Tuesday, 26. July 2016
26.03.2014
 
 

Obama besorgt, in Manhattan könnte eine Atombombe explodieren

Kurt Nimmo

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Atomgipfels in Den Haag erklärte der amerikanische Präsident Barack Obama gestern, Russland sei eine »Regionalmacht« und stelle nicht die größte Bedrohung für die Sicherheit der Vereinigten Staaten dar. Er mache sich größere Sorgen, dass in Manhattan eine Atombombe explodieren könnte.

Der Präsident antwortete damit auf die Frage eines Journalisten, ob sein früherer Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen 2012, Mitt Romney, jetzt nach der Entscheidung der Krim, sich wieder Russland anzuschließen, mit seiner damaligen Einschätzung richtig gelegen habe, dass Russland erneut der Hauptgegner der Vereinigten Staaten sei. »Das Vorgehen Russlands ist ein

Problem. Es stellt nicht die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar. Ich mache mir hinsichtlich unserer Sicherheit weiterhin größere Sorgen, dass eine Atombombe in Manhattan explodieren könnte«, sagte Obama, ging aber auf diese Gefahr nicht weiter ein.

 

Nordkorea hat schon mehrfach angedroht, die Vereinigten Staaten mit Atomwaffen anzugreifen. Im April letzten Jahres erklärte der amerikanische Militärgeheimdienst Defense Intelligence Agency (DIA), er sei »zurückhaltend überzeugt«, Nordkorea verfüge über Atomwaffen, die klein genug seien, mit einer ballistischen Rakete abgefeuert zu werden. Die Verlässlichkeit und Zielgenauigkeit dieser Raketen, so die DIA weiter, liege allerdings sehr niedrig.

 

Im Dezember letzten Jahres erklärte Südkorea – aus auf der Hand liegenden Gründen –, Nordkorea habe die notwendigen technologischen Fähigkeiten entwickelt, Nuklearraketen abzufeuern, die die Westküste der Vereinigten Staaten erreichen könnten. Experten vertreten allerdings die Ansicht, der asiatische kommunistische »Erb«staat sei noch Jahre davon entfernt, eine Atomwaffe auf die Größe eines Sprengkopfs einer ballistischen Rakete verkleinern zu können. Kalifornien liegt fast 5000 Kilometer von Manhattan entfernt. Um New York mit Atomwaffen angreifen zu können, müsste Nordkorea über Trägerraketen verfügen, die über eine Reichweite von 10.000 Kilometern verfügen müssten.

 

Der nächste Verdächtige auf der Liste der »Achse des Bösen«, von der die amerikanische Regierung seit mehr als zehn Jahren behauptet, dass sie den USA Schaden zufügen wolle, ist der Iran. Das Land verfügt derzeit weder über eine Atombombe noch über das notwendige hoch angereicherte Uran, das für die Bombenproduktion erforderlich wäre, oder eine Trägerrakete, die in der Lage wäre, die Vereinigten Staaten zu erreichen. Zudem hat sich der Iran verpflichtet, so der amerikanische Außenminister John Kerry im Januar dieses Jahres, die Lagerung von Uran befristet einzustellen.

 

Nach den Angriffen vom 11. September 2001 haben die Regierung sowie verschiedene Experten und Kommentatoren der amerikanischen Öffentlichkeit und der Welt bei unzähligen Gelegenheiten eingebläut, al-Qaida habe bereits Atombomben über die mexikanische Grenze in die USA geschmuggelt und in den USA versteckt und werde »Millionen von Menschen töten, die Wirtschaft zerstören und den Kurs der Geschichte nachhaltig ändern«.

 

2010 erklärte Obama, al-Qaida versuche, Atomwaffen in die Hand zu bekommen, und schrecke auch »nicht davor zurück, sie einzusetzen«. »Sollte es jemals zu einer Atombomben-Explosion in New York oder London oder Johannesburg kommen, hätte dies in wirtschaftlicher, politischer und sicherheitspolitischer Hinsicht verheerende Auswirkungen«, fuhr er fort. Amerikanische Geheimdienstexperten vertreten allerdings die Auffassung, die nukleare Bedrohung, die von al-Qaida ausgehe, sei schlimmstenfalls eine »entfernte Möglichkeit«. »Gegenwärtig scheinen sie keine großen Fortschritte gemacht zu haben, aber wir überprüfen weiterhin auch noch die kleinsten gesammelten Informationen, um einschätzen zu können, ob sie in ihren Bemühungen irgendwelche Fortschritte gemacht haben«, erklärte ein anonymer Geheimdienstvertreter 2010 dem amerikanischen Fernsehsender CNN. »Die Entwicklung einer Atomwaffe erfordert hochkomplizierte und hochkomplexe technische Prozesse. Auf der Grundlage unserer heutigen Informationen scheint al-Qaida diese bisher nicht gemeistert zu haben.«

 

Obama sieht Russland scheinbar nicht als Bedrohung an, obwohl das Land über etwa 45 000 Atomwaffen und hoch entwickelte ballistische Raketensysteme verfügt. Aus Sicht Obamas ist Russland »eine Regionalmacht, die nicht aus einer Position der Stärke heraus, sondern aus Schwäche einige ihrer unmittelbaren Nachbarn bedroht«.

 

Diese Äußerungen Obamas fielen während eines Gesprächs mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte nach dem Gipfel zur Nuklearsicherheit in Den Haag. Russland nahm ebenfalls an dem Gipfel teil und stimmte der Schlusserklärung des Gipfels zur Verstärkung der nuklearen Sicherheit zu.

 

Der stellvertretende russische Außenminister Dmitri Rogosin drohte mit dem Einsatz von Atomwaffen, sollte Moskau angegriffen werden. Seine Äußerungen bezogen sich auf die Gespräche über Raketenabwehrsysteme, die in Osteuropa von den USA installiert wurden. »Man kann so lange wie man will mit dem Gedanken spielen, nichtatomare Sprengköpfe auf strategischen Trägerraketen einzusetzen«, sagte Rogosin. »Man sollte dabei aber immer im Kopf behalten, dass wir mit Sicherheit im Falle eines Angriffs auf uns in bestimmten Situationen auf Atomwaffen zurückgreifen werden, um unser Territorium und unsere staatlichen Interessen zu verteidigen.«

 

 

 

 


 

 

 

 

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