Saturday, 25. June 2016
07.10.2013
 
 

US-Regierung lahmgelegt? 36 Tatsachen beweisen, dass fast alles wie normal weiterläuft

Michael Snyder

Das ganze Heulen und Wehklagen über die »Einstellung der Regierungsarbeit« (»Government Shutdown«) ist ein einziger Witz. Es gibt kaum Gründe, warum dieser Shutdown nicht durchaus eine längere Zeit anhalten könnte, da praktisch alles wie normal weiterläuft.

63 Prozent aller Bundesbediensteten arbeiten weiter, und 85 Prozent aller Regierungsaktivitäten werden während des »Shutdowns« weiterfinanziert. Es stimmt, die Regierung Obama schließt

theatralisch einige Internetseiten der Regierung und lässt niemanden mehr in die Gedenkstätte für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen amerikanischen Soldaten, das Second World War Memorial, aber ansonsten läuft in Washington im Grunde alles wie normal.

 

Es zeigte sich, dass die Einstufung als »unverzichtbare Beschäftigte« in den vergangenen Jahren auf so viele Funktionen ausgedehnt wurde, dass gegenwärtig praktisch jeder als »unverzichtbar« eingestuft ist. Dieser Shutdown hat eine so geringe Breiten- und Tiefenwirkung, dass selbst die Bezeichnung »teilweise Einstellung der Regierungsarbeit« noch als Übertreibung gewertet werden müsste.

 

Die folgenden 36 Tatsachen belegen, dass während dieses »Shutdowns« praktisch alles wie normal weiterläuft:

  1. Laut Senator Rand Paul werden 85 Prozent aller Regierungsaktivitäten während dieses »Government Shutdown« weiterfinanziert.

  2. Annähernd 1 350 000 »unverzichtbare« Staatsbedienstete werden weiterhin ihren Dienst versehen.

  3. Insgesamt werden 63 Prozent der Bundesangestellten während des Shutdowns weiterarbeiten.

  4. Die amerikanische Post, der U.S. Postal Service, wird weiterhin die Post bearbeiten und zustellen.

  5. Die amerikanischen Militärangehörigen werden weiter ihren Dienst versehen und auch bezahlt werden.

  6. Sozialhilfeempfänger werden ihre Unterstützung weiter erhalten.

  7. Medicare-Versicherte werden weiterhin Unterstützungsleistungen erhalten.

  8. Medicaid-Versicherte werden weiterhin Unterstützungsleistungen erhalten.

  9. Empfänger von Lebensmittelkarten werden weiterhin unterstützt.

  10. Arbeitslose erhalten weiterhin ihre Leistungen.

  11. Pensionierte Bundesangestellte erhalten weiter ihre Rente.

  12. Das Bundesprogramm für Schulmittagessen verfügt noch bis mindestens zum Monatsende über ausreichende Finanzmittel.

  13. Alle öffentlichen Schulen in den USA werden den normalen Schulbetrieb weiterführen.

  14. Praktisch alle Bediensteten der Strafverfolgungsbehörden werden weiter Dienst tun.

  15. Die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve, wird ihre Funktion vollständig wahrnehmen.

  16. Der Oberste Gerichtshof wird seinen Betrieb normal weiterführen, und die Bundesgerichte verfügen noch für mindestens zwei Wochen über ausreichende Finanzmittel.

  17. Die Angestellten der amerikanischen Bundesbehörde TSA, die für die Sicherheit auf den amerikanischen Flugplätzen verantwortlich ist, werden die Reisenden auf den Flughäfen weiterhin belästigen.

  18. Die Fluglotsen an den amerikanischen Flughäfen werden den Flugverkehr weiterhin überwachen.

  19. Die personell hoffnungslos unterbesetzten Grenzpolizisten werden sich weiterhin der Flut illegaler Einwanderer entgegenstemmen.

  20. Das amerikanische Außenministerium wird weiterhin Visa und Pässe ausstellen.

  21. Das Versorgungsamt für Veteranen wird weiterhin kleinere medizinische Leistungen erbringen und zumindest für den Moment auch weiter Zahlungen an Betroffene leisten.

  22. Die Regierung Obama verfügt offensichtlich noch über ausreichende Finanzmittel, um Freiluft-Gedenkstätten zu schließen, die sonst in der Regel den ganzen Tag geöffnet sind.

  23. Das Verteidigungsministerium kündigte am Tag vor dem Shutdown die Vergabe von 94 neuen Verträgen mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Mrd. Dollar an.

  24. Der Shutdown der Regierung verhinderte die Eröffnung des zwei Milliarden Dollar teuren NSA-Spionagezentrums nicht.

  25. Die amerikanischen Bundesgefängnisse werden ihren normalen Betrieb aufrecht erhalten.

  26. Das landesweit tätige Bahnunternehmen Amtrak wird seine Tätigkeit weiterführen.

  27. Das amerikanische Patent- und Markenamt wird weiter geöffnet sein.

  28. Die amerikanische Behörde für Verbraucherschutz und Produktsicherheit (CPSC) wird in der Lage sein, weiterhin Rückrufaktionen für Produkte anzuordnen, die »eine unmittelbar Gefahr für die menschliche Sicherheit« darstellen.

