Tuesday, 24. May 2016
24.06.2015
 
 

Wer ist jetzt eigentlich mit wem verbündet? – Putin und die saudische Karawane

Pepe Escobar

Wie immer hat es niemand kommen sehen. Raten Sie einmal, wer alles am vergangenen Donnerstag einen bestimmten Raum in St. Petersburg betrat: der stellvertretende saudische Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammad bin Salman, der Lieblingssohn König Salmans; der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir (der frühere saudische Botschafter in den USA, der immer noch über sehr enge Beziehungen zu einflussreichen Persönlichkeiten in Washington und Umgebung verfügt) und der einflussreiche Erdölminister Ali al-Naimi. Sie alle waren gekommen, um sich am Rande der Konferenz des St. Petersburger Wirtschaftsforums persönlich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen.

 

Man kann sich kaum eine größeres Aufsehen erregende, zukünftige strategische Veränderung der Spielregeln vorstellen. Entrichtete diese königlich-saudische Karawane Tribut in Form von Weihrauch, Gold und Myrrhe (oder steigenden Erdölpreisen)? Niemand weiß es gegenwärtig, aber diese Entwicklung wird sich auf das neue Great Game in Eurasien auswirken, das als eine größere Folge bereits einen neuen Kalten Krieg 2.0 zwischen den USA und Russland gebracht hat.

 

Putin und König Salman standen bereits seit Wochen in diskretem Telefonkontakt. Der Sohn des Königs lud Putin nach Riad ein. Putin nahm die Einladung an. Putin lud seinerseits den König nach Moskau ein – auch diese Einladung wurde angenommen. Die Spannung steigt ins schier Unerträgliche. Aber ist das wirklich die Realität? Oder doch nur Lug und Trug?

 

Wer ist nun eigentlich mit wem verbündet?

 

Nehmen wir zunächst den entscheidenden Faktor Energie. Putin diskutiert nun das, was bisher ein Erdöl-Preiskrieg war, sich nun aber vielleicht – und das operative Konzept ist eben dieses »vielleicht« – zu einer, in al-Naimis Worten, »Erdölallianz« direkt mit der »Quelle« – dem Hause Saud – entwickeln könnte.

 

Nehmen wir einmal an, diese Entente cordiale führe tatsächlich zu einem Erdölpreisanstieg. Dies wäre für Putin ein wichtiger innenpolitischer Sieg gegen die, wie man sie nennen könnte, atlantizistische Fünfte Kolonne, die versucht, Russlands multipolare Ausrichtung zu untergraben. Darüber hinaus schadet es in geoökonomischer Hinsicht nicht, dass Moskau nun in der Lage ist, Saudi-Arabien als einen seiner wichtigsten Abnehmer des überlegenen russischen Verteidigungssystems zu gewinnen.

 

Die russischen Geheimdienste wissen genau, dass das Haus Saud aus einer Vielzahl von Gründen von der selbstherrlichen Regierung Obama maßlos »enttäuscht« ist – und das ist noch ein gewaltiger Euphemismus. Das betrifft nicht zuletzt die konkrete Möglichkeit einer Einigung zwischen den P5-plus-1-Staaten und dem Iran im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm am 30. Juni. Eine solche Einigung würde als Symbol dafür verstanden, dass Washington letztendlich bereit ist, sein Misstrauen gegen die Islamische Republik Iran, das seit 36 Jahren anhält, aufzugeben.

 

Ein derartig hochkarätig besetztes Treffen des Hauses Saud gerade mit Russland dürfte in den Machtzirkeln Washingtons für erhebliche Verärgerung sorgen. Sowohl Moskau als auch Riad müssten mit heftigen »Strafmaßnahmen« rechnen. Man darf nicht vergessen, dass die wirklichen Beherrscher des Universums – und nicht ihre Papiertiger in den verschiedenen Bereichen der amerikanischen Regierung – bereits seit Langem darüber nachdenken, das Haus Saud zu stürzen.

 

Den russischen Geheimdiensten ist ebenso wenig entgangen, dass der Einfluss des Hauses Saud in Washington tatsächlich vom guten Willen der Israel-Lobby abhängig ist – dabei geht es meistens um die Verteufelung des Irans. Und daher würde eine Einigung im iranischen Atomstreit – der zu einer »Normalisierung« der Beziehungen Teherans mit dem Westen führen würde – in einem bereits angeschlagenen Riad alle Alarmglocken schrillen lassen.

