Samstag, 3. Dezember 2016
05.05.2011
 
 

Der Krieg in Libyen, amerikanische Macht und der Niedergang des Petrodollar-Systems

Peter Dale Scott

Der gegenwärtige Kampfeinsatz der NATO gegen Gaddafi in Libyen hat sowohl unter denjenigen, die diesen wirkungslosen Krieg führen, als auch unter denen, die ihn beobachten, für große Verwirrung gesorgt. Viele Menschen, deren Ansichten ich normalerweise respektiere, halten dieses Vorgehen für einen notwendigen Krieg gegen einen Verbrecher – wobei einige Gaddafi als den Verbrecher sehen, andere dagegen auf Obama deuten.

Nach meiner persönlichen Auffassung ist dieser Krieg geleichermaßen schlecht durchdacht und gefährlich – er bedroht die Interessen der Libyer, der Amerikaner, des Mittleren Ostens und durchaus vorstellbar auch der ganzen Welt. Neben dem vorgeschobenen Anliegen der Sicherheit der libyschen Zivilbevölkerung gibt es noch einen verborgeneren Beweggrund, der kaum offen zugegeben wird: die westliche Verteidigung der derzeitigen weltweiten Petrodollar-Wirtschaft, die im Niedergang begriffen ist.

Die Verwirrung in Washington, zu der das Fehlen jeglicher Diskussion über ein vorrangiges strategisches Motiv für eine amerikanische Einmischung passt, steht symptomatisch für die Tatsache, dass das Ende des »Amerikanischen Jahrhunderts« gekommen ist und es auf eine Weise zu Ende geht, die einerseits auf lange Sicht vorhersehbar ist und andererseits sprunghaft und unkontrollierbar in den Einzelheiten erfolgt.

Verwirrung in Washington und bei der NATO

Was die Aufstände in Libyen selbst angeht, so reichen die Stellungnahmen von der Auffassung John McCains, der angeblich die NATO aufforderte, »alle verfügbaren Möglichkeiten zur Unterstützung (mit Ausnahme von Bodentruppen)« auszuschöpfen, um den Sturz Gaddafis herbeizuführen (1), bis hin zur Meinung des republikanischen Abgeordneten Mike Rogers, der sich tief besorgt selbst über die Möglichkeit äußerte, Waffen an diejenigen Gruppen von Kämpfern zu liefern, die wir nicht ausreichend kennen (2).

Im Nahen und Mittleren Osten stoßen wir auf die gleiche Verwirrung. In Ägypten war eine Koalition aus Gruppen aus der Bevölkerung daran beteiligt, eine gewaltfreie Revolution in diesem Land vorzubereiten, während der frühere amerikanische Botschafter Frank Wisner jun. nach Ägypten reiste, um Mubarak zu überzeugen, an der Macht zu bleiben. Mittlerweile fällt es schwer, in Ländern, die sonst für die USA von einigem Interesse waren, wie Jordanien und der Jemen, überhaupt eine kohärente amerikanische Politik  zu erkennen.

Auch in der NATO herrscht Verwirrung, die teilweise sogar in offenen Streit zu eskalieren droht. Von den 28 NATO-Mitgliedsstaaten beteiligen sich nur 14 an den Kampfhandlungen in Libyen, und nur sechs Länder sind aktiv am Luftkrieg beteiligt. Von diesen Ländern wiederum helfen nur drei – die USA, Großbritannien und Frankreich – den am Boden kämpfenden Aufständischen mit taktischer Luftunterstützung. Als zahlreiche NATO-Länder die Bankkonten Gaddafis und seiner engsten Unterstützer einfroren, froren die USA in einer vor der Öffentlichkeit verborgenen und fragwürdigen Aktion sämtliche libyschen Regierungsgelder in Höhe von 30 Mrd. Dollar ein, auf die sie Zugriff hatten. (Mehr dazu später.) Deutschland, das einflussreichste NATO-Mitglied nach den USA, enthielt sich im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über die Libyen-Resolution der Stimme, und der deutsche Außenminister Guido Westerwelle erklärte seither: »Es muss eine politische und keine militärische Lösung geben.« (3)

In Zeiten uneingeschränkter amerikanischer Vorherrschaft wäre ein solches Chaos undenkbar gewesen. Obama scheint angesichts der tiefen Kluft zwischen seinem erklärten Ziel – dem Sturz Gaddafis – und den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln – immerhin sind die USA bereits an zwei kostspieligen Kriegen beteiligt –, und seinen innenpolitischen Prioritäten wie gelähmt.

