Mittwoch, 26. April 2017
02.08.2016
 
 

Wirtschaftspolitik im Wandel: Putin verwirft neoliberale Konzepte

F. William Engdahl

Nachdem die russische Wirtschaft und Bevölkerung mehr als zwei Jahre lang mit sinkenden Wachstumsraten und einem Leitzins der russischen Zentralbank von 10,5 Prozent zu kämpfen hatten, was neue Kredite zur Anschubfinanzierung für Wirtschaftswachstum praktisch unmöglich machte, hat der russische Präsident Wladimir Putin endlich eine seit Langem anhaltende Pattsituation eines internen Fraktionskampfes beendet.


Am 25. Juli ordnete er an, der sogenannte Stolypin Club, eine Gruppe hochrangiger Wirtschaftsexperten, solle sein konkretes Programm für nachhaltiges Wirtschaftswachstum bis zum vierten Quartal dieses Jahres der Regierung vorlegen. Damit hat Putin zwei einflussreiche liberale oder neoliberale wirtschaftspolitische Fraktionen in die Schranken gewiesen, deren Politik Russland mit ihrer liberalen, am westlichen Vorbild orientierten Freimarktideologie in eine gefährliche Rezession gestürzt hatte. Ich hatte mit einer solchen Perspektive gerechnet, nachdem ich im Juni dieses Jahres auf dem alljährlich stattfindenden Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg die Möglichkeit zu einem intensiven Gedankenaustausch hatte.


Ohne großes Tamtam berichteten russische Medien vor einigen Tagen eher beiläufig von einem Ereignis, das sich auf die Zukunft der russischen Binnenwirtschaft höchst positiv auswirken könnte. Auf der Internetseite der russischen Denkfabrik Katehon hieß es am 25. Juli unter der Überschrift: »Putin ordnete an, eine Alternative zu Kudrins Wirtschaftsprogramm zu entwickeln«: »Russlands Präsident Wladimir Putin wies [den Stolypin Club, F.W.E.] an, den Bericht des Stolypin Clubs abzuschließen und auf dessen Grundlage als Alternative für den Wirtschaftsplan Kudrins ein neues Programm für wirtschaftliche Entwicklung auszuarbeiten. Das Programm selbst soll im vierten Quartal 2016 dem Wirtschaftsrat [beim Präsidenten] vorgelegt werden.«

 

In dem Artikel verweist Katehon auf die große Bedeutung dieser Entscheidung, das eindeutig verheerende neoliberale oder »freimarktwirtschaftliche« Konzept des früheren russischen Finanzministers Alexei Kudrin (2000-2011) zu verwerfen: »Der Bericht des Stolypin Clubs befürwortet die Erhöhung von Investitionen sowie die Versorgung der Wirtschaft mit ausreichenden Finanzmitteln aus dem Haushalt und durch Geldschöpfung der russischen Zentralbank. Im Gegensatz dazu schlägt das Zentrum für strategische Forschungen (Alexei Kudrin) vor, Investitionen sollten aus der Privatwirtschaft kommen, und der Staat habe [lediglich] die Aufgabe, für makroökonomische Stabilität, niedrige Inflation und für eine Verringerung des Haushaltsdefizits zu sorgen.«

Kudrin gescheitert

 

Aufgrund der massiven Wirtschafts- und Finanzsanktionen des Westens gegenüber Russland sind derartige Investitionen aus der Privatwirtschaft, wie sie das Kudrin-Lager fordert, eher selten, um es milde auszudrücken. Die Ausgabenkürzungen zur Verringerung eines eigentlich marginalen Haushaltsdefizits lassen die Arbeitslosigkeit ansteigen und verschlimmern die Situation noch weiter. Präsident Putin hat klar erkannt, dass das neoliberale »Experiment« gescheitert ist. Vermutlich war er gezwungen gewesen, mit anzusehen, wie sich die wirtschaftliche Realität unter der Vorherrschaft der Liberalen bis zu einem Punkt Raum brach, an dem es allen innenpolitischen Fraktionen klar wurde, dass ein anderer Weg eingeschlagen werden müsse. Wie praktisch jedes Land hat sich Russland Partikulärinteressen widersetzt, und gegenwärtig haben sich die neoliberalen Interessen angesichts der schwachen Leistung der Kudrin-Fraktion massiv diskreditiert, sodass der Präsident nun in der Lage war, diesen entscheidenden Schritt zu tun. Auf jeden Fall sind die Perspektiven dieser Entwicklung im Umfeld der Stolypin-Gruppe für Russland sehr positiv.

