Saturday, 1. October 2016
17.03.2015
 
 

Was uns die New York Times über Hillary niemals erzählen wird

F. William Engdahl

Wäre sie nicht so ein eiskalter Mensch, könnte einem Hillary Rodham Clinton fast leidtun. Schon bevor sie offiziell ihre Kandidatur für die Nominierung als Nachfolgerin von Barack Obama bei den Präsidentschaftswahlen 2016 bekannt gegeben hat, landet sie wieder einmal in einem schmutzigen Skandal. Dieser könnte ihrem besessenen Wunsch, Präsidentin der USA zu werden, ein Ende setzen, und damit auch das Ende für die Hoffnungen ihres Ehemanns Bill Clinton bedeuten, der nicht minder besessen ist, wieder ins Zentrum der Macht zurückzukehren.

 

Bei dem neuen Skandal geht es um Haiti, die leidgeprüfte Karibikinsel, die nicht nur von Erdbeben, sondern auch von Chaos und Plünderung durch die Clintons und deren Freunde und Verwandten heimgesucht wird. Es geht darum, dass Bill Clinton seit dem Erdbeben vom Januar 2010, dem mehr als 300 000 Haitianer zum Opfer fielen, offenkundig seine Position missbraucht. Es geht um Vetternwirtschaft mit Hillary Clintons Bruder. Es geht auch direkt um Hillary und um eine Stiftung der Clinton-Familie, zu der ein mutmaßlicher mexikanischer Narko-Gangsterboss und einige von Clintons schmutzigsten politischen Mitstreitern aus ihrer Washingtoner Zeit zählen.

 

Wohltätigkeit beginnt zu Hause…

 

Wichtig ist der zeitliche Ablauf der Ereignisse. Am 5. März veröffentlichte der bekannte Internet-Blog Breitbart eine Story, die dem demnächst erscheinenden Buch Clinton Cash: The Untold Story of How and Why Foreign Governments and Businesses Helped Make Bill and Hillary Rich des preisgekrönten Journalisten Peter Schweizer entnommen ist. Das Buch liefert Fakten über die Genehmigung für ein Goldbergwerk, die erste, die die Regierung von Haiti in 50 Jahren erteilte, und zwar an die obskure Firma VCS Mining aus North Carolina.

 

Wie Schweizer schreibt, saß im Vorstand von VCS Mining auch ein gewisser Tony Rodham. Nie von ihm gehört? Hillary Clintons Geburtsname ist Hillary Rodham und Tony ist ihr Bruder. Und das genannte Bergbauunternehmen nennt als weiteres Direktoriumsmitglied den ehemaligen Premierminister von Haiti, Jean-Max Bellerive. Bellerive war Kovorsitzender des »wohltätigen« Interims-Wiederaufbaukomitees (Interim Haiti Recovery Commission), zusammen mit dem früheren US-Präsidenten William Jefferson Clinton, zumindest rechtlich gesehen Hillarys Ehemann.

 

Die Bedingungen für diese erste neue von der haitianischen Regierung vergebene Lizenz für eine Goldmine waren zudem ohne Beteiligung des Kongresses ausgehandelt worden, der Staat Haiti wurde dabei nach allen Regeln der Kunst betrogen. Rodhams Gold-Profite riefen den Protest von Abgeordneten des haitianischen Senats hervor: Gemäß Vertrag enthält die Regierung nur eine Gewinnbeteiligung von 2,5 Prozent, die Hälfte des üblichen Satzes. Und VCS Mining wird die Option gewährt, den Vertrag für 25 Jahre zu verlängern.

Am 6. März, nur einen Tag nach der Story vom 5. März, veröffentlichte VCS auf seiner dürftigen Website (die weder einen Namen eines Direktors nennt noch einen Jahresbericht oder Finanzbericht enthält) eine »Mitteilung zur sofortigen Veröffentlichung«. Darin wird dementiert, dass Rodham oder Bellerive bei dem suspekten Deal eine Rolle spielten. Noch seltsamer: Diese Pressemitteilung ist die einzige Erklärung auf der gesamten Website des Unternehmens.

