Dienstag, 27. Juni 2017
21.03.2013
 
 

Amerikanischer Armeeoberst warnt vor erbarmungslosen »Killer-Robotern«

Paul Joseph Watson

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Militärfachautor und frühere Nachrichtendienstoffizier Oberstleutnant Douglas Pryer warnt in einem Essay vor den Gefahren, die von erbarmungslosen »Killer-Robotern« ausgehen. Diese sollen in naher Zukunft eingesetzt werden, um »menschliche Ziele« aufzuspüren, sie zu verfolgen und abzuschlachten.

Nachdem Pryer sich 1992 den amerikanischen Streitkräften angeschlossen hatte, arbeitete er im Militärgeheimdienst und diente im Irak, in Afghanistan und dem Kosovo. Für seine schriftstellerische Tätigkeit erhielt er mehrere renommierte Preise.

 

In seinem Aufsatz The Rise of the Machines (»Der Aufstieg der Maschinen«), der vom Combined Arms Center der Streitkräfte, einer Art Führungsakademie, veröffentlicht wurde, beklagte Pryer den Einsatz unbemannter Drohnen. Bei Drohneneinsätzen gegen einen mutmaßlichen Terroristen würden zugleich etwa 50 unschuldige Zivilisten als »Kollateralschäden« zu Opfern. Das würde dazu beitragen, Kriege ins unendliche zu verlängern und dem Ansehen Amerikas in der Welt zu schaden.

 

Zugleich warnt er davor, das Drohnenprogramm sei lediglich ein Vorgeschmack auf die Art albtraumhafter Technokratie, wie sie in den bekannten Filmen der Terminator-Reihe anschaulich beschrieben werde. »Der Gedanke, zukünftige Generationen könnten eines Tages auf unsere heutige Zeit als jene zurückblicken, in welcher der Aufstieg der Maschinen zur Macht begann, zerreißt einem schon das Herz«, schreibt Pryer. Er fügt hinzu, die amerikanische Regierung arbeite daran, »Roboter zu entwickeln, die so hochentwickelt sind, dass sich die heutigen Predator- und Reaper-Drohnen demgegenüber ohnmächtig und veraltet ausnehmen. Diese Killer-Roboter weisen aber eine gemeinsame Eigenschaft mit ihren primitiven Vorläufern auf: Sie werden menschliche Ziele, die ihnen von jenen, die sie programmieren und steuern, als ›legitime Ziele‹ vorgegeben werden, erbarmungslos verfolgen und töten.«

 

Pryers Äußerungen knüpfen an ähnliche Einschätzungen von Noel Sharkey, Professor für künstliche Intelligenz und Robotik an der Universität Sheffield, an. Sharkey hatte wiederholt davor gewarnt, die Roboter, an deren Entwicklung derzeit fieberhaft unter Federführung der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), der Forschungsbehörde der amerikanischen Streitkräfte, gearbeitet werde, sollten letzten Endes für Tötungsoperationen eingesetzt werden.

 

Sharkey beschrieb die DARPA-Roboter als »eine unglaubliche technische Errungenschaft, aber leider ist geplant, sie für die Tötung von Menschen einzusetzen. (...) Ich kann mir vorstellen, dass man sie benutzt, um Menschen etwa in Wüsten zu verfolgen. Ich kann mir kaum zivile Anwendungen vorstellen – sie eignen sich vielleicht für die Jagd, in der Landwirtschaft oder für das Hüten von Schafen. (…) Sie werden aber sicherlich in Kampfsituationen eingesetzt werden. Dabei werden auch Zivilisten getötet werden, denn es wird praktisch kaum möglich sein, zwischen Zivilisten und Soldaten zu unterscheiden«, fuhr er fort.

 

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warnt in einem 50-seitigen Bericht davor, dass Roboter mit künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld außer Kontrolle geraten könnten und es dann unvermeidlich zu Kriegsverbrechen kommen werde. »Wenn man Maschinen die Macht verleiht, auf dem Schlachtfeld über Leben und Tod zu entscheiden, überschreitet man eine Grenze. Um die Zahl ziviler Todesopfer und von Verletzungen so gering wie möglich zu halten, ist menschliche Kontrolle und Steuerung der Roboterkriegsführung unverzichtbar. Man muss die Entwicklung von Killer-Robotern unbedingt aufhalten, bevor sie in das Waffenarsenal aufgenommen werden. Da Länder immer mehr in diese Technologie investieren, wird es schwierig sein, sie davon zu überzeugen, sie aufzugeben«, erklärte Steve Goose von HRW und fordert ein Verbot der Technologie.