Um die Verwirrung der USA und der NATO im Zusammenhang mit Libyen zu verstehen, muss man noch weitere Phänomene berücksichtigen:

  • Die Ratingagentur Standard & Poor’s warnte vor einer Herabstufung der amerikanischen Kreditwürdigkeit;
  • den beispiellosen Anstieg des Goldpreises auf über 1.500 Dollar pro Feinunze und
  • die völlige festgefahrene politische Situation im Zusammenhang mit den Haushaltsdefiziten auf Bundes- und bundestaatlicher Ebene und der Frage, wie man mit ihnen umgehen soll.

Inmitten der libyschen Kampfansage gegen die noch verbliebene amerikanische Hegemonie und teilweise als direkte Folge der verwirrenden amerikanischen Strategie gegenüber Libyen erreichte der Erdölpreis die Marke von 112 Dollar pro Barrel. Dieser Preisanstieg droht das schwächliche Pflänzlein des amerikanischen Aufschwungs zu schwächen oder ganz abzuknicken, und liefert eines der vielen Beispiele dafür, warum der Krieg in Libyen nicht den nationalen Interessen Amerikas dient.

Gleich von Beginn an war die Verwirrung in Washington spürbar, vor allem seit Außenministerin Clinton eine Flugverbotszone befürwortete, Präsident Obama sie als eine Option bezeichnete und Verteidigungsminister Gates vor ihr warnte. (4) Die Folge war eine Reihe befristeter Maßnahmen, während derer Obama eine begrenzte amerikanische Reaktion mit Hinweis auf die schwer zu tragenden Verpflichtungen Amerikas im Irak und in Afghanistan rechtfertigte.

Jetzt, wo in Libyen eine Pattsituation droht, werden weitere Eskalationsschritte erwogen, die von Waffenlieferungen, finanzieller Unterstützung und der Entsendung von Beratern für die Rebellen bis zum Einsatz von Söldnern und sogar ausländischer Truppen reichen. Das amerikanische Szenario erinnert immer mehr an die Situation in Vietnam, wo der Krieg zuerst moderat mit verdeckten Operationen begann, auf die dann die Entsendung von Militärberatern folgte.

Ich muss zugeben, dass ich mir am 17. März im Zusammenhang mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates 1973, die vordergründig zum Schutz der Zivilbevölkerung eine Flugverbotszone über Libyen einrichtete, selbst unschlüssig war. Aber später zeigte sich, dass die Bedrohung der Aufständischen durch die Truppen Gaddafis und die entsprechende Rhetorik weniger massiv war, als zu der Zeit angenommen wurde. Prof. Alan J. Kuperman schrieb dazu:

»… Präsident Barack Obama übertrieb die humanitäre Bedrohung, um ein militärisches Vorgehen in Libyen zu rechtfertigen. Der Präsident behauptete, ein Eingreifen sei notwendig, um ein ›Blutbad‹ in der zweitgrößten libyschen Stadt Bengasi und der letzten Hochburg der Aufständischen zu verhindern. Aber die [Menschenrechtsorganisation] Human Rights Watch veröffentlichte Informationen zu Misrata, der nächstgrößten Stadt in Libyen und Ort langanhaltender Kämpfe, aus denen hervorging, dass Muammar al-Gaddafi nicht absichtlich Zivilisten massakrierte, sondern nur mit Mühe gegen die bewaffneten Rebellen vorgehen konnte, die seine Regierung stürzen wollten. Die Bevölkerung Misratas beträgt etwa 400.000 Menschen. In den fast zweiwöchigen Kämpfen starben – einschließlich der Kämpfer – lediglich 257 Personen. An die 949 Menschen wurden verwundet, von denen es sich nur bei 23 Personen, weniger als drei Prozent, um Frauen handelte … Darüber hinaus hat Gaddafi niemals mit einem Massaker an der Zivilbevölkerung in Bengasi gedroht, wie Obama behauptete. Die Warnung ›Es werde kein Pardon gegeben‹ vom 17. März richtete sich ausschließlich gegen die Aufständischen, wie die New York Times berichtete. Zudem habe der libysche Machthaber denjenigen eine Amnestie versprochen, die ›ihre Waffen wegwerfen‹. Gaddafi bot den Rebellen sogar einen Fluchtweg und offene Grenzübergänge in Richtung Ägypten an, um einen ›Kampf bis zum bitteren Ende‹ zu vermeiden.« (5)

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen bei den anhaltenden militärischen Interventionen der USA im Irak und in Afghanistan ist mit hohen Verlusten an Menschenleben zu rechnen, sollte die derzeitige Pattsituation in Libyen anhalten oder sogar weiter eskalieren.