 

Eine weitere Suche in Unternehmenslisten von Bloomberg/Business Week nach den Namen der derzeitigen Vorstandsmitglieder ergab … nichts. In einer Meldung über das Unternehmen vom 12. März 2015 hieß es bei Bloomberg: »Weitere Angaben zu Vorstandsmitgliedern sind nicht verfügbar.« Hat die Firma ihre Bücher geputzt, um weitere peinliche Skandale zu vermeiden, die Hillarys Chancen mindern könnten, Präsidentschaftskandidatin zu werden, was bis vor zwei Wochen, als der E-Mail-Skandal im State Department ruchbar wurde, ausgemachte Sache schien?

 

Die Clinton-Stiftung, das State Department und Haiti

 

Es sieht immer mehr danach aus, dass die E-Mails, die Hillary Rodham Clinton in den Jahren ihrer Amtszeit als US-Außenministerin verschickte und die sie jetzt nicht, wie es das Gesetz verlangt, vollständig der US-Regierung übergeben will, Explosives über ihre Rolle in Haiti nach dem Erdbeben enthielten. Gerade wurde bekannt, dass sie in den Jahren beim State Department eine private E-Mail-Adresse auf ihrem eigenen Server nutzte und nie eine »state.gov«-Adresse besaß. Ihre dienstlichen und privaten E-Mails liefen über ihre eigene Internet-Domain clintonemails.com. Als sie das Amt verließ, gingen die E-Mails mit ihr. Darunter waren auch E-Mails mit ihrer Reaktion auf das Erdbeben auf Haiti. Das US-Gesetz über die Aufbewahrung von Akten (Federal Records Act) verlangt, dass Mitarbeiter von Exekutivbehörden ihre E-Mails aufbewahren und der dauerhaften Speicherung zugänglich machen.

 

Hillary war vom 21. Januar 2009 bis zum 1. Februar 2013 US-Außenministerin. Im Dezember 2014 erhielt die Firma ihres Bruders den lukrativen Vertrag für das Goldbergwerk. Unter Hillary zahlte das State Department, vermittelt über die [US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit] USAID, 3,6 Milliarden Dollar als »Erdbebenhilfe« an Haiti.

 

Das Ganze wird noch schmutziger. Während sie Milliarden amerikanischer Steuergelder an nicht spezifizierte Projekte in Haiti austeilte, diente Bill Clinton als UN-Sondergesandter für die Haiti-Erdbebenhilfe, gemeinsam mit Jean-Max Bellerive vom Interims-Wiederaufbaukomitee. Gleichzeitig war Bill Chef der Clinton Foundation, die nach eigenen Angaben von »privaten Spendern« 36 Millionen Dollar für die Haiti-Hilfe einsammelte. Dabei nahm die Clinton-Stiftung Geld von Ländern an, mit denen Hillary in ihrer Amtszeit als Außenministerin zu tun hatte, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und der Iran – ein offener Interessenkonflikt, falls Hillary Präsidentin werden sollte. In einem Fall akzeptierte die Clinton-Stiftung von der algerischen Regierung ein »Geschenk« in Höhe von 500 000 Dollar »für Erdbebenhilfe in Haiti«.

 

Insgesamt verteilte Hillary als US-Außenministerin Milliarden Dollar an USAID-Geldern in Haiti. Ehemann Bill nahm Geld für seine private Stiftung von ausländischen Regierungen an, mit denen Hillary in offizieller Funktion zu tun hatte. Am Tag ihres Abschieds aus dem State Department im Februar 2013 wurde Hillary gemeinsam mit ihrer Tochter und Bill Direktorin der jetzt in »Bill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation« umbenannten Stiftung. Und Bruder Tony hat einfach Glück und sichert sich gleichzeitig einen lukrativen Goldbergbau-Vertrag in Haiti? Ich glaube, die Irrungen und Wirrungen von Hillary Rodham Clinton haben gerade erst begonnen.

