Tuesday, 27. September 2016
08.05.2013
 
 

Geheimdienste: Israelischer Luftangriff auf Syrien mit Al-Qaida-Kämpfern abgestimmt

Paul Joseph Watson

Die israelischen Luftangriffe auf Syrien wurden nach Angaben ägyptischer und jordanischer Geheimdienstkreise bewusst zeitlich so gelegt, dass sie vor einer von al-Qaida angeführten Offensive der Aufständischen gegen die Streitkräfte Präsident Baschar al-Assads erfolgen sollten. Dies unterstreicht einmal mehr, dass die »Gotteskrieger« die schmutzige Arbeit für eben die Mächte erledigen, gegen die zu kämpfen sie vorgeben. »Die israelischen Luftangriffe waren mit der Türkei abgestimmt, die im Gegenzug zeitlich parallel zu den israelischen Angriffen Attacken der Rebellen in ganz Syrien organisierte«, erklärten Gesprächspartner aus dem geheimdienstlichen Umfeld gegenüber WABC-Moderator und New-York-Times-Bestsellerautor Aaron Klein.

Auch wenn die syrischen Aufständischen nicht vorab über die israelischen Angriffe informiert wurden, so wurde ihnen doch im Einzelnen gesagt, wann sie mit ihren Angriffen beginnen sollten, um den größten Nutzen aus den Luftangriffen zu ziehen, bei denen nach jüngsten Angaben mindestens 100 syrische Soldaten getötet wurden. »Praktisch unmittelbar nach dem Rückzug der

israelischen Kampfflugzeuge begann die Rebellenoffensive« erklärte ein ägyptischer Geheimdienstler gegenüber Klein.

 

In den Wochen vor diesen jüngsten Luftangriffen konnte die syrische Armee bemerkenswerte Erfolge gegen Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) erzielen. So gelang es nur wenige Tage vor den Luftangriffen, wichtige Gebiete um die Stadt Homs herum zurückzuerobern. Aber die israelischen Angriffe ermöglichten es den Rebellenkräften »wichtige Zugangsstraßen zu benutzen und nach Damaskus vorzurücken«, wobei sie sich »heftige Gefechte mit syrischen Einheiten im ganzen Land lieferten«. Von diesen Kämpfen war u.a. auch die »nördlich von Damaskus gelegene Kleinstadt Rankus, die Stadt Daraja in der ländlich geprägten Umgebung der Hauptstadt und Dörfer in den Regionen um Homs, al-Alqamieh, Tunaibeh und Menneg in der Region Aleppo« betroffen.

 

Schon häufiger wurde darauf hingewiesen, dass sich Israel und die USA immer wieder der Terrorgruppe al-Qaida bedienen, um ihre Gegner in der Region zu destabilisieren. So hat Israel nicht nur die von al-Qaida geführten Aufständischen in Syrien mit der Errichtung von Feldlazaretten zur medizinischen Versorgung der Kämpfer unterstützt. Bereits 2002 wurde Israel dabei ertappt, dass es selbst eine Al-Qaida-Splittergruppe aufbaute, um Angriffe auf die Palästinenser in Gaza zu rechtfertigen.

 

Darüber hinaus bewaffneten und finanzierten die USA und Israel mit al-Qaida verbundene Gruppierungen im Iran, die dort jahrelang Bombenanschläge und Morde ausführten. NATO-Mächte bewaffneten und finanzierten die mit al-Qaida liierte Libysche Islamische Kampfgruppe (LIFG), um den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 zu stürzen.

 

Erst vor Kurzem kam ans Tageslicht, dass das amerikanische Außenministerium mit al-Qaida verbundene Kämpfer anwarb, um die amerikanische diplomatische Vertretung in Bengasi zu »schützen«, die dann später angegriffen wurde.

 

Vor diesem Hintergrund scheint sich die Bezeichnung Barack Obamas als »dem weltweiten Kopf al- Qaidas« immer mehr zu bewahrheiten. Zugleich zeigt sich, dass die gleichen Terroristen, die von den USA und Israel unterstützt werden, möglicherweise auch für den Chemiewaffenangriff neulich in Syrien verantwortlich sind. Damit wäre die so genannte »rote Linie« überschritten, die die Regierung Obama gezogen hatte und deren Überschreiten ein militärisches Eingreifen nach sich zöge (sofern dafür die Streitkräfte Assads verantwortlich gemacht werden könnten).

 

»Menschenrechtsermittler der Vereinten Nationen haben Aussagen von Opfern des syrischen Bürgerkrieges und von medizinischem Hilfspersonal gesammelt und ausgewertet, aus denen hervorgeht, dass die Rebelleneinheiten das Nervengas Sarin eingesetzt haben, erklärte einer der Chefermittler am Sonntag«, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. »Unsere Ermittler haben in den Nachbarländern bei Betroffenen, Ärzten und in Feldlazaretten Befragungen durchgeführt, und wie aus ihrem mir vorliegenden Bericht aus der letzten Woche hervorgeht, gibt es belastbare, konkrete Hinweise darauf, aber bisher noch keine unwiderlegbaren Beweise dafür, dass Sarin eingesetzt wurde. Dies ergibt sich aus der Art der Behandlung«, erklärte die UN-Expertin Carla Del Ponte in einem Interview im schweizerisch-italienischen Fernsehen.

 

Es wurde bereits verschiedentlich, unter anderem durch Gesprächsmitschnitte, dokumentiert, dass die von den USA unterstützten Rebellen Chemiewaffen getestet haben oder über ihren möglichen Einsatz diskutierten, aber derartige Berichte wurden von den Medienkonzernen totgeschwiegen. Stattdessen griffen die etablierten Medien jeden Bericht auf, der gegen die syrischen Streitkräfte den gleichen Vorwurf erhob, ohne dafür auch nur den geringsten Beweis vorzulegen oder eine Erklärung dafür zu liefern, warum die syrische Armee einen begrenzten Angriff mit Chemiewaffen durchführen sollte, wenn dies einerseits keinen grundlegenden militärischen Erfolg bedeutete und zugleich eine weltweite Welle der Empörung auslösen und die Gefahr einer militärischen Intervention aus dem Ausland massiv erhöhen würde.

 

Die koordinierten Al-Qaida-Angriffe gegen syrische Armeeeinheiten unmittelbar nach den israelischen Luftangriffen untermauern einmal mehr, dass es sich bei dem Konflikt in Syrien nicht um einen Aufstand einer zivilgesellschaftlichen Bürgerbewegung, wie es die mit den NATO-Interessen verbündeten Medien gerne bezeichnen, sondern um einen auf die Vorherrschaft in der Region abzielenden Angriff der USA und Israels handelt, die wieder einmal mit Al-Qaida-Terroristen zusammenarbeiten, um eine souveräne Nation zu zerschlagen.

 

 

 


 

 

 

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