  29. Der National Weather Service und das National Hurricane Center werden weiterhin das Wettergeschehen verfolgen.

  30. Die Bundesregierung in Washington ist trotz Shutdown in der Lage, auf Natur- oder andere Katastrophen zu reagieren.

  31. Die amerikanische Weltraumbehörde NASA überwacht und steuert den Mars Rover auch weiterhin, und auch die beiden amerikanischen Astronauten in der Internationalen Raumstation werden weiter unterstützt.

  32. Alle Angestellten der Stadtverwaltung von Washington wurden als »unverzichtbar« eingestuft und werden normal ihrer Arbeit nachgehen.

  33. Auch wenn die Anmeldung für »Obamacare« nicht immer ordnungsgemäß funktioniert, können die Menschen noch darauf zurückgreifen.

  34. Die amerikanische Bundessteuerbehörde IRS wird wie immer Steuern einziehen, aber keine schikanösen Wirtschaftsprüfungen bei konservativen Organisationen durchführen.

  35. Barack Obama wird für die Dauer des Shutdowns sein Gehalt weiter erhalten.

  36. Auch die Senatoren und Abgeordneten werden für die Dauer des Shutdowns ihre Vergütungen weiter erhalten.

Aber natürlich läuft während dieses Government Shutdowns nicht alles normal. Von der Regierung betriebene Parks sind geschlossen. Die Umweltschutzbehörde EPA und das Energieministerium mussten ihre Tätigkeit fast vollständig einstellen. Aber im Allgemeinen werden die meisten Amerikaner kaum einen wesentlichen Unterschied zu normalen Verhältnissen feststellen. Und vielleicht eröffnet sich jetzt für die amerikanische Bevölkerung eine gute Gelegenheit, einmal darüber nachzudenken, ob sie wirklich eine so aufgeblähte Bundesregierung braucht, die erhebliche Mengen unserer Steuergelder verschlingt.

 

So gab die Bundesregierung vor Kurzem 98 670 Dollar für ein einzelnes Toilettenhäuschen in Alaska aus. Das ist mehr, als viele Amerikaner für ein ganzes Wohnhaus bezahlen. Weitere Beispiele dieser Art finden Sie in meinem früheren Artikel »Die Liste der Verschwendungen: 66 absurde Arten und Weisen, wie die amerikanische Regierung Ihr schwerverdientes Geld zum Fenster herauswirft« (in englischer Sprache).

 

Es ist an der Zeit, dass Washington einmal selbst die Erfahrung macht, was es bedeutet, »den Gürtel enger zu schnallen«, eine Erfahrung, die der Rest des Landes schon durchgemacht hat. Viel zu lange schon leben die Bonzen in Washington in einer Scheinwelt, in der sie ihr Wohlleben nur auf unsere Kosten führen können. In einem Blogbeitrag von Daniel Greenfield wurde darüber nachgedacht, auf welche Weise der Shutdown wohl die Scheinwelt beeinflussen werde, in der die Obamas leben:

»Der Shutdown der Regierung zwingt Obama dazu, mit nur einem Viertel seines 1701 Personen umfassenden Stabes auszukommen. Das wären an die 436 ›unverzichtbare‹ Mitarbeiter. Die 90 Angestellten, die für seine Wohnräume verantwortlich sind, würden auf 15 Personen zusammengestrichen, um ›ein Mindestmaß an Versorgung und Unterstützung‹ zu gewährleisten.

Im Buckingham-Palast, der ungefähr zwölfmal so groß wie das Weiße Haus ist und über einen eigenen Uhrmacher verfügt, arbeitet nur ein Stab von 800 Personen. Der norwegische König Harald V. und sein Hof kommen sogar mit nur 152 Personen aus. Und König Carl XVI. Gustaf von Schweden beschäftigt am Hof 202 Menschen.

Auf Twitter erklärte Michelle Obama, sie sei ohne die Hilfe ihrer 16 Assistenten, von denen viele ein sechsstelliges Gehalt beziehen, nicht in der Lage, allein zu twittern. In Michelle Obamas Stab befinden sich mehr Direktoren, stellvertretende Direktoren und Stellvertreter der stellvertretenden Direktoren als in der gesamten Regierung George Washingtons.

Präsidenten haben Kriege geführt und Frieden geschlossen, große Territorien erschlossen und annektiert und aus einer Handvoll Kolonien mit weitaus weniger hochrangigen Stabsmitgliedern als nötig sind, um Michelle Obamas Twitter-Konto zu verwalten, eine Nation errichtet.«

Ach du meine Güte! Wird Michelle Obama jemals wieder twittern können? Und wird das Weiße Haus weiterhin handlungsfähig sein, wenn im Weißen Haus nicht mindestens ein Filmvorführer den ganzen Tag zur Verfügung steht?