 

Die Bill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation

 

Dazu müssen wir uns die Clinton-Stiftung genauer ansehen, und in deren Vorstand finden wir interessante Leute. Bruce Lindsey ist Vorstandsvorsitzender der Clinton Foundation. Er wurde als Bill Clintons »Consigliere« beschrieben, wie der Mafia-Rechtsanwalt, der Ärger in der Familie aus dem Weg räumt. Lindsey ist seit der Zeit in Little Rock an Clintons Seite, als Bill noch Gouverneur und Hillary Rechtsanwältin in der Kanzlei Rose war.

 

Während der gesamten acht Jahre im Weißen Haus fungierte Lindsey als Clintons Berater. Heute ist er Vorsitzender der Clinton-Stiftung. Während Clintons Amtszeit als Präsident wurde Lindsey von Republikanern vorgeworfen, in Asien Geld für Demokraten und für Clintons Rechtshilfe-Fonds während des von Monika Lewinsky angestoßenen Amtsenthebungsverfahrens zu sammeln. Lindsey war bei Treffen mit zwielichtigen Fundraising-Figuren wie John Huang und James Riady im Weißen Haus anwesend. Republikaner vermuteten damals, dass Lindsey – der im Weißen Haus für das Sammeln von Dokumenten, deren Herausgabe der Kongress beantragte, zuständig war – »Dokumente säuberte, um den Kongressausschüssen Informationen vorzuenthalten«.

 

Schauen wir uns den heutigen Vorstand der Clinton-Stiftung an, so finden wir dort ausgerechnet Ms. Cheryl Mills. Den Namen haben sie auch noch nie gehört? Sie war Hillarys Stabsleiterin im State Department und diente, wie es in ihrer Biografie heißt, »als Beraterin und Stabschefin im US-Außenministerium, wo sie die Außenpolitik und operationelle Prioritäten für die Behörde mit einem Etat von 55 Milliarden Dollar managte«.

 

Mills war Managerin für Außenpolitik und operationelle Prioritäten für Hillary Clinton? Spielte sie auch eine schmutzige Rolle in den Skandalen um Bill Clintons Interims-Hilfskomitee, als Hillarys USAID Milliarden amerikanischer Steuergelder an irgendetwas oder irgendjemanden in Haiti verteilte? Das werden wir vielleicht nie herausfinden, denn wie sich im jüngsten »E-Mail-Gate«-Skandal herausstellt, weigerte sich nicht nur Hillary, für Amtsangelegenheiten die offizielle E-Mail-Adresse der US-Regierung zu verwenden. Auch Cheryl Mills, ihre heutige Vorstandskollegin bei der Bill, Hillary & Chelsea Clinton Foundation, nutzte die private E-Mail-Adresse clintonemail.com für offizielle Korrespondenz.

 

»Reichster Mann der Welt«

 

Ein weiteres Mitglied der exotischen Clinton-Stiftung ist der Bergbau- und Filmmogul Frank Giustra. 2007 startete er gemeinsam mit Bill Clinton ein Unterfangen namens »Clinton Giustra Enterprise Partnership«. Erklärtes Ziel war es, »soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprogramme in Teilen der Welt zu gründen, in denen viel Armut herrscht, beispielsweise in Kolumbien, Peru, Mexiko und Haiti«. Daraus wurde die Clinton Giustra Sustainable Growth Initiative (CGSGI, Clinton-Giustra-Initiative für nachhaltiges Wachstum).

 

Dann holten die beiden als Dritten einen Mexikaner namens Carlos Slim an Bord, der ihren anfänglichen Fonds von 100 Millionen Dollar aufstockte. Die drei Männer scheinen 2010, unmittelbar nach dem Erdbeben in Haiti, gern zusammengearbeitet zu haben; mit Clinton als UN-Sondergesandtem in Haiti richteten sie einen weiteren 20-Millionen-Dollar-Fonds zur finanziellen Förderung von Kleinbetrieben im vom Erdbeben verwüsteten Haiti ein.

 

Laut der jährlich von Forbes veröffentlichten Liste der reichsten Männer der Welt ist Carlos Slim vielleicht sogar der reichste; mit einem geschätzten Vermögen von 81,6 Milliarden Dollar lag er 2014 knapp hinter Bill Gates. Ihm gehören Telmex, das größte Telekommunikationsunternehmen Mexikos, sowie ein ganzes Netz von Banken, Firmen und Fluggesellschaften. Vor einigen Jahren erkaufte er sich sogar den Respekt blaublütiger WASPs (White Anglo Saxon Protestants), als er mit schlappen 250 Millionen Dollar die notleidende New York Times rettete.