 

Worum geht es in diesem »Krieg um Erdöl« und Finanzinteressen?

In meinem Buch American War Machine schrieb ich, wie

»… durch eine scheinbar unvermeidliche Dialektik, … Wohlstand in einigen größeren Staaten Expansion hervorbringt und fördert, und Expansion in marktbeherrschenden Staaten eine zunehmende Einkommensungleichheit (6) verursacht, da die öffentlichen [und sozialen] Leistungen in zunehmendem Maße finanziell ausgetrocknet werden, um Sicherheitsvereinbarungen zu stärken, die nur wenigen nutzen, aber viele unterdrücken. (7)

Über viele Jahre hinweg wurden die Außenpolitik Englands in Asien von der Ostindienkompagnie bestimmt … In ähnlicher Weise betreibt das amerikanische Unternehmen Aramco, ein Konsortium der Erdölkonzerne Esso, Mobil, Socal und Texaco, seine eigene Außenpolitik in Arabien, wobei ihm seine privaten Verbindungen zur CIA und dem FBI zugutekommen. (8) …

Auf diese Weise übernahmen England und Amerika eine Politik, die, wenn sie von Metropolstaaten übernommen wird, die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet. (9)

In der Endphase einer Hegemonialmacht kommt es immer häufiger zu unverhüllten Interventionen aus kurzfristigen Interessen heraus, die frühere Bemühungen um die Errichtung stabiler internationaler Institutionen zunichtemachen. Ein Beispiel hierfür ist die konspirative sogenannte »Jamenson Raid« (ein Überfall auf die Südafrikanische Buren-Republik Ende 1985) unter der Leitung von Leander Starr Jameson, der vor allem den Finanzinteressen Cecil Rhodes diente, aber wesentlich zum Ausbruch des zweiten britischen Burenkrieges beitrug. (10) Oder man denke an die anglo-französische Verschwörung mit Israel 1956, ein absurder und vergeblicher Versuch, die Kontrolle über den Suez-Kanal zurückzuerlangen.

Oder man erinnere sich an die Lobbybemühungen der großen Erdölkonzerne im Zusammenhang der amerikanischen Kriege in Vietnam (1961), Afghanistan (2001) und dem Irak (2003). (11) Auch wenn die Rolle der Erdölkonzerne im Zusammenhang mit dem amerikanischen Eingreifen in Libyen unklar bleibt, kann es als sicher gelten, dass auf den Treffen der Arbeitsgruppe Energie unter Cheney nicht nur die Erdölreserven des Irak, sondern auch die noch nicht vollständig erschlossenen Erdölreserven Libyens, die auf 41 Mrd. Barrel – etwa ein Drittel der irakischen Erdölreserven –, geschätzt werden, erörtert wurden. (12)

Einige in Washington rechneten damals mit einem raschen Sieg im Irak; danach sollten dann ähnliche amerikanische Interventionen in Libyen und dem Iran erfolgen. General Wesley Clarke berichtete Amy Goodman im Internet-Nachrichtenprotal Democracy Now vor vier Jahren, kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 habe ihm ein General aus dem Pentagon darüber informiert, dass geplant sei, verschiedene andere Länder durch die amerikanischen Streitkräfte anzugreifen. Auf dieser Liste befanden sich auch der Irak, Syrien, der Libanon, Libyen, Somalia, der Sudan und der Iran. (13) Im Mai 2003 sagte der Vorstandsvorsitzende der zum Haliburton-Konzern gehörenden Energy Service Group, John Gibson, in einem Interview mit International Oil Daily: »Wir hoffen, dass der Irak der erste Dominostein ist und das Libyen und der Iran dann folgen werden. Es gefällt uns nicht, keinen Zugang zu den Märkten zu haben, denn das verschafft unseren Konkurrenten einen unfairen Vorteil.« (14)

Zugleich ist öffentlich bekannt, dass die Resolution des UN-Sicherheitsrates 1973 zur Errichtung einer Flugverbotszone vom 17. März kurz nach Gaddafis öffentlich ausgesprochener Drohung vom 2. März, alle westlichen Erdölkonzerne aus Libyen hinauszuwerfen, verabschiedet wurde. Am 14. März hatte er dann chinesischen, russischen und indischen Unternehmen angeboten, deren Platz einzunehmen. (15) Interessanterweise enthielten sich China, Russland und Indien (sowie ihr BRICS-Verbündeter Brasilien) bei der Abstimmung zu Resolution 1973 im UN-Sicherheitsrat ihrer Stimme.

