Saturday, 28. May 2016
06.07.2010
 
 

Golf von Mexiko: Vertuschung der Ölkatastrophe nimmt Orwell’sche Dimensionen an

Mike Adams

Wie CNN berichtet, hat die US-Regierung eine neue Vorschrift erlassen, wonach sich jeder Journalist, Reporter, Blogger oder Fotograf strafbar macht, der den Aufräum- und Auffangmaßnahmen, einem Gerät oder Schiff im Golf von Mexiko zu nahe kommt. Jedem, der erwischt wird, drohen Verhaftung, ein 40.000-Dollar-Bußgeld und eine Anklage wegen eines schweren Verbrechens.

CNN-Reporter Anderson Cooper: »Eine heute erlassene neue Vorschrift, die Gesetzeskraft besitzt und der zufolge Bußgelder und Anklagen wegen schwerer Verbrechen erhoben werden können... wird Reporter und Fotografen daran hindern, in die Nähe von Öl-Barrieren und ölverschmierten Tieren zu kommen, d.h. genau dahin, wo wir eigentlich sein müssten. Inzwischen sind Sie vielleicht bereits daran gewöhnt, Aufräumteams zu sehen, die die Medien abwehren, oder private Sicherheitsdienste, die die Hand vor die Kameras halten, sowie ganz normale Arbeiter, die keinen Ton mehr sagen, oft nicht einmal, für wen sie arbeiten, weil sie um ihren Job fürchten.«

Natürlich soll diese neue Vorschrift den Zugang der Medien zu den Aufräum- und Auffangaktionen einschränken, damit keine Bilder von ölverschmierten Seevögeln im Fernsehen auftauchen. Damit wird die Aufräumaktion an der Golfküste zu einer regelrecht unheimlichen Orwell’schen Realität, in der die Nachrichten von der Regierung geformt, zensiert und kontrolliert werden, damit die Öffentlichkeit die Wahrheit darüber, was wirklich am Golf geschieht, nicht erfährt.

 

Ein Krieg zur Kontrolle des Denkens

Wenn Ihnen dies alles bekannt vorkommt, dann deshalb, weil die US-Regierung in jedem Krieg zu dieser Taktik greift. Wie heißt es so schön: im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer. Es gibt jede Menge Kriegsbilder, die die Regierung Ihnen vorenthalten will (beispielsweise Militärhubschrauber, die auf Reuters-Fotografen feuern und dabei Yee-Haw! über ihre Funkgeräte schreien), und es gibt andere Bilder, die Sie sehr wohl sehen sollen (Explosionen bei so genannten surgical strikes mit »intelligenten« Bomben, die den Eindruck erwecken, als täten die Streitkräfte etwas Sinnvolles). Die Kriegsberichterstattung wird also von der Regierung sorgfältig monopolisiert, um genau die Bilder zu liefern, die Sie sehen sollen, während alles andere zensiert wird.

Jetzt erleben wir dieselben Big-Brother-Methoden im Golf von Mexiko: Kriminalisierung von Journalisten, Zensur der Berichterstattung und den Versuch, die amerikanische Öffentlichkeit über das wahre Geschehen im Dunkeln zu lassen. Es ist einfach nur die neueste Taktik einer Regierung, die die amerikanische Verfassung oder deren Bill of Rights [die ersten zehn Zusatzartikel zur US-Verfassung] nicht mehr achtet. Denn das allererste Grundrecht ist die Redefreiheit, die uneingeschränkt das Recht einschließt, einen öffentlichen Strand zu betreten und Bilder davon zu machen, was dort offen und in öffentlichen Gewässern vor sich geht. Dies zählt zu den wichtigsten Grundrechten unserer Bürger und unserer Presse.

Doch die Regierung Obama kassiert jetzt diese Rechte und macht die Journalisten zu Kriminellen. So etwas würden wir vielleicht von Chavez, von Castro oder selbst von der kommunistischen Führung in China erwarten, aber hier in den USA leben wir doch, so hat man uns schließlich versichert, »im Land der Freien«. Obama scheint sich diese Philosophie nicht mehr zu Eigen zu machen (so er es denn je getan hat).

Wie lässt sich die Kriminalisierung von Journalisten mit dem »Land der Freien« vereinbaren? Offensichtlich überhaupt nicht. Vergessen Sie die Freiheit. (Die US-Regierung hat es bereits getan.) Hier geht es um die Kontrolle Ihres Denkens, man will sicherstellen, dass Sie die Wahrheit über das, was die Ölindustrie auf Ihren Meeren, an Ihren Küsten und Ihren Stränden angerichtet hat, nicht mit eigenen Augen zu sehen bekommen. Es geht darum, Sie über die wahre Geschichte dessen, was am Golf passiert, durch eine völlige Mediensperre im Dunkeln zu lassen.

Die wahre Geschichte ist nämlich einfach zu hässlich. Die Regierung hat die Aufräumbemühungen anscheinend derart vermasselt, dass anstatt der zuvor versprochenen »Transparenz« jetzt allen Reportern, die nahe genug heranzukommen versuchen, um berichten zu können, mit Verhaftung gedroht wird.

Jawohl, das geschieht dieser Tage in Amerika. Es ist kein Schwindel. Ich weiß, es klingt eher wie etwas, das man aus Saudi-Arabien, Venezuela oder einem anderen von einem Diktator geführten Land hören würde. Aber es geschieht heute hier, in Amerika.

