Tuesday, 26. July 2016
02.11.2013
 
 

Machen Sie sich keine Sorgen – Die Inflation existiert nur in Ihrer Einbildung, sagt die Regierung

Michael Snyder

Wenn Sie der Ansicht sind, in den USA herrsche eine hohe Inflation, dann leiden Sie unter Wahnvorstellungen. Zumindest wollen die amerikanische Regierung und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) uns alle dies glauben machen.

Vielleicht haben Sie auch gelesen, dass die Regierung am Mittwoch dieser Woche verkündete, die Anpassung der Lebenshaltungskosten für Sozialhilfeempfänger an die allgemeine Preissteigerung werde im kommenden Jahr lediglich 1,5 Prozent betragen. Dies wäre die geringste Anpassung der

Lebenshaltungskosten jemals. Und die Regierung in Washington kommt damit durch, weil es nach den offiziellen Zahlen gegenwärtig praktisch keine Inflation in den USA gibt. Natürlich ist jedem, der im Lebensmittelgeschäft einkauft oder regelmäßig seine Rechnungen bezahlt, klar, wie wenig sich die offizielle Inflationsrate an der Realität orientiert.

 

Die amerikanische Regierung hat die Art der Berechnung der Inflationsrate seit 1978 immer wieder geändert. Jedes Mal mit dem beabsichtigten Ergebnis, dass die Inflation danach niedriger ausfiel. Laut John Williams von der Internetseite shadowstats.com läge die gegenwärtige offizielle Inflationsrate irgendwo zwischen acht und zehn Prozent, wenn man sie auf dieselbe Art berechnete, wie es unter Präsident Jimmy Carter der Fall war. Aber wenn die etablierten Nachrichtensendungen über die tatsächliche Höhe berichteten, würde jeder laut aufschreien und lautstark fordern, die Inflation müsse begrenzt werden. Stattdessen erweckt die extrem niedrige Inflationsrate in der Öffentlichkeit den Eindruck, die Fed verfüge noch über erheblichen weiteren Spielraum, frisches Geld zu drucken. Es ist ein gigantischer Schwindel, aber die meisten Amerikaner fallen darauf herein.

 

In der Zwischenzeit steigen die Preise für die meisten Güter des täglichen Bedarfs in den USA kontinuierlich an. Im Folgenden nur einige Beispiele für die Preisinflation der letzten Zeit:

  • McDonald‘s hat das beliebte Ein-Dollar-Menü eingestellt, weil es zunehmend unmöglich wird, »Geld zu verdienen, wenn man Hamburger für einen Dollar verkauft«.

Aber machen Sie sich keine Sorgen – Sie wissen ja, Inflation existiert nur in Ihrer Einbildung – sagt die Regierung.

Aber bleiben Sie unbesorgt, aufgrund des gutbezahlten Arbeitsplatzes, den Sie im Rahmen der wirtschaftlichen »Erholung« ergattert haben, fällt es Ihnen nicht schwer, sich auch mehr zu leisten.

  • Man geht davon aus, dass die Leute, die ihr Haus mit Erdgas heizen, in diesem Winter mit einer Erhöhung der Heizkosten um 13 Prozent rechnen müssen.

Auch das muss Sie nicht beunruhigen, der Klimawandel wird sowie bald die Notwendigkeit, zu heizen, auf breiter Front verringern.

  • Der Preis für Schokolade ist seit 2007 um 45 Prozent gestiegen, und man erwartet, dass er in Zukunft noch schneller steigen wird.

Keine Panik: Zu viel Schokolade ist ohnehin ungesund.

  • Als Folge der amerikanischen Gesundheitsreform, die auch als »Obamacare« bekannt ist, werden die Krankenkassenbeiträge für viele amerikanische Familien massiv ansteigen. An anderer Stelle berichtete ich bereits, dass eine Familie aus Texas ein Schreiben erhielt, in dem es hieß, ihre Krankenkassenbeiträge seien um das fast Fünfeinhalbfache erhöht worden.

Aber bleiben Sie unbesorgt – das ist eben die »angewandte Gesundheitsreform«.

 

Zwischenzeitlich verschlechtert sich die allgemeine Lage der amerikanischen Mittelschichtfamilie immer weiter. Ihr Median-Haushaltseinkommen ist nunmehr inflationsbereinigt seit fünf Jahren in Folge gesunken und die Gesamtsumme der Verbraucherkredite stieg in den vergangenen drei Jahren um mehr als ein Fünftel an.

 

Die Qualität der amerikanischen Arbeitsplätze nimmt stetig ab, und die Löhne und Gehälter reichen nicht aus, um die Inflation aufzufangen. Tatsächlich verdienen gegenwärtig amerikanische Arbeitnehmer inflationsbereinigt weniger als ein Vollzeit-Arbeitnehmer 1968.

 

Wie versucht nun die amerikanische Regierung, dieses Problem in den Griff zu bekommen? Sie will die Inflation noch weiter erhöhen. Laut dem Fernsehsender CNBC sind viele führende Vertreter der Fed (darunter auch die designierte Nachfolgerin Ben Bernankes, Janet Yellen) überzeugt, im Interesse der amerikanischen Wirtschaft sei ein weiterer Anstieg der Inflation unumgänglich:

»Viele sehen die Inflation als eine Art Steuer auf der modernen Welt, aber im Vorfeld des kommenden Führungstreffens der Fed werden zunehmend Befürchtungen laut, die Inflation steige möglicherweise nicht schnell genug.

