Monday, 29. August 2016
18.10.2011
 
 

Platzt die nächste Euro-Bombe in Afrika?

Michael Brückner

Vor zwei Jahren noch galt es als unvorstellbar, dass ein EU-Mitglied wie Griechenland bei der Meldung von Wirtschaftsdaten nach Brüssel lügt und betrügt. Heute weiß jeder, dass Athen vorsätzlich gelogen hat. Können Sie sich vorstellen, dass uns die Franzosen noch dreister belogen haben? Denn da gibt es etwas, von dem wohl kein nicht-französischer Abgeordneter innerhalb der EU auch nur den leisesten Schimmer hat. Es geht mal wieder um ein paar hundert Milliarden Euro, für die europäische Steuerzahler geradestehen müssen. Aber noch ist es ein Geheimnis.

Die ärmsten Länder Afrikas mit der höchsten Analphabetenquote und den korruptesten Regierungen sind seit vielen Jahren schon über Frankreich an den Euro gebunden. Die EU-Staaten haben dabei nicht viel mitzureden, denn die sogenannte CFA-Zone wird von Frankreich dominiert. Es ist ein offenkundig in der Öffentlichkeit völlig unbekanntes weiteres Pulverfass für die Euro-Währungsunion. Es geht dabei wieder einmal um einige hundert Milliarden Euro. Doch in 16 von 17 Staaten der Euro-Währungsunion ahnt man wahrscheinlich noch nicht einmal in Fachkreisen, was da auf uns zukommt. Nur in Paris weiß man Bescheid. Denn dort nahm das nachfolgend beschriebene Unheil seinen Anfang.

Wenn es um den Krümmungsgrad von Bananen oder um die vermeintliche Gefährlichkeit von Glühlampen geht, dann erweist sich Brüssel als äußerst mitteilungsbedürftig. Man produziert Papierberge mit Bestimmungen und Verordnungen, die im Grunde keiner braucht. In anderen Angelegenheiten, die den Wohlstand der Menschen und die Stabilität ihrer Währung bedrohen könnten, hüllt sich die EU hingegen in Schweigen. Ein besonders brisantes Beispiel hierfür, das durch die Euro-Krise jetzt aktueller ist denn je, stellt ein 1998 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichter Rechtsakt dar. Durch ihn wurden rund 130 Millionen Menschen in Afrika mit dem Euroraum verbunden. Seither ist das Geld der Mitgliedsländer der Westafrikanischen Währungsunion (UEMOA) und der Zentralafrikanischen Währungsunion (CEMAC) sowie der Komoren zu einer festgelegten Parität in Euro konvertierbar. Das vom damaligen EU-Ratspräsidenten, dem ehemaligen österreichischen Finanzminister Rudolf Edlinger (SPÖ), unterschriebene Dokument hat es durchaus in sich: Einige der ärmsten Staaten Afrikas, allesamt einstige Kolonien Frankreichs, wurden an die Eurozone gekoppelt, ohne dass die Europäische Zentralbank irgendeinen nennenswerten Einfluss darauf hätte. Dummerweise wurde die afrikanische Währungsunion nicht nur an den Euro gekoppelt. Es flossen auch Milliarden in die französische Zentralbank. Und genau da liegt ein Problem für die Zukunft des Euro, von dem offenkundig wohl noch kein Politiker oder Wirtschaftsjournalist die geringste Vorstellung hat. Lesen Sie schon jetzt, was andere wohl erst in Wochen oder Monaten erfahren werden.

 

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  • Pestizide vergiften europäische Gewässer
  • Mitleidsindustrie: Geschäfte mit dem schlechten Gewissen
  • Politiker wechseln die Seiten

 

 

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