Friday, 27. May 2016
02.09.2013
 
 

Wird ein Krieg mit Syrien den Ölpreis noch weiter in die Höhe treiben?

Michael Snyder

Sind Sie bereit, vier, fünf oder sogar sechs Dollar für eine Gallone (ca. vier Liter) Benzin zu bezahlen? Kriege haben Folgen und ein Konflikt mit Syrien könnte sehr schnell außer Kontrolle geraten. Die Obama-Regierung verspricht, der kommende Angriff auf Syrien werde »kurz und begrenzt«, der ständige Fluss von Öl aus dem Nahen Osten werde nicht unterbrochen. Aber was geschieht, wenn Syrien zurückschlägt? Was geschieht, wenn syrische Raketen auf Tel Aviv herunterregnen? Was geschieht, wenn die Hisbollah oder der Iran anfangen, amerikanische oder israelische Ziele anzugreifen?

Wenn sich Syrien, die Hisbollah und der Iran nicht zurückhalten und sich weigern, zurückzuschlagen, dann könnten wir schon bald einen großen regionalen Krieg im Nahen Osten erleben, und der könnte zur Folge haben, dass der Ölpreis noch weiter in die Höhe schießt. Syrien ist kein wichtiger Ölproduzent, aber ungefähr ein Drittel des gesamten Rohöls der Welt

stammt aus dem Nahen Osten. Wenn der Suezkanal oder der Persische Golf (oder beide) für längere Zeit geschlossen würden, wären die Folgen dramatisch. Der Ölpreis ist in diesem Sommer bereits um 15 Prozent gestiegen, ein Krieg im Nahen Osten könnte ihn auf ein Rekordniveau treiben.

 

Es gibt immer die Hoffnung, dass sich besonnenere Köpfe durchsetzen und ein Konflikt vermieden wird, aber im Moment sieht es nicht so aus, dass es dazu kommen wird. Und tatsächlich hat, wie Richard Engel von NBC News berichtet, ein hochrangiger US-Vertreter zugegeben, der »Punkt, an dem es keine Umkehr gibt« sei überschritten und mit einem Schlag gegen Syrien sei innerhalb weniger Tage zu rechnen.

 

Obama verspricht, der Angriff der USA werde »begrenzt und maßgeschneidert«, wir würden nicht in einen »langen Konflikt hineingezogen, keine Wiederholung des, nun, Irak, wie viele Menschen, wie ich weiß, befürchten«, aber wie um alles in der Welt kann er das garantieren?

 

Syrien, der Iran und die Hisbollah haben damit gedroht, Israel anzugreifen, wenn die USA Syrien attackieren.

 

Wenn erst Raketen auf israelische Städte herunterregnen, werden die Israelis nicht einfach dasitzen und es sich gefallen lassen, wie sie es im ersten Golfkrieg getan haben. Vielmehr macht die Staatsführung laut der Los Angeles Times »deutlich, dass sie nicht die Absicht haben, sich dieses Mal zurückzuhalten, wenn sie angegriffen werden«.

 

Wenn Israel angegriffen wird, wird die militärische Antwort massiv sein.

 

Und dann haben wir den großen regionalen Krieg im Nahen Osten, vor dem so viele Menschen schon seit Jahren warnen. Hunderttausende werden sterben und die Weltwirtschaft wird lahmgelegt. Was wird Obama in einer solchen Lage tun? Packt er seine Sachen und geht nach Hause?

 

Natürlich nicht. Wir wären verpflichtet, einen brutalen, schrecklichen Krieg zu führen, den zu beginnen es keinerlei Grund gab.

 

Und wir fühlen schon jetzt den Effekt der steigenden Spannungen im Nahen Osten. Diese Woche stieg der Ölpreis auf ein 18-Monats-Hoch

Der Ölpreis sprang auf ein 18-Monats-Hoch, weil die Händler fürchteten, ein möglicher Militärschlag gegen Syrien könnte die Öllieferungen aus der Region unterbrechen.

An der Warenterminbörse New York Mercantile Exchange stiegen Rohöl-Futures für Oktober um 2,9 Prozent auf 109,01 Dollar pro Barrel, der höchste Schlusswert seit Februar 2012. Brent Futures schlossen 3,2 Prozent höher bei 114,28 Dollar pro Barrel, ein Sechsmonatshoch.

Die folgende Grafik zeigt die Bewegung des Ölpreises in den letzten Jahrzehnten. Könnten wir schon bald den Rekordwert von 147 Dollar für das Barrel aus dem Jahr 2008 brechen?...

 

Und natürlich erinnern wir uns alle, was passiert ist, als der Ölpreis 2008 so hoch stieg. Die Weltwirtschaft wurde in den schlimmsten Abschwung seit der Großen Depression der 1930er Jahre gestürzt.

 

Ein großer Konflikt im Nahen Osten könnte, vor allem wenn er sich längere Zeit hinzieht, den Ölpreis auf absolut lächerliche Höhen treiben. Jeden Tag wird eine Unmenge Öl durch den Suezkanal transportiert. Es folgt ein Auszug aus einem kürzlich erschienenen Wall-Street-Journal-Artikel

Im Südwesten liegt der Suezkanal, … der das Rote Meer und den Golf von Suez mit dem Mittelmeer verbindet. Den Kanal passieren laut der US Energy Information Administration täglich ungefähr 800 000 Barrel Rohöl und 1,4 Millionen Barrel Erdölprodukte.

Eine weitere Öl-Route, die potenziell durch die Syrienkrise bedroht ist, ist die Sumed, oder Suez-Mittelmeer-Pipeline, ebenfalls in Ägypten, über die Öl aus der Region am Persischen Golf zum Mittelmeer transportiert wird. Über die Sumed fließen laut EIA täglich 1,7 Millionen Barrel Rohöl.

Und natürlich wird auch eine riesige Menge Öl jeden Tag über den Persischen Golf transportiert. Wenn der Suezkanal und/oder der Persische Golf geschlossen würden, käme es praktisch sofort weltweit zu Versorgungsengpässen.

Wie hoch könnte der Ölpreis also steigen?

 

Laut CNBC gehen einige Analysten davon aus, 150 Dollar pro Barrel könnten erreicht werden, wenn die USA Syrien attackieren…

Manche Analysten glauben, selbst amerikanisches Rohöl, West Texas Intermediate (WTI crude), könnte an der 150-Dollar-Marke kratzen. »Wenn die Ölpreise durch die Syrienkrise auf 120 Dollar steigen, dann wären das nächste logische Ziel die 147 Dollar aus dem Jahr 2008, die leicht überboten werden könnten«, sagte John Kilduff von Again Capital. »Es ist die Vergeltung für die Vergeltung, die uns Sorgen machen muss.«

Wenn der Ölpreis so hoch und noch weiter steigt, könnten wir es erleben, dass der Benzinpreis in Teilen des Landes auf vier, fünf oder sogar sechs Dollar für die Gallone steigt.

 

Sie legen sich besser ein paar Benzinvorräte an. So wie es aussieht, werden Sie sie brauchen.

 

 

 

 


 

 

 

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