Friday, 30. September 2016
18.08.2015
 
 

Ron Paul: US-Notenbank kneift bei Zinswende, »die Lage ist zu anfällig«

Mac Slavo

Das ganze System taumelt am Rande des Abgrunds, und praktisch jeder im Finanzsektor wartet auf die eine Entscheidung: Wird die US-Notenbank letztlich die Zinsen erhöhen?

 

Der langjährige frühere Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidat Ron Paul hat eine mutige Vorhersage gewagt. Er geht davon aus, dass die Federal Reserve (Fed) aller Wahrscheinlichkeit nach die Zinsen NICHT erhöhen wird. Eine solche Entscheidung hätte äußerst weitreichende Konsequenzen für die Märkte. Angesichts der Vielzahl der negativen Risikofaktoren, denen sich die Märkte ohnehin gegenübersehen, schreckt die Fed bisher vor einer Zinserhöhung zurück.

Fed-Chefin Janet Yellen – und mit ihr die überwiegende Mehrheit im Finanzsektor – weiß, wie massiv die flankierenden Folgen einer Zinserhöhung wären.

 

Die vielen Jahre der lockeren Geldpolitik (»Quantitative Easing«, QE) haben alle Möglichkeiten einer weiteren Stimulierung der Wirtschaft ausgereizt. CNBC berichtete:

»Paul argumentiert, die Fed scheue davor zurück, die Zinsen inmitten eines bereits schwachen Aufschwungs zu erhöhen, da dies die Gefahr mit sich bringe, die amerikanische Wirtschaft wieder in die Rezession oder Schlimmeres zurückfallen zu lassen... Die Fed-Vorsitzende ›will nicht für die Depression verantwortlich gemacht werden, in der wir uns nach meiner Ansicht schon längst befinden. Die ganze Situation ist extrem volatil, so dass wir gegenwärtig in äußerst gefährlichen Zeiten leben‹, sagte er.«

Die Banken sind wie Drogensüchtige, vom ständigen Zustrom billigen Geldes abhängig. Und die dritte Stufe der lockeren Geldpolitik (QE3) hat bereits den Bogen so weit überspannt, dass die Renten, Versicherungspolicen und Spareinlagen durch Basisinvestitionen keine zukünftigen Erträge mehr realisieren können.

 

Aber wirtschaftliche Turbulenzen in China oder mögliche Einbrüche in der amerikanischen Wirtschaft könnten, so Paul weiter, schon ausreichen, um ein mögliches Eingreifen der Fed abzublasen, da dann größere Probleme akut seien. Laut dem Fernsehsender CNBC sagte Ron Paul:

»›Yellen wird noch stärker zögern, die Zinsen zu erhöhen, da sie sieht, wie fragil die Weltwirtschaft ist… Ich kann mich irren, aber ich bin überzeugt, sie werden die Zinsen nicht erhöhen. Meiner Meinung nach haben wir genug andere drängende Probleme, ob es sich nun um eine mögliche Wirtschaftskrise in China oder um unsere eigene wirtschaftliche Schieflage handelt‹, sagte er.«

Ist dies nur eine weitere Expertenwarnung, die amerikanische Wirtschaft stehe vor einem erneuten massiven Einbruch oder vielleicht sogar einem langanhaltenden Kollaps?

 

Die Probleme in China wirken sich schon jetzt massiv auf die USA aus, da China eine so wichtige Rolle im Welthandel spielt. Chinas Probleme erhöhen den Druck auf die Schwachstellen der Wall Street und der restlichen USA deutlich. Ron Paul, ein langjähriger und kenntnisreicher Kritiker des Finanzsystems, erklärt ohne Umschweife, die

Zentralbanken hätten die Lage nicht mehr unter Kontrolle. Gegenwärtig ist sich die Fed nicht sicher, ob sie die künstliche Belebung der Wirtschaft aufgeben kann, weil dies der massivste Eingriff in das System wäre, ohne die Folgen wirklich abschätzen zu können. Gleichzeitig weiß die Fed nicht, wie sie sich aus dieser Zwickmühle befreien könnte, ohne das Boot so ins Schaukeln zu bringen, dass die dadurch erzeugte Welle deutliche Schäden anrichten würde.

Wenn es im September zu einer Zinserhöhung durch die Fed kommt, wie viele Beobachter annehmen, wäre dies die erste Erhöhung seit fast zehn Jahren – und allein dies reicht schon aus, um die Fachleute bis spät in die Nacht wachzuhalten, damit sie über ihren Zahlen brüten und berechnen, wie schlimm es kommen könnte.

 

 

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Leser-Kommentare (4) zu diesem Artikel

19.08.2015 | 09:55

Nagual

Die Fed hatte nie vor die Zinsen zu erhöhen genausowenig wie es nie eine Option war Griechenland kein Geld mehr zu geben. Das ist alles nur Gerede um die Öffentlichkeit bei Laune zu halten. Wenn das QE einmal gestartet ist kann man es nicht mehr aufhalten. Man kann die Blase nur weiter aufblähen bis sie von selber platzt, da jeder davor scheut den Stecker zu ziehen und dann für den crash verantwortlich zu sein.Falls es doch zu einer Zinserhöhung kommen sollte wird dies gezielt...

