Samstag, 24. Juni 2017
26.06.2016
 
 

Wieder eine Vorhersage für den Dritten Weltkrieg erfüllt: Flottenkonzentrationen im Mittelmeer

Peter Orzechowski

Seit dem Zweiten Weltkrieg durchpflügten nicht mehr so viele militärische Verbände die Wogen des Mittelmeers wie in diesen Tagen. Die offizielle Propaganda will uns glauben machen, dass es dabei nur um Seenotrettung und Jagd auf Schleuserbanden geht. Militärbeobachter sehen in dieser Flottenkonzentration jedoch den Aufmarsch für größere kriegerische Pläne – und bestätigen einmal mehr die Prophezeiungen eines bevorstehenden Dritten Weltkriegs.

 

»Ein neuer Nahostkrieg flammt plötzlich auf, große Flottenverbände stehen sich im Mittelmeer feindlich gegenüber – die Lage ist gespannt«, so beschreibt der bekannteste der bayerischen (und deutschen) Propheten, Alois Irlmaier, den Beginn des Dritten Weltkriegs. Eine weitere deutsche Seherin, Veronika Lueken, erhielt am 3. Juni 1981 die Vision, in der sie »eine riesige Ansammlung von Schiffen« sieht. »Es sind überall Schiffe. Sie schauen nicht aus wie Tanker, sondern wie Schlachtschiffe … Ich sehe das Mittelmeer, und ich sehe Schiffe hinausfahren.«

 

In meinem Buch Am Vorabend des Dritten Weltkriegs habe ich darauf hingewiesen, dass eine Flottenkonzentration im Mittelmeer von einigen europäischen Sehern als ein Vorzeichen des bevorstehenden Dritten Weltkriegs betrachtet wird. Auf andere Vorzeichen bin ich hier auf Kopp Online bereits früher eingegangen.

 

Warum sollen uns die Visionen überhaupt interessieren? Ich denke, wir sollten sie beachten, wenn sie mit den tatsächlichen Ereignissen übereinstimmen. Und in der Tat stellen wir einen Truppenaufmarsch an den Grenzen zu Russland fest – was ich bereits in früheren Beiträgen als Kriegsvorbereitung gewertet habe. Und jetzt beobachten wir einen ähnlichen Aufmarsch auf See, genauer: im Mittelmeer.

 

Acht große Operationen mit Dutzenden Schiffen führen NATO-Verbände momentan vor den südlichen Küsten Europas durch. Sehen wir sie uns einmal genauer an. Da ist einmal die europäische Mission »Sophia« der European Union Naval Force Mediterranean (EUNAVFOR Med). Sie soll Flüchtlinge aus Seenot retten, gleichzeitig Jagd auf Schleuserbanden machen und dem IS in Libyen Einhalt gebieten. Seit Juni 2015 patrouillieren Kriegsschiffe der EU-Staaten im Rahmen von »Sophia« vor der Küste Libyens, mit immer weitreichenderen Kompetenzen.

 

Erst am Montag haben die EU-Außenminister neben der Verlängerung auch die Ausweitung der Mission beschlossen. Um dem IS die Nachschubwege nach Libyen abzuschneiden, soll das Einsatzgebiet Richtung Ägypten verlagert werden – also näher an Syrien, die eigentliche Konfliktregion, um die wohl demnächst von der NATO gekämpft wird.

 

Davon ist natürlich beim EU-Ministerrat keine Rede. Er hat am Montag erklärt, die Operation habe bisher zur »Neutralisierung« von 139 Schiffen und Booten und zur Festnahme von etwa 70 mutmaßlichen Schleusern geführt, die den italienischen Behörden übergeben wurden. Zugleich trug die Mission laut EU bisher zur Rettung von knapp 16 000 Menschenleben bei. Momentan sind vier Kriegsschiffe für die Mission abbestellt, die deutsche »Frankfurt am Main« soll in wenigen Tagen von der »Werra« und der »Datteln« abgelöst werden.

 

Auch die zweite Operation – Codename »Triton« – wurde schon viel früher in Angriff genommen, nämlich im November 2014 als Nachfolgerin von »Mare Nostrum«, einer Mission der italienischen Marine, die geschätzt mehr als 100 000 Menschen aus der Seenot rettete. »Triton« hat jedoch ein anderes Ziel als »Mare Nostrum«: Nicht mehr die Seenotrettung liegt im Fokus, sondern der Grenzschutz. Dafür sind 14 Schiffe sowie einige Flugzeuge und Hubschrauber in den Gewässern südlich von Sizilien und rund um Malta im Einsatz.