 

Im letzten Jahr kündigten Experten der renommierten Universität Cambridge ein Forschungsvorhaben zur Untersuchung des »an Auslöschung heranreichenden Risikos« an, das der Menschheit durch Roboter mit künstlicher Intelligenz drohe.

 

 

 


 

 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Geheimdossier beim Bundesnachrichtendienst: Die Türkei arbeitet heimlich an Atomwaffen
  • Chemiebomben: So kommen viele gefährliche Gifte in unsere ländlichen Bio-Milchprodukte
  • Schulungen für Priester: Die Brüsseler Eurokraten wittern zunehmend Kriegsgefahr in Europa
  • Deutsche Politiker wollen die Bürgerversicherung: Kommt jetzt der britische Krankenhaushorror?

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Amerikanische selbstständig agierende Tarnkappendrohne schließt ersten Teststart ab

Redaktion

Die amerikanische Marine hat erfolgreich den ersten Start einer Tarnkappendrohne, die vom ersten Roboter-Piloten mittels Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert wird, durchgeführt. Dieser »Killer-Roboter« könnte der nächste Schritt in der Entwicklung von Maschinen sein, die über Leben und Tod entscheiden.  mehr …

Nicht nur Spionagedrohnen am Himmel: US-Heimatschutzministerium hat auch einen Roboter-Fisch unter Wasser

Sherry Baker

Laut dem Nachrichtenmagazin U.S. News and World Report werden schon in wenigen Jahren rund 30.000 Drohnen am amerikanischen Himmel patrouillieren. Die Regierung behauptet, sie würden zum Schutz der Grenzen, bei der Katastrophenhilfe und natürlich bei der Suche nach vermeintlichen Terroristen eingesetzt. Aber im Dienste der Polizei überwachen sie  mehr …

Pentagon entwickelt eigenständige menschenähnliche Roboter für »Evakuierungsoperationen«

Steve Watson

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat dem Ingenieur- und Roboter-Entwicklungsunternehmen Boston Dynamics, das auch den vierbeinigen Laufroboter Big Dog konstruierte, einen lukrativen Auftrag zur Entwicklung eines menschenähnlichen Roboters erteilt, der aufgrund seiner künstlichen Intelligenz eigenständig ohne ständige Kontrolle und  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Der neue Papst ist »Petrus Romanus«: Die Papstprophezeiungen des Malachias bestätigen sich auch in ihrer hochbrisanten finalen Aussage

Manfred Böckl

Im 12. Jahrhundert machte der irische Bischof Malachias seine berühmte Papstprophezeiung publik: Eine Liste aller Päpste, die nach der Zeit des Malachias noch auf dem »Stuhl Petri« sitzen würden. Der keltische Bischof charakterisierte jeden dieser künftigen Päpste durch ein kurzes Motto, das sich beispielsweise auf den Namen des Kirchenfürsten,  mehr …

Vorwärts in den Untergang: Das kleine Berlin hat mehr Schulden als Argentinien

Michael Brückner

Die Schuldenberge in der Euro-Zone sind wesentlich höher als bislang angenommen. Eine umfassende Betrachtung führt zu überraschenden Erkenntnissen: Italien steht langfristig besser da als von den Medien behauptet. Und vermeintliche Musterknaben wie die Niederlande sitzen auf Pulverfässern.  mehr …

Pentagon entwickelt eigenständige menschenähnliche Roboter für »Evakuierungsoperationen«

Steve Watson

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat dem Ingenieur- und Roboter-Entwicklungsunternehmen Boston Dynamics, das auch den vierbeinigen Laufroboter Big Dog konstruierte, einen lukrativen Auftrag zur Entwicklung eines menschenähnlichen Roboters erteilt, der aufgrund seiner künstlichen Intelligenz eigenständig ohne ständige Kontrolle und  mehr …

Zypern: Lieber pleite, als sich von dieser EU »retten« zu lassen?

Gerhard Wisnewski

Bankraub von Oben? Nein danke, meinten am Dienstagabend, 19. März, die Abgeordneten des zyprischen Parlaments und erteilten dem Ansinnen der Euro-Gruppe eine Absage, die eigenen Kontoinhaber abzukassieren. Der legale Diebstahl von Bankguthaben in der Eurozone wurde damit erst einmal abgewehrt...  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.