die Einzelheiten der alten Citibank-Geschichte offenzulegen, zu erpressen. (13)
Der afghanisch-amerikanische Neokonservative Zalmany Khalilzad, der in der Bush-Ära zu den Architekten des Afghanistan-Kriegs gehört hatte, soll seinen alten Freund Hamid Karzai persönlich als afghanischen Marionetten-Präsidenten von amerikanischen Gnaden ausgewählt haben. Khalilzad hat auch 2008 eine maßgebliche Rolle gespielt, als Zardari mit verdeckter Unterstützung der USA Präsident Pakistans wurde, nachdem Musharraf anscheinend einigen Kreisen in Washington nicht mehr zuverlässig erschien. (14)
Für die Pläne des Pentagon kam es sehr gelegen, dass es Zardari als Präsident gelungen ist, die Gründung einer nationalen Antiterror-Behörde zu verzögern. (15) Zehn Jahre nach Beginn des von den USA angezettelten »Kriegs gegen den Terror«, bei dem Pakistan eine Schlüsselrolle spielt, verfügt das Land noch immer nicht über eine wirksame Strategie zur Terrorbekämpfung. Zardari hat kürzlich Barack Obamas Geheimdienstkoordinator Dennis Blair aufgerufen, zu »helfen«. (16)

Dass sich der US-geführte Krieg mit Drohnen-Angriffen auf unschuldige Zivilisten und andere Ziele allmählich auf pakistanisches Territorium ausweitete – immer unter der Rubrik »Kampf gegen die Taliban« – hat bereits dazu geführt, dass die USA inzwischen vom Kriegsschauplatz AfPak [Afghanistan-Pakistan] sprechen, ein subtiler linguistischer Trick, mit dem Akzeptanz dafür erreicht werden soll, dass der aktive Krieg jetzt erfolgreich auf Pakistan ausgedehnt worden ist.
Die nächste Phase der Ausweitung des Krieges auf ganz Eurasien wird Kirgisistan sowie die Nachbarstaaten Usbekistan und Tadschikistan einbeziehen, wobei das Fergana-Tal zum Dreh- und Angelpunkt der Ausweitung des Konflikts und damit der militärischen Kontrolle durch die USA und NATO auf ganz Zentralasien werden wird. Genau aus diesem Grund ist die Militärpräsenz der USA dort strategisch so wichtig.
Ausweitung des Krieges via NDN
Dass die USA mit den Regierung von Kirgisistan und Usbekistan Abkommen für die nördliche Versorgungsroute nach Afghanistan geschlossen hat, ist für diese Strategie ausschlaggebend. Die neue Route wird Northern Distribution Network (NDN, Nördliches Verteilernetzwerk) genannt, ein harmlos klingender Deckname für viel weiter reichende Absichten.
Um die Ausweitung der Militärpräsenz von Pentagon und NATO – über die beschönigend sogenannte International Security Assistance Force (ISAF, Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe) – auf strategisch bedeutende Teile der zentralasiatischen Landmasse zu ermöglichen, ist das Northern Distribution Network von entscheidender Bedeutung. Die Präsenz der USA in Kirgisistan wiederum ist von entscheidender Bedeutung für das NDN.

Zum NDN zählen eine Reihe logistischer Verbindungswege von den Häfen an der Ostsee und am Kaspischen Meer via Russland, Zentralasien und den Kaukasus bis Afghanistan.
Zusätzlich zu diesem ausgedehnten NDN-Netzwerk betrachtet Washington den Iran und China auch als mögliche Transitländer und ist bemüht, diese wichtigen Länder für die Logistik des Pentagon – und wahrscheinlich auch für weitere Zwecke – zu öffnen.
