Tuesday, 24. May 2016
24.06.2013
 
 

Glaubwürdigkeit der Medien schwindet: Nicht einmal ein Viertel der Amerikaner vertraut der Presse

J. D. Heyes

Das Vertrauen in Amerikas Mainstreammedien schwindet weiter und erreicht jetzt einen neuen Tiefpunkt für die letzten Jahre. Besonders die großen Zeitungen verlieren an Glaubwürdigkeit.

Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup ist »das Vertrauen der Amerikaner in Zeitungen in diesem Jahr auf 23 Prozent gesunken, verglichen mit 25 Prozent 2012 und 28 Prozent im Jahr 2011«. Der vorherige Tiefststand waren 22 Prozent im Jahr 2007

gewesen, der Trend zeigt jetzt also wieder deutlich nach unten. Die Zeitungen teilen sich diese schlechte Bewertung mit anderen angesehenen US-Institutionen – wie beispielsweise dem Kongress. Gallup meldet:

 

Zeitungen rangieren fast am unteren Ende einer Liste von 16 gesellschaftlichen Institutionen, die Gallup in einer Umfrage vom 1. bis 4. Juni bewertete. Fernsehnachrichten liegen dabei gleichauf mit Zeitungen, 23 Prozent der Amerikaner bekunden ihnen ihr Vertrauen. Das ist etwas höher als das Allzeittief vom letzten Jahr mit 21 Prozent. Die einzigen Institutionen, die noch hinter Fernsehnachrichten und Zeitungen landen, sind Großunternehmen, Gewerkschaften, Health Maintenance Organizations (HMO, eine bestimmte Form von Krankenkassen) und der US-Kongress.

 

Das Vertrauen in die Presse schwindet und schwindet und schwindet…

 

Wie angesichts der liberalen Linie der meisten großen Zeitungen kaum anders zu erwarten, tendieren Liberale insgesamt eher dazu, der Presse zu vertrauen, als Konservative. Wie Gallup ermittelte, ist das Vertrauen bei den Konservativen auf 15 Prozent gesunken – von jeweils 21 Prozent 2011 und 2012. »Die Liberalen haben nach wie vor das meiste – wenn auch nicht sehr große – Vertrauen in Zeitungen. 31 Prozent vertrauen ihnen in diesem Jahr sehr viel oder ziemlich viel«, hieß es in der Bewertung.

 

Das Vertrauen in Zeitungen ist auch ein Abbild der ideologischen Orientierung. Die Demokraten haben das größte Vertrauen – 33 Prozent –, gefolgt von 19 Prozent bei Unabhängigen und 16 Prozent bei Republikanern.

 

Weiter heißt es in der Auswertung der Umfrage:

Nach dem Absturz von 2012 erholte sich das Vertrauen bei Liberalen und Gemäßigten. Diese Gruppen äußern größeres Vertrauen in Fernsehnachrichten als Konservative; im Vorjahr hatten die Gruppen noch gleichauf gelegen. Die letztjährige Umfrage erfolgte während der heißen Phase des Wahlkampfs für die Wiederwahl von Präsident Obama, eine mögliche Erklärung dafür, dass das Vertrauen von Liberalen und Gemäßigten damals deutlich zurückging.

Dass das Vertrauen von Liberalen im letzten Präsidentschaftswahlkampf – oder auch 2008 – gesunken sein soll, ist interessant, angesichts der De-facto-Weigerung der Mainstreammedien, Obama auf Herz und Nieren zu prüfen oder über die schlimmsten Skandale seiner Regierung zu berichten (Operation Fast and Furious und die Vertuschung von Bengasi).

 

»Insgesamt bringen Amerikaner aller maßgeblichen demografischen und sozioökonomischen Gruppen geringes Vertrauen in Presse- und Fernsehnachrichten zum Ausdruck. Die negative Bewertung variiert leicht, je nach Alter, Bildungsstand und Geschlecht«, hieß es in der Umfrage. »Zwei von zehn Amerikanern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren haben großes Vertrauen in Fernsehnachrichten, bei Senioren sind es drei von zehn. Von allen Altersgruppen zeigen – wie bereits im Vorjahr – junge Erwachsene das meiste Vertrauen in Zeitungen, drei von zehn äußern sehr großes oder ziemlich großes Vertrauen.«

 

Außerdem vertrauen Amerikaner mit höherem Bildungsabschluss den Fernsehnachrichten weniger als Menschen mit niedrigerem Bildungsstand, Frauen äußern insgesamt mehr Vertrauen.

 

Mainstreammedien drücken sich vor der Verantwortung, ein Auge auf die Regierung zu haben

 

Insgesamt sind Vertrauen und Zustimmung zu Fernsehnachrichten und Zeitungen jämmerlich niedrig für eine Institution, der es doch eigentlich obliegt, ein wachsames Auge auf die Regierung zu haben – und das ist die Schuld der Mainstreammedien.

 

1971 schrieb der Richter am Obersten Gerichtshof der USA Hugo Black:

Im Ersten Verfassungszusatz haben die Gründerväter der freien Presse den Schutz gegeben, den sie braucht, um ihre wichtige Rolle in unserer Demokratie zu erfüllen. Die Presse sollte den Regierten dienen, nicht den Regierenden. Die Macht der Regierung zur Pressezensur wurde abgeschafft, damit die Presse für immer frei bliebe, die Regierung kritisch zu bewerten. Die Presse wurde geschützt, damit sie die Geheimnisse der Regierung offenlegen und das Volk informieren konnte. Nur eine wirklich freie Presse kann Täuschungen der Regierung wirkungsvoll enthüllen.

Ein großer Teil der Mainstreammedien drückt sich jedoch vor der Verantwortung, die Amerikaner darüber zu informieren, was ihre Regierung tut – unabhängig davon, welche Partei gerade am Ruder ist. Das ist der Grund für so eine miserable Bewertung (und der Grund dafür, dass alternative Medien wie NaturalNews so viel Zulauf haben).

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

Breitbart.com

Gallup.com

Law.Cornell.edu

 

 

 

 


 

 

 

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