 

Im Rahmen des ersten Treffens des Vorstands des Wirtschaftsrates am 25. Mai nach einer Pause von zwei Jahren hatte Putin, der klar erkannt hatte, dass der Rat bewusst von sich deutlich widersprechenden Vorstellungen geprägt war, erklärt: »Ich schlage heute vor, dass wir mit den Wachstumsfaktoren der russischen Wirtschaft für den Zeitraum der kommenden zehn Jahre beginnen ... Die gegenwärtige Entwicklung zeigt uns, dass die Reserven und Ressourcen, die zu Beginn des neuen Jahrtausends die Motoren unserer Wirtschaft ausmachten, nicht länger die gewohnten Effekte hervorbringen. Ich habe in der Vergangenheit schon darauf hingewiesen und möchte das auch bei dieser Gelegenheit wieder tun, dass Wirtschaftswachstum nicht allein aus sich selbst heraus entstehen kann. Wenn wir nicht neue Wachstumsquellen erschließen, werden wir erleben, wie sich das Wachstum unseres Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegen null bewegt. Dies würde unsere Möglichkeiten im sozialen Bereich sowie in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, aber auch in anderen Bereichen deutlich einschränken und es uns damit unmöglich machen, das Land wirklich voranzubringen und Fortschritte zu erzielen.«

 

Zwei Monate später hat Putin offenbar eine Entscheidung getroffen, sicherlich auch im Hinblick auf die im März 2018 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Damit hat er sich auf die Seite der einen Fraktion im Wirtschaftsrat gestellt, die überzeugt ist, dass der Staat eine wichtige und positive Rolle bei der Entwicklung der Volkswirtschaft zu spielen hat.

 

Die Stolypin-Gruppe greift in vieler Hinsicht auf die Konzepte und Überlegungen zurück, die auch das sogenannte »Wirtschaftswunder« in Deutschland nach 1871 ermöglicht haben, dessen Grundideen das Land innerhalb von nur drei Jahrzehnten mit einem höchst beeindruckenden Wirtschaftswachstum aus seiner Position als einem der rückständigsten Länder in ganz Europa herauskatapultierten. Die einzigen anderen Länder, die vergleichbare wirtschaftliche Erfolge und Wachstumsraten aufweisen können, waren die USA nach 1865 sowie – in jüngerer Zeit – die Volksrepublik China in der Zeit nach 1979, wo sich Deng Xiaoping mit seinem Konzept »Sozialismus chinesischer Prägung« durchsetzen konnte. Dieses Konzept nationalökonomischer Entwicklung gründet sich auf die Theorien des deutschen Nationalökonomen Friedrich List. Dieser heute leider weitgehend in Vergessenheit geratene Ökonom hatte im 19. Jahrhundert die grundlegenden Konzepte volkswirtschaftlicher Entwicklung etwa in seinem Werk Das nationale System der politischen Ökonomie dargelegt.

