Tuesday, 30. August 2016
05.08.2014
 
 

Die nächste Stufe der Ebola-Krise: Terrorismus

Kurt Nimmo

Am vergangenen Sonntag griff die Internetseite Breitbart einen Bericht der amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) auf, in dem es hieß, eine wachsende Zahl der Menschen, die an den Grenzen festgenommen würden, habe sich mit dem Ebola-Virus angesteckt.

 

»Mindestens 72 Menschen aus den drei Ländern, die von dem jüngsten Ebola-Ausbruch betroffen sind, haben sich im Zeitraum Januar 2014 bis Juli 2014 entweder selbst an die Behörden gewandt oder wurden beim Versuch, illegal in die USA einzureisen, von US-Behörden festgenommen«, schrieb Breitbart. Weiter heißt es in dem vertraulichen, aber durchgesickerten Bericht, eine erhebliche Anzahl der bei Grenzübertritten festgenommenen illegalen Einwanderer stamme aus Pakistan, dem Jemen und Somalia, also aus Ländern, in denen islamische Terroristen aktiv seien.

 

Der texanische Gouverneur Rick Perry hob ebenfalls gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CNN diese potenzielle Bedrohung hervor. Einige illegale Einwanderer stammten aus Ländern mit deutlichen Verbindungen zum Terrorismus, sagte er.

 

Diese gleichzeitige Betonung einer möglichen terroristischen Unterwanderung und Ebola schafft Raum für beängstigende Aussichten: einen Angriff auf die USA mit biologischen Waffen. Der Regierung liefert dies eine einmalige Chance, ihr Terror-Narrativ, das die amerikanische Innen- und Außenpolitik seit mehr als ein Jahrzehnt prägt, noch um eine Dimension zu erweitern.

 

Das Ebola-Virus als Waffe

 

Im Jahr 2013 warnte das Magazin Global Policy, die Hauszeitschrift der London School of Economics, vor einem Einsatz von Ebola als Terrorwaffe. Damals schrieb Amanda M. Teckman dort:

»Die Zunahme der natürlichen Ausbrüche [in Afrika], gekoppelt mit der Gefahr, dass eine Terrorgruppe Fachleute anwirbt, die sich das Virus beschaffen und es so vorbereiten, dass es als Biowaffe genutzt werden könnte, sollte die politischen Entscheidungsträger veranlassen, sich einmal das Risiko eines absichtlich herbeigeführten Ausbruchs vor Augen zu führen.«

Auch wenn es sehr komplex und unwahrscheinlich ist, Ebola in eine Waffe zu verwandeln, erklären Experten auf diesem Gebiet, es sei bereits bei Tieren zu einer Übertragung des Virus durch die Luft gekommen. Ihrer Ansicht nach »könnten sich die Eigenschaften dieser das Hämorrhagische Fieber auslösenden viralen Erreger, die einen Einsatz als Waffe erschweren, mit fortschreitender Erkenntnis als überwindbare Hindernisse erweisen«.

 

Darüber hinaus ermögliche nach Ansicht von Wissenschaftlern, so die Recherche Teckmans, »ein revers-genetisches System die Herstellung hochansteckender mutierter Viren, die für biologische Kriegsführung oder biologischen Terrorismus eingesetzt werden können«.

 

Es bleibt abzuwarten, ob eine Terrorgruppe wie der Islamische Staat (IS, früher: ISIS), die schon ihre Bereitschaft zum hemmungslosen Massenmord auch an Zivilisten unter Beweise gestellt hat, über die Fähigkeiten verfügt, eine »waffenfähige« Version des Ebola-Virus herzustellen.

 

Sollte es dem IS gelingen, das Regime des gegenwärtigen Machthabers Baschar al-Assad in Syrien zu stürzen, könnte sich die Terrorgruppe auch in den Besitz biologischer Waffen bringen. Amerikanischen Geheimdiensterkenntnissen zufolge betreibt Syrien im Zentrum für Wissenschaftliche Studien und Forschung (SSRC) in Damaskus mit zusätzlichen Laboratorien in Aleppo und Homs ein Biowaffenprogramm.

