Wednesday, 28. September 2016
01.04.2014
 
 

Malaysia Airlines Flug MH370 und der Tsunami im Indischen Ozean 2004: Welche Rolle spielt der US-Militär- und Geheimdienststützpunkt Diego Garcia?

Prof. Michel Chossudovsky

Die Boeing 777 des seit Wochen vermissten Fluges MH370 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war mit einer Notfunkbake (Emergency Position-Indicating Radio Beacon, EPIRB) ausgestattet, die Signale ausstrahlt, die eine Ortung des Flugzeugs hätten ermöglichen müssen. Wie sich später herausstellte, hatte Flug MH370 seinen ursprünglichen Kurs geändert und war in südwestlicher Richtung zum Indischen Ozean geflogen.

Der amerikanische Militär- und Geheimdienststützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean, der von Kennern als das »am besten gehütete Geheimnis der amerikanischen Marine« bezeichnet wird, verfügt über eine große Bandbreite modernster Überwachungs- und Ortungsausrüstung, die die Suche nach der malaysischen Passagiermaschine enorm erleichtert hätte.

 

Stattdessen aber zog es das amerikanische Militär vor, Stillschweigen zu bewahren, wie Matthias Chang in seinem sorgfältig dokumentierten Artikel darlegt. Darin zitiert er u.a. eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters vom 28. März 2014:

»Letztlich sind aber die USA vermutlich das einzige Land mit der technischen Ausrüstung, um das Flugzeug – oder mindestens seinen Flugschreiber, der sich mehrere Kilometer tief auf dem Meeresboden befinden könnte – aufstöbern zu können. So war es den USA etwa mit ihrem Tiefseeroboter CURV 21 und dem Deep-Towed-Sonargerät gelungen, das Wrack der Air France 447 zu finden und zu bergen, nachdem das Flugzeug 2009 in einer entlegenen Region des Südatlantiks abgestürzt war.

Darüber hinaus verfügen die USA über ein hochmodernes Spionage-Satellitensystem, das in der Lage ist, die Oberfläche der Erde, einschließlich sich bewegender Objekte, mit hoher Präzision zu beobachten. Diese Technologien sind Teil des so genannten teilweise weltraumgestützten Space Surveillance System, eines »Netzwerks von Teleskopen und Radaranlagen«, der USA. Der Stützpunkt Diego Garcia gehört zu den wenigen ausgewählten Standorten, die mit bodengestützten elektro-optischen Deep-Space-Überwachungssystemen ausgestattet sind, die die Verfolgung und Ortung von Objekten auch in Regionen am Rande der Erdatmosphäre oder darüber hinaus ermöglichen. Angesichts dieser hochmodernen Beobachtungstechnologien erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass Flug MH370 so lange Zeit unentdeckt über dem Indischen Ozean fliegen konnte.«

Eine weitere Katastrophe im Indischen Ozean: der Tsunami vom Dezember 2004


Die Haltung des amerikanischen Militärs und seine Weigerung, sich an den Suchaktionen im Zusammenhang mit Flug MH370 zu beteiligen, ruft Erinnerungen an das Vorgehen Washingtons im Zusammenhang mit dem Erdbeben und dem darauffolgenden tragischen Tsunami wach, zu dem es im Dezember 2004 im Indischen Ozean kam.

 

Beide Fälle stehen im Zusammenhang mit den hochmodernen Beobachtungs- und Ortungsfähigkeiten, die auf Diego Garcia zur Verfügung stehen. Aber in beiden Fällen reagierte das amerikanische Militär nicht.

 

Im Falle des Tsunamis im Indischen Ozean, der am 26. Dezember 2004 auf die Küsten Sri Lankas und Thailands traf, »bestätigte ein Sprecher des amerikanischen Wetterdienstes…, dass die Einrichtung auf Hawaii, die der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA) untersteht, den Stützpunkt Diego Garcia vor dem Tsunami gewarnt hatte. Er wisse aber nicht, ob die amerikanischen Soldaten auf dem Stützpunkt auch noch andere in der Region auf die Gefahr hingewiesen hätten«. (The Guardian, 6. Januar 2005)

 

Der Wetterdienst alarmierte das Militär? Diese Behauptung geht von der Vermutung aus, dass die Personen in dem Militärstützpunkt keine Ahnung davon hatten, was gerade draußen vorging und auch nichts vom Tsunami und vom tödlichen Weg wussten, den dieser nehmen würde. Das ist allerdings eine absurde Vermutung.

 

Es ist allgemein bekannt und gut dokumentiert, dass das amerikanische Militär auf Diego Garcia über fortschrittliche Systeme verfügt, die es ermöglichen, die Bewegungen der Erdbebenwelle und ebenso den genauen Weg des Tsunami sehr genau in Echtzeit zu verfolgen. Dennoch entschied man sich, keine Notfallwarnung auszugeben, die möglicherweise Hunderte von Leben in Thailand, Sri Lanka, Indien und Malaysia gerettet hätte.

 

Wer hat nun wen informiert? Die NOAA-Einrichtung auf Hawaii hat zwar formell Washington und die amerikanischen Streitkräfte auf Diego Garcia in Kenntnis gesetzt, die amerikanische Regierung war allerdings schon früher informiert, da die Daten über das Erdbeben und den Tsunami (die vom Militärstützpunkt Diego Garcia gesammelt worden waren) innerhalb weniger Minuten an eine Behörde weitergeleitet wurden, die dem amerikanischen Innenministerium untersteht: das Nationale Erdbebeninformationszentrum (NEIC) mit Sitz in Golden im US-Bundesstaat Colorado.

 

Metall-Wrackteile auf dem Meeresboden


Die Suche nach Trümmern oder Wrackteilen der malaysischen Boeing 777 und ihres Flugschreibers hat bisher keine Hinweise auf die Gründe des Unfalls ergeben. Es bleibt aber die Frage: Weiß das amerikanische Militär, wo sich das Wrack oder Wrackstücke befinden?

 

Der Stützpunkt Diego Garcia verfügt auch über modernste Technologien, die in der Lage sind, metallische Objekte auf dem Boden des Indischen Ozeans auszumachen. Warum werden diese technischen Möglichkeiten nicht eingesetzt?

 

 

 

 

 


 

 

 

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