Thursday, 20. November 2014
29.12.2012
 
 

Mainstreammedien meiden die Verbindung zwischen Psychopharmaka und gewalttätigen Schießereien

J. D. Heyes

Vielleicht wissen die meisten Vertreter der Mainstreammedien einfach nichts über die Wirkung von Psychopharmaka, vielleicht sind sie politisch voreingenommen oder faul, oder gar alles zusammen – auf jeden Fall werden Sie kaum einen Journalisten finden, der es wagt, eine Verbindung zwischen den Gefahren dieser Medikamente und der wachsenden Zahl schauerlicher Massentötungen in den letzten Jahren zu ziehen.

Der jüngste Fall in dieser Reihe war der 20-jährige Adam Lanza, der erst seine Mutter umbrachte, bevor er sich zur Sandy-Hook-Grundschule in Newtown, Connecticut, auf den Weg machte, wo er 20 Kindergartenkinder und sechs Erwachsene erschoss.

 

In den Tagen nach der Schießerei hieß es zunächst in Exklusivberichten der New York Daily News, Lanza sei durchgedreht, als er erfahren habe, dass seine Mutter ihn in eine psychiatrische Klinik einliefern wollte. Laut dem Bericht hatte ein »Bar-Kumpel«, der nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber der Zeitung erklärt, Nancy Lanza habe ihm gesagt, ihr Sohn »verbrenne sich selbst«, sie habe Angst, ihn »zu verlieren«.

 

Details verschwinden

 

Laut InfoWars.com wurde in diesem ursprünglichen Bericht auch gesagt, dass Adam Lanza Psychopharmaka einnahm. »Adams Onkel… sagte, er nehme ein Neuroleptikum namens Fanapt ein«, berichtete das New York Magazine in einem weiteren Bericht, in dem die ursprüngliche Story der New York Daily News zitiert wurde.

 

Doch wie InfoWars betont, verschwand dieses kleine Faktum danach aus der Online-Version dieser anfänglichen Berichte. »Es ist fast sicher, dass es in der Originalfassung des Artikels erwähnt wurde, bevor sie verändert wurde, und dass der Bericht von NY Mag auf dem ursprünglichen NY-Daily-News-Artikel beruhte«, berichtete InfoWars.

 

Warum würden Zeitungen und Zeitschriften des Mainstream verheimlichen, dass Lanza – und viele frühere Massenmörder – Psychopharmaka einnahmen, die so gut wie sicher zu ihrem verhängnisvollen Verhalten beitrugen?

 

Die offensichtliche Antwort lautet: Die Medikamente verantwortlich zu machen würde von der Konzentration auf die Schusswaffen ablenken. Aber die Tatsache, dass diese Tragödien von Psychos auf Medikamenten begangen werden, ist nicht überall der Aufmerksamkeit entgangen.

 

Führen die Dollars von Big Pharma das Wort?

 

Die Citizens Commission on Human Rights International fordert die längst überfällige Untersuchung der Verbindung zwischen Psychopharmaka und Gewalt und führt dabei drei augenfällige Tatsachen an:

  • Ungeachtet von 22 Warnungen internationaler Aufsichtsbehörden über Psychopharmaka, bei denen Wirkungen wie Manie, Gewalt, Feindseligkeit und Mordgedanken zitiert werden und auf zahlreiche Schießereien und andere Morde im Zusammenhang mit der Einnahme von Psychopharmaka verwiesen wird, »steht auf Bundesebene eine Untersuchung der Verbindung zwischen Psychopharmaka und Taten sinnloser Gewalt noch immer aus«, heißt es bei der CCHRI.
  • Mindestens 14 der Schießereien an Schulen in letzter Zeit wurden von Tätern begangen, die entweder Psychopharmaka einnahmen oder bei denen die Medikamente gerade abgesetzt wurden. Die Folgen sprechen für sich: 58 Tote, 109 Verwundete. Bei anderen Schießereien an Schulen »wurden Informationen über die Medikamenteneinnahme der Täter nie veröffentlicht – es wurde weder bestätigt noch dementiert, dass sie unter dem Einfluss verordneter Medikamente standen«, sagt die CCHRI.
  • In der Zeit von 2004 bis 2011 seien dem MedWatch-System der Arzneizulassungsbehörde FDA 11.000 Fälle unerwünschter Wirkungen von Psychopharmaka in Bezug auf Gewalt gemeldet worden. Berichtet wurden: 300 Mordfälle, fast 3.000 Fälle von Manie und über 7.000 Fälle von Aggression. Wie die FDA selbst einräume, würden nur ein bis zehn Prozent aller Nebenwirkungen überhaupt an die Behörde gemeldet, schreibt die CCHRI, »so dass die tatsächliche Zahl der aufgetretenen unerwünschten Wirkungen mit einiger Sicherheit höher ist«.