 

Putins Botschaft an den Iran ist vielschichtiger. Moskau hat sich sehr aktiv für eine erfolgreiche Beilegung des Atomstreits mit dem Iran eingesetzt; dies entkräftet die Theorie, Moskau wolle in Zukunft die »Riad-Karte« spielen, um Zugeständnisse aus Teheran zu erhalten.

 

Aber es gibt keine derartigen »Zugeständnisse«; Moskau und letztendlich auch der Iran werden beide Energie auf die europäischen Märkte liefern. Nicht sofort, denn die Modernisierung der iranischen Infrastruktur wird Jahre in Anspruch nehmen und immense Investitionen erfordern. Aber bereits im kommenden Jahr steht einer Aufnahme eines von den Sanktionen befreiten Irans in die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) kaum noch etwas im Wege.

 

Es ist also nicht damit zu rechnen, dass sich der Iran nun fieberhaft um eine prowestliche Politik bemüht – wie einige nicht dem neokonservativen Lager zuzurechnende Kreise in Washington und Umgebung hoffen. Der Iran wird bemüht sein, seine Position als Regionalmacht zu konsolidieren, sich um eine Normalisierung der Beziehungen, insbesondere zu Europa, zu bemühen und vorrangig auf eine Beschleunigung seiner Integration in Eurasien hinzuarbeiten. Man darf auch nicht vergessen, dass sich Syrien, der Iran und Russland in der gleichen geopolitischen Lage befinden, die der des Hauses Saud völlig entgegengesetzt ist.

 

Putins Politik könnte auch dazu beitragen, Katar zu isolieren – das zwar indirekt, aber sehr wirksam al-Qaida in Syrien unterstützt, um seine eigenen geoökonomischen Ziele durchzusetzen: eine Erdgaspipeline vom South-Pars-Gasfeld durch Saudi-Arabien und Jordanien bis zur Mittelmeerküste.

 

Das Konkurrenzprojekt dazu bildet die Pipeline Iran-Irak-Syrien, deren Verwirklichung gegenwärtig dadurch massiv gefährdet ist, dass ein großer Teil des »Syraks« gegenwärtig von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert wird. In diesem Fall unterstützt das selbsternannte »Kalifat« die geoökonomischen Pläne Katars und die geopolitischen Bestrebungen Saudi-Arabiens.

 

Diese hochrangige Pilgerfahrt der Saudis nach St. Petersburg steht in einem direkten Kontrast zum in Ungnade gefallenen Bandar Bush (eigentlich Prinz Bandar bin Sultan, aber für Bush gehörte er praktisch zur Familie), der im August 2013 Putin drohte, wenn Moskau sich nicht aus Syrien heraushalte, werde man einen tschetschenischen Dschihad gegen (die Olympischen Spiele in) Sotschi von der Leine lassen.

 

Wer bleibt auf Kurs?

 

Es läge nahe, dieses sich hier entfaltende fantastische Drama als Nebenschauplatz des Vormarsches der BRICS-Staaten – insbesondere Russlands und Chinas – zu interpretieren, wobei Washington als der große Verlierer dastünde. Aber es geht eher darum, dass Putin eine multipolare Welt und keine unipolare Weltordnung anstrebt und sicherstellen will, dass das Empire des Chaos größte Mühe aufwenden muss, um seine Marionetten/Vasallen, wie etwa den Golf-Kooperationsrat (GCC), auf Linie zu halten.

 

Es wird lange dauern, bis klar wird, ob es sich bei diesem Vorstoß um einen verzweifelten Versuch der Saudis handelte, »Zugeständnisse« von ihrem imperialen Beschützer zu erpressen. Aber wenn wir einmal von der Annahme ausgehen, dass es hier um reale Absprachen geht, hat sich Moskau die Möglichkeit bewahrt, die Interessen sowohl des Irans als auch Saudi-Arabiens zu berücksichtigen und darauf hinzuarbeiten, dass sich diese konzertierte »strategische Hinwendung zum Nahmittelosten« einmal als ebenso spektakulär wie Russlands »strategische Hinwendung nach Asien« und die neue Seidenstraßen-Politik Chinas erweist.

 

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, die bestätigen, dass das Haus Saud eindeutig erkannt hat, in welche Richtung der Wind weht – und zwar in Richtung der eurasischen Seidenstraßen-Karawane des 21. Jahrhunderts, ungeachtet dessen, welches entgegengesetzte Wunschdenken im Wolkenkuckucksheim ihres vermeintlichen »Exzeptionalismus« auch anderswo gehegt wird.

