Sunday, 29. May 2016
11.07.2014
 
 

Raketen auf Dimona: Hamas feuert auf Israels Nuklearanlage

Michael Snyder

Wie verrückt muss man eigentlich sein, nach den Schrecken der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima Raketen direkt auf eine größere Nukleareinrichtung abzufeuern? Unabhängig davon, auf welcher Seite man in dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern steht, sollte doch jeder damit übereinstimmen, dass es für die Hamas reiner Wahnsinn ist, Raketen auf die israelische Nukleareinrichtung Dimona in der Negev-Wüste abzufeuern.

 

Hinter diesem Angriff stand offensichtlich die Absicht, die Nukleareinrichtungen in Dimona zu zerstören und eine schreckliche Nuklearkatastrophe im Herzen Israels auszulösen. Glücklicherweise wird dieses Gebiet durch das Raketenabwehrsystem Iron Dome geschützt, und keine der Raketen richtete Schaden an. Es ist überhaupt fraglich, wie viel Schaden die Hamas-Raketen in Dimona tatsächlich hätten anrichten können.

 

Aber darum geht es jetzt nicht vorrangig. Wichtig ist die Absicht, die die Hamas mit ihrem Angriff verfolgte. In den vergangenen Jahren wurden die Hamas-Raketen immer fortschrittlicher, zielgenauer und besitzen nun eine höhere Sprengkraft. Wenn die Hamas einige ihrer besten Raketen auf eine größere nukleare Einrichtung abgefeuert, begeht sie einen offenen kriegerischen Akt. Wenn die Hamas damit fortfährt, könnte dies einen größeren regionalen Krieg auslösen, in dem zahllose Menschen sterben würden. Ist es das, was sie will?

 

In den letzten Tagen wurde Israel in den Mainstreammedien scharf kritisiert, aber ein Großteil dieser Kritik ist reine Heuchelei. Man stelle sich doch nur einmal vor, was in den USA los wäre, wenn ein anderes Land auch nur eine Rakete auf New York oder eines unserer Kernkraftwerke abfeuern würde. Wenn dies geschähe, würden Zigmillionen Amerikaner im ganzen Land schreckliche Rache fordern und das amerikanische Militär würde umgehend einen verheerenden Vergeltungsschlag vorbereiten.

 

Es ist ja auch nicht nur eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Raketen auf Israel abgeschossen, ohne dass das israelische Militär darauf reagierte. Seit Beginn der Operation Protective Edge am Montagabend dieser Woche wurden mehr als 225 Raketen auf Israel abgefeuert. Zeitweise wurde alle zehn Minuten eine Rakete in Richtung Israel abgeschossen. Viele dieser Raketen zielten direkt auf israelische Bevölkerungszentren und sollten Zivilisten töten. Es ist ein Wunder, dass es bisher noch nicht zu vielen Toten oder Verletzten gekommen ist.

 

Aber mit der Beschießung der nuklearen Einrichtung in Dimona hat die Hamas eine Grenze überschritten. Dass die Hamas versuchte, einen nuklearen Holocaust auszulösen, ist im Kern ein Akt des Völkermordes. Die israelische Tageszeitung Jerusalem Post beschrieb den Angriff folgendermaßen:

»Am Mittwochnachmittag wurden drei Raketen auf Dimona im Süden Israels abgefeuert. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome fing eine Rakete ab, bevor sie ihr Ziel erreichte, während die beiden anderen Raketen in unbesiedelten Gebieten niedergingen.

In Dimona befindet sich der israelische Kernreaktor. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Raketen irgendeinen Schaden an dem Reaktor anrichteten. Die Hamas übernahm die Verantwortung für den Raketenangriff und erklärte, sie habe beabsichtigt, den Kernreaktor zu treffen.

Kämpfer der Qassam-Brigaden der Hamas erklärten, sie hätten Langstreckenraketen vom Typ M-75 auf Dimona abgefeuert.«

Die Internetseite Breitbart verwies darauf, dass die Hamas damit tatsächlich einen Akt des Nuklearterrorismus begangen habe, wie er von den Vereinten Nationen definiert worden sei:

»In Artikel 2 (1) des 2005 beschlossenen Internationalen Übereinkommens zur Bekämpfung nuklearterroristischer Handlungen heißt es:

›Eine Straftat im Sinne dieses Übereinkommens begeht, wer widerrechtlich und vorsätzlich:

a) radioaktives Material besitzt oder eine Vorrichtung anfertigt oder besitzt und:

i) beabsichtigt, den Tod oder eine schwere Körperverletzung zu verursachen, oder

ii) beabsichtigt, bedeutende Sach- oder Umweltschäden zu verursachen;

b) radioaktives Material oder eine Vorrichtung auf irgendeine Weise verwendet oder eine Kernanlage auf eine solche Weise verwendet oder beschädigt, dass radioaktives Material freigesetzt wird oder möglicherweise freigesetzt wird, und

i) beabsichtigt, den Tod oder eine schwere Körperverletzung zu verursachen, oder

ii) beabsichtigt, bedeutende Sach- oder Umweltschäden zu verursachen, oder

iii) beabsichtigt, eine natürliche oder juristische Person, eine internationale Organisation oder einen Staat zu einem Tun oder Unterlassen zu nötigen.‹«

Wir wollen hoffen, dass auch zukünftige Hamas-Raketenangriffe in Dimona keine Schäden anrichten werden. Es ist überhaupt fraglich, wie groß die Bedrohung tatsächlich ist, die von Hamas-Raketen für eine so außerordentlich gut geschützte Einrichtung wie Dimona ausgeht. Dennoch sollten ihre Fähigkeiten keineswegs unterschätzt werden.