Einige Wirtschaftswissenschaftler sind der Ansicht, gerade jetzt sei die amerikanische Wirtschaft auf eine höhere Inflation angewiesen, um sich aus dem Sumpf aus dahindümpelndem Wachstum und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit, in dem sie seit fünf Jahren feststeckt, herauszuarbeiten.

Seit Jahrzehnten stand die Inflationsbekämpfung für die Fed im Mittelpunkt, aber Ökonomen wie auch Janet Yellen, die nach dem Willen Präsident Obamas ab Beginn des kommenden Jahres die Geschicke der Fed leiten soll, argumentieren seit Längerem, dass eine geringe Inflation bei schwacher Wirtschaft durchaus von Nutzen sei. Steigende Preise ermöglichen den Unternehmen höhere Gewinne, und steigende Löhne erleichtern den Arbeitnehmern die Rückzahlung ihrer Schulden. Darüber hinaus ermuntert Inflation die Verbraucher und die Wirtschaft, Kredite aufzunehmen und sie schneller auszugeben.«

Im weiteren Verlauf dieses Artikels geht es in diesem Ton immer weiter. Inflation sei für die Wirtschaft wunderbar, und die amerikanische Wirtschaft benötige unbedingt mehr davon. Wenn das wirklich stimmen würde, wäre die Wirtschaft der Weimarer Republik eine der gesündesten und erfolgreichsten Volkswirtschaften der Geschichte gewesen.

Aber die gegenwärtige Entwicklung ist die unvermeidliche Folge, wenn ein Land beginnt, eine Fiat-Währung auszugeben, die über keinerlei wirkliche Deckung verfügt. Dann wird die Versuchung unwiderstehlich, einfach immer ein bisschen mehr Geld zu drucken.

 

Letztlich werden wir uns aufgrund unserer eigenen Dummheit zugrunde richten. Der amerikanische Dollar bildet praktisch die Reservewährung der ganzen Welt, und alle diese Länder haben uns jahrzehntelang vertraut. Aber jetzt sind wir dabei, unsere Währung systematisch zu zerstören, und die restliche Welt betrachtet dieses Schauspiel mit Entsetzen.

 

Wenn Sie nach einem markanten Beispiel dafür suchen, wie sich die Inflation in den letzten Jahren auf unsere Wirtschaft ausgewirkt hat, betrachten Sie diese beeindruckende Grafik, die zeigt, was die rücksichtslose Politik der Fed bei den Rohstoffpreisen angerichtet hat. Letztlich wird der Dollar zerstört werden, und wir tragen selbst dafür die Verantwortung.

 

Viele Menschen versuchen, sich vor dieser unvermeidlichen Entwicklung zu schützen, indem sie in so genannte »harte Werte« wie Edelmetalle investieren. Aber bevor Sie das tun, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Ehemann nicht so rachsüchtig ist und alles in den Müllcontainer wirft, wie in diesem besonderen Fall, über den die New York Post vor Kurzem berichtete:

»Ein Mann aus Colorado war über seine Ex-Ehefrau dermaßen verärgert, dass er ihre gesamten gemeinsamen Ersparnisse in Höhe von 500 000 Dollar, die er in Gold umgetauscht hatte, in einen Müllcontainer warf, damit sie bei der anstehenden Scheidung keinen Cent davon erhalte, berichtete die Zeitung The Gazette aus Springs im US-Bundesstaat Colorado.

Im Juni wurde der 52-jährige Earl Ray Jones aus Divide im US-Bundesstaat Colorado von einem Richter dazu verurteilt, seiner früheren Ehefrau, mit der er 25 Jahre verheiratet war, monatlich 3000 Dollar zu zahlen. Jones hatte die gesamten gemeinsamen Ersparnisse, die zur Sicherung des Lebensabends gedacht waren, in 22 Pfund Gold- und Silberbarren umgetauscht. Jones behauptet, diesen zeitgemäßen Schatz dann in einen Müllcontainer hinter einem Motel geworfen zu haben, in dem er vorübergehend gewohnt hatte. Dem Richter erzählte er, er verfüge über keine finanziellen Mittel, die er seiner Ex-Ehefrau geben könne, berichtete die Zeitung weiter.«

Hat Sie diese Geschichte zum Lachen gebracht? Mich auf jeden Fall. Sie zeigt aber auch, was die Fed mit unserem Dollar gemacht hat. Viele Jahrzehnte lang wurde unser US-Dollar von praktisch allen Menschen weltweit benutzt. Tatsächlich waren außerhalb der USA mehr Dollar im Umlauf als im Land selbst. Aber die Fed richtet den Dollar systematisch zugrunde, und der Rest der Welt verliert allmählich sein Vertrauen in ihn.

 

Aber anstatt ihre Fehler zu erkennen und zu bereinigen, erklären führende Fed-Vertreter, die Inflation müsse noch weiter steigen, und drucken weiter wie wild Geld. Am Ende werden wir einen hohen Preis für ihre Dummheit zahlen müssen.

 

 

 

 

 


 

 

 

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