Wednesday, 28. September 2016
31.10.2015
 
 

Die nächste Flüchtlingswelle kommt – aus Libyen

Peter Orzechowski

Während die deutsche Öffentlichkeit auf die Balkanroute starrt, kündigt sich eine neue Flüchtlingswelle an: direkt aus Libyen. Denn das Bürgerkriegsland versinkt gerade im Chaos.

 

Das Chaos prophezeit kein Kartenleger oder Sternedeuter, sondern der UN-Sonderbeauftragte Bernardino León. Mehr als ein Jahr lang versuchte er, den Bürgerkrieg zu beenden. Die »letzte Chance, Libyen zu retten« – der Plan, den der 51-jährige Diplomat am 8. Oktober im marokkanischen Skhirat vorstellte – ist jetzt gescheitert.

 

Zunächst verwarf die islamistische Gegenregierung in Tripolis seinen Vorschlag, dann winkte auch das international anerkannte Parlament in Tobruk ab. Eine Regierung der Nationalen Einheit wird es in Libyen nicht geben.

 

Nach dem Scheitern Leóns, der demnächst vom deutschen UN-Krisenmanager Martin Kobler abgelöst wird, steht der endgültige Staatszerfall Libyens bevor.

 

Die libysche Wirtschaft liegt am Boden: Der Ölexport, Haupteinnahmequelle des Landes, ist zu drei Vierteln eingebrochen. Städte wie Bengasi sind praktisch total zerstört.

 

Eine Million Libyer, vor allem die Wohlhabenderen, sind bereits nach Tunesien oder Ägypten geflohen, wo sie sich meist in leer stehenden Touristen-Apartments eingemietet haben.

 

Und die weniger Wohlhabenden? Nach Ende der Winterstürme könnten Hunderttausende versuchen, mit Booten auf die nahe italienische Insel Lampedusa zu gelangen und von dort aus über das italienische Festland nach Deutschland.

 

Das libysche Machtvakuum gibt Schmugglern, Milizen und Terroristen freie Hand. Der Islamische Staat kontrolliert inzwischen um die Stadt Sirte herum einen rund 200 Kilometer langen Küstenstreifen.

 

Was uns die bevorstehende neue Flüchtlingswelle lehrt, ist, wie die Migrationswaffe funktioniert. Gerade Libyen ist der Schlüssel zu ihrem Verständnis. Der ehemalige libysche Diktator Muammar al-Gaddafi sagte im Februar 2011 in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche:

 

»Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen.

 

Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.«

 

Der britische Außenminister Philip Hammond, Mitglied der konservativen Regierungspartei von Premierminister David Cameron, hat Anfang August öffentlich gewarnt, der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen aus Afrika gefährde den Lebensstandard und das soziale Gefüge innerhalb der EU.

 

»Die Europäische Union kann nicht Millionen Menschen aufnehmen, die ein neues Leben suchen«, erklärte der einstige Wirtschaftsmanager sowie ehemalige Verkehrs- und Verteidigungsminister. »Das ist kein tragfähiger Zustand, denn Europa kann sich nicht schützen und seinen Lebensstandard und seine Sozialstruktur aufrechterhalten, wenn es Millionen von Migranten aus Afrika aufnehmen muss«, teilte der Minister dem TV-Sender BBC mit.

 

Ein zweites Beispiel: Im Frühjahr 2014 warnte der damalige libysche Interims-Innenminister Salah Masek in Tripolis die Europäer:

 

»Im Hinblick auf die illegale Einwanderung warne ich die Europäische Union: Wenn sie ihrer Verantwortung nicht nachkommt, dann wird der Staat Libyen eine Position einnehmen, die die schnelle Durchreise dieser Flut von Menschen durch Libyen erleichtern könnte, weil Allah uns zum Transitpunkt für diese Flut gemacht hat.«

 

Libyen »leide«, weil Tausende Flüchtlinge aus Schwarzafrika Krankheiten, Verbrechen und Drogen in Libyen verbreiteten. Masek: »Libyen hat seinen Preis bezahlt, jetzt ist Europa dran, zu zahlen.«

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (41) zu diesem Artikel

07.11.2015 | 05:45

Dirk Breitinger

Das Problem bei der Demokratie ist, daß sich internationale Rassisten für tolerantere Menschen halten.


03.11.2015 | 02:08

Dirk Breitinger

Die Frage, die sich stellt, ist warum fliehen die Moslems nach Deutschland ? Hat Amerika keinen muslimischen Präsidenten, der alle Moslems mit Freuden aufnehmen würde? Ist Saudi-Arabien nicht eines der reichsten Länder der Welt ? Und könnte mit seinen Ölmilliarden Tausende von Moslems aufnehmen. Ist Syrien nicht eigentlich mit Russland verbündet, dem größten Land Europas und der Welt ? Daher stellt sich mal die Frage, warum kein Syrer nach Russland will. Dem Paradies der...