 

»Beim SSRC handelt es sich um einen riesigen Gebäudekomplex mit Flügeln und Abteilungen für Forschungen an bestimmten krankheitserregenden Stoffen. Die Laboratorien entsprechen dem neuesten Stand der Wissenschaft, und anders als im Falle von Chemiewaffen ist bei biologischen Waffen eine Vorratshaltung überholt. Die Infrastruktur sowohl für verdeckte als auch für legitime Forschungsarbeiten ist identisch, was es außerordentlich erschwert, die Entwicklung biologischer Waffen zu erkennen«, berichtete das Magazin National Interest im vergangenen September.

 

Im Oktober letzten Jahres traten britische Experten der Denkfabrik Henry Jackson Society (HJS) mit einer deutlichen Warnung an die Öffentlichkeit. Aus ihrer Sicht bestehe die »eindeutige und akute Gefahr«, dass sich al-Qaida der Biowaffenbestände des Assad-Regimes bemächtige. Sie verfügten über deutliche Hinweise, dass sich mit al-Qaida verbundene Gruppen bereits im Besitz »giftiger Erreger« befänden, berichtete die israelische Nachrichtenagentur Israel National News.

 

»Im Gegensatz zu Chemiewaffen, die in bestimmten Militärlagern untergebracht sind und immer noch der Kontrolle und dem Befehls Assads unterstehen, sind die Strukturen der syrischen Biowaffen-Programme verborgener, gegliederter und weiter in die verbleibende, über das Land verstreute bio-pharmazeutische Infrastruktur integriert. Diese Programme sind sehr flexibel aufgebaut, sodass man die Produktion sehr leicht umgestalten kann, falls dies erforderlich wäre«, heißt es im HJS-Bericht.

 

»Beunruhigenderweise deutete der Bericht an, die mit al-Qaida verbundene Al-Nusra-Front verfüge bereits über ›biologische Krankheitserreger oder waffenfähige Erreger, von denen jeder eine Bedrohung der internationalen Gemeinschaft darstellt‹.« Im Juni hieß es dann, die Al-Nusra-Front und ISIS hätten sich vereinigt.

 

Dies bedeute nicht, dass Syrien über als Waffe einsetzbare Ebola-Viren verfügt, sondern lediglich, dass es möglicherweise ein komplexes und hochmodernes Biowaffenprogramm betreibt und virale Erreger aus diesem Programm im Falle eines anhaltenden Siegeszuges des IS in die Hände von Terroristen fallen könnten, die diese Waffen dann vielleicht bei einem Angriff in den USA oder in Europa einsetzen würden.

 

Die Gefahr von Biowaffen-Terror als Teil des amerikanischen Propagandakrieges

 

Obwohl es als sehr unwahrscheinlich und unrealistisch gilt, dass Terroristen hochkomplexe biologische Waffen in die Hände fallen oder diese von ihnen entwickelt werden, hat die amerikanische Regierung ein Narrativ geschaffen, das al-Qaida als Terrorgruppe darstellt, die zu Anschlägen mit Biowaffen bereit und problemlos in der Lage wäre.

 

Einige wichtige Persönlichkeiten aus dem Al-Qaida-Umfeld haben durchaus ein Interesse an Biowaffen erkennen lassen. So rief etwa der in Amerika geborene Anwar al-Awlaki, der 2011 bei einem amerikanischen Drohnenangriff getötet wurde, zum Einsatz von Biowaffen auf. In einem Artikel für das Al-Qaida-Magazin Inspire schrieb er etwa:

»Der Einsatz biologischer Waffen und chemischer Waffen gegen Ballungsräume ist erlaubt und dringend geboten.«

Weniger als drei Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verbreitete die US-Regierung das Gerücht, al-Qaida habe in Afghanistan Anthrax-Sporen gelagert und plane entsprechende Anschläge in den USA. Nach den Anthrax-Anschlägen vom 18. September, für die die Regierung Bush Osama bin Laden reflexartig verantwortlich machte, gewann diese Theorie an Bedeutung.

