Monday, 26. September 2016
02.09.2014
 
 

»Gebt ihnen die Waffen die sie brauchen!«: Zu den Ukrainern, denen John McCain Waffen liefern will, gehören auch Neonazis

Paul Joseph Watson

Nachdem sich der republikanische Senator aus Arizona, John McCain, zuvor schon vehement dafür eingesetzt hatte, syrische extremistische Kämpfer mit Waffen zu versorgen, drängt er Washington nun dazu, Waffen an ukrainische Kampfgruppen zu liefern, zu denen auch rechtsextreme Neonazis gehören. In der Sendung Face the Nation des amerikanischen Fernsehsenders CBS wurde McCain gefragt, ob die Bereitstellung weiterer Waffen die Lage in der Region verbessern oder verschlechtern würde. Der Senator entgegnete: »Warum um Himmels willen sollten wir diesen Menschen, die sich selbst verteidigen, nicht helfen. Hier geht es nicht um ein Eindringen, hier geht es um einen Einmarsch.«

 

Auf die Nachfrage des Moderators, ob Russland eine offene Kriegshandlung begangen habe, meinte er, die Ukrainer dürften dies wohl so sehen: »Wir müssen in diesen Konflikt eingreifen, aber nicht mit amerikanischen Bodentruppen, sondern durch unser Mitwirken und durch unsere Führungsstärke, und das scheint gegenwärtig zu fehlen«, bekräftigte McCain: »Geben wir ihnen den Ukrainern doch die Waffen, die sie benötigen. Geben wir ihnen alles Notwendige. Ermöglichen wir ihnen, zu kämpfen.«

 

Der demokratische Senator Robert Menendez, Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses, erklärte ebenfalls gegenüber CNN: »Wir sollten die Ukrainer mit der Art defensiver Waffen versorgen, die Putin einen hohen Preis bei weiteren Aggressionen abverlangen.« Auch der demokratische Abgeordnete Mike Rogers, Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, äußerte sich im Nachrichtensender ähnlich: »Wenn wir jetzt keine ›kleine und effektive‹ Unterstützung leisten, wird sie später vielleicht sehr viel umfangreicher und hässlicher ausfallen müssen.« Rogers Warnungen vor einem möglichen »späteren umfangreicheren und hässlicheren« Eingreifen sind reiner Zynismus angesichts der amerikanischen Unterstützung radikaler Extremisten in Syrien, von denen viele zur Terrorgruppe ISIS überliefen, aus der sich die heutige Terrorarmee Islamischer Staat (IS) entwickelte.

 

McCains Bemerkung, Libyen sei deshalb heute ein »gescheiterter Staat«, weil sich die USA zu früh zurückgezogen hätten, ist ein Musterbeispiel logischer Verrenkungen, bestand die Politik der Regierung Obama doch gerade darin, radikale Dschihadisten in Libyen zu finanzieren und zu unterstützen, um den missliebigen Machthaber Gaddafi zu stürzen. Im Zuge dieser Entwicklung wurde das Land von Kriegsherrn und Dschihadisten übernommen, von denen viele später dann in Syrien kämpften.

 

Würde man John McCains Forderung erfüllen und Waffen an die Ukrainer liefern, gerieten sie auch direkt in die Hände von Gruppen, die das amerikanische Magazin Foreign Policy als »faschistische Verteidiger der Freiheit« bezeichnete. Dazu gehört etwa das Bataillon Asow, eine »offen neofaschistische Einheit, die plötzlich die Stadt gegen eine, wie es der ukrainische Präsident Boris Poroschenko nannte, ›russische Invasion‹ verteidigen musste«.

 

Nachdem die Tatsache, dass neofaschistische Kämpfer an der Seite des von der NATO unterstützten Regimes in Kiew kämpfen, zunächst als »russische Propaganda« abgetan worden war, wird dies nun offen eingeräumt.

 

So berichtete die britische Tageszeitung The Telegraph Anfang letzten Monats, Kiew arbeite nun offen mit bewaffneten neofaschistischen paramilitärischen Einheiten, deren Kämpfer stolz SS-Tätowierungen zu Ehren der gefürchteten Waffen-SS, der militärischen Verbände der NSDAP Hitlers, zur Schau stellen, an den Frontlinien der Kämpfe mit prorussischen Rebellen zusammen.

