Wednesday, 31. August 2016
20.09.2013
 
 

25 Tatsachen über die amerikanische Notenbank Federal Reserve

Michael Snyder

In Kürze feiert die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den 100. Jahrestag ihrer Gründung. Es ist daher dringend geboten, der amerikanischen Bevölkerung die Augen dafür zu öffnen, dass die Fed nicht die Lösung, sondern den Kern unserer wirtschaftlichen Probleme darstellt. In den USA haben wir es mit einem Geldsystem zu tun, dass von den Bankern ins Leben gerufen wurde und zum Nutzen und Wohle der Banker funktioniert.

Die amerikanische Bevölkerung glaubt, in ihrem Land herrsche ein demokratisches System, aber an der Fed ist nicht das Geringste »demokratisch«. Demokratisch nicht legitimierte, niemandem verantwortliche Finanztechnokraten steuern unser Finanzsystem und bestimmen über unsere

Wirtschaft. Es hat schon seinen Grund, dass die Finanzmärkte nur einen Gähnen übrig haben, wenn sich Barack Obama zu wirtschaftlichen Fragen äußert, jedes Wort des Fed-Chefs Ben Bernanke aber auf die Goldwaage legen.

 

Die Fed verfügt bei weitem mit großem Abstand über den stärksten Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft. Dabei steht sie an der Spitze des größten und umfassendsten Finanzpyramidensystems der Weltgeschichte, und wenn die amerikanische Bevölkerung die Funktionsweise des Systems wirklich durchschaute, würde sie lautstark das sofortige Ende dieser Machenschaften fordern. Im Folgenden nun 25 Tatsachen über die Federal Reserve, die jeder wissen sollte:

  1. Die USA erlebten die Periode ihres stärksten wirtschaftlichen Wachstums ihrer Geschichte in einer Zeit, als es keine Zentralbank gab.

  2. Bis zur Gründung der Federal Reserve hatten die USA nie über einen längeren Zeitraum anhaltende Probleme mit einer Inflation. In dem Jahrhundert vor der Gründung der Fed lag die jährliche durchschnittliche Inflationsrate bei einem halben Prozent. In den 100 Jahren nach Gründung der Fed lag dieser Wert bei 3,5 Prozent. Der wirkliche Wert läge noch deutlich höher, aber die Inflationszahlen wurden künstlich heruntergerechnet.

  3. Selbst unter Berücksichtigung der offiziellen Zahlen hat die amerikanische Währung in den 100 Jahren nach Gründung der Fed mehr als 95 Prozent ihres Wertes verloren.

  4. An dem geheimen Treffen im November 1910 auf Jeckyll Island im US-Bundesstaat Georgia, auf dem die Pläne für die Federal Reserve geschmiedet wurden, nahmen Senator Nelson W. Aldrich von Rhode Island und Schwiegervater John D. Rockefellers, Abram Piatt Andrew, Ministerialdirektor im Finanzministerium, und eine ganze Reihe weiterer Vertreter der Oberschicht des Wall-Street-Bankenestablishments teil.

  5. 1913 wurde dem Kongress versprochen, wenn das Federal-Reserve-Gesetz verabschiedet sei, würde die Konjunktur auch keinen Schwankungen mehr unterliegen. »Es wird keine weiteren Finanzpaniken mehr geben… Jeder Geschäftsmann wird seinem Geschick folgen, ohne in Angst vor Panik oder harten Zeiten leben zu müssen.« - Herbert Hoover

  6. Das folgende Zitat stammt direkt aus der offiziellen Stellungnahme der Fed zu ihrer Aufgabe: »Unsere Ausgabe ist es, der Nation ein sichereres, flexibleres und stabileres Währungs- und Finanzsystem zur Verfügung zu stellen. Im Verlauf der Jahre hat sich die Rolle der Fed im Bankenwesen und der Wirtschaft ausgeweitet.«

  7. Es ist kein Zufall, dass im selben Jahr, in dem das Federal-Reserve-System aufgebaut wurde, auch eine dauerhafte Einkommensteuer eingeführt wurde. Das dahinterstehende Konzept sah vor, den Reichtum aus den Taschen der allgemeinen Bevölkerung der Bundesregierung und von der Bundesregierung den Bankiers zufließen zu lassen.

  8. Innerhalb der ersten 20 Jahre nach der Gründung der Fed stürzte die amerikanische Wirtschaft in die Große Depression.

  9. Es erscheint kaum glaubhaft, aber seit 1950 durchlebten die USA zehn verschiedene Rezessionsphasen. Die Federal Reserve erzeugte die so genannte »Dotcom«-Blase sowie die Immobilienblase und ist jetzt dabei, die größte Staatsanleihenblase der bisherigen Geschichte hervorzubringen.

  10. Zusätzlich dazu stellte die Fed diesen Großbanken noch weitere 659,4 Millionen Dollar an Gebühren als Beihilfe zur verwaltungstechnischen Abwicklung dieser geheimen Kredite zur Verfügung.

