Mittwoch, 16. August 2017
21.04.2016
 
 

Aus »Verschwörungstheorien« werden immer öfter Mainstream-News

Markus Gärtner

Wer hierzulande den schroff verengten Meinungskorridor verlässt, muss sich auf wüste Attacken der medialen Deutungsbrigaden einstellen. Diese agieren immer mehr wie ein Erziehungsministerium der Kanzlerin. Wenn die politisch »Falschen« eine unangenehme Wahrheit aussprechen oder einen Ton anschlagen, den es laut dem medialen Deutungsadel der Berliner Kartellparteien nicht geben darf, dann bezeichnet man sie als »Rechtspopulisten«. Erklären sie Zusammenhänge, die nicht ins herrschende Bild der Dinge passen, dann ist schnell von »Verschwörungstheorien« die Rede.

 

Doch immer öfter wird derzeit aus angeblichen Verschwörungstheorien Wirklichkeit. Auch wenn sie das Werk von angeblichen »Rechtspopulisten« sind. So ist das mit dem Bargeldverbot, das Info-Webseiten wie KOPP Online frühzeitig thematisiert hatten.

 

Inzwischen schreiben einige Mainstream-Blätter fleißig darüber. So war es auch mit der Migration nach Europa, die als Waffe eingesetzt wird. Dieser Hinweis brachte Kopp-Autor Gerhard Wisnewski im Herbst 2015 harsche Kritik ein, vor allem die Forderung der Rottenburger SPD, ihn zu entlassen.

 

Inzwischen ist das Thema – vor allem dank des EU-Türkei-Deals – mitten im Mainstream angekommen. Die britische Daily Mail hat den Flüchtlingsstrom gar als »Massenvernichtungswaffe« bezeichnet. Und genau so ist es auch mit dem Ölpreis als Waffe im internationalen Wettbewerb oder als Instrument in Konflikten.

 

»Das Märchen von der großen Ölpreisverschwörung«, überschrieb die Welt im Januar 2015 einen Artikel, der von Berichten im Internet handelte, wonach Saudi-Arabien und die USA mit einem orchestrierten Kollaps des Ölpreises Russland schaden wollten. »Viele glauben das – oder anderen Theorien«, hieß es in dem Welt-Bericht, in dem ein »Energieexperte der Consultingfirma IHS« mit den Worten zitiert wurde: »Ich liebe Verschwörungstheorien. Diese Leute sind sehr kreativ, sie leben in ihrem eigenen Universum. Aber: Es gibt keinen Masterplan hinter den fallenden Ölpreisen.«

 

In einem Kommentar schrieb Welt-Finanzredakteur Daniel Eckert unter der Überschrift »Das muss eine Verschwörung sein« Folgendes:

»Und so werden in den Foren und Kommentarbereichen des Internets die ›wahren‹ Hintergründe der rätselhaften und verdächtigen Entwicklungen am weltweiten Ölmarkt herumgereicht. Viele der selbsternannten Experten deuten beispielsweise auf den neuen Ost-West-Konflikt, der sich an der Ukraine-Frage entzündete, und auf ein international wieder deutlich selbstbewusster auftretendes Russland. Ihre Vermutung: Just zu dem Zeitpunkt, da Moskau neuerlich Großmachtambitionen entfaltet, soll der Kreml in einer Art ›Kalter Krieg 2.0‹ ökonomisch in die Knie gezwungen werden.«

Geostrategische Hintergründe und Erklärungen für den schroffen Verfall des Ölpreises seit zwei Jahren wurden also ausgeklammert und ins Reich der Fantasie verwiesen. »Die Suche nach geheimen Mächten hinter dem Ölpreis« beschrieb Eckert übrigens auch am 27. Januar 2016 wieder. Er stellte fest: »Bizarre Theorien machen die Runde.« Auch im Handelsblatt war zu dieser Zeit zu lesen: »Verschwörungstheorien machen die Runde.«

 

Doch inzwischen hört sich das zumindest in der Welt ganz anders an. Die »Saudis eskalieren den Machtkampf ums Öl«, lasen wir am Montag, mit dem Hinweis in der Unterzeile: »Jetzt entstehen neue Allianzen, die vor allem ein Ziel haben – den Gegner ökonomisch zu ruinieren.« Konkret beschreibt der Artikel den Kampf zwischen dem Iran und Saudi-Arabien um die »neue Macht am Golf«.

 

Im Detail heißt es zur aktuellen Weigerung der OPEC, die Fördermengen zu begrenzen:

 

»Die gescheiterten Verhandlungen in Doha offenbaren, dass der Energiemarkt zu einem weiteren Schlachtfeld im Stellvertreterkrieg zwischen den beiden verfeindeten Nationen geworden ist.«

 

Jetzt also doch: der Ölpreis als Waffe in der Geopolitik.

 

Möglich gemacht hat diesen Schwenk vermutlich Stefan Aust. Seine Berufung zum Chefredakteur von WeltN24 wurde Ende 2015 bekannt. Sofort machten Berichte die Runde, er wolle der Zeitung »weniger Mainstream« verordnen. Das Blatt hatte in den acht Jahren davor 35 Prozent der Abonnenten und über 60 Prozent der Kioskkäufer verloren. Aust hat einen neuen Marschbefehl ausgegeben: »Mehr Recherche, mehr Hintergrund, mehr Qualität.«

 

Ganz klar: Was sie bislang als abstruse Theorien verteufelt haben, geben etablierte Zeitungen und das Zwangsfernsehen nun vereinzelt endlich zu. Die wichtigste Erklärung hierfür ist eine wirtschaftliche:

 

Der wachsende Druck, den fliehende Werbung und das in Scharen desertierende Publikum erzeugen, zwingt sie jetzt, aus dem Gleichschritt der Leitmedien auszuscheren und Alleinstellungsmerkmale zurückzuerlangen. Mehr Qualität und mehr Recherche sind im Einheitsbrei der Leitmedien dabei gar kein so schwer zu realisierendes Ziel.

 

 

 

 

 

 


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