 

Die gleichen Kämpfer, die McCain bis an die Zähne bewaffnen will, marschieren auch unter dem neofaschistischen Symbol der Wolfsangel und vertreten lautstark die »Überlegenheit der weißen Rasse«, preisen Hitler und leugnen den Holocaust. Als die ukrainische Regierung nach ihrer Unterstützung und dem Kampfeinsatz der Neonazis gefragt wurde, antwortete Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, unverhohlen: »Am wichtigsten sind ihre Entschlossenheit und ihr Wille, der Ukraine zu Freiheit und Unabhängigkeit zu verhelfen.«

 

»Und dies ist genau das Ziel, das die USA und Europa verfolgen«, schreibt Tony Cartalucci. »Sie wollen damit beginnen, weitere Waffen und andere Formen tödlicher Hilfe bereitzustellen, um das Regime in Kiew weiter zu stützen. Indem der Westen die nazistischen Kämpfer, die für Kiew kämpfen, mit offenen Armen begrüßt und einfach behauptet, Russland sei ›schlimmer‹, greift er die gleiche Strategie wieder auf, die schon in Syrien benutzt wurde, nachdem offensichtlich wurde, dass es sich bei den Kämpfern gegen die Regierung in Damaskus um fanatische Terroristen handelte, die von einem sektiererischen Extremismus angetrieben wurden und mit al-Qaida verbündet waren.«

 

Nach dem Putsch überließ Kiew Mitgliedern der neonazistischen Partei Swoboda (»Freiheit«) Schlüsselpositionen in der neugebildeten Regierung, obwohl bekannt war, dass eines der führenden Swoboda-Mitglieder, Jurij Mykhalchyshyn, eine Denkfabrik mit dem Namen »Joseph-Goebbels-Forschungszentrum für Politik« als Hommage an den Nazi-Propagandaminister gegründet hatte.

 

Angesichts der Tatsache, dass der Erfolg und der Machtzuwachs des Islamischen Staats teilweise der Politik Washingtons, extremistische Dschihadisten in Syrien zu bewaffnen, anzulasten sind – auch die engsten »Verbündeten« Amerikas in der Region unterstützten den IS –, könnte die Forderung, den radikalen neonazistischen paramilitärischen Kämpfern in der Ukraine Waffenhilfe zu leisten, zu einem weiteren außenpolitischen Albtraum führen.

 

 

.

Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel

09.09.2014 | 21:33

GLADIO

Sage ich doch KOPP löscht bloß weil, wenn ich John McCain sehe daran denken muss >>> Popo gehört in Hose ... Haaa, Haaa, Huiiii ...

Red: Für so erbärmliche Witzchen haben wir keinen Bedarf.


09.09.2014 | 21:17

GLADIO

Immer wenn ich John McCain auf den Seiten bei KOPP sehe dann fällt mir folgender Satz ein, geht einfach nicht anders, ist ein Reflex wie Ein- und Ausatmen >>> doch dieser eine Satz wurde jedoch schon, glaube, 2x ganz still entfernt, was an diesem Satz wohl so anstößig sein mag ??? Fuck< the EU (Nuland), auch wenn es nur zitiert wird, aber sie schreiben´s Red: Ich kann dieses Zensurgekeife nicht mehr hören. Wir haben exakt EIN Wort im Filter: "Ficken". Und selbst...

Immer wenn ich John McCain auf den Seiten bei KOPP sehe dann fällt mir folgender Satz ein, geht einfach nicht anders, ist ein Reflex wie Ein- und Ausatmen >>> doch dieser eine Satz wurde jedoch schon, glaube, 2x ganz still entfernt, was an diesem Satz wohl so anstößig sein mag ??? Fuck< the EU (Nuland), auch wenn es nur zitiert wird, aber sie schreiben´s

Red: Ich kann dieses Zensurgekeife nicht mehr hören.

Wir haben exakt EIN Wort im Filter: "Ficken". Und selbst das nur als Platzhalter.

