Monday, 26. September 2016
08.08.2011
 
 

Der mysteriöse Tod Osama bin Ladens: manipulierte Beweise, wo es eigentlich keine gibt

Dr. Paul Craig Roberts

Das Magazin The New Yorker veröffentlichte am 8. August einen Artikel von Nicholas Schmidle, der auf den Informationen einer nicht identifizierten Quelle beruht, die behauptet, mit der angeblichen amerikanischen Operation zur Ermordung Osama bin Ladens bestens vertraut zu sein. Eigentlich enthält der Artikel keine nützlichen Informationen. Sein Sinn scheint darin zu bestehen, Lücken in der ursprünglichen Darstellung wegzuerklären oder zu vertuschen. Im Kern geht es um die Frage, warum die Spezialeinheit SEALS einen unbewaffneten, keinen Widerstand leistenden Osama bin Laden töteten, dessen Gefangennahme sich doch als Goldmine an Informationen über Terrorismus hätte erweisen und dessen Schauprozess die in sich zusammenbrechende regierungsamtliche Darstellung der Ereignisse vom 11. September 2001 hätte retten können?

Dazu teilt uns der leichtgläubige Schmidle mit: »Es war niemals geplant, ihn einzusperren oder festzunehmen – diese Entscheidung wurde nicht in Sekundenbruchteilen vor Ort getroffen. ›Niemand wollte, dass Gefangene gemacht werden‹, erklärte der Offizier für Spezialeinsätze mir gegenüber.«

Und warum warfen die SEAL-Soldaten bin Ladens Körper in das Meer, anstatt der skeptischen Weltöffentlichkeit diesen Beweis vorzulegen?

Auch hier wird keine wirkliche Erklärung angeführt, nur etwas in dem Sinn, dass die Spezialeinheit SEALS das Gleiche schon mit anderen Opfern gemacht habe. Schmidle schreibt dazu: »Die

SEALS hatten die ganze Zeit schon geplant, bin Ladens Leiche im Meer zu versenken – eine unverblümte Art und Weise, dem Mythos bin Laden ein Ende zu bereiten.« Aber bevor sie das taten, hielten die USA Rücksprache mit einem nicht identifizierten saudischen Geheimdienstmitarbeiter, der ihren Plan angeblich guthieß.

 

Ich kann da nur sagen: »Also wirklich.«

Nach all‘ den Lügen und Machenschaften, die Seymour Hershs New Yorker im Zusammenhang mit der amerikanischen Regierung enthüllte, kann man sich gut vorstellen, welchem Druck der New Yorker möglicherweise ausgesetzt war, dieses Ammenmärchen. Aber das wirklich Außerordentliche  bezieht sich auf die wirkliche Geschichte, die Schmidle und der New Yorker hätten recherchieren können.

Unmittelbar nach der angeblichen Ermordung Bin Ladens durch das amerikanische SEALS-Spezialkommando interviewte das pakistanische Fernsehen den direkten Nachbarn von bin Ladens angeblichem Anwesen und Zufluchtsort. Jemand hatte das Video mit einer englischen Übersetzung versehen, die unten im Bild mitlief. Nach dieser Übersetzung erklärte der Nachbar, ein Herr Bashir, er habe die ganze Operation vom Dach seines Hauses aus beobachtet. Drei Hubschrauber seien beteiligt gewesen, von denen aber nur einer gelandet sei. Etwa ein Dutzend Männer seien herausgesprungen und hätten sich Zugang zum Haus verschafft. Sie seien nach kurzer Zeit wieder herausgekommen und seien an Bord des Hubschraubers gestiegen. Als der Hubschrauber abhob, sei er plötzlich explodiert, und alle Insassen seien ums Leben gekommen. Herr Bashir berichtete weiter, in der ganzen Umgebung seien Körper und Körperteile verstreut gewesen.

Die amerikanische Regierung räumt ein, einen Hubschrauber bei dem Einsatz verloren zu haben, behauptete aber, niemand sei verletzt worden. Aber wenn keine weiteren Landungen mehr erfolgten und, wie Herr Bashir berichtet, alle Insassen des einen Hubschraubers starben, gab es offensichtlich keine Leiche mehr, die man im Meer versenken konnte.

Eine ernstzunehmende Untersuchung würde sich zunächst dem Interview mit Herrn Bashir widmen. Gab die englische Übersetzung wirklich das wieder, was er tatsächlich gesagt hatte? Ich war bisher nicht in der Lage, das Interview mit der englischen Übersetzung im Internet zu finden, aber ich vermute, dass es sich bei diesem Video hier um das Interview handelt, das ich gesehen habe.

Sicherlich findet sich ein qualifizierter Übersetzer, der uns sagen kann, was Herr Bashir sagt. Wenn es sich bei der englischen Übersetzung, die ich damals gesehen habe, nicht um einen Betrug handelt, werden wir hier mit einer Schilderung konfrontiert, die sich völlig von der unterscheidet, die uns die Regierung aufgetischt hat und die nun von Schmidle noch einmal wiederholt wurde.

Wenn die englische Übersetzung von dem Interview mit Herrn Bashir zutrifft, müsste man doch wohl annehmen können, dass seitens der amerikanischen Nachrichtenmedien und amerikanischer Nachrichtendienstausschüsse einiges Interesse daran bestünde, Herrn Bashir und seine Nachbarn zu befragen, von denen viele im pakistanischen Fernsehen interviewt wurden und dort erklärten, sie hätten ihr ganzes Leben in Abbottabad verbracht und seien absolut sicher, dass Osama bin Laden nicht mitten unter ihnen gelebt habe.

