Montag, 5. Dezember 2016
24.05.2013
 
 

Zusammenbruch des US-Dollars und der Schwindel des japanischen Währungskriegs: Die tatsächliche Agenda hinter der Selbstmordpolitik der japanischen »quantitativen monetären Lockerung«

Michael Chang

Seit der Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, Ben]Bernanke mit seiner Politik der »geldpolitischen Lockerung« (»Quantitative Easing«, QE) die amerikanische Wirtschaft in Schwung bringen will, werden die Finanzmärkte mit amerikanischen Dollars überflutet. Die immensen Mengen an eigentlich wertlosen Papiergeld-US-Dollars zirkulieren hauptsächlich auf den Finanzmärkten (und Zentralbanken) außerhalb der USA. Ein riesiger Teil davon wird als angebliche Reserven in den Zentralbanken – insbesondere in der japanischen und chinesischen – gelagert.

Ginge es um die Wahrheit, so läge der reale Wert des US-Dollars bei höchstens etwa einem Zehntel seines Nennwerts; und mit dieser Einschätzung zeige ich mich noch wirklich großzügig, da

selbst Toilettenpapier noch einen Wert hat.

 

Dass der US-Dollar auf den Finanzmärkten (und vor allem von den Zentralbanken) akzeptiert wird, hat nichts mit seiner Funktion als Reservewährung, sondern damit zu tun, dass er von der militärischen Macht und dem nuklearen Erpressungspotenzial des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes gestützt und getragen wird. Die nukleare Erpressung, der sich der Iran derzeit ausgesetzt sieht, ist das beste Beispiel dieser Politik, und sie begann nach der Entscheidung des Irans, sein Erdöl statt in US-Dollar-»Toilettenpapier« in Gold und anderen Währungen zu handeln.

 

Wenn die USA aufgrund ihres militärischen Drohpotenzials und ihrer Stellung als Weltmacht Nummer eins nicht in der Lage wären, etwa die erdölexportierenden Länder der Nahmittelostregion ungestraft unter Druck setzen zu können, wie es derzeit der Fall ist, wäre das weltweite Finanzsystem, das rings um den »Toilettenpapier«-US-Dollar herum aufgebaut ist, bereits vor längerer Zeit zusammengebrochen.

 

Die Frage ist daher, warum ist der US-Dollar, wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre, nicht schon längst zusammengebrochen?

 

Wenn wir dieser Frage einmal mit gesundem Menschenverstand nachgehen, liegt die Antwort auf der Hand und springt uns sozusagen direkt ins Auge. Aber oft ist man nicht in der Lage, das Offensichtliche zu erkennen, weil die weltweiten Massenmedien und insbesondere die weltweiten Finanzmedien, die hauptsächlich von London und New York aus kontrolliert werden, praktisch einen künstlichen Nebelschleier geschaffen haben, der die Wahrheit verbergen soll.

 

Wir wollen daher die Lage Schritt für Schritt analysieren und uns dabei auf unseren gesunden Menschenverstand verlassen.

  1. Die USA sind weltweit der größte Schuldner. Zu den wichtigsten Gläubigern gehören China und Japan, danach folgen die erdölexportierenden Länder in der Nahmittelostregion. Mit jedem Tag verliert das US-Dollar-Toilettenpapier weiter an Wert. Wie ich schon zuvor erwähnte, besitzt sogar Toilettenpapier einen gewissen Eigenwert. Es erreicht den Wert null, wenn man eine Schubkarre voller US-Dollar benötigt, um irgendetwas einzukaufen.