 

Außerdem sitzt er im Exekutivkomitee der Treuhänder der RAND Corporation, einem wichtigen Geschäftspartner des Pentagon und führendem geopolitischen Thinktank hinter der US/CIA-Strategie von Farbenrevolutionen, »Swarming« und Ähnlichem. Es hat interessante Implikationen für die nationale Sicherheit der USA.

 

Der interessanteste Teil von Carlos Slims Karriere ist aber deren vielfache Überlappung mit dem mexikanischen Drogenkartell. Mexikanische Journalisten sprechen offen aus, Slim habe sein gewaltiges Vermögen nicht nur damit verdient, dass er die höchsten Telefongebühren in Lateinamerika kassierte. Laut dem preisgekrönten Journalisten Daniel Hopsicker unterhält Carlos Slim, der philanthropische Partner der Clinton-Stiftung, »langjährige geschäftliche Verbindungen zu mexikanischen Geschäftsleuten, denen die Beteiligung am so genannten ›Kartell des Südostens‹ in Mexiko nachgesagt wird, einer Drogenhandelsorganisation in Cancún, die vor zwei Jahren ans Licht kam, als über der mexikanischen Halbinsel Yukatan ein in Amerika registrierter (N987SA) Gulfstream-Jet mit fast vier Tonnen Kokain an Bord abstürzte«.

 

Wie Hopsicker schreibt, verließ Fernando Chico Pardo, ein Top-Geschäftspartner von Carlos Slim, mit dessen Segen sein Unternehmen, um die Grupo Aeroportuario del Sureste, S.A. de C.V., (ASUR) zu gründen, ein börsennotiertes Unternehmen, das mexikanischen Quellen zufolge große Mengen Kokain durch den von dem Unternehmen betriebenen Cancun International Airport schleust. ASUR kontrolliert ein Dutzend mexikanische Flughäfen. Diesen Berichten zufolge war Pardo 16 Jahre lang Slims Alter Ego und rechte Hand. Er sitzt noch immer im Vorstand von Carlos Slims Holding, und Pardos Bruder Jaime Chico Pardo ist Präsident von Slims großer Holding Temex, dem mexikanischen Telekommunikationsunternehmen.

 

In sorgfältig recherchierten Presseberichten aus Mexiko heißt es, Fernando Chico Pardos Grupo Aeroportuario del Sureste, S.A. de C.V. (ASUR) sei in die großen Drogenhandelsbanden verwickelt und sei angeblich an dem großen »Drogen-Umzug« vom September 2007 beteiligt gewesen, der mit dem Absturz eines amerikanischen Gulfstream-Jets mit vier Tonnen Kokain an Bord über Yukatan endete. Hopsicker setzt noch hinzu: »Man wusste, dass die Gulfstream (N987SA) der CIA in Kolumbien und Zentralamerika gehörte, und dass sie auch für die DEA flog … laut exklusiver Berichterstattung in Narco News«.

 

Hillary und »Sweet Micky« Martelly

 

Die Clinton-Stiftung der möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton unterhält in Haiti Aktivitäten mit Carlos Slim, dem mexikanischen Giga-Millionär und angeblichen Geschäftspartner führender Männer des mexikanischen Drogenkartells, der im Vorstand der mit Pentagon und CIA verbundenen Washingtoner RAND Corporation sitzt, und dem ein großer Anteil an der New York Times gehört. Hillarys jüngerer Bruder Tony Rodham erhält freundlicherweise die Konzession für ein Goldbergwerk in Haiti für ein Unternehmen, das kaum existiert. Allmählich stinkt das alles wie die großen Güllebecken vor der Schweinefarm von Smithfields Foods in Mexiko.