Das NDN bedeutet für Washington einen Traum, der zu schön ist, um wahr zu sein – einen Mechanismus, der nur ein paar Millionen Dollar Transitgebühren kostet, es dafür aber ermöglicht, tief in die gesamte eurasische Landmasse vorzudringen. Der Strom von Kriegsmaterial und Truppen über das entstehende NDN wird enorm sein. Da die amerikanische Truppenstärke gemäß dem von Obama verkündeten »Surge« erhöht wird, wird der Bedarf an nicht-militärischen Gütern 2010 bis 2011 voraussichtlich 200 bis 300 Prozent höher sein als 2008. (17)
Richard Holbrooke, Obamas Sonderbotschafter für Afghanistan und Pakistan, hat im Februar dieses Jahres die wichtigsten Länder in Zentralasien besucht, um die Verbindung der USA mit den zentralasiatischen Ländern des NDN, darunter Kasachstan, Usbekistan und Kirgisistan, zu festigen. (18)
Während seines Besuchs in Kirgisistan hatte Holbrooke angeblich ein geheimes Treffen mit Mitgliedern der Islamic Movement of Uzbekistan (IMU) auf dem Luftwaffenstützpunkt Manas geplant, mit einer Organisation also, die 2002 von Holbrookes State Department offiziell zur »ausländischen terroristischen Organisation« erklärt worden war. (19)

Bei diesem Treffen auf dem Stützpunkt Manas sollte angeblich über Guerilla-Sabotage-Operationen gegen die vor Kurzem in Betrieb genommene Turkmenistan-Usbekistan-Kirgisistan-China-Pipeline (TUKC) gesprochen werden. (20) Wenn das zuträfe, wäre es ein Hinweis auf das wirkliche geopolitische Ziel, das mit den US-Stützpunkten in Manas und in der Umgebung von Kirgisistan erreicht werden soll – nämlich die als »terroristische Angriffe« getarnte Sabotage des lebenswichtigen Energieflusses über chinesische und eurasische Pipelines. Das sind typische Operationen »unter falscher Flagge«, bei denen sich die wahren Anstifter hinter falschen Anstiftern verstecken. (21)
Paul Quinn-Judge, der Zentralasien-Direktor der gemeinnützigen International Crisis Group, erklärte kürzlich gegenüber Time, der verstärkte Transport von militärischen Gütern durch Kirgisistan und die Region Zentralasien werde zu Angriffen von Aufständischen wie der Islamic Movement of Usbekistan und der Islamic Jihad Union auf Konvois führen. Er betonte: »Das Problem des Northern Distribution Network ist offensichtlich. Es macht Zentralasien zum Teil des Kriegsschauplatzes.« (22)
Bedeutsamerweise hat US-Präsident Barack Obama im März 2009 die Bereitstellung von 5,5 Millionen Dollar an die Regierung Bakijew für den Aufbau eines Ausbildungszentrums zur »Terrorbekämpfung« in Süd-Kirgisistan angekündigt, wodurch das Pentagon eine zweite militärische Basis im Land und einen wichtigen Bereitstellungsraum für die Ausweitung des Krieges erhielt.
Es ist Tatsache, dass Pentagon und CIA bei ihrer verdeckten Außenpolitik islamische Kämpfer einsetzen. Dasselbe Militär, das die Terroristen »ausbildet«, bildet auch die »Terrorbekämpfer« aus. Das erscheint nur dann wie ein bizarrer Widerspruch in der Politik, wenn man das Wesen der von den USA und Großbritannien entwickelten Methoden der Kriegsführung nicht versteht, die seit Anfang der 1950er-Jahre praktisch angewendet werden.
Kriegsführung niedriger Intensität und PKO – Friedensmissionen

»Low Intensity Warfare« (Kriegsführung niedriger Intensität) – so hatte der britische Armeeoffizier Frank Kitson diese Methode zur Kontrolle über unterworfene Gebiete ursprünglich genannt. Kitson hatte sie zunächst in Malaysia und in Kenia während des Freiheitskampfs der Mau Mau in den 1950er-Jahren entwickelt und später für die britische Armee in Nordirland verfeinert.
Zur »Kriegführung niedriger Intensität«, wie Kitson sie nannte (23), gehört Täuschung, die Unterwanderung durch Doppelagenten, der Einsatz von Provokateuren und Überläufern gegen legitime Bewegungen, wie beispielsweise Unabhängigkeitsbewegungen gegen die Kolonialherrschaft nach 1945.