  2. Für die Gläubiger der in US-Dollar ausgewiesenen Staatsanleihen und Kredite ist es unmöglich, zuzugeben, dass sie von den globalen Banken, die angeblich »systemrelevant« oder »zu groß sind, um untergehen zu können«, in Komplizenschaft mit der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Bank von England hereingelegt und dazu gebracht wurden, diese minderwertigen US-Dollar zu kaufen. Die Zentralbankiers dieser Länder haben einen gewissen Ruf, den sie nicht verlieren wollen (auch wenn es sich dabei eigentlich nicht um einen guten Ruf handelt, da ihre so genannte Kreditwürdigkeit selbst Teil des Betrugs ist), und die führenden Politiker, die von den Zentralbankern abhängen, fühlen sich ihnen verpflichtet. Wie können die führenden Politiker nur so dumm sein, diesen Zentralbankern zu vertrauen (die sich in ausländischen Steueroasen große Mengen an minderwertigen US-Dollars als Belohnung für ihre Komplizenschaft beiseite gelegt haben)? So sieht, in einfachen Worten zusammengefasst, die derzeitige Lage aus. Sie haben schlaflose Nächte, weil sie darüber nachgrübeln, ob und wann die Bürger diesem größten Finanzbetrug der Geschichte – d.h. der Verbreitung und Akzeptanz von Fiat-Geld – auf die Schliche kommen, wobei der US-Dollar das Paradebeispiel für eine solche Fiat-Währung ist.

  3. Die weltweiten Finanzeliten unter Führung der Fed wissen, dass sich die derzeitige Lage für sie sehr vorteilhaft auswirkt, und sie sind entschlossen, diese Chance bis zum Gehtnichtmehr auszunutzen. Sie wissen zugleich, dass kein Land oder keine Organisation derzeit in der Lage wäre, die USA mit militärischen Drohungen dazu bewegen zu können, ihr Schneeballsystem, das seit 1945 läuft und 1971 mit der Abkopplung des Dollars vom Gold durch Präsident Richard Nixon noch intensiviert wurde, aufzugeben. Das Pfund Sterling ist eine andere Geschichte, die aber für den Zweck dieser Analyse keine Bedeutung besitzt.

  4. Zusätzlich und als inhärente Folge des oben erwähnten gigantischen Betrugsmanövers wurden die Länder dazu gebracht, das falsche Wirtschafts-Dogma zu übernehmen, dass auf Export beruhendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) die Grundlage wirtschaftlicher Entwicklung bilden solle. Denn aufgrund ihrer praktisch unbegrenzten Möglichkeiten zum Druck minderwertiger US-Dollars können die USA die weltweiten Exporte der anderen Länder aufkaufen und sind zum größten Verbrauchermarkt der Welt geworden. Dies führte dazu, dass sich Unternehmen und ihre Arbeitnehmer auf der ganzen Welt – auch in den Industrienationen wie Frankreich und Deutschland – abrackern und als Lohn mit einem minderwertigen US-Dollar abspeisen lassen müssen, dessen eigentlicher Wert geringer als das Papier und die Tinte ist, auf und mit dem er gedruckt wurde. Dieses Tollhaus funktionierte mehr als 40 Jahre und endete dann abrupt, aber vorhersehbar, mit dem Finanztsunami des Jahres 2008.

  5. Als die Party vorbei war, steckten die USA als Folge der rücksichtslosen Finanzspekulation in den weltweiten Derivat-Kasinos und dem Konsumrausch, der mit Immobilienhypotheken finanziert worden war, bis zum Hals in Schulden. Schulden müssen beglichen werden. Aber den USA fehlen die entsprechenden Mittel dazu. Sie selbst sind nicht mehr in der Lage, genug Güter zu produzieren, um die Schulden bezahlen zu können, weil die amerikanischen Produktionsanlagen in die Entwicklungsländer ausgelagert wurden. Heute ist China der weltgrößte Güterproduzent. Deshalb machte die Finanzelite Ben Bernanke, der wegen seines Vorschlags, im Falle einer Deflation doch einfach Geld vom Hubschrauber abwerfen zu lassen, auch als »Helicopter-Ben« bekannt ist, in den USA und Großbritannien zum Wort- und Anführer einer Geldpolitik des ausufernden (digitalen oder realen) Gelddruckens, um dann mit diesen minderwertigen US-Dollar die Schulden aufzukaufen. Im Finanzjargon nennt man dies die »Monetarisierung der Schulden«, d.h. den Aufkauf bzw. Rückkauf von Schuldpapieren durch die Zentralbank eines Landes. Dies ist regelrechter Betrug, aber kein Zentralbanker (und auch sonst niemand), der seine sieben Sinne beieinander hat, würde dies offen zugeben, da er dann fürchten müsste, am nächsten Laternenpfahl aufgehängt zu werden, sollte diese Wahrheit einmal ans Licht kommen – so wie es dem italienischen Faschistenführer Benito Mussolini widerfuhr, der von italienischen Partisanen im April 1945 aufgehängt wurde.

