Saturday, 25. June 2016
05.12.2015
 
 

Dämliche Paris-Hashtags verhindern keine Terroranschläge

J. D. Heyes

Im Oktober 2009 machte ich mich mit ungefähr 800 weiteren Nationalgardisten auf den Weg in den Osten Afghanistans. Dort verbrachten wir das nächste Jahr damit, den Kugeln und Bomben der Taliban auszuweichen. Meistens waren es nur wenige Kugeln und nur wenige Bomben, aber unser Bataillon bekam doch genug davon ab, dass wir in den elf Monaten, die wir dort stationiert waren, vier Kameraden verloren.

 

Im Vergleich zu den Zahlen aus dem Zweiten Weltkrieg, aus Korea oder aus Vietnam sind das natürlich keine schweren Verluste, aber man darf eines nicht vergessen: Jeder Verlust ist ein schwerer Verlust, vor allem für die Nationalgarde, denn wir sind viel »familienorientierter« als unsere Kameraden aus dem aktiven Dienst (schließlich leben wir in den Gemeinden, für die wir dienen).

 

Außerdem hätten wir definitiv höhere Verluste zu beklagen gehabt, hätte der Feind Zugang zu besserem Militärgerät gehabt. Es war ja nicht so, als hätten die Agenten und Kämpfer von al-Qaida und Taliban nicht noch mehr von uns umbringen wollen. Sie konnten schlichtweg nicht und das haben wir nie vergessen.

 

Warum ich all das erzähle? Weil es ein wichtiger Punkt ist, den kein Amerikaner und auch sonst niemand im Westen vergessen sollte:

 

Diese Menschen sehen sich im Krieg mit uns, mit unserer Kultur, unserer Gesellschaft, unserer Art zu leben. Und sie planen an jedem einzelnen Tag, uns zu töten. Das ist ihr einziger Existenzgrund.

 

Soziale Krieger sind unerwünscht – und werden nicht gebraucht


An dieser Tatsache ändert sich auch dadurch nichts, dass viele Amerikaner und Menschen im Westen nicht daran glauben oder diesen Umstand am liebsten ausblenden … zumindest so lange, bis wir wieder auf furchtbare Weise daran erinnert werden, etwa wenn in Paris 129 Unschuldige durch diese Fanatiker niedergeknallt werden.

 

Dass sie nicht noch mehr Pariser und Touristen umgebracht haben, lag nur daran, dass ihnen die Möglichkeiten fehlten.

 

Die Reaktion von Frankreichs Präsident François Hollande war genau richtig – er hat dem IS im Grunde genommen den Krieg erklärt und sofort französische Streitkräfte losgeschickt, so viele Mitglieder des »Terror-Kalifats« wie möglich aufzustöbern und zu töten.

 

Eines hat Hollande nicht getan: Er hat nicht in den sozialen Medien eine Hashtag-Kampagne gestartet, so wie es beispielsweise im Mai 2014 die amerikanische First Lady Michelle Obama tat.

 

Sie ließ sich im sicheren Umfeld des Weißen Hauses mit besorgter Miene fotografieren, während sie ein Schild hoch hielt: »#BringBackOurGirls«. Damit wollte sie darauf aufmerksam machen, dass die radikalen Islamisten von Boko Haram, einer im Sudan und anderen Teilen Afrikas agierenden Organisation, hunderte junge Mädchen entführt hatten.

 

Ich hätte da ein paar Neuigkeiten für die First Lady:

1) Es waren nicht »unsere« Mädchen, sondern die von Nigeria.

2) Ihr schmollendes Gesicht (oder sollte das trotzig sein?) und das Schild werden die Mitglieder von Boko Haram nicht erschrecken. Allerdings könnte manch einer Gefahr laufen, vor Lachen zu sterben.

Dasselbe Spiel nach den Anschlägen von Paris. Der französische Designer Jean Jullien entwarf eine Art Friedenssymbol mit dem Eiffelturm in der Mitte. Es wurde über Nacht zu einem riesigen Erfolg in den sozialen Medien. Jullien nannte sein Werk »Peace for Paris« (»Frieden für Paris«).

 

»Wir haben uns zu Experten für klebrig-süßes Online-Trauern entwickelt«, schreibt Rich Lowry in der New York Post. »Wir nehmen groteske Gräueltaten und verwandeln sie in belanglose Symbole und Slogans, die normalerweise selbstgefällig und natürlich komplett wirkungslos sind.«


Er hat recht. Rasch leiteten die Sozialmedien-Krieger das »Peace for Paris«-Bild weiter und stülpten ihren Profilfotos die französischen Nationalfarben blau-weiß-rot über. Vielleicht konnten sie mit ihrem »Mitgefühl« ja einige neue Follower gewinnen, doch das bringt uns nicht das allerkleinste bisschen dem Ziel näher, die Bedrohung zu vernichten. Aber genau das ist es, was geschehen muss.

 

Echte Stärke und nicht gefühlsduselige Hashtags werden letztlich die Entscheidung herbeiführen und dafür sorgen, dass die Menschen sich wieder sicher fühlen.

 

Es gab nach den Anschlägen von Paris etwas, das wirklich das Potenzial hat, den IS zurückzuschlagen. Wissen Sie, was das war? Das hier – die Zahl der Franzosen, die sich zum Militärdienst meldeten, verdreifachte sich.

 

Was dagegen beim Kampf gegen den IS überhaupt nicht geholfen hat, war das Hashtag #JeSuisCharlie nach dem vom IS geförderten Angriff auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo zu Beginn des Jahres.

 

»Sie sind also Charlie? Oh, na schön. Dann malen Sie doch eine Parodie von Mohammed und stellen Sie sie online«, schreibt Lowry. »Besser noch: Machen Sie das wieder und wieder, bis Sie ständig Drohungen bekommen und Ihr Büro, nur so als erster Schritt, mit Brandbomben beworfen wird.«


»Nein, Sie sind nicht Charlie. (Und was das angeht – selbst Charlie ist nicht mehr Charlie. Dort hat man aus verständlichen Sicherheitsüberlegungen heraus aufgehört, über den Islam zu spotten.)«, so Lowry weiter.

 

Erspart uns die Hashtag-Diplomatie. Sie bringt nichts und hindert uns daran, logisch und realistisch über die Bedrohung durch den militanten Islam nachzudenken.

 

 

Quellen für diesen Artikel u.a.:

NYPost.com

AJC.com

NaturalNews.com

 

 

 

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