Die Methode wird manchmal auch als »Gang/Countergang« bezeichnet. Im Wesentlichen bedeutet es, dass der Geheimdienst oder die militärische Besatzungsmacht, die sie anwendet – sei es die britische Armee in Kenia oder die CIA in Afghanistan – bei einem inneren Konflikt in Wirklichkeit beide Seiten unter ihrer Kontrolle hat und kleine Bürgerkriege oder Bandenkriege provoziert, um die legitime Bewegung zu spalten und den Vorwand zu schaffen, ausländische Truppen ins Land zu bringen – die USA sprechen heute irreführenderweise von »Friedensmissionen« oder PUK (»Peace Keeping Operations«). (24)
In seinem Fortgeschrittenenkurs über amerikanische Militärinterventionen seit Vietnam, bezeichnet Grand Hammond vom US Air War College Konflikte niederer Intensität alias Friedensmissionen ganz offen als »Krieg unter anderem Namen« (25).
Tatsächlich haben amerikanische und britische Sondereinsatztruppen laut verschiedenen Berichten aus dem Irak und nach der Afghanistan-Invasion 2003 insgeheim sogenannte Aufständische gegen die US-gestützten Regime im Irak und in Afghanistan mit Waffen versorgt. Dazu gehörte auch die Vesorgung der Taliban mit Waffen, während gleichzeitig Millionen für die Bewaffnung der örtlichen »Anti-Taliban«-Kämpfer aufgewendet wurden. (26) Wenn das zuträfe, entspräche es bis aufs I-Tüpfelchen dem Lehrbuch über Kitsons Methoden der Kriegführung niedriger Intensität.
Zu diesen Sondereinsatztruppen, die »Aufständische« bewaffnen, gehören – und zwar in entscheidender Weise – private Söldner oder Militärdienstleister wie Blackwater (kürzlich in Xe umgenannt, nachdem Morde an Zivilisten im Irak ruchbar geworden waren).
Ausbildung der Polizei …

Zentraler Bestandteil der Strategie zur Ausweitung der Kriegführung niedriger Intensität von Afghanistan auf ganz Zentralasien ist das kürzlich angekündigte Programm zur »Ausbildung« der afghanischen Polizei, angeblich um die Ordnung im Land wiederherzustellen. Laut einer neueren Umfrage in Afghanistan trauten nicht einmal 20 Prozent der Bevölkerung in den östlichen und südlichen Provinzen der von den Amerikanern ausgebildeten Polizei. Ein Taxifahrer sagte: »Vergessen Sie die Taliban, unsere Polizei bereitet uns Sorgen.« (27)
Der amerikanische Historiker Jeremy Kuzmarov, Autor zahlreicher Beiträge über amerikanische Militärgeschichte, hat die bewusste Art untersucht, wie die USA seit über hundert Jahren die Polizei ausbilden. Er betrachtet diese anscheinend harmlose und routinemäßige Ausbildung als wesentliches Mittel, mit dem sich die Vereinigten Staaten einen loyalen Sicherheitsapparat von Satellitenregierungen schaffen, indem sie deren Macht stärken und die politische Opposition unterdrücken. Kuzmarov schreibt:
»Während die USA den Krieg in Afghanistan und Pakistan ausweiten, misst die Regierung Obama den Ausbildungsprogrammen für die Polizei vorrangige Bedeutung bei. Erklärtes Ziel ist es, Sicherheit für die Bevölkerung zu schaffen, damit heimische Kräfte schrittweise das Militär ersetzen und den Friedensprozess zu Ende führen können. Eine ähnliche Strategie verfolgen die Vereinigten Staaten im Irak. In beiden Fällen waren US-gestützte Kräfte an sektiererischer Gewalt, an Aktionen von Todesschwadronen und Folter beteiligt. Gleichzeitig gelangen von den USA bereitgestellte Waffen und Ausrüstung häufig in die Hände von Aufständischen, die oftmals den staatlichen Sicherheitsapparat unterwandert haben, was dazu beiträgt, dass beide Konflikte in die Länge gezogen werden.« (28)

Dieser letzte Punkt ist der wichtigste – Repression ist eine zentrale Waffe bei der amerikanischen Kriegführung geringer Intensität oder irregulärer Kriegsführung, und nicht nur ein Instrument zur Ausübung staatlicher Macht. In Afghanistan dient die Repression der Ausweitung des Krieges genauso wie die Verstärkung des Widerstands der heimischen Bevölkerung gegen die zu Recht als nicht hinnehmbar empfundene Besatzungsmacht USA. Dieser zunehmende Widerstand dient wiederum zur Rechtfertigung verstärkter Kriegshandlungen wie Obamas »Surge«. Somit entwickelt sich ein sich selbst immer weiter verstärkender Prozess der Ausweitung des Konflikts – ein Ziel, das die USA seit dem Ende der Sowjetunion in Zentralasien verfolgen.