 

Anderson Cooper berichtet auf CNN:

»Jetzt mischt die Regierung mit. Ganz im Gegensatz zu der Transparenz, die uns Admiral Thad Allen vor knapp einem Monat versprochen hat.«

Thad Allen: »Die Medien werden uneingeschränkten Zugang zu allen von uns ergriffenen Maßnahmen erhalten... «

Anderson Cooper: »Die Küstenwache hat heute neue Vorschriften erlassen, wonach Fotografen, Reporter und andere nicht näher als 200m an Schiffe oder Öl-Barrieren auf dem Wasser oder auf den Stränden herankommen dürfen. Das heißt: ölverschmierte Vögel auf einer Insel, von Barrieren umringt, und Sie können nicht nahe genug herankommen, um das Foto zu machen. Aufnahmen von ölverschmierten Stränden mit Barrieren? Bleiben Sie 200m weit weg. Bilder von ölgetränkten Barrieren, die nutzlos im Wasser treiben, weil sie nicht, wie erforderlich eingesammelt wurden. Man kann nicht nahe genug heran, um das zu sehen. Glauben Sie mir, das gibt es da draußen. Aber man weiß es nur, wenn man nahe genug herankommt, und das geht jetzt nicht ohne Genehmigung. Wer sich nicht an die Vorschrift hält, riskiert eine Geldbuße von 40.000 Dollar oder eine Anklage wegen einer Class D Felony [einer schweren Straftat].«

 

Willkommen im Club (der Zensierten)

An die Adresse von CNN kann ich nur sagen: »Willkommen im Club!« Diese Art Zensur, Einschüchterung und Tyrannei gibt es bereits seit Jahrzehnten im Bereich Gesundheit, wo die Orwell’sche US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA der gesamten US-Bevölkerung wahrheitsgemäße gesundheitsrelevante Informationen über Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Heilwirkung vorenthält. Darüber hat CNN übrigens nie berichtet. Die meisten Mainstream-Medien haben sich an die Zensur der FDA und der US-Handelskommission FTC gegen wahrheitsgemäße gesundheitsrelevante Informationen gehalten.

Jetzt schreien sie plötzlich Zeter und Mordio. Aber wo waren die Medien, als die FDA Razzien in Unternehmen durchführte, die Nahrungsergänzungsmittel herstellen, und Leute verhaftete, die es wagten, heilende Nahrungsmittel mit ehrlichen Beschreibungen über deren die Gesundheit schützende Eigenschaften zu verkaufen? Die Medien beteiligten sich an der Vertuschung und machten sich nicht einmal die Mühe, ihren Zuschauern zu sagen, dass etwas vertuscht wurde.

Sie sehen: Selbst CNN ist bereit, ein gewisses Maß von Orwell’scher Zensur zu tolerieren, so lange es im Sinne ihrer Inserenten ist. Wenn sie jetzt im Golf von Mexiko von Zensur reden, dann nur deshalb, weil die Ölgesellschaften für das Werbebudget nicht genug Gewicht haben, um die Story absetzen zu lassen.

 

Zensur ist in einer freien Gesellschaft nicht okay

Mir gefällt es, dass CNN den Mut findet, jetzt offen über die Zensur im Golf zu sprechen, aber ich würde mir wünschen, sie hielten auch bei den anderen Mediensperren nicht den Mund, bei denen sie so lange selbst mitgemacht haben. Eine Zensur der Medien ist schlecht für jedes Land und sollte angeprangert werden, unabhängig davon, um welches Thema es gerade geht. Wenn es den Medien nicht erlaubt ist, die Wahrheit über etwas zu berichten – egal was! – dann bedeutet dies einen Verlust für das Land.

Ohne das wachsame Auge der Medien kommen Unternehmen und Regierung mit unvorstellbaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Natur durch. Genau das passiert gegenwärtig im Golf von Mexiko: ein Verbrechen gegen die Natur.

Obama will nicht, dass Sie dieses Verbrechen zu sehen bekommen. Er vertuscht es zugunsten von BP. Er lässt Sie im Dunkeln, indem er Reportern und Fotografen mit Verhaftung droht. Sieht so »völlige Transparenz« aus?

Transparent ist hierbei lediglich, dass Präsident Barack Obama seinen Amtseid gebrochen hat, indem er sich weigert, die Verfassung zu verteidigen. Für jeden, der ernsthaft an die Sache herangeht, bedeuten die vom Weißen Haus gebilligten Maßnahmen einen direkten Verstoß gegen die US-Verfassung. Im Klartext: diese neue Zensur-Verordnung im Golf, die den Ersten Verfassungszusatz außer Kraft setzt, ist verfassungswidrig. Und außerdem: diejenigen, die diese Verordnung erlassen haben, sind Feinde der Freiheit. Sie sind es, die verhaftet und ins Gefängnis geworfen werden sollten, nicht die CNN-Reporter, die versuchen, die Story zu bringen.

 

Die Saat der Tyrannei

Der Verlust des Lebens im Golf von Mexiko ist nicht die einzige Katastrophe, die dort vor sich geht: Wir büßen unsere Freiheiten ein, während unsere Regierung versucht, uns bewusst die Wahrheit darüber vorzuenthalten, was auf unseren öffentlichen Stränden passiert.

Wenn diejenigen, die die Wahrheit suchen, von der Regierung zu Kriminellen gestempelt werden, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Regierung jeden zum Kriminellen erklärt, der anderer Meinung ist als sie. Das ist die Saat der Tyrannei, die Obama gerade direkt vor Ihrer Haustür auslegt.

Was BP dem Golf angetan hat, das tut Obama jetzt unserer Freiheit an.

 

Quelle: NaturalNews

 


 

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