Sonntag, 4. Dezember 2016
28.09.2013
 
 

Greenspan gibt zu: Es gibt »keine gangbare Lösung« für Amerikas System von Schulden und Hoffnungslosigkeit

J. D. Heyes

Schon lange warnen wir die Leser, dass die US-Regierung angesichts der desolaten Haushaltslage schon bald unter einem Berg nicht rückzahlbarer Schulden begraben werden könnte.

Die »offizielle« Staatsverschuldung nähert sich der Marke von 17 Billionen Dollar, die Gesamtverschuldung beträgt ungefähr 105 Prozent des BIP, der jährlichen Summe aller Güter und Dienstleistungen, die in der größten Volkswirtschaft produziert werden.

 

Doch wirkliche Wirtschaftswissenschaftler berücksichtigen auch den Umfang der »versteckten« Schulden, die alle nicht fundierten Verbindlichkeiten mit einbeziehen – versprochene Leistungen, die Präsidenten und Gesetzgeber im Laufe der Jahre zugesagt haben, um Wählerstimmen zu kaufen oder ihre Basis zu halten. Diese versteckten Schulden liegen bei schier unglaublichen 125 Billionen Dollar.

 

Es ist, offen gesagt, schlicht unmöglich, diese Schulden zurückzuzahlen. Auf der ganzen Welt gibt es dafür nicht genug Reichtum. Das US-Finanzministerium pumpt schon jetzt ungefähr eine Billion Dollar pro Jahr ins System, aber das ist Schwindelgeld. Und selbst damit würde es länger als ein Jahrhundert dauern, bis unsere nicht fundierten Schulden zurückgezahlt wären.

 

Jetzt sagen selbst die »Insider« den wirtschaftlichen Untergang voraus

 

Alle möglichen Wirtschaftsexperten, darunter auch Mike Adams, der »Health Ranger« und Gründer von NaturalNews, haben davor gewarnt. Und jetzt hat sogar ein echter »Insider« gewarnt, der derzeitige wirtschaftlicher Kurs der USA sei nicht nur nicht mehr haltbar, sondern könne das Land ins Chaos stürzen, politisch und allgemein.

 

In seinem neuen Buch The Map and the Territory. Risk, Human Nature, and the Future of Forecasting (zu Deutsch etwa: Die Landkarte und das Gelände: Risiko, menschliche Natur und die Zukunft der Prognosen) sagt Alan Greenspan, der ehemalige Chef der Federal Reserve, wenn es die beiden politischen Fraktionen in Washington nicht schafften, sich auf eine ernste Reform von Entitlements [Renten, Pensionen, Krankenfürsorge für Alte und Arme] und anderen staatlichen Programmen (Obamacare als jüngstes, aber nicht als größtes) zu einigen, dann säßen wir in der Tinte:

Das Wichtigste ist für uns, das politische System wiederherzustellen. Andernfalls ist unsere schwer angeschlagene Wirtschaft verloren. In Amerika werden wir in einer Weise politisch zerrissen, wie wir es seit dem Börsenkrach von 1929 nicht mehr erlebt haben…

Ich wurde erstmals durch Robert Bennett, den altgedienten erzkonservativen Senator aus Utah, auf die Veränderung in unserer Politik hingewiesen. Trotz der deutlichen Zustimmung seiner Basis fürchtete er 2010 um seine Wiederwahl. 2004 war er mit 69 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Sein Problem bestehe in einer unerwarteten Konkurrenz um seinen Sitz im Senat durch einen mehr RECHTSGERICHTETEN Kandidaten. [Bennet wurde beim Parteikonvent der Republikaner von Utah schließlich Dritter, seinen Sitz hat jetzt Senator Mike Lee inne, der maßgeblich mitgewirkt hat, die Regierung über Obamacare lahmzulegen.] … Ich wurde damals erstmals auf das Phänomen aufmerksam, das später als Tea Party bekannt wurde – eine politische Bewegung, die 2009 auftauchte und bei der Wahl 2010 zu einem einflussreichen Faktor wurde…

 

»Die Tendenz zu unbeschränktem Deficit Spending ist unser größtes wirtschaftliches Problem«

 

Es ist merkwürdig, dass Greenspan so eine leichtfertige Äußerung über die so genannte »Tea Party«-Bewegung macht, wenn man bedenkt, dass sie dem Wunsch der Amerikaner nach haushaltspolitischer Verantwortung in Washington entsprang. Es ist, als beschuldige er die einzig existierende fiskalisch konservative Bewegung, zumindest teilweise verantwortlich dafür zu sein, dass sich Abgeordnete und Senatoren offenbar nicht darauf einigen können, die Ausgaben zu kürzen und die Entitlements zu reformieren. Und genau das vertritt die Bewegung – aber ich schweife ab.

 

Mehr von Greenspan:

Beide Seiten, die sich in der gegenwärtigen Haushaltsdebatte so unnachgiebig gegenüberstehen, müssen begreifen, dass uns eine Finanzkrise droht, wenn wir die Schieflage nicht in den Griff bekommen. Zumal diese Schieflage deutlich größer ist, als die offiziellen Zahlen besagen wegen möglicher Verbindlichkeiten der US-Regierung durch eventuelle Rettung großer Finanzinstitute und anderer Kult-Firmen …

Der Status, den die US-Wirtschaft seit über einem Jahrhundert als stärkste Wirtschaftsmacht der Welt hält, ist bedroht. … Die Neigung zu unbegrenztem Deficit Spending ist unser größtes wirtschaftliches Problem.

Da haben Sie es. Der frühere Chef der Fed sagt, der derzeitige finanzpolitische Kurs der USA sei nicht haltbar. Vielleicht wachen die Schafe auf, wenn der Zusammenbruch wirklich passiert. Aber natürlich wird es dann zu spät sein – für sie auf alle Fälle.

 

Quellen:

 

Politico.com

USDebtClock.org

NaturalNews.com

 

 

 

 


 

 

 

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