Gleichermaßen verachtet und gefürchtet, stehe die afghanische Polizei, so Kuzmarov, unter dem Kommando ethnischer, CIA-finanzierter Warlords. Polizeikommandos führen routinemäßig Durchsuchungen an willkürlich errichteten Kontrollpunkten durch, feuern tödliche Schüsse auf unbewaffnete Demonstranten ab, stehlen das Land der Bauern, terrorisieren die Zivilbevölkerung mit Hausdurchsuchungen, bei denen sie von amerikanischen und afghanischen Soldaten unterstützt werden. »Diese Art von Machtmissbrauch passt in ein größeres historisches Muster, es ist ein Produkt der ethnischen Feindseligkeiten und gesellschaftlichen Polasierungsprozesse, zu denen die Intervention der Vereinigten Staaten und der Einsatz der Polizei für militärische und politische Zwecke führen«, betont Kuzmarov. (29) Sofort fühlt man sich an Operation Phoenix der CIA in Vietnam erinnert.
Eine fragwürdige Initiative zur »Community Defense«
General Stanley McChrystal, der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan, hat ebenfalls im Laufe der letzten Monate 1,3 Milliarden Dollar zur Finanzierung lokaler »Anti-Taliban«-Milizen in 14 Bezirken in ganz Afghanistan bestimmt. Das Top-Secret-Programm ist so geheim, dass McChrystal, der auch Chef des NATO-Einsatzes in Afghanistan ist, selbst den NATO-Alliierten die Auskunft darüber verweigert. Wer soll unterscheiden können, ob es sich bei bewaffneten Attacken von der einen oder anderen dieser US-finanzierten »Anti-Taliban«-Banden nun um »Taliban« oder »Anti-Taliban« handelt? Die Presseabteilung des Pentagon und deren »eingebettete« Journalisten werden es uns zweifellos sagen. (30)
Angeblich wird das beschönigend und harmlos Community Defense Inititative genannte Programm von einer neuen Gruppe der Sondereinsatzkräfte befehligt, die direkt McChrystal als Chef der US-Streitkräfte in Afghanistan unterstellt ist. Es ist aufschlussreich, dass andere NATO-Mitglieder vollkommen aus der Operation zur Bewaffnung lokaler Milizen durch die USA im Rahmen dieser Community Defense Initiative herausgehalten werden – obwohl McChrystal doch auch offiziell Oberbefehlshaber des NATO-Einsatzes in Afghanistan der ISAF ist. (31)
Ein Grund dafür, dass die US-Führung diese Operation vor den NATO-Verbündeten geheim hält, mag darin liegen, dass es in anderen NATO-Mitgliedsstaaten starken Widerstand gegen die Idee einer Bewaffnung lokaler Milizen gibt.
McChrystal hat angeblich die Bildung seiner lokalen Milizen komplett an Arif Noorzai übertragen, einen hoch umstrittenen Politiker aus der Provinz Helmand, das zufälligerweise auch das größte Opiumanbaugebiet der Welt ist. Arif Noorzai genießt – gelinde gesagt – vielerorts kein Vertrauen. Diese finanzielle Unterstützung und Bewaffnung der lokalen afghanischen Gruppen in Afghanistan scheint integraler Bestandteil von Petraeus’ »Surge«-Strategie zu sein.