 

Das Schüren der Angst, al-Qaida könnte in den USA Anschläge mit Biowaffen durchführen, ist ein zentrales Dogma des Terror-Narrativs. Vom Tod von 40 Al-Qaida-Angehörigen in Algerien, die sich angeblich beim Scheitern eines Biowaffenprogramms mit der Pest ansteckten, bis hin zu dem alles andere als unumstößlichen Beweis, dass die Al-Nusra-Front in Syrien Sarin-Nervengas eingesetzt habe, prägt die angeblich hochakute Bedrohung von Anschlägen mit Biowaffen durch Terrorgruppen seit mehr als einem Jahrzehnt die Berichterstattung und das Narrativ des »Krieges gegen den Terror«.

 

Die Befürchtung, Terroristen könnten sich über die Grenze zwischen Mexiko und den USA ins Land schleichen, sowie der jüngste CBP-Bericht über mit Ebola infizierte Menschen unter der wachsenden Zahl der illegalen und legalen Einwanderer in die USA, erweiterte den sich ständig ausweitenden »Krieg gegen den Terror« um eine neue und erschreckende Dimension.

 

Es bleibt abzuwarten, ob tatsächlich Terroristen zusammen mit Zehntausenden Kindern, die ohne Begleitung Erwachsener unterwegs sind, und anderen illegalen Einwanderern in die USA einsickern oder ob tatsächlich ein Terroranschlag in Vorbereitung ist.

 

Trotz fehlender belastbarer Beweise wird die Regierung aus opportunistischen Gründen die Angst vor einem Ebola-Ausbruch in den USA und die Terrorgefahr miteinander vermischen. Auf diese Weise sollen ihre anhaltenden Bemühungen zur Errichtung eines Polizeistaats mit einem technisch hochwertig aufgerüsteten Überwachungsapparat und einer militärischen und diplomatischen Komponente vorangetrieben werden, um so die außenpolitischen Ziele der weltweiten Elite zu verwirklichen.

 

 

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Leser-Kommentare (5) zu diesem Artikel

06.08.2014 | 09:33

Lena

Der Weg ist prinzipiell richtig, wenn auch im falschen Premium-Segment. Zu luxuriös, zu schwer und zu teuer. Das einzusparende Gewicht sollte man in geringeren Verbrauch und höhere Reichweite stecken. Und zum Thema Raumenergie: bis jetzt nur eine reine Theorie, die sich weder beweisen noch in irgendwelchen seriösen Versuchsaufbauten zeigen lässt.


05.08.2014 | 19:47

LK

Wen interessiert das Gejammer und die Angstmache der Amerikaner noch ? Jeder bekommt das, was er verdient.


05.08.2014 | 18:48

Erich Schlapphut

Wozu so ein langer Artikel? Die einen Terroristen mit Sprengstoff am Körper, die anderen Terroristen mit biologischen Sprengstoff im Körper, hat den Vorteil man erkennt es nicht gleich. Eventuell ist die Epidemie auch nur ein Bumerang?


05.08.2014 | 18:42

rundertischdgf

Zuwanderung mit gefährlichen Infektionskrankheiten in Verbindung zu bringen, wird ein absolutes Tabu der Medien und Politiker bleiben.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/08/05/who-ebola-auser-kontrolle/


05.08.2014 | 17:38

HG

"Ihr Kinderlein kommet ... " "Wir brauchen mehr Zuwanderung ... " Bei einer Regierung mit noch etwas Verantwortungsbewußtsein für die vorhandene Bevölkerung wäre hier spätestens das Ende der Fahnenstange erreicht ... Aber man darf eben nicht zuviel erwarten ...!

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