Saturday, 27. August 2016
03.09.2013
 
 

Im amerikanischen Militär wächst der Widerstand gegen Obamas Angriffspläne gegen Syrien

Paul Joseph Watson

In den amerikanischen Streitkräften formiert sich massiver Widerstand gegen die Pläne der Regierung Obama, einen Angriff gegen Syrien mit potenziell verheerenden Folgen zu führen. Sowohl ranghohe Offiziere als auch Mannschaftsgrade drückten ihre entschiedene Abneigung gegen die Verwicklung ihres Landes in diesen Konflikt aus.

Diese »Gegenstimmung« begann sich gestern über soziale Netzwerke zu verbreiten, als zahlreiche Militärangehörige Fotos von sich selbst in Uniform zusammen mit Plakaten ins Internet stellten, auf denen zu lesen war, sie weigerten sich, an der Seite al-Qaidas in Syrien zu kämpfen.

Diese Bilder verbreiteten sich rasend schnell. Ein einziges hochgeladenes Bild wurde bspw. auf 16 000 anderen Seiten auf Facebook verlinkt. Andere posteten ihre Bilder unter dem Metasuchbegriff (»Hashtag«) #IdidntJoin.


Noch während die Regierung Obama eine Gesetzesvorlage für den Kongress vorbereitet, in der von einer »Begrenzung« des Ausmaßes und der Dauer keineswegs die Rede ist und die tatsächlich einem offenen und unbegrenzten Krieg den Weg bereitete, ließen US-Außenminister John Kerry und andere offizielle Vertreter seines Ministeriums durchblicken, Obama werde den Kongress im Falle einer Ablehnung ignorieren und dessenungeachtet den Angriff befehlen.

 

Dies wird natürlich in keiner Weise dazu beitragen, die ständig zunehmende Zahl einflussreicher Persönlichkeiten des amerikanischen Militärs zu beschwichtigen, die sich angesichts der Aussicht, dass die USA in einen weiteren Krieg in der Nahmittelostregion hineingezogen werden könnten, in zunehmendem Maße widerspenstig zeigen.

 

Die Washington Post schrieb dazu: »Die Absicht der Regierung Obama, einen Militärschlag gegen Syrien zu führen, wird von vielen Angehörigen des amerikanischen Militärs, das immer noch mit den Folgen zweier langer Kriege und einem rasch schrumpfenden Haushalt zu kämpfen hat, mit großer Skepsis betrachtet, wie aktive und frühere Offiziere berichten.« Der republikanische Abgeordnete Justin Amash schrieb auf Twitter: »Ich spreche mit vielen Angehörigen unserer Streitkräfte. Und immer wieder höre ich die eine Botschaft: ›Stimmen Sie bitte gegen eine Militäraktion gegen Syrien.‹« Auf diese Äußerung Amashs hin meldeten sich zahlreiche Militärveteranen ebenfalls auf Twitter zu Wort und machten ebenfalls aus ihrer Ablehnung eines Angriffs kein Hehl.

 

Paul Szoldra von der Internetseite Business Insider berichtete, er habe Gespräche mit zahlreichen »früheren Soldaten oder Soldaten im aktiven Dienst geführt« und sie gefragt, ob sie eine militärische Eskalation in Syrien befürworteten. »Die meisten antworteten mit einem entschiedenen ›Nein‹«, meinte er und zitierte einen Hauptfeldwebel im aktiven Dienst mit den Worten: »Wir leiden unter personellen Engpässen, wir sind ausgelaugt und am Ende unserer Kräfte.« Die USA müssten nicht immer den »Weltpolizisten« spielen, meint der Unteroffizier weiter. »Unsere Beteiligung an den Kämpfen in Syrien birgt so viele Gefahren auf allen Ebenen, und der erfahrene oder frühere amerikanische Soldat des 21. Jahrhunderts weiß dies besser als jeder andere. Es ist mir völlig unverständlich, warum man uns einfach ignoriert«, sagte der frühere Korporal und Marineinfanteriesoldat Jack Mandaville, der drei Einsätze im Irak absolviert hat.

 

Aber nicht nur Angehörige der Streitkräfte machen ihrem Unmut Luft. Wie die Internetseite Politico berichtet, werden Einzelheiten zu Angriffsplänen auch von »Mitarbeitern des Pentagons« an die Öffentlichkeit gebracht, die »weniger erfreut über die Aussichten eines Angriffs als, sagen wir einmal, das Außenministerium, der Nationale Sicherheitsrat oder Obama selbst sind«. Diese ungenehmigten Enthüllungen hätten das Weiße Haus ziemlich verärgert.

 

In der Zwischenzeit meldete sich auch die Elektronische Syrische Armee zu Wort. Sie hackte die offizielle Internetseite des amerikanischen Marineinfanteriekorps und hinterließ dort eine überraschende Botschaft, die sich an die amerikanischen Soldaten richtete und diese aufforderte, sich den syrischen Streitkräften im Kampf gegen al-Qaida anzuschließen. Diese Botschaft lautete:

 

»Diese Botschaft stammt von euren Brüdern in der syrischen Armee, die in den letzten drei Jahren gegen al-Qaida gekämpft haben. Wir verstehen Euren Patriotismus und Eure Liebe zu Eurem Land – akzeptiert daher bitte auch die Liebe, die wir für unser Land empfinden. Obama ist ein Verräter, der Euer Leben aufs Spiel setzt, um die Al-Qaida-Aufständischen zu retten.

Marineinfanteristen, werft bitte einen Blick auf das, was Eure Kameraden über das Bündnis Obamas mit al-Qaida gegen Syrien denken. Euer verantwortlicher Offizier hat möglicherweise keine Bedenken, Euch in den Tod im Kampf gegen Soldaten wie Ihr auch zu schicken, die gegen einen gemeinsamen, abscheulichen Feind kämpfen. Die syrische Armee sollte eigentlich Euer Verbündeter und nicht Euer Gegner sein.

Verweigert Eure Befehle und erinnert Euch an die wirklichen Gründe, aus denen heraus sich jeder Soldat einmal den Streitkräften seines Landes angeschlossen hat: die Verteidigung der Heimat. Ihr seid herzlich eingeladen, zusammen mit unserer Armee anstatt gegen sie zu kämpfen.

Eure Brüder, die Soldaten der syrischen Armee. Diese Botschaft wurde von der Syrischen Elektronischen Armee übermittelt.«


Im Folgenden eine Auswahl von Fotos amerikanischer Militärangehöriger, die ihrer Ablehnung eines Angriffs auf Syrien unter dem Metasuchbegriff #IdidntJoin auf Twitter Ausdruck verliehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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