 

Die bekannte haitianische Rechtsanwältin und echte Menschenrechtsaktivistin Ezili Dantò erhebt den Vorwurf, Bill Clinton, der UN-Sondergesandte für Haiti, sei als Chef des haitianischen Hilfsfonds verantwortlich für rund sechs Milliarden an internationalen Hilfsgeldern, die in Empfang genommen wurden. »Nicht einmal ein Prozent dieser Summe kam bei der haitianischen Regierung an. Bill Clinton hatte vollständige Kontrolle über die Bilanz.« Und weiter: »Hillary und Bill Clinton ›öffneten Haiti‹ als ihr privates Asset der Liquidation. Sie nutzten die Ressourcen der Weltbank, des State Department, der USAID, der UNO, privater Militär- und Sicherheitsdienstleister, der US-Streitkräfte und die Möglichkeit der Behörden, Pässe und Visa auszustellen. Sie erhielten Gegenleistungen, ›Spenden‹ genannt, von jedem, der von ihnen ein Stück haitianisches Land, Erdöl, Iridium, Uran oder Gold kaufen wollte. Die Clintons missbrauchten Regierungsvollmachten für ihr privates Geschäft und nannten es ›Hilfe für arme Haitianer‹.«

 

Bill Clinton habe, so Dantò, keinen Versuch unternommen, seine Korruption bei der Haiti-Hilfe zu verbergen. Genauso wenig Außenministerin Hillary Clinton: »Sie brachten ihre eigenen Mitglieder des Haiti-Stabs in nominelle Machtpositionen, um ihre Erlasse absegnen zu lassen. Haitis Premierminister Garry Conille, der Jean-Max Bellerive im Amt folgte, arbeitete als Stabschef für Bill Clinton.«

 

»Cheryl Mills, ebenfalls Mitglied von Clintons Stab, deren Name im Clinton-›E-Mail-gate‹-Skandal genannt wird und die heute im Vorstand der Clinton-Stiftung sitzt, war ebenfalls als Repräsentantin der Vereinigten Staaten im Interims-Wiederaufbaukomitee für Haiti (IHRC).«

 

Weiter erläutert Dantò: »Außenministerin Hillary Clinton und Cheryl Mills, ihre Stabschefin im Ministerium, setzten die Regierung von Haiti und den Wahlrat unter massiven Druck, Martelly, der Dritter geworden war, bei der Stichwahl auf den ersten Platz zu setzen, damit sichergestellt war, dass er im März 2011 zum Präsidenten gewählt wurde. Hillary Clinton hob die Visa mehrerer haitianischer Vertreter auf, die sich ihrer Ansicht nach nicht fügten, und gab vorzeitig bekannt, der Streit über die Wahlen sei beendet; sie drohte mit der Streichung der Hilfe, wenn die frisierten Wahlen und das Urteil der OAS, Martelly auf den ersten Platz zu setzen, von Haiti nicht akzeptiert würden. Die USA drohten sogar damit, Haitis Präsidenten Préval abzusetzen, wenn er nicht einwilligte, Martelly an die erste Stelle zu setzen.«

 

Martelly, der in Haiti unter seinem Künstlernamen »Sweet Micky« Martelly bekannt ist, unterstützte die von der CIA geschaffene rechtsgerichtete paramilitärische Front für den Fortschritt von Haiti und schlug vor, die haitianischen Streitkräfte wieder einzurichten, die der damalige Präsident Aristide 2005 aufgelöst hatte, weil sie der Terrorarm des gestürzten Diktators »Baby Doc« Duvalier gewesen waren. Die CIA vertrieb den populären haitianischen Nationalisten und demokratisch gewählten Aristide und zwang ihn ins Exil nach Südafrika. Laut Ezili Dantò haben Hillary und Bill Clinton die Präsidentschaft von Martelly, einem kokainliebenden Rock-Keyboarder, möglich gemacht, um ihre eigene Korruption zu vertuschen.

