Wednesday, 25. May 2016
12.08.2014
 
 

Signalisiert der Goldpreis eine Invasion russischer Truppen in der Ukraine?

Markus Gärtner

Die Festigung der Goldnotierungen oberhalb von 1.300 Dollar je Feinunze zeigt, dass am Markt mit höheren Preisen gerechnet wird. Und das, obwohl die Notenbanken fieberhaft versuchen, den Preis des gelben Edelmetalls deutlich zu drücken.

Ohne diese Manipulation wären die Notierungen wesentlich höher, manche vermuten, doppelt so hoch. Dass die Goldpreise jetzt trotz der deftigen Interventionen nach oben wollen, zeigt die Nervosität an den Kapitalmärkten. Dort will man sich rechtzeitig eindecken, bevor bei den vielen regionalen Konflikten von Nordafrika über den Nahen Osten bis nach Fernost irgendwo eine Sicherung durchknallt.

Dass die Notenbanken in dem schwachen wirtschaftlichen Umfeld von China über Japan und die Euro-Zone bis in die USA bald die Zinsen anheben – was dem Gold schaden würde – erwartet kaum noch jemand, trotz der regelmäßigen Wall Street-Propaganda.

 

Am meisten Sorge bereiten in Europa die Spannungen mit Russland um die Ukraine. Wladimir Putin kündigte am Montag an, er werde einen Hilfskonvoi in die Ukraine entsenden. Dagegen stehen westliche Warnungen, humanitäre Hilfe könne der Vorwand für eine militärische Invasion werden.

 

Ob dies die übliche Propaganda gegen den zum Hassobjekt stilisierten russischen Präsidenten ist oder tatsächlich so kommt, bleibt abzuwarten. In Nato-Kreisen wird jedenfalls unter Verweis auf 45.000 russische Soldaten an der Grenze zur Ukraine auf die »hohe Wahrscheinlichkeit« einer Intervention verwiesen.

 

Am Goldmarkt scheint man das aber nicht zu glauben, denn sonst würde der Goldpreis jetzt steil ansteigen und wäre kaum zu halten.

 

Die Anleger und Händler am Goldmarkt preisen stattdessen die Tatsache an, dass China keineswegs, wie von einigen Leitmedien gemeldet, weniger Gold importiert, sondern mehr Gold. Peking erlaubt neuerdings direkte Importe des Edelmetalls ohne den Umweg über Hong Kong.

 

Deswegen sinken die offiziellen Lieferungen von Hong Kong nach Peking. Doch die Bunker der chinesischen Notenbank füllen sich rasch weiter an. Für China ist das wunderbar: Die Führung in Peking kann im Geheimen mehr Gold einführen und sich auf eine neue monetäre Weltordnung ohne den Dollar als Leitwährung vorbereiten. Hätten die Chinesen bereits genügend Gold angehäuft, hätten sie das signalisiert.

 

Der Goldpreis wäre dann nicht bei 1.308 Dollar – wie zu Wochenbeginn – sondern vermutlich weit oberhalb von 2.000 Dollar. Dass die Gold-Tresore in New York und London derweil noch gut gefüllt sind, glaubt dagegen fast niemand mehr.

 

 

 

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