Die Fed hatte nie vor die Zinsen zu erhöhen genausowenig wie es nie eine Option war Griechenland kein Geld mehr zu geben. Das ist alles nur Gerede um die Öffentlichkeit bei Laune zu halten. Wenn das QE einmal gestartet ist kann man es nicht mehr aufhalten. Man kann die Blase nur weiter aufblähen bis sie von selber platzt, da jeder davor scheut den Stecker zu ziehen und dann für den crash verantwortlich zu sein.Falls es doch zu einer Zinserhöhung kommen sollte wird dies gezielt von der Finanzelite gesteuert um die Börsen zum Einsturz zu bringen. Die sichern sich dann vorher mit Optionen ab um dann an den fallenden Kursen noch mehr zu verdienen.


18.08.2015 | 15:41

folietom

Fed, EZB +andere Notenbanken "gestalten" ihre Währungen und alle nehmen das hin?!. Ist das noch Marktwirtschaft oder Aushebelung der Marktwirtschaft!!!!, also Währungskrieg. Wo ist eine (Staats)Währung noch mit (Staats)Werten hinterlegt. Die Staaten sind hoch verschuldet, USA mit 17 Billionen Dollar, Deutschland mit 2 Billionen €. Wieso entsprechen oftmals die Privatvermögen der Reichsten der Staatsverschuldung?. Beide Weltkriege wurden bei allseits hoher...

Fed, EZB +andere Notenbanken "gestalten" ihre Währungen und alle nehmen das hin?!. Ist das noch Marktwirtschaft oder Aushebelung der Marktwirtschaft!!!!, also Währungskrieg. Wo ist eine (Staats)Währung noch mit (Staats)Werten hinterlegt. Die Staaten sind hoch verschuldet, USA mit 17 Billionen Dollar, Deutschland mit 2 Billionen €. Wieso entsprechen oftmals die Privatvermögen der Reichsten der Staatsverschuldung?. Beide Weltkriege wurden bei allseits hoher Staatsverschuldung begonnen und eigentlich erst mit Währungsabwertungen beendet. Begründung: Kriegskosten, kein Wort von vorheriger Staatsverschuldung. Und heute?; es wird dringend ein äußerer Feind gesucht, seien es Terroristen, Islamisten, Russen oder Koreaner.
Wie schrieb der Schweizer Pritzkoleit: 3 X K; Konjunktur-Krise-Krieg.


18.08.2015 | 15:13

frieda

aaaahhhh, der Manfred mit seinem Schmusi Kurt B aus ABC. Ist das alles was zu a l l e n Themen hier auf Kopp zu melden hast?? Armselig. lies mal den Brief aus der neuen Weltordnung auf friedensforum.ch. Denn den NWO Plan der NGOs kennt Ron Paul sehr genau, ist ja schliesslich mit dieser Entwicklung gross geworden und wenn er in Geschichte auch noch hell wach immer war, dann kennt er auch jedes noch so kleines Detail auf seinem Greenback. Und? Was hat er unternommen um diese...

aaaahhhh, der Manfred mit seinem Schmusi Kurt B aus ABC. Ist das alles was zu a l l e n Themen hier auf Kopp zu melden hast?? Armselig. lies mal den Brief aus der neuen Weltordnung auf friedensforum.ch. Denn den NWO Plan der NGOs kennt Ron Paul sehr genau, ist ja schliesslich mit dieser Entwicklung gross geworden und wenn er in Geschichte auch noch hell wach immer war, dann kennt er auch jedes noch so kleines Detail auf seinem Greenback. Und? Was hat er unternommen um diese Entwicklung zu unterbinden? Nix. Weil er genau weiss wer die Urheber sind uns zu was die Barbaren im Schilde mit uns Menschen führen. Er darf sein und schreiben, so lange er jenen nicht auf die Füsse tritt. So auch wir hier. Eines ist sehr sehr wahrscheinlich, Ihr Busticket,auch das für Kurt B aus ABC in eines der DHS/FEMA-Camp Omnibus ist schon hinterlegt. Unser aller, leider der wahre Wahnsinn, denn die grausame Geschichte wiederholt sich.


18.08.2015 | 13:07

Jörgi

Alle Dumpfbacken, hauptsächlich das unmenschliche Kapitalistenpack, sieht was das Geld macht, und haben das wichtige/menschliche aus den Augen verloren. Wieso graben die eigentlich nicht gleich den alten Depp von Hitler aus, und fragen was der so glaubt? Glauben heißt nichts wissen, wer glaubt weis nichts und wer nichts weis ist dumm und sollte seinen Mund halten. Schnauze Glaubensdummis.

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