 

Abschließend betont Dantò: »Die Erdbebengelder nutzen den Kumpanen der Clintons, den Spendern der Clinton-Stiftung aus dem Big Business, dem Luxus-Ferienort und den Hotelpartnern der Clintons, dem Komplex aus Militär, Industrie und Geheimdiensten sowie den üblichen Washingtoner Beltway-Straßenräubern, wie Chemonics. Das Inferno für die Haitianer ging weiter. Am schlimmsten war, dass sich die Clintons Schock und Trauma zunutze machten – das katastrophale Erdbeben von 2010 und das im gleichen Jahr von der UNO importierte Cholera-Trauma –, um den Haitianern die getürkten Wahlen von 2010 hin zu einer wahren Diktatur aufzudrücken.«

 

Langsam sieht es so aus, als drohe Hillary Rodham Clinton eine weit genauere Untersuchung ihrer Umtriebe. Eines ist dabei jedoch gewiss: Die New York Times, früher die angesehenste Zeitung Amerikas, wird uns nie ein Sterbenswörtchen über Hillarys dunkle Geschäfte in Haiti erzählen? Und warum nicht? Da braucht man nicht weiter zu schauen als auf Carlos Slim, den zweitgrößten Aktionär der Zeitung und Geschäftspartner von Hillarys Stiftung in Haiti.

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (23) zu diesem Artikel

26.04.2015 | 21:35

Chris Wielo

Kürzlich las ich, dass eine große Summe aus Russland an die Clinton Stiftung gegangen sei und dass Bill Clinton für ein Rede , die er in Moskau gehalten hat, 500 000$ erhalten hat. Das kann ich noch nicht einordnen, kann aber vielleicht gleichgesetzt werden mit dem Engagement eines bekannten amerikanischen Bankiers in der Ukraine (Sohn des Politikers Jo Biden).


21.03.2015 | 20:39

K A

Liebe Herta Kurz, auf Gottes Regie warten sie wohl ebenso vergebens, wie die Urchristen. Auf die Vernunft und Einsicht des US-Volkes zu hoffen, grenzt an Dummheit. Die potentiellen Wähler, die das System durchschauen, gehen gar nicht erst zur Wahl(fälschung). Die Amis sind nicht klüger als die Deutschen, und auch die wählen, wenn überhaupt, Marionetten der CIA und NSA - oder glauben sie wirklich, das "Mädchen" hätte real etwas zu sagen? (Man sucht die Dümmsten aus, um...

Liebe Herta Kurz, auf Gottes Regie warten sie wohl ebenso vergebens, wie die Urchristen. Auf die Vernunft und Einsicht des US-Volkes zu hoffen, grenzt an Dummheit. Die potentiellen Wähler, die das System durchschauen, gehen gar nicht erst zur Wahl(fälschung). Die Amis sind nicht klüger als die Deutschen, und auch die wählen, wenn überhaupt, Marionetten der CIA und NSA - oder glauben sie wirklich, das "Mädchen" hätte real etwas zu sagen? (Man sucht die Dümmsten aus, um als Befehlsempfänger zu fungieren, und das dumme Volk gibt dazu eine scheindemokratische Legitimation. Die Amis sind, wie gesagt, auch nicht klüger.)


20.03.2015 | 13:34

katinka

- Das wahre Gesicht der USA - Hillary Clinton - bei youtube eingeben, vielleicht klappt es dann ja


20.03.2015 | 13:31

katinka

Ich habe das Video gerade erst gesehen und jetzt existiert es nicht mehr, wenn man den Link kopiert? Wie geht das??????????????????? Wer hat da die Finger im Spiel?


20.03.2015 | 13:28

katinka

Dieses Video sagt alles über die "nette Dame" aus https://www.youtube.com/watch?v=fbt0BY0WzxE wie Satans Tochter


19.03.2015 | 02:19

FS3

;) "HILLARY MILHOUS CLINTON" Was sind schon 30.000 E-Mails gegen verlorene 18,5 Minuten? https://twitter.com/FarSight3/status/577987937629011968 Und - die neueste FS3-Sendung: “FI: WIR TREIBEN EINEN KEIL ZWISCHEN DEUTSCH- UND RUSSLAND!” … http://wp.me/p5gE0B-b4 -inklusive einem entwaffnenden Videogeständnis vom stratfor-CEO, sowie einem kleinen Exkurs in russisch-europäischer Geschichte.... FS3, der andere Fern-Seher, denn Nach-Richten war gestern.

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