Saturday, 25. June 2016
22.08.2013
 
 

Experten verweisen auf »verdächtige Umstände« bei Chemiewaffenangriff in Syrien

Paul Joseph Watson

Unabhängige Experten äußern Zweifel an der verbreiteten Berichterstattung und den Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit dem angeblichen Chemiewaffenangriff vom 21. August in Syrien, und auch viele Beobachter bezeichneten gerade den Zeitpunkt als »verdächtig«. Bei dem Angriff u.a. auf die Vorstädte der Hauptstadt, Zamalka und Ein Tarma, sollen nach Angaben der Opposition mehr als 1300 Menschen ums Leben gekommen sein.

Derzeit halten sich UN-Inspektoren im nahe gelegenen Damaskus auf, um dort eine seit Längerem vereinbarte Untersuchung angeblicher früherer Chemiewaffeneinsätze durchzuführen. Sowohl die Regierung als auch die Aufständischen hatten sich gegenseitig beschuldigt,

Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

 

Im Internet und in den Nachrichtensendungen waren zahlreiche Videos mit Leichen zu sehen, die keinerlei äußerlich sichtbare Verletzungen aufwiesen. Die Echtheit dieser Videos ist allerdings umstritten. Die oppositionelle »Nationale Koalition der Kräfte der syrischen Revolution und Opposition« erklärte unter Berufung auf die Bilder, eine politische Lösung der Krise in Syrien sei unmöglich – eine wenig subtile Forderung nach einer militärischen Intervention der NATO. Der britische Außenminister William Hague bezeichnete die Angriffe als »eine schockierende Eskalation«, und auch die amerikanische Regierung ließ erklären: »Es gibt starke Hinweise darauf, dass es eine Attacke mit Chemiewaffen war, ausgehend von der syrischen Regierung.«

 

 

Verschiedene unparteiische Experten äußerten allerdings Zweifel an dieser Darstellung und wiesen darauf hin, dass das Zusammenfallen des angeblichen Angriffs mit der Anwesenheit der UN-Inspektoren in der Nähe doch ein merkwürdiger Zufall sei. »Zunächst einmal ist der Zeitpunkt eigenartig«, schrieb der Sicherheitskorrespondent der BBC, Frank Gardner. »Warum sollte die Regierung Assad, die gegenwärtig militärisch an Boden gewonnen hat, genau zu dem Zeitpunkt mit Chemiewaffen angreifen, wenn UN-Inspekteure in der Nähe sind?«

 

Der schwedische Diplomat und frühere UN-Waffeninspekteur Rolf Ekéus teilt diese Bedenken und erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: »Es wäre schon sehr sonderbar, wenn wirklich die Regierung dahinter stecken sollte, dass sie einen solchen Angriff genau zu der Zeit durchführt, wenn internationale Inspekteure ins Land kommen… es wäre zumindest ziemlich dumm.«

 

Der schwedische Chemiewaffenexperte Åke Sellström, der Leiter der 20-köpfigen Untersuchungskommission in Syrien, erklärte gegenüber dem schwedischen Fernsehsender SVT, die hohe Zahl der Getöteten und Verwundeten sei »verdächtig«.

 

Charles Lister, ein Analyst vom IHS Jane’s Terrorismus and Insurgency Centre, sagte gegenüber der Jerusalem Post, der Zeitpunkt des Angriffs sei verwirrend. »Aus vernünftiger Sicht ergibt es für die syrische Regierung keinen Sinn, chemische Kampfstoffe zu einer solchen Zeit einzusetzen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man die räumliche Nähe der angegriffenen Städte zu dem UN-Team bedenkt«, sagte er. Aus Sicht der russischen Regierung könnte es sich auch um eine »Provokation« der Rebellen handeln, um Assad zu diskreditieren, hieß es aus Moskau. Gerade die Anwesenheit einer UN-Ermittlergruppe lasse es unwahrscheinlich erscheinen, dass die Regierung für den Angriff verantwortlich sei.

 

Es ist wichtig zu betonen, dass es sich bei denen, die Zweifel an der »offiziellen« Bewertung der Umstände im Zusammenhang mit dem jüngsten angeblichen »Gasangriff« äußern, keinesfalls um Unterstützer des Assad-Regimes handelt. Die BBC hat im Gegenteil die Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) immer wieder als »aus Basisbewegungen hervorgegangene Freiheitskämpfer« beschrieben und die Zahl der in Syrien kämpfenden ausländischen, teilweise mit al-Qaida verbundenen Dschihadisten bewusst heruntergespielt.

 

Schon zuvor wurde berichtet, dass es deutliche Hinweise darauf gibt, dass die FSA selbst Angriffe mit Chemiewaffen durchgeführt hat und dann Assad die Verantwortung zuschob, um so ein amerikanisches militärisches Eingreifen zu provozieren. Denn der amerikanische Präsident hatte im Juni erklärt, der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien sei eine »rote Linie«, deren Überschreiten zu einer Intervention Amerikas führen könnte.

 

 

 

 


 

 

 

 

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