Der Faktor Erdöl steht in einem wechselseitigen Spannungsverhältnis zum Dollar, denn der Status des Dollars als Weltreservewährung ist auf das Engste mit der Entscheidung der OPEC verknüpft, ihre Erdölverkäufe sämtlich in Dollar abzuwickeln. Die heutige Petrodollar-[Welt-] Wirtschaft geht auf zwei geheime Vereinbarungen mit den Saudis in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zurück, die dafür sorgten, dass die Petrodollars wieder ihren Weg zurück in die amerikanische Wirtschaft fanden. Die erste Absprache sicherte den anhaltenden umfassenden und wachsenden Beistand der Saudis zur Stabilität des US-Dollars, in der zweiten Absprache versprachen die Saudis, auch weiterhin den OPEC-Erdölpreis in Dollar zu bewerten. Diese beiden Zusicherungen garantierten, dass die amerikanische Volkswirtschaft durch die diversen Erdölpreisanstiege nicht zugrunde gerichtet würde. Die Leidtragenden waren die Volkswirtschaften der weniger entwickelten Staaten [und der Schwellenländer], die nun die schwerste Last zu tragen hatten, da sie ihre Erdölversorgung in Dollar bezahlen mussten. (16)

Ellen Brown hat darauf hingewiesen, dass sich jeweils kurz vor den Angriffen auf diese Länder zuerst der Irak und dann Libyen entschieden hatten, das Petrodollar-System infrage zu stellen und ihr Erdöl nicht länger in Dollar abzurechnen.

Kenneth Schortgen jun. schrieb auf der Internetseite Examiner.com, »sechs Monate bevor die USA in den Irak einmarschierten, um Saddam Hussein zu stürzen, hatte das Erdölförderland entschieden, sein Erdöl in Euro statt wie bisher in Dollar abzurechnen. Dies bedrohte die Vorherrschaft des Dollars als der Reservewährung und seine Machtstellung als Petrodollar …«

In einem russischen Artikel mit der Überschrift »Bombardierung Libyens – Strafe für Gaddafis Versuch, sich dem US-Dollar zu entziehen« heißt es, Gaddafi habe einen vergleichbaren kühnen Schritt unternommen: Er initiierte eine Bewegung, die sich dem Einfluss des Dollars und des Euros entziehen sollte und forderte die arabischen und afrikanischen Nationen auf, eine völlig neue Währung, den Golddinar, einzuführen und zu benutzen. Gaddafi schlug vor, den afrikanischen Kontinent mit seinen 200 Millionen Menschen zu einen und dazu diese neue Währung zu benutzen … Diese Initiative wurde von den USA und den Europäern abgelehnt. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy bezeichnete Libyen als eine Bedrohung für die Finanzsicherheit der Menschheit; aber Gaddafi setzte seine Bemühungen für die Bildung eines vereinigten Afrikas fort.

Das bringt uns zurück zum Rätsel der libyschen Zentralbank. In einem Artikel, der auf der Finanz-Internetseite Market Oracle erschien, betont Eric Encina:

Die westlichen Politiker und Medienexperten erwähnen nur selten, dass sich die libysche Zentralbank vollständig im Staatsbesitz befindet … Derzeit schöpft die libysche Regierung ihr eigenes Geld, den libyschen Dinar, über die Fazilitäten ihrer eigenen Zentralbank. Man könnte darüber streiten, ob Libyen eine souveräne Nation mit ihren eigenen erheblichen Ressourcen und in der Lage sei, ihr eigenes wirtschaftliches Schicksal in die Hand zu nehmen. Die globalistischen Bankenkartelle stehen vor dem großen Problem, dass sie, um Geschäfte mit Libyen tätigen zu können, an der libyschen Zentralbank – einen Ort, an dem sie absolut keine Oberherrschaft und keine politische Macht haben – und ihrer Landeswährung nicht vorbeikommen. Die Zerschlagung der libyschen Zentralbank wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in den Reden Obamas, Camerons und Sarkozys erwähnt werden, aber sie steht mit Sicherheit ganz oben auf der globalistischen Agenda, mit der man Libyen der Gruppe der fügsamen Nationen einverleiben will. (17)

Libyen verfügt aber nicht nur über Erdöl. Nach Angaben des IWF befinden sich annähernd 144 Tonnen Gold in den Tresoren der libyschen Zentralbank. Mit einer solchen Wertgrundlage ist man in der Tat nicht auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, den IWF und dessen Regularien angewiesen. (18)

