Saturday, 1. October 2016
16.01.2016
 
 

Paris, Istanbul, Jakarta: Was bedeutet die globale Terrorwelle?

Gerhard Wisnewski

Frankreich, die Türkei, Indonesien – überall wird geschossen oder gehen Bomben hoch. Angeblich kann es uns überall treffen: Zum Beispiel im Café, aber auch beim Konzert, beim Fußballspiel oder an irgendeiner Sehenswürdigkeit. Die »Sicherheitsbehörden« verunsichern die Menschen mit ambivalenten Statements, die die Angst am Kochen halten. Frage: Was soll das alles?

 

»Verschlusssache Terror – wer die Welt mit Angst regiert« hieß einmal ein Buch von mir. Und tatsächlich wird die Welt zurzeit verstärkt mit Angst regiert. Überall kann es uns angeblich treffen: im Konzertsaal, im Café oder wenn wir uns auf die Besichtigung einer Touristenattraktion freuen. Mal werden ganze Zeitschriftenredaktionen niedergemetzelt (Charlie Hebdo, 07.01.2015), mal Konzertbesucher abgeschlachtet (Paris, Bataclan, 13.11.2015) und mal Touristen in die Luft gesprengt (Istanbul, 12.01.2016). Auch Einkaufszentren sind beliebt, wie jüngst in Jakarta (14.01.2016) – um nur einige Terroranschläge zu erwähnen.

 

Erhöhte Schlagzahl

 

Erster Befund: Ganz offenbar wird die Schlagzahl erhöht – beziehungsweise die Anschlagszahl. Weltweit sollen die Menschen nicht mehr zum Durchatmen kommen und dabei vor Angst immer enger zusammenrücken. Nach dem Motto: Sind wir nicht alle dieselben armen Opfer?

 

Zweiter Befund: Der angebliche »Islamische Staat« bekämpft mitnichten militärische oder polizeiliche Ziele, sondern mit Vorliebe arglose Bürger oder Touristen. Die islamistischen Terroristen suchen sich merkwürdigerweise fast ausschließlich harmlose Zivilisten aus. Von Alibi-Angriffen wie der dilettantischen Attacke auf die Pariser Polizeistation einmal abgesehen. Ein Polizist kam dabei nicht zu Schaden. Auch die Eliten werden auffällig geschont. Kein einziges Attentat betraf irgendwelche politischen oder militärischen Führungsfiguren, weder in Frankreich, noch in Indonesien oder in der Türkei.

 

 

Auch materiell-militärische Schäden waren nicht zu beklagen, also an Waffen, Stellungen, Kasernen oder Stützpunkten. Materiell-militärisch bewirken die Attentate also rein gar nichts. Es geht dem IS merkwürdigerweise nicht darum, sich militärische Vorteile zu verschaffen und den Westen ernsthaft zu bekämpfen – von den erwähnten harmlosen Bürgern einmal abgesehen. Einen »Krieg« kann man das deshalb auch nicht nennen, sondern schon eher eine psychologische Angstoperation.

 

Die Geburt des IS

 

Wie wir wissen, ist der sogenannte »Islamische Staat« nichts weiter als eine US-Operation: »Eine der gängigsten Verschwörungstheorien zum Islamischen Staat ist, er sei ein Produkt der USA«, hieß es am 27. Mai 2015 auf der Website von n-tv. Dabei ist das gar keine Verschwörungstheorie: »Die Enthüllung geheimer Dokumente zeigt, dass die Amerikaner der Entstehung des IS zumindest nichts entgegengesetzt haben – weil sie darin eine Chance sahen.«

 

In Wirklichkeit wurde der IS unter der Ägide der USA gegründet, wie man in Kürze auch in meinem neuen Buch verheimlicht – vertuscht – vergessen 2016 nachlesen kann. Und zwar geschah das in ihrem Gefangenenlager Camp Bucca im südlichen Irak. Dort konnten sich die späteren Führer des IS tummeln und ungestört ihre Anhänger ausbilden – auch in der Benutzung von Sprengstoff. Der britische Independent nannte das Gefangenenlager »das US-Gefängnis, das zum Geburtsort für ISIS wurde« (04.11.2014).

 

Drei Ziele des Terrors

 

Erstes Ziel des Terrors: Unterdrückung nach außen, also Krieg (Schönsprech: »Verteidigung«). Da die Ermordung von Zivilisten die maximale Provokation bei minimalem (materiellem) militärischen Effekt darstellt, handelt es sich also um Propaganda – allerdings für die falsche Seite, nämlich für den Westen. Jedes weitere Attentat bringt den Westen in die Offensive. Dadurch werden die westlichen Kriege gefördert, und darunter leiden natürlich Länder wie Syrien und der Irak, wo der IS angeblich beheimatet ist. »Wieder waren es die ISIS-Teufel«, schrieb die Bild-Website am 14. Januar 2016 über den Jakarta-Anschlag.

 

Dabei ist das falsch: Es sind unsere eigenen Teufel, die uns in immer neue Kriege treiben wollen, vor allem gegen ihren Weltfeind Islam. Da es sich um Propaganda handelt, kann man auch nicht wissen, inwieweit die Anschläge real sind – denn bei Propaganda wird schließlich immer gelogen. »Am besten« wäre zum Beispiel: »IS-Kämpfer schneiden schwangeren Frauen Föten aus dem Bauch, braten sie und essen sie auf.« Von dieser Bild-Schlagzeile sind wir gar nicht mehr so weit entfernt.

