Freitag, 28. April 2017
18.01.2012
 
 

Wenn Kriegsspiele Wirklichkeit werden: Vorbereitungen auf einen Iran-Angriff

Prof. Michel Chossudovsky

Vor dem Hintergrund anhaltender Kriegsspiele auf beiden Seiten sind bewaffnete Feindseligkeiten zwischen der von den USA und Israel angeführten Koalition und dem Iran nach Einschätzung israelischer Militärexperten »gefährlich nahegerückt«.

Es ist über die Umgruppierung von zuvor in Afghanistan und dem Irak stationierten Soldaten hinaus zu großangelegten Truppenverlegungen in Richtung Mittlerer Osten gekommen.

9.000 amerikanische Soldaten wurden nach Israel verlegt, um dort an dem, wie es in der israelischen Presse heißt, größten gemeinsamen Luftverteidigungsmanöver der israelischen Geschichte teilzunehmen. Erklärtes Ziel dieses Manövers ist es, die zahlreichen israelischen und

amerikanischen Luftverteidigungssysteme, vor allem das »Arrow«-System, [unter Einsatzbedingungen] zu testen. Dieses israelische Raketenabwehrsystem (hebräischer Name: »Chetz«) wurde mit amerikanischer Hilfe entwickelt und soll insbesondere iranische Boden-Boden-Raketen abfangen.

Ende Dezember begann der Iran mit seinem zehntägigen Marinemanöver Velayst 90 in der Straße von Hormus (24.12.2011 bis 02.01.2012) sein eigenes »Kriegsspiel«.

Raketenabwehrübungen und Marinemanöver finden gleichzeitig statt. Während Israel und die USA größere Marinemanöver im Persischen Golf vorbereiten, kündigte Teheran umfangreiche Seemanöver für Februar an.

In der Region entfaltet sich eine beeindruckende Massierung von Soldaten und modernen Waffen- und Verteidigungssystemen.

Israel ist in der Zwischenzeit praktisch zu einem amerikanischen Militäraußenposten geworden. Die amerikanischen und israelischen Kommandostrukturen werden, begleitet von engen Konsultationen zwischen dem Pentagon und dem israelischen Verteidigungsministerium, integriert. Auch nach Beendigung der Manöver soll eine erhebliche Anzahl amerikanischer Soldaten in Israel stationiert bleiben.

Letztendlich ist Israel zu einer amerikanischen Schachfigur geworden.

Das israelische Volk ist das heimliche und verschwiegene Opfer der ehrgeizigen amerikanischen Bestrebungen, die auf eine Eroberung und »Rekolonisierung« – unter amerikanischem Mandat – des anglo-persischen Erdölimperiums hinauslaufen.

 

Die historische Entwicklung und Vorgeschichte der Kriegsplanung: »Kurzfristiger Kriegsschauplatz Iran« (Theater Iran Near Term, TIRANNT)

Die historische Entwicklung und Vorgeschichte der Kriegsplanung, zu der auch Kriegsspiele und Kriegssimulationen gehören, sind für das Verständnis der jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Persischen Golf unverzichtbar. Aktive Kriegsvorbereitungen gegen den Iran (unter Einbeziehung und Mitwirkung Israels und der NATO) wurden bereits im Mai 2003 nur einen Monat nach der Invasion und Besetzung des Iraks begonnen. Man muss sich klarmachen, dass von Beginn dieser Kriegsvorbereitungen an von amerikanischen Planern auch das Szenario eines Dritten Weltkriegs ins Auge gefasst wurde.

Eine Eskalation wurde in den Simulationen und den Kriegsspielen als feste Voraussetzung verankert.

Darüber hinaus wurde der Krieg gegen den Iran als Bestandteil eines »Global Strike«-Plans [das heißt als Teil einer Militärstrategie, die ein rasches, weltweites militärisches Eingreifen auch unter Einbeziehung von Atomwaffen und »neuartigen Waffen« vorsah] gesehen und geplant, zu dem auch die zentralisierte militärische Entscheidungsfindung und Koordination durch das US Strategic Command (USSTRATCOM, das Regionalkommando, das für die gesamten Atomstreitkräfte aller Teilstreitkräfte der USA verantwortlich ist) gehören. 2003 wurden dann in einem Strategiedokument mit dem Namen »CONPLAN 8022« wesentliche Grundzüge dieser Doktrin ausgearbeitet. Der operationelle CONPLAN 8022 wird als »ein aktiver Plan« beschrieben, den Marine und Luftwaffe in konkrete »Angriffskonzepte und -planungen für ihre U-Boote und Bomber umsetzen«.

Im Mai 2003 wurde dann als Simulation ein Szenario großangelegter Luftangriffe auf den Iran mit der Bezeichnung »Theater Iran Near Term« (TIRANNT) durchgespielt. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass zahllose Simulationen und Kriegsspiele immer noch der Geheimhaltung unterliegen.