  6. Anfänglich gingen die Zentralbanker angesichts dieser Lage und weil sie Unruhen in der breiten Bevölkerung befürchteten, zu einer Politik der »geldpolitischen Lockerung« (QE, in den USA mit QE 3 schon in der dritten Runde) und einer damit verbundenen Abwertung ihrer Währungen über. Aber der Preis war sehr hoch. In allen diesen Ländern stieg die Inflation. Hinzu kam, dass dieses Vorgehen aus einem einfachen Grund nicht die gewünschten oder erwarteten Folgen zeitigte. Der Wert des minderwertigen US-Dollars verringerte sich in jeder dieser »monetären Lockerungsphasen«, wie sie von Bernanke durchgezogen wurden, weiter. China erkannte als erster die drohende Gefahr und versuchte, ihr mit anderen Maßnahmen entgegenzutreten. So ging China zunehmend dazu über, mit seinen Handelspartnern bei der Finanzierung des Handels bilaterale Vereinbarungen in den jeweiligen Landeswährungen abzuschließen. Entsprechende Abkommen wurden etwa mit Japan, anderen Mitgliedern der sogenannten »BRIC«-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China), Malaysia und anderen vereinbart. Dieses Vorgehen wurde als Bedrohung der anhaltenden Dominanz des US-Dollars als Weltreservewährung betrachtet, und Obama reagierte auf Anweisung der Finanzeliten (er selbst verfügt nicht über die grauen Zellen zum Selbstdenken) mit einem außenpolitischen Richtungswechsel in Richtung Asien, um eine weitere Schwächung der Vorherrschaft des US-Dollars abzuwenden.

  7. Als sich auch Japan für eine entsprechende Vereinbarung mit China entschied, wurde dies als inakzeptabel eingestuft, da sich Japan unter dem nuklearen Schutzschirm der USA befand. Japan steckte in einer Zwickmühle. Man nahm an, früher oder später würden die USA ihren Druck auf Japan erhöhen, damit das Land wieder »auf Linie« einschwenke. Mit geopolitischen Manövern brachten die USA ebenfalls Südkorea wieder auf Kurs, indem sie Nordkorea mit einem gemeinsamen Manöver, an dem auch atomwaffenfähige B-52-Langstreckenbomber beteiligt waren, gezielt provozierten. Nordkorea regierte, wie man es erwartet hatte. Japan fühlte sich schutzlos und flüchtete – ebenfalls erwartungsgemäß – wieder unter amerikanischen Schutz. Um die Lage noch weiter zu komplizieren, inszenierten die USA einen Streit zwischen China und Japan über die territoriale Zugehörigkeit der Diaoyu- bzw. Senkaku-Inseln. Zuvor war es bereits mit der Wahl von Ministerpräsident Shinzō Abe zum Ministerpräsidenten zu einem Regierungswechsel gekommen und Haruhiko Kuroda zum neuen Chef der japanischen Zentralbank (BOJ) berufen worden.

  8. Derzeit laufen die üblichen amerikanischen Gegenmaßnahmen zur Stützung der künstlichen Vorherrschaft des US-Dollars weiter. Japan wurde angewiesen, als Gegenleistung für den amerikanischen nuklearen Schutz seinen Teil dazu beizutragen. Eine neue Version des so genannten »Plaza-Abkommens« musste her – diesmal sozusagen allerdings eine Umkehrung.