Kein Wunder, dass Barack Obama über diesen Shutdown so verärgert ist. Aber letztlich könnte sich dieser Shutdown für die USA als Wohltat erweisen. Unsere Regierung ist völlig außer Kontrolle geraten und sollte wieder zu normalen Regierungsverhältnissen zurückgeführt werden.

 

In der Regierungszeit Obamas ist die Staatsverschuldung um 90 Prozent gewachsen, und die Gesamtausgaben der Bundesregierung sind seit 1990 um 317 Prozent gestiegen. Ist es angesichts dessen wirklich so verheerend, wenn die Bundesregierung einmal gezwungen ist, sich eine gewisse Zeit lang ein wenig einzuschränken?

 

Unsere Politiker können noch so sehr heulen und wehklagen. Sie haben von mir keinen Trost zu erwarten.

 

 

 

 


 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Neues vom Fiskus: So schnell wird man kriminell
  • Das letzte Geheimnis: Schwarze Löcher der Ozeane
  • Vorsicht bei Fleischersatz: Leben Vegetarier ungesund?
  • Die hohen Kosten der Zuwanderung

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Ist der Shutdown in den USA ein Symptom für das Ende des Dollar-Systems?

F. William Engdahl

Am 30. September weigerte sich eine Clique ideologisierter Republikaner in Washington, den Haushalt für das Fiskaljahr 2014 zu verabschieden. Zuvor hatte es Präsident Obama, ein Demokrat, abgelehnt, die Einführung seiner obligatorischen Krankenversicherung um ein Jahr zu verschieben, um Änderungen zu ermöglichen. Das ganze Spiel ist ein Symptom  mehr …

Andauernder »Shutdown« und handlungsunfähige Politiker beweisen, wie nah die US-Regierung einem völligen Kollaps gekommen ist

Mike Adams

Wer nach Beweisen für das bevorstehende völlige Scheitern der US-Regierung sucht, der braucht sich nur die Spielchen anzusehen, die zurzeit in Washington getrieben werden. Hier eine kurze Zusammenfassung.  mehr …

»Obamacare« ist nur ein weiterer Trick der Privatwirtschaft, Amerikaner über den Tisch zu ziehen

Dr. Paul Craig Roberts

Die Regierung der »einzigen Supermacht der Welt«, der »Ausnahmenation«, des »unentbehrlichen« Landes, behauptet, zu wissen, was das Beste für Syrien, den Irak, Afghanistan, Libyen, den Jemen, Pakistan, Somalia, Mali, Russland, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Brasilien, China und eigentlich für die ganze Welt ist. Aber dieses »unentbehrliche« Land  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Die große Lüge der Genetik entlarvt: Die menschliche DNS ist nicht in der Lage, den gesamten Bauplan des Menschen zu speichern

Mike Adams

Kritisches Denken kann zuweilen ein regelrechter Fluch sein, weil man es nicht abstellen kann. Das habe ich an mir selbst gemerkt. Man wird zum kritischen Denker gegenüber allem, was berichtet oder gelehrt wird. Und wie sich herausstellt, ist das meiste, was man Ihnen über Genetik beigebracht hat, falsch.  mehr …

Israels geheimes Arsenal an biologischen, chemischen und atomaren Waffen

Manlio Dinucci

Jahrelang weigerten sich Syrien und Ägypten angesichts eines bedrohlichen Nachbarn – Israels – ihre Chemiewaffenbestände zu vernichten. Israel selbst hat zusätzlich zu seinem Arsenal an biologischen Waffen und Atomwaffen ausgefeilte Chemiewaffen entwickelt. Nachdem sich nun Syrien der Chemiewaffenkonvention und der Organisation für das  mehr …

Zurück in die Steinzeit? Wissenschaftler warnen vor einer galaktischen Superwelle

Peter Orzechowski

Kaum hat die NASA Entwarnung gegeben, was die Aktivität der Sonnenflecken betrifft, da melden die Astronomen neue Bedenken an: Eine Explosion im Zentrum unserer Milchstraße stehe unmittelbar bevor. Die dabei entstehende Strahlungswelle könnte die Erde treffen und unsere Zivilisation in die Steinzeit zurück katapultieren.  mehr …

Ist der Shutdown in den USA ein Symptom für das Ende des Dollar-Systems?

F. William Engdahl

Am 30. September weigerte sich eine Clique ideologisierter Republikaner in Washington, den Haushalt für das Fiskaljahr 2014 zu verabschieden. Zuvor hatte es Präsident Obama, ein Demokrat, abgelehnt, die Einführung seiner obligatorischen Krankenversicherung um ein Jahr zu verschieben, um Änderungen zu ermöglichen. Das ganze Spiel ist ein Symptom  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.