Die Frage, die sich stellt, ist warum fliehen die Moslems nach Deutschland ? Hat Amerika keinen muslimischen Präsidenten, der alle Moslems mit Freuden aufnehmen würde? Ist Saudi-Arabien nicht eines der reichsten Länder der Welt ? Und könnte mit seinen Ölmilliarden Tausende von Moslems aufnehmen. Ist Syrien nicht eigentlich mit Russland verbündet, dem größten Land Europas und der Welt ? Daher stellt sich mal die Frage, warum kein Syrer nach Russland will. Dem Paradies der Arbeiter und Bauern. Man könnte mal die Frage stellen, warum die Moslems ausgerechnet zu uns wollen. Ist Afrika nicht der zweitgrößte Kontinent. Und könnten die theoretisch nicht selbst mit dem Problem fertig werden ? Noch dazu besiedelt mit Schwarzen, die uns gerne als Lehrer präsentiert werden. Noch dazu besiedelt mit Arabern, die früher einmal die Weisen aus dem Morgenland repräsentiert haben. Alles interessante Fragen. Genauso wie, warum Frau Merkel mit einem Alleingang in der Flüchtlingsfrage die Europäische Einheit auf Spiel setzt.


03.11.2015 | 00:28

claus doehring

Man muss sich es immer wieder klarmachen, dass manche Leute besser geschwiegen hätten. Das gilt für alle Seiten, eh, Pardon, Zeiten.


03.11.2015 | 00:15

OttoVB

Betr. die Flüchtlinge, Europa, US/G. Soros. Machen wir mal ein Vergleich oder Parallel mit den Vergangenheit. Anfang 20. Jahrhundert: Die Banker (geplant): stellen Europa (via Deutschland) auf sein Kopf, d.h. erst chaos, Bürgerkrach, Krieg. Die Briten und die Amis kommen Europa sgn. retten vom Krieg und Elend. Nicht vergessen, Frankreich hat den Krieg gewonnen. Mitten 20. Jahrhundert: Die Banker (geplant) legen wieder los (wieder via Deutschgland mit einem Mann namens Hitler)....

Betr. die Flüchtlinge, Europa, US/G. Soros. Machen wir mal ein Vergleich oder Parallel mit den Vergangenheit. Anfang 20. Jahrhundert: Die Banker (geplant): stellen Europa (via Deutschland) auf sein Kopf, d.h. erst chaos, Bürgerkrach, Krieg. Die Briten und die Amis kommen Europa sgn. retten vom Krieg und Elend. Nicht vergessen, Frankreich hat den Krieg gewonnen. Mitten 20. Jahrhundert: Die Banker (geplant) legen wieder los (wieder via Deutschgland mit einem Mann namens Hitler). Deutschland auf sein Kopf, chaos, Bürgerkrach, Krieg. Die Briten und die Amis kommen Europa sgn. retten vom Krieg und Elend. Nicht vergessen, Russland hat den Krieg gewonnen. Russland gibt Deutschland rund 1990 als freies Land an Deutschland zurück. Verkehrt, die Briten, die Fransösen und die Amis besetzen Deutschland bis 2099. Die Deutschen sollen "ihren Befreiter ab jetzt nur noch als Sklaven dienen". Deutschland, lernt mann später, ist eine Kolonie von Frankreich, England und Amerika bis heute. Anfang 21. Jahrhundert: Die Banker und George Soros (geplant): stellen Europa (via Deutschland) wieder auf sein Kopf, d.h. erst chaos mit den Flüchtlinge als Waffe, Bürgerkrach, Krieg. Die Briten und die Amis kommen Europa sgn. retten? Nein, sie haben jetzt verloren. Die Zionisten sind wütend inklusive den Boss vom "New World Order " Herrn Busch (1991 NWO Vertrag in Rio de Janeiro). Europa lebt endlich in Friede mit Russland und China und alle andere Länder von Gute Will. Endlich alles wieder normal, wie es sich gehört und wünschte.


02.11.2015 | 22:28

claus doehring

Wie die Zukunft Deutschlands und Europa aussehen werden, braucht uns kein Politiker erzählen, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Er sollte aktiv werden und das Seinige dagegen tun. Die deutsche Masse interessiert es ja nicht, " sie kann so wie so dagegen nichts machen." Und unsere dafür zuständigen Politiker , sind überflüssige Parasiten, ansonsten wertlos. Nun sehen wir mal, was die so viel gepriesene "Demokratie" wert ist. Zero , Nada.


02.11.2015 | 19:16

harti007

ich fürchte mich zwar auch von den Syrern, die über Libyen nach Europa kommen, viel schlimmer sind allerdings die Überpigmentierten aus Afrika - das sind viel mehr.............

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