 

Auch die »Poseidon«-Mission mit vier Schiffen und 15 Patrouillenbooten in der Inselwelt der Ägäis soll offiziell nur die griechische Grenze überwachen, illegale Übertritte registrieren und Flüchtlinge aus den Hot-Spots wieder in die Türkei abschieben, gemäß dem EU-Türkei-Deal. Allerdings kann das deutsche Marineschiff »Bonn« mithilfe einer Mischung aus hochsensiblen Kameras und Radargeräten weit mehr, als nur Menschen-Schmuggler-Boote zwischen der türkischen Küste und den griechischen Inseln aufspüren: Die »Bonn« ist das schwimmende Auge der NATO in der Ägäis.

 

Um die Ölbohrinseln des italienischen ENI-Konzerns und die Schifffahrtsroute durch die Straße von Sizilien zu schützen, hat Italien im März 2015 die Operation »Mare Sicuro« mit vier Schiffen gestartet, darunter einem kleinen Flugzeugträger. Offizieller Grund für die Mission: Die Sorge Italiens um den Handel und das Öl, der Bürgerkrieg in Libyen und das Erstarken extremistischer Gruppen in Nordafrika. Damit sichert »Mare Sicuro« die Südflanke.

 

Schon seit Oktober 2001, also kurz nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York, patrouillieren NATO-Schiffe in der Operation »Active Endeavour« durch das Mittelmeer. Sie überwachen den gesamten zivilen Schiffsverkehr und Seehandel und melden verdächtige Schiffe.

 

Seit 2006 sind Schiffe der UN-Blauhelmmission »UNIFIL« vor der Küste des Libanon – und damit auch vor den Küsten Syriens – im Einsatz. Es ist der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen. Hauptaufgabe ist die Überwachung der libanesischen Küste und der libanesischen Gewässer. Außerdem sollen die Schiffe den Waffenschmuggel in den Libanon unterbinden.

 

Schwerpunkt der deutschen Marine dabei ist die Ausbildung libanesischer Streitkräfte. Dafür liefert die Bundeswehr auch Material wie Wachboote und Radarstationen. Acht Schiffe unter brasilianischer Führung sind momentan in den Hoheitsgewässern des Landes im Einsatz, darunter die deutsche Korvette »Braunschweig«, die im Ernstfall auch militärische Gewalt anwenden darf.

 

Interessant ist, dass die meisten dieser Operationen von der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) geführt werden und dem NATO Maritime Component Command Naples in Neapel unterstehen. Zu dieser seit 1992 existierenden NATO Response Force gehören standardmäßig acht bis zehn Schiffe der deutschen Marine, der niederländischen Marine, der britischen Royal Navy, der griechischen Marine, der italienischen Marine, der türkischen Marine, der spanischen Marine und der United States Navy. Zeitweise beteiligen sich andere NATO-Staaten an dem Verband.

 

Kommen wir zum Schwergewicht der NATO-Flottenkonzentration im Mittelmeer: der Operation »Inherent Resolve«. Sie soll, laut NATO-Sprech, den Kampf gegen den IS auch vom Mittelmeer aus führen. Dazu kreuzen aktuell zwei Flugzeugträger der USA im östlichen Teil des Meeres. Am 2. Juni fuhr der Trägerverband der »USS Harry S. Truman« durch den Suezkanal ins Mittelmeer, einen Tag später meldeten US-Medien schon Luftangriffe durch die Flugzeuge der »Truman« in Syrien. Knapp zwei Wochen später passierten die »USS Dwight D. Eisenhower« und ihre Begleitschiffe die Straße von Gibraltar. Der Stoßgruppe der »Dwight D. Eisenhower« gehören zwei Kreuzer und vier Torpedobootszerstörer, die mit lenkbaren Raketen ausgerüstet sind, sowie neun Fliegerstaffeln an.

 

Schon Ende 2015 hatten Mitgliedsstaaten der NATO in Reaktion auf eine verstärkte russische Militärpräsenz anlässlich der Syrien-Krise Dutzende von Kriegsschiffen in das östliche Mittelmeer entsandt. In diesem maritimen Raum unterhält alleine die Türkei zwischen Zypern und den eigenen Küsten 34 Kampfschiffe. Hinzu kommen mittlerweile mehr als 60 Kampfschiffe von 13 anderen NATO-Staaten, darunter auch Deutschland, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldet.

 

Ich denke, in Anbetracht der massiven Flottenkonzentration im Mittelmeer ist demnächst ein Militärschlag der NATO im Krieg um Syrien zu erwarten. Ob er der Auslöser für den von den Sehern erwarteten Dritten Weltkrieg sein wird, bleibt abzuwarten.

 

 

 

 

 

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