 

Die drei Fraktionen

 

Während der sogenannten »Schocktherapie« in Russland unter Präsident Boris Jelzin wurde dieser vom Harvard-Ökonomen Jeffrey Sachs beraten, der wiederum vom »Großplünderer« George Soros finanziert wurde. Die verheerenden Folgen der Politik des Wirtschaftsteams um Jelzin, an dessen Spitze damals Jegor Gaidar stand, schlossen die überstürzte, vollständige Privatisierung der früheren sowjetischen Staatsbetriebe an westliche Investoren wie Soros ein. Zudem setzten sie drastische Haushaltskürzungen durch, die etwa über die Entwertung der Ersparnisse der Bürger sowie massive Rentenkürzungen zu einer allgemeinen Senkung des Lebensstandards führten. Dies alles geschah im Namen »marktwirtschaftlicher Reformen«. Nach diesen traumatischen Ereignissen setzte mit der ersten Präsidentschaft Putin 1999 in Russland langsam nicht wegen, sondern trotz der »Schocktherapie« ein schmerzlicher Wirtschaftsaufschwung ein, der vor allem der Entschlossenheit und dem Durchhaltewillen der russischen Bevölkerung zu verdanken war.

 

Es dürfte viele überraschen, dass diese Ideologen der »freien Marktwirtschaft«, die Anhänger des bereits verstorbenen Gaidar, bis vor Kurzem praktisch die Politik des Wirtschafts- und Finanzministeriums Russlands dominierten. Ihnen zur Seite stehen die Anführer des monetaristischen Lagers, das sich zwar in einigen Punkten geringfügig von dem Gaidar-Lager unterschied, dessen Politik aber ebenfalls verheerende Auswirkungen hatte. Führender Kopf dieser Fraktion ist die Präsidentin der russischen Zentralbank, Elwira Nabiullina, der es scheinbar fast schon manisch darum geht, die Inflation in den Griff zu bekommen und den Wert des Rubel zu stabilisieren.

 

Im Mai dieses Jahres ließ Putin zum ersten Mal erkennen, dass er durchaus die Kritik derer teile, die die Berichte seiner Finanz- und Wirtschaftsminister, in denen immer wieder beschwörend davon die Rede war, der Aufschwung stehe unmittelbar bevor, als unzutreffend bezeichneten. (Der amerikanische Präsident Herbert Hoover hatte noch kurz vor Ausbruch der Großen Depression in den USA im Oktober 1929 erklärt: »Der Aufschwung kommt gleich um die Ecke.«) Der russische Präsident berief das Präsidium des Wirtschaftsrates zu einer Sitzung ein und forderte es auf, ein Konzept zur Lösung der russischen Wirtschaftsprobleme zu erarbeiten. Das Präsidium setzt sich aus 35 Mitgliedern zusammen, die die drei wichtigsten wirtschaftspolitischen Lager des Landes repräsentieren. Vor zwei Jahren hatte die letzte Sitzung dieses Gremiums stattgefunden.

 

An der Spitze einer Fraktion steht der schon erwähnte frühere neoliberale Finanzminister Alexei Kudrin, der von Finanzminister Anton Siluanow und Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew unterstützt wird. Diese Gruppe fordert die bekannten westlichen »marktwirtschaftlichen Reformen«. Dazu gehört auch die Verringerung der Rolle des Staates in der Wirtschaft über vollständige Privatisierungen etwa der Schienennetze und Eisenbahnunternehmen, der Energiekonzerne wie Gazprom und anderer wertvoller Staatsbetriebe. Kudrin wurde im Mai von Putin zum Leiter der neu strukturierten Arbeitsgruppe Wirtschaftsstrategie des Wirtschaftsrates berufen. Viele Nationalökonomen befürchteten das Schlimmste – eine Wiederholung der Schocktherapie Gaidars –, als diese Ernennung bekannt wurde. Aber dazu wird es mit Sicherheit nicht kommen. Kudrin und seine Konzepte wurden als unwirksam abgelehnt.

 

An der Spitze der zweiten Fraktion steht, wie schon erwähnt, die Präsidentin der russischen Zentralbank, Elwira Nabiullina. Diese Gruppe vertritt die konservativsten Ansichten. Nach ihrer Vorstellung sind weder Reformen noch wirtschaftliche Anreize erforderlich. Wichtig sei es nur, an dem Kurs der Zentralbankpolitik von zweistelligen Leitzinsen festzuhalten. Dies werde irgendwie die Inflation senken und den Kurs des Rubel stabilisieren, so als ob diese beiden Faktoren der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum wären. Stattdessen tragen sie eher dazu bei, die Wirtschaft abzuwürgen und die Inflation zu steigern.

