Wednesday, 29. June 2016
27.09.2013
 
 

Whistleblower enthüllt: US-Außenministerium versorgt al-Qaida direkt mit Waffen

Kit Daniels

Ein ehemaliger CIA-Waffenschmuggler enthüllte, dass der amerikanische Botschafter in Libyen, J. Christopher Stevens, bei dem Angriff auf das amerikanische Konsulat in Bengasi am 11. September 2012 getötet worden sei, um direkte Waffenlieferungen des US-Außenministeriums an al-Qaida zu vertuschen.

William Robert »Tosh« Plumlee begann seine Laufbahn als CIA-Vertragspilot Ende der 1950er Jahre, als er Waffen und Munition im Auftrag des Geheimdienstes an Fidel Castro lieferte. Plumlee bestätigte, dass Waffengeschäfte dieser Art auch heute noch gang und gäbe seien. So liefere das

Außenministerium Waffen über die CIA an al-Qaida.


Während eines Interviews mit Alex Jones bemerkte Plumlee, Pat Smith, die Mutter eines Offiziers für Informationsmanagement, der ebenfalls bei dem Angriff auf das Konsulat in Bengasi ums Leben gekommen war, sei von der Regierung Obama nur sehr unzureichend über die Todesumstände ihres Sohnes informiert worden. »Ich stellte mir die Frage, warum sie ihr nichts sagten«, meinte er. »Dann erwähnte ein Kontakt von mir, ein hochrangiger NATO-Vertreter, ihm lägen Berichte vor, nach denen sich der Botschafter J. Christopher Stevens über die Depeschen und Berichte beschwert habe, die er vom Außenministerium über Waffenlieferungen, darunter auch Stinger-Raketen, und die Bewaffnung radikaler islamistischer Kräfte erhalten habe.«

 

Plumlee zufolge wurde Stevens angewiesen, sich herauszuhalten, nachdem er sich mit der Frage an das Außenministerium gewandt hatte, wie er sich im Zusammenhang mit den amerikanischen Waffenlieferungen an al-Qaida verhalten solle. »Der Botschafter und seine Leute hatten zahlreiche Erfahrungsberichte über die Lage vor Ort und entsprechende Mitteilungen verfasst, in denen das Außenministerium darüber unterrichtet wurde, dass Rebellengruppen mit amerikanischen Waffen versorgt würden«, fuhr Plumlee fort. »Ich argumentiere nun, wenn dies alles zutrifft, warum wird es dann als Angelegenheit der nationalen Sicherheit eingestuft?« Plumlee wies auch darauf hin, dass die Lageberichte von Stevens vom Außenministerium bisher nicht freigegeben wurden.

 

Diese Enthüllungen legen den Schluss nahe, dass Stevens bei dem Angriff auf das amerikanische Konsulat in Bengasi getötet wurde, weil und nachdem er dem Außenministerium gegenüber deutlich gemacht hatte, dass er es ablehne, al-Qaida mit wärmesuchenden Raketen auszurüsten. Der ganze Angriff auf Bengasi diente möglicherweise dazu, Zeugen der Waffenlieferungen auszuschalten und Stevens Berichte zu unterdrücken.

 

Die Regierung Obama machte dann später ausschließlich islamische Demonstranten, die aufgrund des Films Die Unschuld der Moslems aufgebracht gewesen seien, für den Angriff verantwortlich, weigerte sich aber zugleich, die Frage zu beantworten, warum nicht amerikanische Spezialeinheiten eingesetzt worden seien, um Stevens und andere während des Angriffs zu unterstützen bzw. zu retten.

 

Die genannten Raketen wurden, wie andere für al-Qaida bestimmte Waffen, mit C-130-Militärtransportflugzeugen, die dem Direct Commercial Sales-Programm (DCS) des amerikanischen Außenministeriums unterstehen, nach Libyen transportiert. Laut dem früheren Journalisten und New-York-Times-Bestsellerautor Jim Marrs ist das DCS für die Genehmigung und Kontrolle der Verkäufe von Waffen, anderen Rüstungsgütern und militärischen Dienstleistungen wie Ausbildung etc. durch private Firmen ins Ausland zuständig.

 

Aufgrund eigener interner Ermittlungen kam das Außenministerium zu dem Ergebnis, dass Schusswaffen, die von dem DCS geliefert worden waren, letztlich in die Hände auswärtiger Feinde gelangt seien.

 

Nähme man alles zusammen, so erklärte Plumlee, bedeute dies, dass es sich bei den Waffen, mit denen man al-Qaida versorge, um »Waffen amerikanischer Herstellung aus dem DCS-Programm handelt, die illegalerweise mit C-130« -Transportflugzeugen in Länder wie die Türkei und Jordanien transportiert worden seien, von wo aus man sie dann »von ›sicheren Häusern‹ der CIA aus an die syrischen Rebellen weitergegeben hat«.

 

Wie bereits gut dokumentiert, handelt es sich bei den syrischen Rebellen überwiegend um Al-Qaida-Kämpfer, die Präsident Baschar al-Assad stürzen wollen, um in Syrien einen islamischen Staat zu errichten. Sollte al-Qaida Syrien kontrollieren, würden andere Länder rasch versuchen, sich das entstehende Chaos und die abnehmende syrische Handlungsfähigkeit als souveräner Staat zunutze zu machen, um Billionen von Dollar an Erdöleinkünften aus dem Land zu schleusen.

 

Die syrischen Rebellen mit der Schabhat an-Nusra li Ahl asch-Sham (»Unterstützungsfront für das syrische Volk«, kurz: Al-Nusra-Front) an der Spitze, bei der es sich um einen direkten Ableger der Terrororganisation al-Qaida im IrakQaidat al-Dschihad fi Bilad ar-Rafidain«) handelt, werden allgemein als die stärkste und wirksamste Kampfgruppe in Syrien bezeichnet und füllten die bestehende Lücke, die die säkulare Freie Syrische Armee (FSA) nicht mehr ausfüllen konnte. Die FSA litt unter erheblichem Mangel an Waffen und anderen Versorgungsgütern und verlor immer mehr Kämpfer an die besser bewaffnete und ausgerüstete Al-Nusra-Front. Jetzt ist auch bekannt, warum die Schabhat an-Nusra und al-Qaida weltweit anscheinend niemals Mangel an Waffen litten – wurden sie doch direkt vom amerikanischen Außenministerium mit Waffen versorgt.

 

 

 

 


 

 

 

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