Gaddafis jüngster Vorschlag, einen Golddinar für Afrika einzuführen, weckt die Erinnerung an das Konzept eines islamischen Golddinar, das 2003 der malaysische Ministerpräsident Mahathir Mohamad sowie einige islamische Bewegungen (19) vorgeschlagen hatten. Dieses Konzept steht im Widerspruch zu den Regeln des Internationalen Währungsfonds (IWF) und wurde so gestaltet, dass es sie umgeht, deshalb gab es von Anfang an Startschwierigkeiten. Heute dagegen horten die Länder mehr und mehr Gold anstelle von Dollar; dies gilt nicht nur für Libyen und den Iran, sondern auch für China, Russland und Indien. (20)

 

Warum Frankreich Gaddafis Afrika-Initiativen stoppen will

Die Initiative für die Luftangriffe ging scheinbar anfänglich von Frankreich aus, wurde aber frühzeitig von England unterstützt. Sollte es Gaddafi gelingen, eine Afrikanische Union zustande zu bringen, die durch die libyschen Goldreserven getragen würde, wäre Frankreich, das in den meisten seiner zentralafrikanischen früheren Kolonien immer noch eine vorherrschende Wirtschaftsmacht darstellt, der Hauptverlierer. Und tatsächlich bestätigt ein Bericht von Dennis Kucinich aus Amerika die vom französischen Voltair.net verbreitete Behauptung des Italieners Franco Bechis, die Pläne, »die Rebellion in Bengasi anzufachen, wurden von französischen Nachrichtendiensten im November 2010 in Gang gebracht« (21).

Die Idee des Angriffs auf Libyen ging zwar ursprünglich von Frankreich aus, aber Obama beeilte sich dennoch, die französischen Pläne, Gaddafis Afrika-Initiative im Keim zu ersticken, zu unterstützen und erklärte einseitig einen nationalen Notstand, um sämtliche Einlagen der libyschen Zentralbank in Höhe von 30 Mrd. Dollar, auf die Amerika Zugriff hatte, einfrieren zu können. (In den amerikanischen Medien wurde dies fälschlicherweise so dargestellt, als seien die Gelder von »Oberst Gaddafi, seinen Kindern und seiner Familie sowie hochrangigen Mitgliedern der libyschen Regierung« (22) eingefroren worden. Tatsächlich richtet sich der zweite Abschnitt des Dekrets Obamas explizit gegen »sämtliches Eigentum und sämtliche Beteiligungen … der libyschen Regierung, ihrer Behörden, ihrer Instrumente und von ihr kontrollierte Einrichtungen sowie der libyschen Zentralbank« [23].) In den vergangenen Jahren haben die USA immer wieder aktiv ihr Arsenal der Finanzkriegführung eingesetzt, diese Beschlagnahmung in einem Umfang von 30 Mrd. Dollar stellt »die bisher höchste Summe dar, die jemals durch einen amerikanischen Sanktionsbeschluss eingefroren wurde«. Aber es gibt einen Präzedenzfall: Die wohl illegale und mit Sicherheit konspirative Beschlagnahmung iranischer Vermögenswerte 1979, als es darum ging, der bedrohten Bank Chase Manhattan beizustehen. (24)

Die Folgen des Einfrierens dieser 30 Mrd. Dollar für Afrika beschrieb eine afrikanische Beobachterin so:

Die 30 Mrd. US-Dollar, die von Obama eingefroren wurden, gehören der libyschen Zentralbank und waren als der libysche Beitrag zu drei Schlüsselprojekten vorgesehen, die den Grundstein für eine Afrikanische Föderation legen sollten: Die Afrikanische Investmentbank im libyschen Syrte, die für 2011 geplante Einrichtung des Afrikanischen Währungsfonds mit Sitz in Jaunde, der Hauptstadt Kameruns, der über einen Kapitalstock von 42 Mrd. Dollar verfügen soll, sowie die Afrikanische Zentralbank mit Sitz in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Sobald diese Bank begänne, eine eigene afrikanische Währung auszugeben, bedeutete dies das Ende der zentralafrikanischen Währung CFA-Franc, über die es Paris gelungen war, in den vergangenen 50 Jahren seine Kontrolle über einige afrikanische Länder aufrecht zu erhalten. Die französische Wut gegenüber Gaddafi ist leicht zu verstehen. (25)

Dieselbe Expertin ist überzeugt, dass Gaddafis Pläne für Afrika positiver als die westlichen Konzepte seien:

Die Anfänge reichen bis 1992 zurück, als 45 afrikanische Nationen RASCOM (Organisation für regionale afrikanische satellitengestützte Kommunikation) gründeten. Afrika sollte über eigene Satelliten verfügen, was die Kommunikationskosten des Kontinents massiv senken würde. Damals gehörten Telefongespräche nach und von Afrika aus zu den teuersten der Welt, denn man musste allein schon 500 Millionen Dollar an Gebühren für die Nutzung europäischer Kommunikationssatelliten wie Intelsat für Telefongespräche bezahlen, auch für Inlandstelefonate in afrikanischen Ländern.