  11. Einem offiziellen Bericht der Regierung zufolge stellte die Fed während der Finanzkrise den Großbanken 16,1 Billionen Dollar an geheimen Krediten zur Verfügung. Im Folgenden eine Auflistung der kreditnehmenden Banken, wie sie auf Seite 131 des Berichts aufgeführt ist: Citigroup 2,513 Billionen Dollar
    Morgan Stanley 2,041 Billionen Dollar
    Merrill Lynch 1,949 Billionen Dollar
    Bank of America 1,344 Billionen Dollar
    Barclays PLC 868 Mrd. Dollar
    Bear Sterns 853 Mrd. Dollar
    Goldman Sachs 814 Mrd. Dollar
    Royal Bank of Scotland 541 Mrd. Dollar
    JPMorgan Chase 391 Mrd. Dollar
    Deutsche Bank 354 Mrd. Dollar
    UBS 287 Mrd. Dollar
    Credit Suisse 262 Mrd. Dollar
    Lehman Brothers 183 Mrd. Dollar
    Bank of Scotland 181 Mrd. Dollar
    BNP Paribas 175 Mrd. Dollar
    Wells Fargo 159 Mrd. Dollar
    Dexia 159 Mrd. Dollar
    Wachovia 142 Mrd. Dollar
    Dresdner Bank 135 Mrd. Dollar
    Société Générale 124 Mrd. Dollar

  12. Die Fed schuf in den vergangenen fünf Jahren 2,75 Billionen Dollar praktisch aus dem Nichts und überflutete damit das Finanzsystem. Dies erlaubte den Aktienmärkten einen ungeahnten Höhenflug, erhöhte aber zugleich die Instabilität des US-Finanzsystems ins Extreme.

  13. Man will uns glauben machen, die »lockere Geldpolitik«, das so genannte »Quantitative Easing« (QE) der Fed trage dazu bei, der Wirtschaft Anreize zu geben. Aber derzeit bezahlt die Fed die Großbanken dafür, 1,8 Billionen Dollar an Überschussreserven, die die Banken bei der Fed geparkt haben, nicht auszuleihen.

  14. QE begünstigt in extremen Maße diejenigen, die Aktien und andere Finanzpapiere besitzen. Anders gesagt begünstigt QE massiv und vorrangig die sehr Reichen. Selbst Barack Obama musste einräumen, dass 96 Prozent der Einkommenszuwächse seit Beginn seiner Präsidentschaft an das oberste ein Prozent der Besserverdienenden flossen.

  15. Die Einkommensschere zwischen dem obersten einen Prozent und der restlichen Bevölkerung klafft derzeit so weit wie noch nie seit den 1920er Jahren auseinander.

  16. Die Federal Reserve argumentiert vor Bundesgerichten vehement, dass es sich bei ihr nicht um eine »Bundesbehörde« handele und sie daher nicht dem Gesetz zur Informationsfreiheit, dem »Freedom of Information Act«, unterliege.

  17. Die Fed räumt offen ein, dass ihre zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken »eigentlich wie Privatunternehmen« organisiert seien.

  18. Die regionalen Federal-Reserve-Banken geben an ihre »Mitgliedsbanken« Anteilsscheine aus, die sie praktisch zu Eigentümern machen.

  19. Das Zentralbanksystem der Federal Reserve begünstigt massiv vor allem die größten Banken. In den 1970er Jahren hielten die fünf größten amerikanischen Banken 17 Prozent aller Finanzwerte des amerikanischen Bankensystems. Heute ist dieser Anteil der fünf größten Banken auf 52 Prozent angestiegen.

  20. Angeblich soll die Fed die Großbanken »regulieren«, aber sie unternahm nichts, die Entstehung einer spekulativen Zinsderivatblase mit einem Volumen von 441 Billionen Dollar zu verhindern, deren Platzen sich absolut verheerend auf das gesamte Finanzsystem auswirken würde.

  21. Die Fed wurde als »ewige Schuldenerzeugungsmaschine« konzipiert. Die Banker, die ihre Grundzüge gestalteten, beabsichtigten, die amerikanische Regierung auf immer in eine Schuldenfalle zu sperren, aus der sich keine Regierung jemals wieder würde befreien können. Seit der Gründung der Fed vor fast 100 Jahren ist die amerikanische Staatsverschuldung um das 5000-Fache angestiegen.

  22. In diesem Jahr wird die amerikanische Regierung mehr als 400 Mrd. Dollar allein an Zinszahlungen auf die Staatsverschuldung aufbringen müssen.

  23. Sollten die durchschnittlichen Zinsen für die amerikanischen Staatsschulden auf nur sechs Prozent ansteigen (in der Vergangenheit lag dieser Zinssatz oft sehr viel höher), müssten die amerikanischen Steuerzahler allein zur Begleichung der Zinsen der Staatsverschuldung mehr als eine Billion Dollar zusätzlich aufbringen.

  24. Artikel I, Absatz 8 der amerikanischen Verfassung verleiht dem Kongress das Recht, »Münzen zu prägen, ihren Wert und den fremder Währungen zu bestimmen und Maße und Gewichte zu normen«. Warum fällt dies dann in den Tätigkeitsbereich der Federal Reserve?

  25. Das amerikanische Zentralbanksystem der Federal Reserve ist keinesfalls alternativlos; es gibt viele denkbare und mögliche Alternativen. Aber gegenwärtig verfügen alle 187 Nationen, die dem Internationalen Währungsfonds angehören, über eine Zentralbank. Sollen wir diesen Sachverhalt für einen merkwürdigen Zufall halten?

 

 

 


 

 

 

 

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