JAAAA selbstredent blocken wir mit Absicht weil das ja der Sinn einer Kommentarfunktion ist! Und ganz besonders blocken wir HOCHWICHTIGE BRISANTE Kommentare wie "McCain sieht aus wie mein Arsch". Solche Texte MÜSSEN online, IMMER !!

Und selbstredent verlieren wir jeden Tag x-hundertfach unsere Glaubwürdigkeit weil irgendein Autor nicht auch noch die wichtigen wichtigen SUPERWICHTIGEN Hintergründe zu den SHAEF-Gesetzen wieder nicht gebracht hat in seinem Text.


04.09.2014 | 08:48

Umlandt Gerhard

Nach dem 2. Weltkrieg sagten über 50 amerikanische Militärs und Politiker sinngemäß und fast gleichlautend dasselbe: "Der nächste Weltkrieg wird ein Atomkrieg sein und der wird in Deutschland stattfinden. Dabei wird kein einziger Amerikaner sein Leben verlieren, denn es gibt genügend Deutsche, die für amerikanische Interessen sterben können." - Geändert hat sich für die Amis seitdem nur eines: aufgrund der noch größeren amerikanischen Pleite, ist inzwischen nicht nur...

Nach dem 2. Weltkrieg sagten über 50 amerikanische Militärs und Politiker sinngemäß und fast gleichlautend dasselbe: "Der nächste Weltkrieg wird ein Atomkrieg sein und der wird in Deutschland stattfinden. Dabei wird kein einziger Amerikaner sein Leben verlieren, denn es gibt genügend Deutsche, die für amerikanische Interessen sterben können." - Geändert hat sich für die Amis seitdem nur eines: aufgrund der noch größeren amerikanischen Pleite, ist inzwischen nicht nur Deutschland als `0pfergebiet´ vorgesehen, sondern ganz Europa und Asien.


02.09.2014 | 23:14

rudi

unser werter Herr Bundespräsident stößt ja ins selbe Horn... und jede Menge anderer , die in ihre wichtigen Positionen gehievt wurden.


02.09.2014 | 20:40

No. Harms

Langsam wird es wieder unheimlich in Europa. Es sind übrigens nicht die "Amerikaner". Der normale Ami, sofern er nicht zu den auserwählten höheren Kreisen gehört, kämpft täglich um seine Existenz oder wird, da er Soldat statt arbeitslos geworden ist, als Kanonenfutter verheizt. Trost geben alte Schriften. Schopenhauer nannte diese Welt eine Hölle und ihre Bewohner entsprechend Teufel. Er muss wohl aus einer besseren Welt herabgestiegen sein. Im Alten Testament geht es...

Langsam wird es wieder unheimlich in Europa. Es sind übrigens nicht die "Amerikaner". Der normale Ami, sofern er nicht zu den auserwählten höheren Kreisen gehört, kämpft täglich um seine Existenz oder wird, da er Soldat statt arbeitslos geworden ist, als Kanonenfutter verheizt. Trost geben alte Schriften. Schopenhauer nannte diese Welt eine Hölle und ihre Bewohner entsprechend Teufel. Er muss wohl aus einer besseren Welt herabgestiegen sein. Im Alten Testament geht es auch nicht zimperlich zu. im Buch Josua z.B. zeigt der biblische liebe Gott seine harten Seiten, die selbst Josua verblüffen. Am Sonntag soll man halt in die Kirche gehen und andächtig den diesbezüglichen Ausführungen des Priesters zum Wort Gottes zuhören.


02.09.2014 | 17:00

Ulrich

Zum letzten Satz des Artikels von Mr. Watson: Sie beschönigen da etwas. Die amerikanische Außenpolitik war und ist von Anfang an bis heute ein einziger Albtraum. Deswegen wäre es aus meiner Sicht für die ganze Welt eine Befreiung, wenn der Moloch Amerika, gemeinsam mit der EU, so leid es mir auch für die Bürger dort und hier tut, untergehen würde. Dieses System ist nicht reformierbar. Hier muß etwas vollkommen Neues aufgebaut werden, und das geht nur nach einem gründlichen...