 

Trotz dieser schauererregenden Statistik hat es in den Mainstreammedien keinen Aufruf gegeben, die Verwendung dieser Medikamente untersuchen, geschweige denn verbieten zu lassen – anders als bei den Waffen.

 

Könnte es daran liegen, dass Big Pharma Jahr für Jahr Millionen für Werbung in den Medien ausgibt?

 

 

Quellen:

 

Infowars.com

NYDailynews.com

cchrint.org

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Ritalin: Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört

Eva Herman

Es klingt wie die furchterregende Geschichte aus einem Horrorthriller: Ein weltweit angesehener US-Kinderpsychiater probiert in den sechziger Jahren an seinen lebhaften Patienten verschiedene Psychopharmaka aus, um die Kleinen ruhig zu stellen. Als er eine entsprechende Pille entdeckt, mit der die Kinder gefügig gemacht werden können, erhebt er im  mehr …

Mehr als 20 Prozent der Erwachsenen in Amerika nehmen Psychopharmaka

Jonathan Benson

Medikamentenabhängigkeit ist ein ernstes Problem in den USA, wie sich unter anderem daran zeigt, dass mehr als 20 Prozent der Erwachsenen gegen Angstzustände und Depression regelmäßig zu Pharmazeutika greifen. Eine neue Studie des Pharma-Dienstleisters Medco Health Solutions Inc. hat ergeben, dass mittlerweile einer von fünf Erwachsenen – bei  mehr …

Beschuldigter Batman-Schütze war vor dem Massaker bei ehemaliger Air-Force-Psychiaterin in Behandlung

Ethan A. Huff

Neu aufgetauchte Dokumente zeigen: James Holmes, der beschuldigt wird, am 20. Juli in Aurora im US-Bundesstaat Colorado bei einer Mitternachtsvorführung des Films The Dark Knight Rises (Der dunkle Ritter erhebt sich) kaltblütig zwölf Menschen getötet und 58 weitere verletzt zu haben, war offenbar vor dem tragischen Massaker in psychiatrischer  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ritalin: Wie die Pharmaindustrie unsere Kinder vorsätzlich zerstört

Eva Herman

Es klingt wie die furchterregende Geschichte aus einem Horrorthriller: Ein weltweit angesehener US-Kinderpsychiater probiert in den sechziger Jahren an seinen lebhaften Patienten verschiedene Psychopharmaka aus, um die Kleinen ruhig zu stellen. Als er eine entsprechende Pille entdeckt, mit der die Kinder gefügig gemacht werden können, erhebt er im  mehr …

Die Trickser: Die zehn dreistesten Euro-Lügen

Michael Brückner

Beim Thema Euro-Krise wird verharmlost und schöngeredet. Doch allmählich dämmert es sogar den gutgläubigsten Zeitgenossen, dass die so genannte Euro-Rettung vor allem die deutschen Steuerzahler und Sparer viele Milliarden Euro kosten wird. Mit immer neuen Euro-Märchen versuchen sich die Verantwortlichen noch einmal über die nächste Bundestagswahl  mehr …

Die Freien Wähler: Partei ohne klares Konzept

Henning Lindhoff

Neben der neueren Piratenpartei machen jetzt auch die Freien Wähler auf sich aufmerksam und wollen eine Alternative zu den etablierten Parteien sein. Doch welches Konzept verfolgen sie?  mehr …

Tierschützer fordern: Schweizer sollen keine Hunde und Katzen mehr essen

Udo Ulfkotte

Die Schweiz ist das einzige europäische Land, in dem auch weiterhin der Verzehr von Hunden und Katzen erlaubt ist. In manchen Regionen ist das halt eine Delikatesse. Man darf die Tiere vor dem Tod auch quälen. Tierschutzgegner wollen das alles nun ändern.  mehr …

Wissenschaftler entdecken die bisher größten Schwarzen Löcher des Universums mit einer Masse von 40 Milliarden Sonnen

Redaktion

Offenbar ist das bisher größte entdeckte Schwarze Loch noch größer als Wissenschaftler vermuteten. Neue Forschungen der NASA zeigen, dass sich dort draußen im All einige wirkliche Monster mit einer Masse von zehn bis 40 Milliarden Sonnen  [eine Sonnenmasse entspricht (1,9882 ± 0,00025) x 1030 kg oder 332.946 Erdenmassen] herumtreiben.  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.