 

Die Saudis haben Angst, sie sind paranoid, sie sind verwundbar und sie brauchen dringend »neue Freunde«. Niemand eignet sich besser als Putin – und die russischen Geheimdienste –, auf diese Erwartungen auf vielfältige Weise zu reagieren. Das Haus Saud verdient kein Vertrauen; man denke nur an die vor Kurzem von WikiLeaks veröffentlichten saudischen Botschaftsberichte.

 

Vielleicht erweist sich diese neue Entwicklung als ein geopolitischer/geoökonomischer Glücksfall. Aber es könnte auch auf das alte Sprichwort hinauslaufen, seinen Freunden zu vertrauen, seine Feinde aber genau im Auge zu behalten.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Leser-Kommentare (38) zu diesem Artikel

28.06.2015 | 18:57

andi berger

ob man will oder nicht, das Modell der derzetigen Auffassung vom Glück und Gleichheit ist an der Zinsendynamik gescheitert. Die Zukunft kann nur die Zusammenarbeit selbstständiger, unabhängiger Staaten sein. Vorallem der Gedanke einer Vereinheitlichung vom Allen und der totalen Kontrolle bis zum WC-Papier, ist gescheitert. Drahtzieher sind die Kranken in den verschiedenen "Denkfabriken" mit ihren Druckerpressen. Als Lösung des derzeitigen Unheils könnte das System mit...

ob man will oder nicht, das Modell der derzetigen Auffassung vom Glück und Gleichheit ist an der Zinsendynamik gescheitert. Die Zukunft kann nur die Zusammenarbeit selbstständiger, unabhängiger Staaten sein. Vorallem der Gedanke einer Vereinheitlichung vom Allen und der totalen Kontrolle bis zum WC-Papier, ist gescheitert. Drahtzieher sind die Kranken in den verschiedenen "Denkfabriken" mit ihren Druckerpressen. Als Lösung des derzeitigen Unheils könnte das System mit den BRICS Staaten sein. Schlechter kann die Versklavung auch nicht sein.


26.06.2015 | 14:40

rotepmal

26.06.2015 | 02:58 Der lachende Dritte: Wenn das Menschheitsprojekt "Eurasischer Kontinent" nicht durch einen großen Krieg gestoppt wird, dann haben wir ganz andere Sorgen: Wo bekommen wir all die qualifizierten Arbeitskräfte her, um die anstehenden Projekte zügig zu realisieren. Die Menschheit ist dann auf dem "Sprung" global und kosmisch zu werden. Wenn wir es schaffen, werden zukünftige Generationen mit Achtung und Liebe auf uns zurückschauen. Wenn...

26.06.2015 | 02:58 Der lachende Dritte: Wenn das Menschheitsprojekt "Eurasischer Kontinent" nicht durch einen großen Krieg gestoppt wird, dann haben wir ganz andere Sorgen: Wo bekommen wir all die qualifizierten Arbeitskräfte her, um die anstehenden Projekte zügig zu realisieren. Die Menschheit ist dann auf dem "Sprung" global und kosmisch zu werden. Wenn wir es schaffen, werden zukünftige Generationen mit Achtung und Liebe auf uns zurückschauen. Wenn nicht.....


26.06.2015 | 02:58

Der lachende Dritte

@rotepmal Ja, ich muss zugeben, dass mir dieses Problem auch Sorgen bereitet (hat). Da die Arbeit immer mehr automatisiert wird, werden in Zukunft noch mehr Jobs wegfallen und diesmal trifft es nicht nur die Fließbandarbeiter. Mir war nicht klar, wo Millionen neuer Jobs herkommen sollen. Aber nachdem ich mich von vorgekauten Meinungsmustern befreit hatte, bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen: Es gibt bereits jetzt genug Arbeit für alle, nur dieses perverse System steht dem im...

