Indien wirft EADS aus dem Rennen um Großrauftrag für Hubschrauber
Udo Ulfkotte
Der EADS-Konzern hatte sich in den vergangenen Monaten über einen Großauftrag aus Indien gefreut – bis zu 600 Hubschrauber sollten dort für die Luftwaffe gebaut werden.
Ursprünglich gab es fünf Konkurrenten um den Großauftrag: Eurocopter, Agusta, Bell und die russischen Anbieter Kamov und Kazan. In die engere Wahl kamen aber nur Bell und Eurocopter. Da der von Bell angebotene Hubschrauber ein gewünschtes Flugmanöver nicht vorführen konnte, stand Eurocopter am Ende ganz allein als Anbieter da – und freute sich. Zunächst sollten 197 Eurocopter für 550 Millionen Dollar gekauft werden. Bis vor wenigen Tagen der Deal platzte. Da stellten die Inder fest, dass Eurocopter für die Probeflüge nicht den Hubschrauber AS 550 C3 Fennec in der Militärversion, sondern den AS 350 B3 Ecureuil in der zivilen Version für die Erprobung ausgeliefert hatten.

Bild: Eurocopter Fennec
Für Durchschnittsbürger mag das alles eine Lappalie gewesen sein, die Inder waren tief beleidigt und haben EADS einfach vor die Tür gesetzt. Eurocopter wird den Großauftrag nicht bekommen. Es wird eine neue Ausschreibung geben. Die gute Nachricht: Eurocopter darf sich abermals bewerben. Da werden dann wieder folgende Anbieter vereint vor den Türen der Inder stehen: Eurocopter, Agusta, Bell und die russischen Anbieter Kamov und Kazan …
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