  9. Lassen Sie mich das kurz erklären: Im Plaza-Abkommen von 1985 wurde der Dollar abgewertet, um das damalige Leistungsbilanzdefizit abzubauen und eine wirtschaftliche Erholung der USA nach der Rezession der frühen 1980er Jahre zu ermöglichen. Es handelte sich um eine kontrollierte Abwertung. Der Kurs des Dollar gegenüber dem Yen sank von 1985 bis 1987 um 51 Prozent und erreichte im März 1987 einen Wert von 1:151 Yen. Der Dollar rutschte bis 1988 weiter ab. Der starke Yen ließ die japanischen Exporte einbrechen und führte so zu einer expansiven Geldpolitik, die wiederum in die berüchtigte Vermögensblase Ende der 1980er Jahre mündete. 1987 trafen sich die G-6-Länder in Paris, um den Absturz des Dollars zu stoppen und die internationalen Devisenmärkte wieder zu stabilisieren. Am Ende dieser Verhandlungen stand das so genannte »Louvre-Abkommen«. In den darauf folgenden 18 Monaten erholte sich der Dollar auf einen Kurs gegenüber dem Yen von 1:160.

  10. Der gegenwärtige Wertverlust des Dollars ist die Folge der massiven Lockerung der Geldpolitik, mit der den USA die Monetarisierung ihrer Schulden ermöglicht werden soll. Um diese Politik fortsetzen zu können und die anderen Zentralbanken dazu zu bringen, weiterhin an ihren Dollarreserven festzuhalten, muss der Wert des Dollars offiziell aufgewertet werden, da ein weiterer Wertverlust des Dollars zum Zusammenbruch der Währung führen würde und die USA damit zahlungsunfähig würden, da die Gläubiger den Dollar nicht länger als Bezahlung akzeptierten. Der Trick bestand darin, den Wert des Dollars künstlich anzuheben, ohne Verdacht zu wecken.

  11. In den 1970er Jahren – nach der Abkopplung des Dollars vom Gold durch Präsident Nixon –hätte der Dollar eigentlich gleichfalls zusammenbrechen müssen, da er nicht länger durch Gold gedeckt war. Er wurde zum reinen Fiat-Geld. Der Trick bestand damals darin, eine künstliche Nachfrage nach dem Dollar zu schüren, die dann zu einem Anstieg des Dollarkurses führte. Kissinger hatte den arabischen Ländern damals vorgeschlagen, sollten sie ihre Erdölexporte in Dollar abwickeln, würden die USA im Gegenzug ihre Sicherheit (sogar vor Israel) und ihr Überleben garantieren. Als die Araber dieser Vereinbarung zustimmten, musste von da an jedes Land weltweit seine Erdölimporte mit US-Dollar bezahlen und daher erhebliche Dollar-Reserven anlegen. Diese Nachfrage nach US-Dollar stärkte die Währung und verlängerte das Geldmonopol der amerikanischen Fiat-Währung.

  12. Aber nun funktioniert diese Absprache nicht mehr, und Erdöl wird zunehmend auch in anderen Währungen als dem US-Dollar gehandelt. Der Petro-Dollar ist nicht mehr die unangefochtene Weltwährung. In jedem Fall führte der weitere Gebrauch von Petro-Dollar sogar zu einem Anstieg des Erdölpreises, was sich wiederum inflationär auswirken würde und im gegenwärtigen Klima, das durch eine schwere Depression gekennzeichnet ist, den Interessen der amerikanischen Wirtschaft und auch der Weltwirtschaft widerspräche. Andere Mittel und Wege mussten gefunden werden.

  13. Hier liegt der Grund für die plötzliche Geldpolitik à la »Schock und Einschüchterung« der neuen japanischen Regierung unter Shinzō Abe und Zentralbankchef Haruhiko Kuroda. Kritiker werden einwenden, ich verträte hier Verschwörungstheorien. Aber die Tatsachen sprechen für sich. Bereits an anderer Stelle wies ich darauf hin, dass die G7-Länder gemeinsam versucht hatten, ihre Währungen abzuwerten, aber dennoch nicht in der Lage waren, dem Wertverlust des Dollars Einhalt zu gebieten, weil Bernanke seit 2008 seine Politik der geldpolitischen Lockerung massiv ausweitete (QE 1 – QE 3). Die Europäische Union (EU) war einer derartigen selbstmörderischen Politik der geldpolitischen Lockerung gegenüber abgeneigt, weil vor allem Deutschland das Risiko dieser Politik fürchtete. Schließlich hatte das Land selbst schon einmal unter den negativen Folgen einer Hyperinflation zu leiden. China war keinesfalls bereit, sich den USA unterzuordnen, und ging zusammen mit anderen BRIC(S)-Mitgliedern daran, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um der Wirtschaftskriegsführung Bernankes (QE) etwas entgegenzusetzen. Damit konnte letztlich nur ein Land gezwungen werden, den amerikanischen Forderungen nachzukommen und finanzielles und wirtschaftliches Harakiri zu begehen, um die Fiatwährung US-Dollar zu retten und/oder zu erhalten – Japan.