Ein afrikanischer Satellit würde einmalig 400 Mio. Dollar kosten, und dann müsste der ganze Kontinent nicht mehr diese Leasinggebühren von 500 Mio. Dollar pro Jahr bezahlen. Aber welche Bank würde ein solches Projekt finanzieren? Das Problem blieb. – Kann es funktionieren, wenn Sklaven, die sich aus der Ausbeutung durch ihre Herren befreien wollen, diese Herren bitten, ihnen dabei zu helfen, ihre Freiheit zu erlangen? Es überrascht nicht, dass die Weltbank, der Internationale Währungsfonds, die USA und Europa 14 Jahre lang nur vage Versprechen abgaben. Gaddafi machte diesen vergeblichen Bitten an die Adresse der westlichen ›Wohltäter‹ mit ihren unverschämt hohen Zinsraten ein Ende. Der libysche Machthaber legte 300 Mio. Dollar auf den Tisch; die Afrikanische Entwicklungsbank legte 50 Mio. Dollar und die Westafrikanische Entwicklungsbank weitere  27 Mio. Dollar dazu – und so bekam Afrika am 26. Dezember 2007 seinen ersten Kommunikationssatelliten. (26)

Ich bin nicht in der Lage, alle ihre Behauptungen zu bestätigen, aber aus diesen und anderen Gründen bin ich überzeugt, dass das westliche Vorgehen in Libyen dazu dienen soll, Gaddafis Pläne für ein authentisches, nachkoloniales Afrika zu vereiteln, und nicht durch seine Drohungen gegenüber den Aufständischen in Bengasi ausgelöst wurde.

 

Schlussfolgerung

Aus all’ dieser Verwirrung und den falschen Darstellungen ziehe ich den Schluss, dass Amerika immer mehr seine Fähigkeit verliert, aus eigener Kraft oder mithilfe seiner nominellen Verbündeten Frieden durchzusetzen und zu erhalten. Wenn es nur um die Stabilität und Senkung des Erdölpreises ginge, so mein Vorschlag, läge es im besten amerikanischen Interesse, sich mit [UN-Generalsekretär] Ban Ki-Moon und dem Papst zusammenzusetzen und einen sofortigen Waffenstillstand in Libyen zu fordern. Die Verhandlungen für einen Waffenstillstand werden bestimmt nicht einfach sein, aber die wahrscheinliche Alternative zu einer Verhandlungslösung wäre der Albtraum, diesen Konflikt erbarmungslos eskalieren zu lassen. Amerika hat schon vergleichbare Situationen mit tragischen Folgen durchgemacht. Wir dürfen nicht zulassen, dass ähnliche Opfer gefordert werden, nur um ein ungerechtes Petrodollar-System aufrecht zu erhalten, dessen Tage ohnehin gezählt sind.

Auf dem Spiel stehen nicht nur die amerikanischen Beziehungen zu Libyen, sondern auch zu China. Ganz Afrika hat sich zu einem regen Investitionsgebiet der BRIC-Staaten entwickelt. China allein mit seinem immensen Rohstoffbedarf wird vermutlich um 2015 50 Mrd. Dollar jährlich an Investitionen leisten (was im Wesentlichen über das amerikanische Handelsbilanzdefizit mit China finanziert wird). Der Westen kann da nicht mithalten. (27) Ob Ost und West in Zukunft in Afrika friedlich miteinander umgehen können, hängt davon ab, inwieweit der Westen bereit ist, eine schrittweise Verringerung seines dortigen Einflusses hinzunehmen, ohne zu hinterlistigen Täuschungsmanövern (wie etwa dem anglo-französischen Betrug im Zusammenhang mit der Suez-Krise 1956) Zuflucht zu nehmen, um seine Macht aufrecht zu erhalten.

