Friday, 26. August 2016
01.12.2013
 
 

Experte warnt vor mit Elektroschockpistolen bewaffneten Robotern

Paul Joseph Watson

Professor Noel Sharkey, Experte für Künstliche Intelligenz und Robotik, warnte, mit Elektroschockwaffen, so genannten »Tasern«, ausgerüstete, selbstständig agierende Roboter könnten bald zur Kontrolle großer Menschenmengen, wie sie bei großen Sportereignissen, aber auch bei Unruhen oder Massendemonstrationen auftreten, eingesetzt werden.

 

Sharkey leitet das International Committee for Robot Arms Control (ICRAC), das ein weltweites Verbot von Robotern, die selbstständig handeln und Menschen töten können, durchsetzen will. »Es wird mit Sicherheit erwogen, Roboter mit Elektroschockgeräten zu bewaffnen«, erklärte Sharkey in der Alex Jones Show. »Aber diese Elektroschockwaffen können tödlich wirken. Allein in

den USA starben innerhalb von zwei Jahren 150 Menschen an den Folgen dieser Waffen. Wenn man damit beginnt, Roboter mit Tasern zu bewaffnen, ist man meiner Ansicht nach nur noch einen kleinen Schritt davon entfernt, sie auch mit tödlichen Waffen auszurüsten.«

 

Seine Organisation, so Sharkey weiter, habe vor Kurzem einen wichtigen Erfolg bei den Vereinten Nationen erzielt, als französische und amerikanische Delegationen ihre Absicht erklärten, auf ein Verbot bewaffneter, selbstständig agierender Roboter hinzuwirken, und sich bereit erklärten, dieses Thema verbindlich bei den Vereinten Nationen zur Sprache zu bringen. »Es kam zu einer intensiven Diskussion, und sie erklärten sich verbindlich bereit, sich dafür einzusetzen, dass der Ausschuss zur Konvention über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen (CCW) im kommenden Jahr eine Expertenrunde einrichtet, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wird«, fuhr er fort.

 

Sharkey geht davon aus, dass innerhalb der kommenden 30 Jahre »immer häufiger menschenähnliche, aufrecht gehende Roboter zur Kontrolle großer Menschenmengen etwa bei Sportgroßereignissen, Streiks und Unruhen eingesetzt werden. Roboter werden in den Stadtzentren und Unruheherden, wo man den Ausbruch gewalttätiger Ausschreitungen befürchtet, patrouillieren«. Der Wissenschaftler sieht auch den Einsatz von Drohnen kommen, die an Kontrollstellen eingesetzt werden, die Identität von Personen feststellen und überprüfen und sogar Verhaftungen unter Einsatz so genannter »nichttödlicher« Waffen vornehmen.

 

Die Forschungseinrichtung des amerikanischen Verteidigungsministeriums, die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), hat mit dem Projekt PETMAN, mit dem das Unternehmen Boston Dynamics betraut ist, bereits die Entwicklung einer Roboterdrohne bekanntgegeben, die ein menschenähnliches Aussehen besitzt. Sharkey bezeichnet den DARPA-Roboter als »eine unglaubliche technische Errungenschaft, die aber leider dazu eingesetzt werden soll, Menschen zu töten«.

 

In einem 50-seitigen Bericht warnte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im vergangenen Jahr, mit künstlicher Intelligenz versehene Roboter würden in einer Kampfsituation unvermeidlich Kriegsverbrechen begehen. Und der frühere Nachrichtendienstoffizier Oberst Douglas Pryler wies in einem Essay auf die Gefahren hin, die von erbarmungslosen »Killer-Robotern« ausgingen, die in naher Zukunft dazu eingesetzt werden sollen, »menschliche Ziele« aufzuspüren, sie zu verfolgen und abzuschlachten.

Ebenfalls im vergangenen Jahr kündigten Experten der renommierten Universität Cambridge ein Forschungsvorhaben zur Untersuchung des »an Auslöschung heranreichenden Risikos« an, das der Menschheit durch Roboter mit künstlicher Intelligenz drohe.

 

Gegenwärtig wird an der Entwicklung fliegender Drohnen gearbeitet, die miteinander kommunizieren können. Sie sollen zur »Verfolgung von Terroristen« und für andere Aufgaben des »Heimatschutzes« eingesetzt werden. Auch die Machbarkeit von Drohnen, die Menschen wie ein Riesenadler auf offener Straßen »ergreifen« könnten, wird überprüft.

 

Das Pentagon arbeitet derzeit an der Entwicklung von Robotern mit einem »realen Gehirn«, das es den Maschinen ermöglichen soll, »selbstständig zu denken und zu handeln«. Der DARPA-Roboter LS3 ist bereits in der Lage, eigenständig Menschen in schwierigem Gelände aufzuspüren und zu verfolgen. In Südkorea werden an der Grenzen zu Nordkorea bereits seit Jahren Roboterdrohnen eingesetzt, die Eindringlinge töten können.

 

 

 

 

 

 


 

 

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