 

Die Stolypin-Gruppe

 

Die dritte Fraktion wird von den meisten westlichen Beobachtern abschätzig beurteilt und marginalisiert. So bezeichnete der dem Pentagon nahestehende »Informationsdienst« Stratfor, der von George Friedman geleitet wird, die Gruppe als »seltsames Kollektiv«. Ich hatte Gelegenheit, persönlich mit Vertretern der Gruppe zu sprechen. Keiner von ihnen wies »seltsame Züge« auf, vor allem nicht für Personen mit einer klaren moralischen Ausrichtung. Diese Gruppe erhielt nun von Putin den Auftrag, ihre Konzepte und konkreten Pläne für eine wachstumsorientierte russische Wirtschaftspolitik vorzulegen.

 

Die Stolypin-Gruppe steht im Kern in der Tradition des schon erwähnten großen deutschen Nationalökonomen des 19. Jahrhunderts, Friedrich List. Sein sich auf historische Studien gründendes nationalökonomisches Konzept bildete das direkte Gegenstück zur damals vorherrschenden Freihandelslehre von Adam Smith. Beginnend mit der Gründung des Deutschen Zollvereins 1834, der wesentlich dazu beitrug, erstmals einen deutschen »Binnenmarkt« zu schaffen, flossen Lists Ideen später zunehmend in die Wirtschaftsstrategie des Deutschen Reiches ein. Der nun entstehende Binnenmarkt trug entscheidend dazu bei, dass sich Deutschland nach 1871 als führende Wirtschaftsmacht des Kontinents etablierte und bis 1914 in fast jedem Wirtschaftsbereich sogar England überholte.

 

Zur Stolypin-Gruppe gehören in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung Sergei Glasjew und Boris Titow, Mitvorsitzender der Organisation Business Russia und seit Einrichtung des Amtes 2012 Unternehmens-Ombudsmann. Sowohl Titow als auch Glasjew beraten Putin hinsichtlich der Ukraine und in anderen Angelegenheiten und gehören zu den Gründungsmitgliedern des Stolypin Clubs in Russland. 2012 wurde Glasjew von Putin, der damals russischer Ministerpräsident war, damit beauftragt, die Arbeit der Bundesbehörden beim Aufbau der Zollunion, die Weißrussland, Kasachstan und Russland umfasst, zu koordinieren. Heute hat sich diese damalige Zollunion zur Eurasischen Wirtschaftsunion erweitert. Titow, der Vorsitzende der Partei Rechte Sache, ist ein erfolgreicher Unternehmer, der sich in den vergangenen Jahren immer stärker für verschiedene wirtschaftspolitische Programme einsetzte, die im deutlichen Gegensatz zu den marktwirtschaftlichen Konzepten Kudrins standen und dem Staat eine zentrale Rolle zuwiesen. Titow ist auch Mitvorsitzender des russisch-chinesischen Wirtschaftsrates.

 

Bereits im September 2015 legte Glasjew dem russischen Sicherheitsrat, einem wichtigen Beratergremium des Präsidenten, eine Reihe wirtschaftspolitischer Vorschläge vor. Sie liefern erste Hinweise auf die Konzepte, die die Stolypin-Gruppe befürworten wird, um in Russland wieder für Wirtschaftswachstum zu sorgen und die massiven Schwächen der Infrastruktur zu beheben, die ein wesentliches Hindernis für produktiv tätige Unternehmen darstellen.

