Wednesday, 25. May 2016
28.04.2014
 
 

Hochrangiger amerikanischer Diplomat erklärt: Russland hält sich nicht an die Spielregeln und verrät die »Neue Weltordnung«

Paul Joseph Watson

Der frühere Außenamtsstaatsekretär für Ostasien und ehemalige amerikanische Botschafter u.a. im Irak und Südkorea, Christopher R. Hill, erklärte, die russische Antwort auf die Krise in der Ukraine bedeute, dass Moskau die »Neue Weltordnung« verraten habe, zu der es doch in den letzten 25 Jahren gehört habe.

In einem Kommentar für das einflussreiche Magazin Project Syndicate schrieb Hill unter der Überschrift »Das Ende der Neuen Weltordnung«, die russische Annexion der Krim und die »Einschüchterungs«kampagne gegen Kiew habe die seit 25 Jahren andauernde historische Ära

abrupt beendet, und warf Moskau vor, auf eine Position des »Rückschritts, des Rückfalls und des Revanchismus« zurückzufallen.

 

Aus Hills Sicht war die Neue Weltordnung u.a. durch die russische Integration in der Nach-Glasnost-Ära in »westliche Institutionen, eine Marktwirtschaft und eine parlamentarische Demokratie mit vielen Parteien« gekennzeichnet. »Diese neue Weltordnung hielt fast 25 Jahre lang. Mit Ausnahme des kurzen militärischen Konflikts Russlands mit Georgien im August 2008 (für den Ausbruch dieses Konflikts wird allgemein eine rücksichtslose georgische Führung verantwortlich gemacht) gehörte die Zustimmung und Unterstützung dieser ›neuen Weltordnung‹ durch Russland, so problematisch sie vielleicht war, zu den großen Errungenschaften der Ära nach Ende des Kalten Krieges«, schrieb Hill weiter.

 

Hill ist als Berater für die Albright Stonebridge Group tätig, ein »globalstrategisches Beraterunternehmen«, das von der früheren US-Außenministerin Madeleine Albright und dem ehemaligen US-Sicherheitsberater Sandy Berger geleitet wird und über engste Verbindungen zum Weißen Haus und dem Außenministerium verfügt. Hill wirft Moskau vor, die alten Zeiten des Sowjetreiches wiederaufleben lassen zu wollen, und fährt dann fort: »Russland … scheint nicht länger an dem interessiert zu sein, was der Westen ihm in den vergangenen 25 Jahren angeboten hat: einen Sonderstatus bei der NATO, eine privilegierte Beziehung zur Europäischen Union und Partnerschaft bei internationalen diplomatischen Bemühungen.«

 

Westliche Sanktionen dürften wohl ihre gewünschte Wirkung verfehlen. Daher müsste sich der Westen auf einen langen Weg einstellen. Russland »wird ähnliche Schwierigkeiten auch bei früheren sowjetischen ›Verbündeten‹ schüren«, meinte er weiter, und deutete unter Verweis auf den deutschen Einmarsch in Polen 1939 an, Russland könnte mit militärischen Mitteln gegen andere osteuropäische Länder vorgehen.

 

Hills Äußerungen, Moskau habe der »neuen Weltordnung« den Rücken gekehrt, spiegelt die Befürchtung wider, Moskau sei dabei, eine alternative weltpolitische Machtgruppe aus den BRICS-Staaten zusammenzuschmieden, die die unipolare Zukunft, von der die USA und die NATO träumen, ernsthaft bedrohen könnte.

 

Die westliche Elite ist mit anderen Worten dabei, sich auf einen neuen Kalten Krieg vorzubereiten, und damit tritt die Welt möglicherweise in die gefährlichste geschichtliche Phase seit der Kubakrise ein.

 

 

 

 


 

 

 

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