Zum letzten Satz des Artikels von Mr. Watson: Sie beschönigen da etwas. Die amerikanische Außenpolitik war und ist von Anfang an bis heute ein einziger Albtraum. Deswegen wäre es aus meiner Sicht für die ganze Welt eine Befreiung, wenn der Moloch Amerika, gemeinsam mit der EU, so leid es mir auch für die Bürger dort und hier tut, untergehen würde. Dieses System ist nicht reformierbar. Hier muß etwas vollkommen Neues aufgebaut werden, und das geht nur nach einem gründlichen Zusammenbruch!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Diese Komiker ziehen uns in einen Krieg hinein

Raúl Ilargi Meijer

In acht Wochen, am 26. Oktober, sollen in der Ukraine Parlamentswahlen stattfinden. Wie soll man sich das vorstellen? Wer wird und kann seine Stimme abgeben? Bei den letzten Präsidentschaftswahlen vor einigen Monaten gingen im Osten der Ukraine viele Wahlberechtigte nicht zur Wahl (Wahlbeteiligung Donezk: 15,37 Prozent, Lugansk: 38,9 Prozent). Wie  mehr …

Die Neonazi-Sturmtruppen der Ukraine werden ignoriert

Robert Parry

Neonazi-Sturmtruppen greifen ohne Erbarmen eine Stadt in Europa an, hier und heute. Das sollte doch auch in den USA Schlagzeilen machen, könnte man meinen. Aber weit gefehlt, denn wenn die Nazi-Milizen für die von Washington unterstützte ukrainische Regierung wüten und ethnische Russen töten, dann hat das keinen Nachrichtenwert.  mehr …

Neonazis des ukrainischen Rechten Sektors verbreiten »offiziell« Terror im Osten des Landes

F. William Engdahl

An den brutalen Übergriffen auf zumeist unbewaffnete und unschuldige Männer, Frauen und Kinder in der Ostukraine, die die Region seit der Wahl des von den USA unterstützten Milliardärs Poroschenko zum Präsidenten des Landes erschüttern, sind die profaschistischen paramilitärischen Einheiten des Rechten Sektors (Prawyj Sektor) beteiligt. Dieselben  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Ausführlicher Augenzeugenbericht: Passagiere von Flug MH 17 definitiv »Dosenfleisch«

Gerhard Wisnewski

»Dosenfleisch« – ein böses Wort. Geheimdienste benutzen es für alte Leichen, die zuweilen für die verschiedensten Zwecke gebraucht werden. Zum Beispiel, um Katastrophen oder Attentate zu inszenieren. Jetzt ist ein detaillierter Bericht von der Absturzstelle des Fluges Malaysian Airlines Flug MH 17 aufgetaucht. Eine Augenzeugin gab dem abchasischen  mehr …

Chef der ukrainischen rechtsradikalen Gruppe Rechter Sektor fordert Regierung in Kiew auf, Militärlager für radikale Gruppen zu öffnen

Redaktion

Der Anführer der ukrainischen ultranationalistischen und rechtsradikalen, paramilitärisch auftretenden Gruppe Rechter Sektor, Dmytro Jarosch, hat Berichten zufolge die Behörden des Landes aufgefordert, Militärlager für die Kämpfer der Gruppe zu öffnen, berichtete die Nachrichtenagentur ITAR-TASS unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem  mehr …

Schlachtfeld Europa – Wie die nächste globale Katastrophe unseren Kontinent und damit auch Deutschland treffen wird

Janne Jörg Kipp

Peter Orzechowski legt seit mehr als 35 Jahren Sachbücher und Fachartikel über historische, politische und metaphysische Themen vor. Das vorliegende Buch über den »Dritten Weltkrieg« dürfte eine herausragende Stellung einnehmen. Um uns herum eröffnen sich immer mehr Schlachtfelder. Der Nahe Osten, der Mittlere Osten, die Ukraine, Nordafrika,  mehr …

Rätselhafte Sichtung: Rotes Glühen über dem Pazifik

Andreas von Rétyi

Piloten einer Boeing 747-8 auf dem Flug von Hongkong nach Anchorage haben am 24. August ein ungewöhnliches Phänomen beobachtet: Südlich der russischen Kamtschatka-Halbinsel tauchte ein sehr intensiver Blitz senkrecht von unten auf, bald folgte ein mysteriöses rötliches Glühen über dem Ozean. Fachleute rätseln nun zur Ursache.  mehr …

Werbung

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.