 

Wie der Christian Science Monitor berichtet, haben die Hamas-Raketen an Feuerkraft und Zielgenauigkeit enorm zugelegt und sind jetzt sogar in der Lage, Tel Aviv und Jerusalem zu treffen:

»Aus dem Waffenstillstand, der 19 Monate andauerte, ist die Hamas stärker und klüger hervorgegangen und ist nun in der Lage, Israel sehr viel stärker dort zu treffen, wo es den größten Schaden anrichten kann.

Das Raketenarsenal der Hamas ist mit schätzungsweise 10 000 Raketen zwar nur unwesentlich größer als es zu Beginn des letzten Konflikts mit Israel im November 2012 war, aber ihre Mittelstreckenraketen sind heute sehr viel zielgenauer, und zudem verfügt sie nun über Langstreckenraketen, die in ihrer Reichweite noch über Tel Aviv und Jerusalem hinausreichen und damit mehr als fünf Millionen der insgesamt acht Millionen Israelis bedrohen.«

Wenn die Hamas erreichen will, dass Israel seine Angriffe einstellt, muss sie aufhören, Israel mit Raketen zu beschießen. Wenn die Hamas weiterhin Raketen abfeuert, könnte dies einen größeren regionalen Krieg auslösen. So sagte Schimon Peres vor Kurzem über diesen Konflikt:

»›Wir haben diesen Krieg heute nicht begonnen, sie haben ihn schon vor einigen Tagen begonnen‹, sagte er gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CNN. ›Wir haben sie aufgefordert, ihre Angriffe einzustellen… Wir haben einen Tag, zwei Tage, drei Tage gewartet, und sie haben weitergemacht und ihre Angriffe sogar auf andere Gebiete in Israel ausgeweitet.‹

Weiter sagte er, eine Bodenoffensive in Gaza ›könne schon bald beginnen‹. Und in Bezug auf die Raketen, die aus Gaza abgefeuert wurden, fügte er hinzu: ›Wenn sie ihre Angriffe z.B. heute Nacht einstellten, würde es keine Bodenoffensive geben – aber wenn sie damit fortfahren, werden wir früher oder später auf diese Weise antworten.‹«

Jüngsten Meldungen zufolge hat Israel bereits an die 100 000 Einwohner Gazas, die in den Städten nahe der Grenze zu Israel leben, aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Das deutet darauf hin, dass eine Bodenoffensive kurz bevorsteht.

 

Wir wollen für den Frieden beten, denn jedes menschliche Leben ist außerordentlich wertvoll. Jedes israelische Leben ist außerordentlich wertvoll, und jedes palästinensische Leben ist außerordentlich wertvoll.

 

Niemand will, dass es zu einem größeren Krieg zwischen den Israelis und den Palästinensern kommt, denn ein solcher Krieg wäre extrem blutig. Der Mittlere Osten ist ein Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann. Ein einziger falscher Schritt könnte einen albtraumhaften Konflikt lostreten, der zu unzähligen Toten führen würde.

 

 

 

 


 

 


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Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel

11.07.2014 | 22:03

Malipiero

Verfügt Israel denn über Atomwaffen? Wer hat dies zugelassen? Hier steckt das Verbrechen. Daß man den Juden zugesteht, eine solche Waffe überhauüt zu besitzen, in dieser Gemengelage von Gefährdung und Gefährden. Wieso sind diese Juden in Israel. Es wird kein Ende geben, bevor nicht dieses zionistische Regime ins Meer getrieben ist.


11.07.2014 | 17:33

Schiebedach

Hat die "Gemeinschaft der Freien Völker" sich auch bestürzt, betroffen oder zutiefst erschüttert gezeigt, als die syrischen A-Anlagen zerstört wurden? Lassen wir doch mal die Kirchen, Tempel oder Moscheen im Dorf; messen alles mit gleicher Elle und wir müssen feststellen, daß alle Machthaber rücksichtslos eigene Interessen verfolgen und sich einen Sch... um Leben und Gesundheit von Menschen kümmern. Und wenn es die eigenen Leute sind, spricht man eben von...

Hat die "Gemeinschaft der Freien Völker" sich auch bestürzt, betroffen oder zutiefst erschüttert gezeigt, als die syrischen A-Anlagen zerstört wurden? Lassen wir doch mal die Kirchen, Tempel oder Moscheen im Dorf; messen alles mit gleicher Elle und wir müssen feststellen, daß alle Machthaber rücksichtslos eigene Interessen verfolgen und sich einen Sch... um Leben und Gesundheit von Menschen kümmern. Und wenn es die eigenen Leute sind, spricht man eben von Kollateralschäden.

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