@rotepmal Ja, ich muss zugeben, dass mir dieses Problem auch Sorgen bereitet (hat). Da die Arbeit immer mehr automatisiert wird, werden in Zukunft noch mehr Jobs wegfallen und diesmal trifft es nicht nur die Fließbandarbeiter. Mir war nicht klar, wo Millionen neuer Jobs herkommen sollen. Aber nachdem ich mich von vorgekauten Meinungsmustern befreit hatte, bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen: Es gibt bereits jetzt genug Arbeit für alle, nur dieses perverse System steht dem im Weg. Die bisherigen Schmarotzer werden allerdings sehr bodenständige Jobs annehmen müssen. Erläuterung: Warum haben Sie keine Putzfrau oder Gärtner? Weil die staatliche Abgabenquote die Arbeit zu teuer macht. Im neuen System nach dem Tag X müssen (und werden) einfach nur die Steuern radikal gekürzt werden, z.B. eine Flattax von 13% wie in Russland. Wenn Bruttolohn gleich Nettolohn ist, werden automatisch tausende neue Jobs entstehen. Stellen Sie sich vor, Ihr Arbeitgeber kürzt Ihren Bruttolohn und Sie haben Netto trotzdem mehr als jetzt! Gleichzeitig werden Benzin, Strom, Heizöl um 50% billiger, nur weil der Staat seine gierigen Hände davon lässt. Merken Sie was? Aber das ist nur der Anfang. Wenn die Fremdherrschaft endlich zusammengebrochen ist und wieder deutscher Verstand das Land regiert, müssen wir 20 Jahre rot-grüne Perversion und 60 Jahre zionistische Nachkriegspolitik aufräumen. D.h. wie brauchen z.B. viele neue Grenzschützer und Polizisten, die wieder Recht und Ordnung durchsetzen und illegalen Schmarotzern, die die Heimreise verpasst haben, diese ermöglichen und dafür sorgen, daß frau nachts unbekümmert raus kann. Man braucht viele Wirtschaftsprüfer, die Korruption, Betrug und Steuerverschwendung bekämpfen. Wir haben 20 Jahre Sanierungsstau, kaputte Infrastruktur wohin man sieht, d.h. es kann einen Bauboom geben, außerdem müssen die zwangsgedämmten Häuser und von Schmarotzern verwahrloste Stadteile saniert werden.Wenn die Nettolöhne wieder stimmen, brauchen Ehefrauen nicht mehr für die Staatsabgaben schuften gehen und können sich um ihre Kinder oder Eltern kümmern. Dadurch werden viele zuvor von Frauen besetzte Jobs wieder frei oder zu Teilzeitstellen. Ich habe noch viele weitere Beispiele, aber ich denke Sie haben verstanden und können den Gedanken selber weiterspinnen. Das Problem ist doch, daß dem Deutschen die Füße einzementiert und Bleigewichte um Hals und Arme gelegt wurden, und trotzdem ist der Deutsche so stark, daß er noch halb Europa auf den Schultern trägt. Wenn Deutschland wieder den Deutschen gehört, wir die Macht nicht mehr Schmarotzern überlassen und in unsere eigene Tasche wirtschaften, dann werden wir in wenigen Jahren einen solchen Wirtschaftsaufschwung erfahren, daß wir die Hauptstraßen in Gold und Marmor fassen können. Dazu braucht es lediglich den richtigen Willen.


26.06.2015 | 00:20

rotepmal

"dass diese aus der Aggregation des individuellen Verhaltens von Milliarden Menschen bestehen?" Sehen Sie, dieses pseudointellektuelle Geschwafel mag ich so an Ihnen. Das ist "Der Sieg der Verpackung über den Inhalt". Und ja, die Lichtgeschwindigkeit! Sie ist die gleiche, laut Einstein, in diesem Teil des Universums, als auch in dem von Ihnen genannten.Dopplereffekt und/oder Rotverschiebungen geben uns dann noch Aufschluß über die Bewegungsrichtung. Welche...

"dass diese aus der Aggregation des individuellen Verhaltens von Milliarden Menschen bestehen?" Sehen Sie, dieses pseudointellektuelle Geschwafel mag ich so an Ihnen. Das ist "Der Sieg der Verpackung über den Inhalt". Und ja, die Lichtgeschwindigkeit! Sie ist die gleiche, laut Einstein, in diesem Teil des Universums, als auch in dem von Ihnen genannten.Dopplereffekt und/oder Rotverschiebungen geben uns dann noch Aufschluß über die Bewegungsrichtung. Welche Weisheiten! Aber erzählen Sie mir doch einmal warum sich ein Lichtstrahl beim Übergang der Phasengrenze (Luft,Wasser) genau so bricht wie er sich bricht? Ist das Vorsehung?


25.06.2015 | 22:07

Gschaftlhuaba

@ rotepmal:Schade, ich hatte mich auf einen anregenden Gedankenaustausch mit Ihnen gefreut. Stattdessen zelebrieren Sie um 20:01h genüsslich einen Flüchtigkeitsfehler den ich bereits mit einem Blog von 19:13h korrigiert hatte: selbstverständlich muss es heißen „11 Millionen Lichtjahre Distanz“.Vollkommen zu Recht prangern Sie in generell in Ihren Blogs die Verhältnisse in unserer Gesellschaft an, aber ist Ihnen einmal in den Sinn gekommen, dass diese aus der Aggregation des...