 

Glasjew erläuterte dort einen auf fünf Jahre angelegten Aktionsplan, mit dessen Umsetzung Russland seine wirtschaftliche Souveränität stärken und langfristiges Wirtschaftswachstum erreichen könnte. Russland sollte gegenüber äußeren Schocks und ausländischen Einflüssen immun werden. Der Aktionsplan zielt darauf ab, Russland wieder zu einem zentralen Akteur der Weltwirtschaft zu machen. Dazu wurden u.a. eine Steigerung der Industrieerzeugung um 30 bis 35 Prozent angepeilt. In diesem Prozess sollte eine an sozialen Werten orientierte »Wissensgesellschaft« entstehen. Dazu sollten dem Bildungs- und Gesundheitswesen und dem Sozialsystem erhebliche wirtschaftliche Ressourcen zufließen und Möglichkeiten zu erheblichen prozentualen Einsparungen (gemessen am BIP) geschaffen werden. Dies sollte zusammen mit anderen Initiativen den Übergang zu einer souveränen Geldpolitik ermöglichen.

 

In den 1990er-Jahren übten Washington und der Internationale Währungsfonds (IWF) vor allem massiven Druck auf Jelzin und das russische Parlament, die Duma, aus, die russische Zentralbank dem Einfluss des Staates zu entziehen, sie sozusagen zu »privatisieren«. In einem Verfassungszusatz wurde festgelegt, dass es sich bei der neuen russischen Zentralbank um eine rein monetaristische Einrichtung handeln solle, deren einzige Aufgabe darin bestehe, die Inflation unter Kontrolle zu halten und den Kurs des Rubel zu stabilisieren. Damit wurde die Geldschöpfung in Russland der staatlichen Souveränität entzogen und an den US-Dollar gebunden.

 

Glasjews Plan aus dem Jahr 2015 sah zudem vor, Ressourcen der russischen Zentralbank dazu zu benutzen, gezielt Kredite mit subventionierten Zinsen zwischen ein und vier Prozent an Wirtschaft und Industrie zu vergeben. Dies sollte durch eine »Lockerung der Geldpolitik« im Umfang von bis zu 20 Billionen Rubel über einen Zeitraum von fünf Jahren erfolgen. Glasjew schlug weiter vor, der Staat solle privaten Unternehmen über die Schaffung von sogenannten Gegenseitigkeitsverpflichtungen den Erwerb von Gütern und Dienstleistungen ermöglichen. Darüber hinaus setzte er sich dafür ein, den Rubel durch eine Art Golddeckung als Alternative zu dem praktisch bankrotten Dollar-System zu positionieren. Glasjew schlug vor, die Zentralbank solle angewiesen werden, die gesamte russische Goldförderung zu einem festgesetzten Preis aufzukaufen, um auf diese Weise die Golddeckung des Rubel zu erhöhen. Russland ist heute der zweitgrößte Goldproduzent weltweit.

 

Russlands Präsident hat offenbar erkannt, dass eine schwache russische Wirtschaft die Achillesferse des Landes darstellt, die alle außenpolitischen Erfolge zunichtemachen könnte. Die Ankündigung Putins vom 25. Juli könnte dazu beitragen, diese Schwäche zu beheben – wenn auf allen Ebenen entschlossen gehandelt wird. Es liegt nun in der Verantwortung des Präsidenten, in aller Klarheit die Strategie für die kommenden fünf Jahre vorzulegen. Ein Zeitraum von fünf Jahren eignet sich übrigens sehr gut dazu, die Resultate einer bestimmten Politik zu überprüfen, wie schon Frankreichs früherer Staatspräsident de Gaulle wusste – unabhängig von der Vorliebe der früheren Sowjetunion für Fünfjahrespläne. Wenn es Putin gelingt, der russischen Bevölkerung eine überzeugende Vision ihrer Zukunft vorzulegen, kann er auf die bemerkenswerten menschlichen Ressourcen Russlands vertrauen, denen es gelingen könnte, das Unmögliche möglich zu machen und die russische Wirtschaft auf einen Kurs echten Wohlstandes zu bringen. Dieser Wohlstand stützte sich dann auf eine stabilere Grundlage als die monetaristische Ideologie der »freien Marktwirtschaft« des Westens, die heute so offenkundig gescheitert ist.

 

 

 

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