Samstag, 3. Dezember 2016
02.05.2013
 
 

Polizeichef verplappert sich: »Darsteller« bei den Attentaten von Boston

Gerhard Wisnewski

Laut einem Versprecher des Polizeichefs von Boston waren die Bombenattentäter vom 15. April 2013 »Darsteller«. Nur ein peinlicher Lapsus, oder steckt mehr dahinter? Was verraten uns dieser und andere Freudsche Versprecher über die schwarzen Seelen unserer Oberen?

Seit dem Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, wissen wir, dass Versprecher nicht bedeutungslos, sondern Botschaften des Unbewussten sind, die etwas über die wahren Gedanken des Betreffenden aussagen – weshalb man sie auch »Freudsche Versprecher« nennt:

In seiner Psychopathologie des Alltagslebens »begründete der ›Vater der Psychoanalyse‹ sein bekanntes Erklärungsmodell für Versprecher, wonach das Unbewusste dem Sprecher einen Streich spielt und verdrängte Gedanken durch Versprecher ans Licht kommen«, heißt es in einem Online-Lexikon (wissen.de).

 

Im besten Fall lustig, im schlimmsten Fall peinlich

 

Im besten Fall ist so etwas lustig, im schlimmsten Fall hochnotpeinlich. Wer erinnert sich beispielsweise nicht daran, wie Angela Merkel ihren einstigen CDU-Rivalen Roland Koch in einer Rede auf dem CDU-Parteitag am 1. Dezember 2008 »Roland Kotz« nannte? Schlimm genug – doch der Versprecher zog auch noch Mutmaßungen über weitere Abgründe im Umgang der »Parteifreunde« miteinander nach sich. Zum einen sei durch den Lapsus der Eindruck entstanden, als ob sie danach von ihren »hässlichen Freunden« und nicht von den »hessischen Freunden« geredet hätte, so shortnews.de (2.12.2008). Zum anderen werde im Internet »bereits spekuliert, ob Angela Merkel beim ›Kotz‹ nicht ein interner Spitzname des hessischen Ministerpräsidenten herausgerutscht ist«. Ein naheliegender Gedanke, denn schließlich werden Namen gerne mal umgedeutet.

 

Ein »alles andere als unerfreulicher Vorfall«

 

Stress ist immer ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Freudschen Versprechern. Wenn der Druck zu groß wird, dann herrscht im Hirn gern mal Chaos und dringen Gedanken nach außen, die eigentlich verborgen bleiben sollten. Wer erinnert sich zum Beispiel nicht an den Verteidigungsminister und Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg? Dem vermasselten drastische Versprecher immer wieder die Tour. Just als er im Februar 2011 um seinen Kopf kämpfte, passierte am Freitag, den 18. Februar, ein Attentat auf das Bundeswehrlager OP North in Afghanistan, wobei drei Soldaten getötet und mehrere verletzt wurden. Im Prinzip hätte der Vorfall zu einer willkommenen Ablenkung von der Plagiatsaffäre werden können. Und tatsächlich unterlief zu Guttenberg im Bundestag ein peinlicher Versprecher, bei dem er die Schüsse auf die Bundeswehrsoldaten als »alles andere als unerfreuliche Vorfälle« bezeichnete – ohne sich zu korrigieren.

 

 

 

»...dass dieses Plagiat keine Doktorarbeit ist«

 

Den Vogel schoss jedoch Guttenbergs damaliger Sprecher Moritz Schwarz ab. Der sagte vor der Bundespressekonferenz doch glatt, dass sein Chef dem Ergebnis der Prüfung der Doktorarbeit »mit großer Gelassenheit entgegensieht und dass er der festen Überzeugung ist, dass dieses Plagiat ... dass dieses Plagiat, sage ich schon ... dass diese Doktorarbeit kein Plagiat ist...« Aua! Aber warum korrigieren? Wäre »...dass dieses Plagiat keine Doktorarbeit ist« nicht ehrlicher gewesen? Und ob. Oder wie wär's 2008 mit dem damaligen Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble? Der ist ein ganz schlechter Lügner. Erstens muss er bei seinen Reden und Erklärungen dauernd grinsen, und zweitens stammelt er die Wahrheit nur so heraus. So sagte er bei den 3. Berliner Medienreden am 24.11.2008: »Aber natürlich hat uns spätestens das letzte Jahrhundert auch gelehrt, dass wir der Führungs... Verführungskraft der Medien auch nicht zu uneingeschränkt trauen dürfen. Und inzwischen eröffnen uns Computer und Internet ganz neue Austausch- und Informationskontrolle ... äh, -Kanäle über Grenzen hinweg...« Aha: Führungskraft der Medien und Informationskontrolle also.

 

Oder wie wär's mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle? Als der am 12. September 2012 die mit Spannung erwartete Begründung zur Abweisung der Eilanträge von 37.000 Bürgern gegen den Rettungsschirm ESM verlas, sagte er doch glatt: »Die zulässigen Anträge sind überwiegend begründet« – und meinte natürlich »unbegründet«. Nachdem er von einem Kollegen darauf hingewiesen worden war, feixte er den peinlichen Versprecher weg.

 

Darsteller bei den Boston-Attentaten

 

Der jüngste spektakuläre Lapsus dieser Art passierte am 21. April 2013, sechs Tage nach den Bombenanschlägen von Boston. Eigentlich sah alles aus wie immer, als sich ein durch und durch seriöser Polizeichef den Fragen der Medien stellte. Im »Splitscreen« sah man rechts Edward Davis, Polizeichef von Boston, links den ebenfalls durch und durch seriösen Moderator von Fox News. Während der Moderator seine Fragen stellte, bemühte sich der Polizeipräsident um kurze, bestimmte Antworten. Alles sollte wohl professionell und entschlossen wirken. Doch spielte Davis' Unbewusstes ihm einen Streich. Hier der ganze Zusammenhang:

»Glauben Sie, es gab Pläne für noch weitere Anschläge auf Amerika?«

»Das nehme ich angesichts der Tatsache an, dass wir bei der Festnahme eine bedeutende Menge Sprengstoff gefunden haben.«

»Wie sicher können Sie sein, dass sie nicht noch weitere Bomben gelegt haben?«

»Wir können nicht sicher sein, aber wir sind zuversichtlich, das dies die beiden Darsteller ... die beiden Individuen waren, die diese Mission durchgeführt haben...«

Nur ein Versprecher? Wohl kaum. Denn wie sollte der Polizeichef in diesem Zusammenhang ausgerechnet auf »Darsteller« (»actors«) kommen? Wäre das bei einem echten Terroranschlag bzw. Marathonlauf nicht vollkommen abwegig? Vielleicht »Zuschauer«, »Sportler« oder meinetwegen auch »Sanitäter« – bei einem Marathonlauf alles naheliegend. Aber warum »Darsteller«? Könnte es vielleicht daran liegen, dass es schlicht Darsteller waren?

 

 

 

Wie auch immer muss Mr. Davis so nützlich gewesen sein, dass ihm die Universität von Massachusetts umgehend einen Ehrendoktor verlieh...

 

 

 


 

 

 

 

 

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