Frühere Machtverschiebungen auf globaler Ebene gingen oft mit Kriegen, Revolutionen oder beidem einher. Als sich die amerikanische Vorherrschaft im Zuge zweier Weltkriege letztlich gegenüber der britischen Hegemonie durchsetzte, betraf diese Machtverschiebung zwei Mächte, die verbündet waren und sich auch kulturell nahestanden. Die ganze Welt hat ein großes Interesse daran, dass die schwierige Machtverschiebung in Richtung einer Weltordnung ohne amerikanische Vorherrschaft so friedlich wie möglich erfolgt.

__________

Anmerkungen

(1) »McCain calls for stronger NATO campaign«, in: monstersandcritics.com, April 22, 2011, Link.

(2) Ed Hornick, »Arming Libyan Rebels: Should U.S. Do It?«, in: CNN, 31. März 2011.

(3) »Countries Agree to Try to Transfer Some of Qaddafi’s Assets to Libyan Rebels«, in: New York Times, 13. April 2011, Link.

(4) »President Obama Wants Options as Pentagon Issues Warnings About Libyan No-Fly Zone«, in: ABC News, 3. März 2011, Link. Bereits am 25. Februar erklärte Verteigungsminister Gates, die USA müssten in Zukunft solche Bodenkriege, wie sie im Irak und in Afghanistan ausgefochten würden, vermeiden, aber sie sollten die richtigen Lehren aus diesen Konflikten ziehen. »Aus meiner Sicht sollte sich jeder künftige Verteidigungsminister, der dem Präsidenten wieder den Rat gibt, eine große Streitmacht nach Asien oder in den Nahen und Mittleren Osten oder Afrika zu schicken, ›auf seine geistige Gesundheit hin untersuchen lassen‹, wie General MacArthur so treffend ausdrückte«, sagte Gates in einer Rede vor Kadetten in West Point. (in: Los Angeles Times, 25. Februar 2011, Link).

(5) Alan J. Kuperman, »False Pretense for War in Libya?«, in: Boston Globe, 14. April 2011.

(6) Die Einkommensungleichheit in Amerika gehört gemessen an ihrem Gini-Koffizienten neben der in Ländern wie Brasilien, Mexiko und China zu den höchsten weltweit, dazu: Wealth and Democracy, 38, 103; sowie Greg Palast, Armed Madhouse, New York, 2006), S. 159.

(7) Dieses Thema behandle ich in meinem Buch The Road to 9/11, S. 4–9.

(8) Anthony Cave Brown, Oil, God, and Gold, Boston 1999, S. 213.

(9) Peter Dale Scott, American War Machine: Deep Politics, the CIA Global Drug Connection, and the Road to Afghanistan, Berkeley, University of California Press, 2010, S. 32. Man könnte auch auf die Erfahrungen der französischen Dritten Republik und die Banque de l’Indochine oder auf die Niederlande und die Holländische Ostindienkompagnie verweisen.

(10) Elizabeth Longford, Jameson’s Raid: The Prelude to the Boer War, London 1982; The Jameson Raid: a centennial retrospective, Houghton, 1996.

(11) Von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente belegen, dass es im Vorfeld der Irak-Invasion zu Absprachen zwischen Washinton und Erdölkonzernen gekommen war, und dass sich die britische Regierung dafür einsetzte, BP an diesen Absprachen zu beteiligen. (Paul Bignell, »Secret memos expose link between oil firms and invasion of Iraq«, in: Independent, London, 19. April 2011).

(12) Reuters, 23. März 2011.

(13) Saman Mohammadi, »The Humanitarian Empire May Strike Syria Next, Followed By Lebanon And Iran«, in: OpEdNews.com, 31. März 2011.

(14) »Halliburton Eager for Work Across the Mideast«, in: International Oil Daily, 7. Mai 2003.

(15) »Gaddafi offers Libyan oil production to India, Russia, China«, in: Agence France-Presse, 14. März 2011, Link.

(16) Peter Dale Scott, Bush’s Deep Reasons for War on Iraq: Oil, Petrodollars, and the OPEC Euro Question; Peter Dale Scott, Drugs, Oil, and War, Lanham, 2003, S. 41–42: »Diese Entwicklungen führten zu dem doppelten Phänomen, das den Hintergrund der Anschläge vom 11. September bildet, den Siegesgebärden der ›alleinigen Supermacht Amerika‹ einerseits, und der weltweiten Verschuldung der Dritten Welt andererseits. Die geheimen Absprachen verstärkten die gegenseitige Abhängigkeit zwischen den USA und Saudi-Arabien zulasten des internationalen Ansehens der USA, auf dem der amerikanische Wohlstand seit dem Zweiten Weltkrieg beruhte.« Siehe auch: Peter Dale Scott, The Road to 9/11, Berkeley, 2007, S. 37.