@ rotepmal:
Schade, ich hatte mich auf einen anregenden Gedankenaustausch mit Ihnen gefreut. Stattdessen zelebrieren Sie um 20:01h genüsslich einen Flüchtigkeitsfehler den ich bereits mit einem Blog von 19:13h korrigiert hatte: selbstverständlich muss es heißen „11 Millionen Lichtjahre Distanz“.
Vollkommen zu Recht prangern Sie in generell in Ihren Blogs die Verhältnisse in unserer Gesellschaft an, aber ist Ihnen einmal in den Sinn gekommen, dass diese aus der Aggregation des individuellen Verhaltens von Milliarden Menschen bestehen? Genauso wie die „Objekte“ unserer „Realität“ aus zig Billionen Wirkungen auf Quantenebene hervorgehen!
Wenn Sie eine bessere Welt wollen, dann reflektieren Sie doch mal Ihr eigenes Verhalten, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend …..


25.06.2015 | 20:07

rotepmal

25.06.2015 | 19:29 rotepmal @Tommy Nightingal, okay, Optimismus: Bei dem diesjährigen St. Petersburger Wirtschaftsforum waren auch die Europäer wieder "zahlreich vertreten". Herr Tsipras überbrachte vor über 7000 Gästen die griechischen Grüße und die seiner deutschen, französischen, niederländischen, spanischen, portugiesischen, irländischen, luxemburgischen, finnischen......Amtskollegen und sagte u.a. in seiner Grußbotschaft: Die Europäer waren immer stolze Völker und...

25.06.2015 | 19:29 rotepmal @Tommy Nightingal, okay, Optimismus: Bei dem diesjährigen St. Petersburger Wirtschaftsforum waren auch die Europäer wieder "zahlreich vertreten". Herr Tsipras überbrachte vor über 7000 Gästen die griechischen Grüße und die seiner deutschen, französischen, niederländischen, spanischen, portugiesischen, irländischen, luxemburgischen, finnischen......Amtskollegen und sagte u.a. in seiner Grußbotschaft: Die Europäer waren immer stolze Völker und haben sich nie von anderen Mächten vorschreiben lassen, wie sie ihre ureigensten Interessen wahrzunehmen hätten. Er freue sich deshalb ganz besonders, heute der uneingeschränkte Zusammenarbeit zum Vorteil aller auf dem Eurasischen Kontinent das Wort zu reden zu dürfen und an Präsident Putins Worte eines gemeinsamen Marktes von Wladiwostok bis Lissabon erinnern zu dürfen. Dies sei auch der Wille aller friedliebenden europäischen Völker und hätte für sie die höchste Priorität in diesem Jahrhundert. Die Chancen auf eine unbegrenzte friedenssichernde Politik dürfe nach den angloamerikanischen, geopolitisch motivierten Kriegen nie wieder die Eurasier entzweien. Die vielen Infrastrukturprojekte in Asien würden nun zusammenwachsen lassen, was geschichtlich gesehen schon seit Jahrtausenden (alte Seidenstraße) zusammengehöre. Hier hob er besonders das gerade erst fertig gestellte und in allen westlichen Medien hoch gelobte Projekt der längsten durchgängigen Bahnverbindung der Welt von Harbin nach Hamburg, die einen Brückenschlag von 9820 Kilometern bedeute, hervor. Der 1. Zug sei am 13.Juni in Harbin, Nord-Osten Chinas, gestartet und in Hamburg liefen bereits Vorbereitungen für die Begrüßung durch Offizielle, wenn er sodann am 28. Juni Hamburg erreiche. Auch der amerikanische Botschafter sei eingeladen und wolle! Die großen alten eurasischen Kulturen, wie die chinesische und die indische, aber auch die griechische u.a. gäben eine perfekte Symbiose ab, die weit über rein wirtschaftliche Interessen ein Wegweiser für eine neue globale Politik ohne Hegemonialmächte und Kriege, sich endlich den großen gemeinsamen Problemen der Menschheit zuwenden müsse. Tsipras verabschiedete sich dann und entschuldigte sich für den hastigen Aufbruch, aber er müsse noch ein paar finanzielle Kleinigkeiten in Brüssel klären. Zum Schluss meinte er noch: Liebe Menschen daheim in Europa, wenn euch eure Freiheit und die Selbstbestimmung und vor allem die Selbstachtung noch etwas wert ist, dann kommt endlich hoch mit Eurem Allerwertesten und kämpft. Kämpft für Euer Land, für Eure Familien, für eine gemeinsame Zukunft ohne weitere Kriege. Und sagt es weiter, es ist wenige Minuten vor Zwölf!

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