Am 19. Mai berichtete die Presseabteilung des Pentagon, »Aufständische« hätten einen dreisten Angriff auf den stark befestigten US-Luftwaffenstützpunkt Baghram in Afghanistan geführt, bei dem Raketen, Granaten und Handfeuerwaffen zum Einsatz gekommen seien. Sieben US-Soldaten seien verwundet und zahlreiche Aufständische getötet worden. Am Vortag waren beim Angriff mehrerer Selbstmordattentäter auf einen US-Militärkonvoi in Kabul 18 Menschen, darunter fünf amerikanische Soldaten, ums Leben gekommen. Nach Angaben der US-Streitkräfte hätten die Taliban die Verantwortung für den Anschlag übernommen. (32)
So viel ist öffentlich bekannt. Dabei ist allerdings nicht klar, ob die »Aufständischen« in Wirklichkeit zu den Tausenden frisch bewaffneter Einheimischer gehörten, die Arif Noorzai für die kaum beaufsichtigte Community Defense Initiative rekrutiert hatte, oder ob es sich um Afghanen handelte, die echten Widerstand gegen Übergriffe und Gewalttaten amerikanischer Militärangehöriger leisteten. Weiterhin ist nicht klar, ob die Behauptung der Taliban, die Angriffe geplant zu haben, lediglich Ausdruck politischen Opportunismus waren, um sich als stärker darzustellen, als sie in den Augen anderer Afghanen tatsächlich sind.
Es ist bekannt, dass das Pentagon in Afghanistan und an anderen Schauplätzen private Militärdienstleister einsetzt, die Aktionen durchführen, die den US-Streitkräften gesetzlich untersagt sind – die Privatisierung der Kriegführung, wenn man so will. Jüngste Enthüllungen der New York Times haben ans Licht gebracht, dass das Pentagon geheim und illegal private Militärdienstleister unter der Lockheed Corporation – mit Namen wie Strategic Influence Alternatives (sic) oder American International Security Corporation – für Geheimoperationen im Osten Afghanistans oder jenseits der Grenze in Pakistan einsetzt. Ein solches Netz amerikanischer, afghanischer und pakistanischer Söldner wird angeblich von dem ehemals hochrangigen CIA-Veteranen Duane »Dewey« Clarridge beaufsichtigt, einem CIA-Spezialisten für »Terrorbekämpfung«, der in den 1980er-Jahren bei den CIA-Machenschaften mit den Drogengeschäften der Contras in Nicaragua eine Schlüsselrolle gespielt hatte. (33)
Die Bewaffnung afghanischer Milizen, der Einsatz von privaten Söldnertruppen, die weder an die Genfer Konventionen noch an afghanische Gesetze gebunden sind und aus afghanischen und pakistanischen Söldnern bestehen, die von pensionierten US-Geheimdienstvertretern kommandiert werden – das ist das beste Rezept dafür, dass sich Kriege und Konflikte wie Buschbrände ausweiten. Die Geschichte der US-Kommandos im Irak und jetzt in Afghanistan legt die Vermutung nahe, dass genau das beabsichtigt ist – Kriegführung niedriger Intensität als Methode zur Ausweitung des Krieges, und das all unter dem irreführenden Schirm der »Friedensmission« der NATO.
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Quellen:
(1) Edouardo Real, »Zbigniew Brzezinski: Defeated by his Success«, 30. Januar 2008, unter http://dangeroustravel.blogspot.com/2008/01/defeated-by-his-success.html
(2) Ahmed Rashid, »The Taliban: Exporting Extremism, Foreign Affairs, New York Council on Foreign Relations«, November/Dezember 1999, S. 31
(3) Ebenda
(4) Lorenzo Vidino, »How Chechnya Became a Breeding Ground for Terror«, in Middle East Quarterly, Sommer 2005, Philadelphia, unter http://www.meforum.org/744/how-chechnya-became-a-breeding-ground-for-terror
(5) Michel Chossudovsky, »Who is Osama bin Laden?«, Global Research, 12. September 2001, unter http://www.globalresearch.ca/articles/CHO109C.html
(6) Der Jahresbericht 2006 der Heritage Foundation aus Washington D.C. benennt die Rüstungskonzerne McDonnell Douglas und Boeing sowie die Ölgesellschaften Chevron und ExxonMobil als finanzielle Unterstützer. Siehe »Source Watch: Heritage Foundation«, unter http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Heritage_Foundation