(17) »Globalists Target 100% State Owned Central Bank of Libya«, Link.

(18) Ellen Brown, »Libya: All About Oil, or All About Banking«, in: Reader Supported News, 15. April  2011.

(19) Peter Dale Scott, Bush’s Deep Reasons for War on Iraq: Oil, Petrodollars, and the OPEC Euro Question; darin Zitat aus »Islamic Gold Dinar Will Minimize Dependency on US Dollar«, in: Malaysian Times, 19. April 2003.

(20) »Gold key to financing Gaddafi struggle«, in: Financial Times, 21. März 2011, Link.

(21) Franco Bechis, »French plans to topple Gaddafi on track since last November«, in: VoltaireNet, 25. März 2011; siehe auch Dennis J. Kucinich, »November 2010 War Games: ›Southern Mistral‹ Air Attack against Dictatorship in a Fictitious Country called ›Southland‹«, in: GlobalResearch, 15. April, 2011, Link; sowie Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2011.

(22) New York Times, 27. Februar 2011.

(23) Executive Order vom 25. Februar 2011 unter Berufung auf den »International Emergency Economic Powers Act« (50 U.S.C. 1701 et seq.) (IEEPA), den »National Emergencies Act« (50 U.S.C. 1701 et seq.) (NEA) und Abschnitt 301 von Titel 3, United States Code, der die Beschlagnahme aller Vermögenswerte der libyschen Regierung betrifft, Link. Die Befugnis, die dem Präsidenten im Rahmen des »International Emergency Economic Powers Act« gewährt wird, »darf nur ausgeübt werden, um auf eine ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung zu reagieren, aufgrund derer ein nationaler Notstand im Sinne dieses Abschnitts erklärt wurde, und darf nicht auf andere Zwecke ausgedehnt werden.« (50 U.S.C. 1701).

(24) »Billions Of Libyan Assets Frozen«, in: Tropic Post, 8. März  2011, Link (»höchste Summe«); Peter Dale Scott, The Road to 9/11: Wealth, Empire, and the Future of America, Berkeley und Los Angeles, 2007, S. 80–89 (iranische Vermögenswerte).

(25) »Letter from an African Woman, Not Libyan, On Qaddafi Contribution to Continent-wide African Progress, Oggetto: ASSOCIAZIONE CASA AFRICA LA LIBIA DI GHEDDAFI HA OFFERTO A TUTTA L'AFRICA LA PRIMA RIVOLUZIONE DEI TEMPI MODERNI«, in: Vermont Commons, 21. April 2011, Link; siehe auch: Manlio Dinucci, »Financial Heist of the Century: Confiscating Libya's Sovereign Wealth Funds (SWF)«, in: GlobalResearch, 24. April 2011, Link.

(26) Ibid. cf. »The Inauguration of the African Satellite Control Center«, in: Libya Times, 28. September  2009, Link; Jean-Paul Pougala, »The lies behind the West’s war on Libya«, in: Pambazuka.org, 14. April  2011.

(27) Leslie Hook, »China’s future in Africa, after Libya«, in: blogs.ft.com, 4. März 2011 (50 Mrd. Dollar). Das amerikanisch-chinesische Handelsbilanzdefizit belief sich 2010 auf 273 Mrd. Dollar.

 

 


 

 

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Udo Ulfkotte

Politik und Wirtschaft haben Österreichern und Deutschen versprochen, dass es mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit seit dem 1. Mai 2011 keine neue osteuropäische Masseneinwanderung geben werde. Sie haben aber offenkundig nicht mit den Osteuropäern gesprochen.  mehr …

Libyen: Die Ziele Washingtons und der NATO und der nächste Weltkrieg

Dr. Paul Craig Roberts

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschworen sich die USA, Großbritannien und die Niederlande gegen Japan und leiteten damit eine Entwicklung ein, die in den zweiten Weltkrieg im Pazifik mündete. Die drei Regierungen beschlagnahmten japanische Bankkonten in ihren jeweiligen Ländern, über die Japan seine Zahlungen für Importe  mehr …

US-Präsident: Osama bin Laden ist tot!

Andreas von Rétyi

Zu später Nachtstunde gab US-Präsident Barack Obama der Welt bekannt: Terrorist Nummer 1, Osama bin Laden, wurde in einer von den USA ausgeführten Operation getötet. Man sei auch seines Leichnams habhaft geworden, so war aus informierten Kreisen zu vernehmen. Die Nachricht leuchtete wie ein Feuerwerk über dem nächtlichen Washington auf. Schon kurz  mehr …
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