  14. Und so begann Japan seine plötzliche und massive monetäre Lockerung, und wie beabsichtigt wurde der US-Dollar gegenüber dem Yen und in geringerem Maße auch gegenüber anderen Währungen künstlich aufgewertet. Dies kann auch von meinen Kritikern nicht bestritten werden, denn

  • am 11. Mai stimmten die Finanzeliten der G7-Länder dieser Kamikaze-Politik Japans ausdrücklich zu.

  • Darüber hinaus hatte der Abe-Berater und Wirtschaftsexperte Koichi Hamada zuvor erklärt, diese Politik verfolge das Ziel, einen Kursanstieg des Dollars zum Yen auf 1:110 zu ermöglichen. Dieser Anstieg könnte kontrolliert in kleinen Schritten erfolgen, um zu verhindern, dass die Inflationsrate in Japan die angestrebte Zielquote nicht übersteigt.

Dabei geht man davon aus, dass Japan aufgrund seiner immensen Dollar-Reserven in Höhe von 1,2 Billionen Dollar diese Politik verkraften und die Abwertung kontrollieren kann. Alan Ruskin, weltweiter Chef der Abteilung für Devisenstrategie der Zehnergruppe bei der Deutschen Bank in New York, erklärte: »Meiner Einschätzung nach eröffnet sich damit die Chance, dass der Kurs des Dollars in einigen Monaten bei 105 (Yen) und Ende des Jahres bei 110 (Yen) liegt.« Aus dieser Stellungnahme lässt sich ablesen, dass Koichi Hamadas Strategie tatsächlich umgesetzt wird.

 

Aus meiner Sicht lässt sich aus all diesem die Schlussfolgerung ziehen, dass diese »kontrollierte Wertsteigerung des US-Dollars« vielleicht kurzfristig erfolgreich sein kann, langfristig aber zwangsläufig scheitern muss, wenn die grundlegenden Probleme der amerikanischen Wirtschaft nicht gelöst werden. Nur realwirtschaftliches Wachstum kann den Absturz des Dollars verhindern.

 

Kann man denn ernsthaft davon ausgehen, dass Bernanke auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen verzichten wird, wenn der Wechselkurs des Yen gegenüber dem Dollar Ende des Jahres tatsächlich 110:1 erreicht? Hat nicht Bernanke selbst erklärt, an der Politik des QE werde bis 2015 festgehalten? Und auch wenn Japan eine rote Linie bei einem Wechselkurs gegenüber dem Dollar 110:1 gezogen hat, wird Japan beim Überschreiten dieser Linie bereit sein, seine Wirtschaft weiteren Risiken auszusetzen, und den US-Dollar weiterhin stützen?

 

Das billiardenschwere Dollar-Derivat-Kasino hängt den USA und der Weltwirtschaft als Mühlstein weiterhin um den Hals. Und ohne eine Lösung dieses Problems wird sich die Krise immer weiter verschärfen. Und wie beim Wasser würde irgendwann der Druck so stark, dass es zur Explosion kommt.

 

Ich kann den genauen Zeitpunkt dieser Explosion nicht vorhersagen, aber meiner Meinung nach ist er sehr nahe gerückt, und ein Ereignis vom Typ Schwarzer Schwan könnte diesen Zusammenbruch und dann eine alles verschlingende Lawine auslösen.

 

 

 

 


 

 

 

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