Schmidle beschreibt ausführlich die Bewaffnung der SEALS-Sondereinheit, auch wenn aus seiner Darstellung eigentlich hervorgeht, dass gar keine Waffen notwendig gewesen wären, da bin Laden als »unbewaffnet« und »ungeschützt« beschrieben wird. Der »völlig überraschte« bin Laden habe den Anflug der Hubschrauber nicht gehört oder/und auch nicht mitbekommen, als das Sonderkommando die Treppen heraufstürmte. Zusätzlich zu seiner tödlichen Erkrankung, von der die meisten Experten annehmen, dass sie bin Laden bereits vor zehn Jahren das Leben kostete, muss bin Laden auch noch taub gewesen sein, da die Nachbarn berichteten, der Lärm der Hubschrauber sei »stark« gewesen.

Wenn Pakistaner vor Ort in Abbottabad die Ereignisse ganz anders schildern, als sie uns dann aus zweiter und dritter Hand von unbekannten Funktionären gegenüber amerikanischen Journalisten, die niemals in Abbottabad gewesen sind, dargestellt werden, sollte sich nicht dann einmal jemand mit dieser Angelegenheit auseinandersetzen, der dazu qualifiziert ist?

 

 


 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Killer in der Achselhöhle: Krebs durch Deos
  • Ölknappheit? Riesiges Ölfeld vor der afrikanischen Küste gefunden
  • Erschreckend: In Laboren werden Mensch-Tier-Wesen gezüchtet
  • Verrückt: Banken müssen bald mehr Staatsanleihen kaufen

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Führender Regierungs-Insider: Bin Laden starb 2001 – die Anschläge vom 11. September waren eine »False-Flag-Operation«

Paul Joseph Watson

Einer der führenden Kenner der amerikanischen Regierung, Dr. Steve R. Pieczenik, der unter drei Präsidenten zahlreiche einflussreiche Funktionen innehatte und heute mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet, ließ diese Woche in der Alex-Jones-Show eine Bombe platzen, als er erklärte, Osama bin Laden sei bereits 2001 gestorben, und er sei  mehr …

Das Weiße Haus in Erklärungsnot

Redaktion

Nur wenige Tage, nachdem der amerikanische Präsident Barack Obama triumphal den Tod Osama bin Ladens verkündet hatte, sieht sich das Weiße Haus einem ernsten Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber: Es sind zahlreiche Fragen und Widersprüche dazu zu klären, wie und warum die amerikanischen Spezialkräfte Navy Seals den weltweit meistgesuchten Menschen am  mehr …

Gefangennehmen und töten (»capture and kill«) – eine Präsidentenorder im Widerspruch zum Menschenrecht

Wolfgang Effenberger

Nachdem US-Präsident Barack Obama mit seiner Außenministerin Hillary Clinton und weiteren Mitarbeitern am späten Sonntagabend des 2. Mai die Operation im pakistanischen Abbottabad live verfolgt hatte, trat Obama eloquent vor die Kameras und den Teleprompter. Über zehn Minuten verkündete er in einer wortgewandten und bilderreichen Rede die Tötung  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Unruhen in London: Nacht der Migrantengewalt im Stadtteil Tottenham

Udo Ulfkotte

Nachdem die britische Polizei den 29 Jahre alten afrikanischstämmigen Mark Duggan, einen »Gangster«, bei einem Feuergefecht erschossen hat, kam es in London-Tottenham zu schweren Migranten-Unruhen. Ein Mob, der per Twitter Verstärkung anforderte, zog durch die Straßen und zündete Polizeifahrzeuge, Busse und Geschäfte an. Mehrere Polizisten und  mehr …

Führender Regierungs-Insider: Bin Laden starb 2001 – die Anschläge vom 11. September waren eine »False-Flag-Operation«

Paul Joseph Watson

Einer der führenden Kenner der amerikanischen Regierung, Dr. Steve R. Pieczenik, der unter drei Präsidenten zahlreiche einflussreiche Funktionen innehatte und heute mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet, ließ diese Woche in der Alex-Jones-Show eine Bombe platzen, als er erklärte, Osama bin Laden sei bereits 2001 gestorben, und er sei  mehr …

Norwegen-Attentäter Anders Breivik: Eine pathologische Entwicklungsgeschichte

Christa Meves

Das Massaker von Oslo wirft die Frage auf, ob durch Recherchen über die Ursachen der Motivation des massenmörderischen Terroristen Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden können. Vergleiche mit den deutschen amoklaufenden Schülermördern bieten sich ebenso an, wie auch die psychiatrischen Erfahrungen mit pathologischen Entwicklungen von jungen  mehr …

Auf- und Abwertung einer Währung – was bedeutet das?

Michael Grandt

Euro, Dollar, Yen und Schweizer Franken. Warum werten manche Währungen auf und die anderen ab? Welche Folgen haben Währungsturbulenzen?  mehr …

Unglaublich: So dreist haben uns die Pleite-Griechen betrogen

Udo Ulfkotte

Die offiziellen deutschsprachigen Medien stellen die griechische Schuldenkrise gern so dar, als ob die griechische Regierung bei der Auflistung von Verbindlichkeiten einige Zeit ein wenig mit südländischer Mentalität geschludert habe. Irgendwie können die Griechen ja nichts für ihre Lage, so das verbreitete Bild. Doch nun haben griechische  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.