(7) Ariel Cohen, »Radical Islam and US Interests in Central Asia«, Aussage vor dem Unterausschuss für den Nahen Osten und Zentralasien, Ausschuss für Internationale Beziehungen, US-Repräsentantenhaus, 29. Oktober 2003, unter http://www.heritage.org/Research/Testimony/Radical-Islam-and-US-Interests-in-Central-Asia
(8) Ebenda
(9) Ebenda
(10) General David H. Petraeus, US Army, Commander US Central Command, »Statement to Senate Armed Services Committee on the Afghanistan-Pakistan Strategic Posture Review and the Posture of US Central Command«, 1. April 2009, unter http://www.centcom.mil/en/countries/aor/kazakhstan/
(11) Ebenda
(12) Halford J. Mackinder, The Geographical Pivot of History, London, Royal Geographic Society, 1904. Das Gebiet von Mackinders Dreh- und Angelpunkt war im Wesentlichen das Gebiet der späteren Sowjetunion einschließlich Zentralasien plus Afghanistan
(13) US Senate Permanent Subcommittee on Investigations, Minority Staff Report for Permanent Subcommittee on Investigations Hearing on Private Banking and Money Laundering: A Case Study of Opportunities and Vulnerabilities (2), Asif Ali Zardari Case History, Washington D.C., 9. November 1999, unter http://hsgac.senate.gov/110999_report.htm
(14) Helene Cooper, Mark Mazzetti, »U.N. Envoy’s Ties to Pakistani Are Questioned«, The New York Times, 25. August 2008
(15) Syed Ifran Raza, »Minister criticized over anti-terror authority«, Dawn, Karachi, 12. Dezember 2009, unter http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/pakistan/13+pm+sets+up+counter+terrorism+authority-za-09
(16) Dawn, »Zardari calls for counter-terror strategy«, Dawn, Karachi, 16. März 2010, unter http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/pakistan/03-zardari-calls-for-counter-terror-strategy-ss-05
(17) Thomas M. Sanderson und Andrew C. Kutchins, The Northern Distribution Network and Afghanistan: Geopolitical Challenges and Opportunities, Washington, CSIS, A Report of the CSIS Transnational Threats Project and the Russia and Eurasia Program, Januar 2010, unter http://csis.org/publication/northern-distribution-network-and-afghanistan
(18) Dawn, »US not to use Uzbek base, says Holbrooke«, Astana, 21. Februar 2010, unter http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/world/07-us-not-to-use-uzbek-base-says-holbrooke-ha-01
(19) Richard Boucher, Re-designation of the Islamic Movement of Uzbekistan as a Foreign Terrorist Organization, Washington D.C., 25. September 2002, United States Department of State. http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2002/13708.htm
(20) Wayne Madsen, zitiert in: Peter Chamberlain, »America’s ›Islamists‹ Go Where Oilmen Fear to Tread«, News Central Asia, 24. März 2010, unter http://www.newscentralasia.net/moreNews.php?nID=586
(21) Ebenda
(22) Mark Thompson, »Moving Troops to Afghanistan Harder Than Getting Them«, Time, New York, 14. Oktober 2009, unter http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,1930097,00.html.
(23) Frank E. Kitson, Low Intensity Operations: Subversion, Insurgency and Peacekeeping, Faber and Faber, London 1971
(24) C.M. Olsson und E.P. Guittet, Counter Insurgency, Low Intensity Conflict and Peace Operations: A Genealogy of the Transformations of Warfare, 5. März 2005, beim Jahrestreffen der International Studies Association vorgestelltes Arbeitspapier, erhältlich unter http://www.allacademic.com/meta/p71242_index.html
(25) Grant T. Hammond, Low-intensity Conflict: War by another name, London, Small Wars and Insurgencies, Bd. 1, Ausgabe 3, Dezember 1990, S. 226ff.
(26) Jon Boone, »US pours millions into anti-Taliban militias in Afghanistan«, The Guardian, London, 22. November 2009
(27) Jeremy Kuzmarov, »American Police Training and Political Violence: From the Philippines Conquest to the Killing Fields of Afghanistan and Iraq«, The Asia-Pacific Journal, 11-1-10, 15. März 2010
(28) Ebenda
(29) Ebenda
(30) Ebenda
(31) Ebenda
(32) Rahim Faiez, »US: Insurgents attack Bagram Air Field«, Associated Press, 19. Mai 2010
(33) Mark Mazzetti, »US Is Still Using Private Spy Ring, Despite Doubts«, The New York Times, 15. Mai 2010