 

Zweites Ziel: Unterdrückung nach innen, also Diktatur (Schönsprech: »Sicherheit«). Da die Attentate die Menschen verunsichern und verängstigen, sind sie gerne bereit, sich unter dem »Rettungsschirm« der Sicherheitsbehörden zu versammeln und immer neue Überwachungsgesetze und Eingriffe zu akzeptieren, bis hin zum Ausnahmezustand, in dem beispielsweise die europäische Führungsmacht Frankreich seit den Pariser Attentaten vom November 2015 regiert wird. Und je nachdem, wie viele Attentate in Frankreich noch geschehen werden, wird das möglicherweise auch so bleiben.

 

Drittes Ziel: die globale Einigung, also Weltregierung bzw. -diktatur (Schönsprech: »Internationale Gemeinschaft«). Da die Attentate seit dem 11.09.2001 fast in der gesamten westlichen Hemisphäre stattfinden, ist da eine weltweite Firma am Werk, und die heißt bestimmt nicht IS. Es geht vor allem darum, zunächst die westliche Welt unter einer Führung zu einigen, und zwar unter der Leitung der westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkrieges Großbritannien, Frankreich und USA.

 

Nach den ersten beiden Weltkriegen möchten diese Mächte das Projekt Weltherrschaft fortsetzen. Noch scheint es östliche Antagonisten wie Russland und China zu geben, aber sicher ist das nicht. Möglicherweise gehören sie bereits zur selben Firma. Nicht zufällig handelt es sich bei den Syrien-Akteuren um die vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges plus China, also um die ständigen Mitglieder des UN-»Sicherheitsrates« – die gleichzeitig die fünf führenden Atommächte des Globus sind.

 

Feuerpause in Deutschland

 

In Deutschland werden Terroranschläge seit vielen Jahren jedoch nur angetäuscht, wie etwa in der Silvesternacht 2015/16, als eine dubiose »Terrorwarnung« zur Räumung des Pasinger und Münchner Bahnhofs führte. Der letzte tödliche Terroranschlag auf Zivilisten ist in Deutschland zum Glück schon eine ganze Weile her: das Oktoberfestattentat vom 26. September 1980 (13 Tote, über 200 Verletzte).

 

Denn auch in einem Hollywoodfilm muss man schließlich nicht immer den bösen Dino zeigen – es reicht, wenn auch mal die Blätter rascheln. Angeblich lagen schon Bomben in Zügen, auf Bahnsteigen oder tummelten sich Selbstmordattentäter in der Nähe von Fußballstadien. Doch passiert ist bisher nichts. Zumindest wurde niemand mehr getötet.

 

Der jüngste Anschlag auf deutsche Touristen in Istanbul ist da kein Widerspruch, da er außerhalb Deutschlands stattfand. Und auch der angebliche NSU-Bombenanschlag in Düsseldorf 2004 spricht nicht dagegen, denn auch dabei starben glücklicherweise keine Menschen. Außerdem ist durchaus unsicher, ob es sich dabei um Terrorismus oder um organisierte Kriminalität handelte.

 

Selbst die Bild-Zeitung versucht, ihrem Publikum die auffällige Zurückhaltung der Terroristen in Deutschland zu erklären: »Grund: Die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden und einige Male auch Glück« (14.01.2016). Sicher doch. Außerdem schätzten die Terroristen Deutschland als sicheren und bequemen Rückzugsraum, den sie sich nicht kaputt machen wollten, so das Springer-Blatt.

 

Ein Stiefel im Gesicht

 

Tatsächlich dauert die »Feuerpause« jedoch schon 35 Jahre an, also seit einer Zeit, als von »islamistischen Terroristen« noch nicht einmal die Rede war. In Wirklichkeit weiß also niemand, warum die internationalen Drahtzieher Deutschland bisher ausgenommen haben. Nicht, dass ich mich hier beschweren will, aber irgendeinen Grund muss es für die Terror-Abstinenz in Deutschland ja geben.

 

Global weist die erhöhte Terror-Schlagzahl darauf hin, dass man den totalitären Prozess nun beschleunigen und möglicherweise in die finale Phase führen will. Wie man überall beobachten kann, übernehmen viele Staaten das totalitäre Modell.

 

Auch in Deutschland, wo der Terror bisher lediglich angetäuscht wurde, bricht die Regierung das Recht, herrschen Denunziation, Verleumdung und Willkür. Der bisherige Rechtsstaat löst sich auf. Das belegen auch die sich häufenden Warnungen respektierter Staatsrechtler.

 

Das übergeordnete Ziel lautet ewiger Krieg nach außen und ewiger Terror nach innen. Genau wie George Orwell das in seinem Roman 1984 schon beschrieben hatte: »Wenn Sie sich ein Bild von der Zukunft machen wollen, dann stellen Sie sich einen Stiefel vor, der in ein Gesicht tritt – immer und immer wieder.«

 

 

 

 

 

 

 

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