In diesem Simulationsszenario wurden einige tausend [Angriffs-]Ziele im Iran als Teil eines Blitzkriegsangriffs nach dem Prinzip »Schrecken und Ehrfurcht« (»Shock and Awe«) ausgewählt. (Die Analyse in diesem Abschnitt basiert auf meinem früheren Artikel Theater Iran Near Term, der am 21. Februar 2007 auf der Internetseite Global Research veröffentlicht wurde.)

»Bereits als die amerikanischen Streitkräfte Anfang 2003 kurz vor dem Krieg mit dem Irak standen, hatte die Armee damit begonnen, die Optionen für einen umfassenden Krieg gegen den Iran zu erarbeiten. Diese Analyse mit der Bezeichnung TIRANNT, was für ›Theater Iran Near Term‹ stand, war mit einem Scheinszenario einer Invasion durch Marineinfanteristen und einer Simulation der iranischen Raketenstreitkräfte verbunden. Die amerikanischen und britischen Planer führten etwa zur gleichen Zeit ein Kriegsspiel in der Region des Kaspischen Meers durch. Bush wies das Strategische Kommando der USA (USSTRATCOM) an, einen ›Global Strike‹-Kriegsplan für einen Angriff gegen die iranischen Massenvernichtungswaffen auszuarbeiten. All dies wird dann letztlich in einen neuen Kriegsplan für größere Kampfhandlungen‹ gegen den Iran einfließen, der nach Angaben  von dem Militär nahestehenden Quellen bereits in Entwurfsform vorliegt.

… Die Planungsstäbe der Armee und des US-Zentralkommandos haben im Rahmen von TIRANNT sowohl kurzfristige als auch auf Jahresfrist bezogene Kriegsszenarien gegen den Iran entwickelt, die alle Bereiche größerer Kampfhandlungen von der Mobilisierung und dem Einsatz der Streitkräfte bis zu stabilisierenden Maßnahmen in der Nachkriegszeit nach einem Regimewechsel einbezogen.« (William Arkin, »The Pentagon Preps for Iran«, in: Washington Post, 16. April 2006, Hervorhebungen vom Autor)

Die TIRANNT-Simulationen unterscheiden sich aber in zwei wichtigen Aspekten von früheren (das heißt, vor 2003 konzipierten) Kriegsszenarien: 1. Sie erfolgten parallel zum Irakkrieg, und 2. entspricht die Blitzkriegsvoraussetzung, die TIRANNT zugrunde liegt, denjenigen Vorgaben, die für die intensiven Luftangriffe gegen den Irak vom März 2003 verantwortlich waren.

Die Luftangriffsszenarien im Rahmen von TIRANNT beschränken sich demnach nicht auf so genannte »chirurgische Schläge« gegen die iranischen Nukleareinrichtungen. Sie schließen ebenso ein »Invasionsszenario«, den Einsatz von Marineinfanteristen sowie die »Mobilisierung und den Einsatz von Streitkräften zu stabilisierenden Maßnahmen in der Nachkriegszeit nach einem Regimewechsel« ein.

Die Bewertung dieser Kriegsspiele ist für die Beurteilung der jüngsten Entwicklungen am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung, weil sie darauf verweist, dass es im Falle eines Angriffs auf den Iran praktisch unvermeidlich zu umfassenden und langanhaltenden Luftangriffen und einem Bodenkrieg kommen würde.

Wie Arkin bestätigte, begann die aktive Phase der militärischen Planungen in Bezug auf den Iran im März 2003, als »die Theoretiker und Geheimdienstspezialisten die Daten zusammentrugen, wie sie für eine großangelegte Szenarioanalyse  (die sich auf die Größenordnung eines Kriegsschauplatzes bezog) für den Iran erforderlich ist.« (siehe dazu: Arkin, a.a.O.) Im Oktober 2003 waren unterschiedliche Kriegsszenarien für einen Krieg gegen den Iran ausgearbeitet worden:

»Die amerikanische Armee, die Marine, die Luftwaffe und die Marineinfanteristen verfügten alle über ausgearbeitete Pläne für Kampfeinsätze und verbrachten vier Jahre mit dem Bau von Stützpunkten und Übungen für die ›Operation iranische Freiheit‹. Der neue USSTRATCOM-Chef Admiral Fallon hatte computergestützte Planungen unter dem Namen TIRANNT (Theatre Iran Near Term) übernommen.« (New Statesman, 19. Februar 2007)

In diesem Zusammenhang ist interessant, dass zeitgleich zur Umsetzung von TIRANNT 2004 die Lieferung von Rüstungsgütern und Waffensystemen an Israel aufgestockt wurde.

 

Militärbündnisse und die Simulation des Dritten Weltkriegs

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs wurde seit der Zeit des Kalten Kriegs in zahllosen Simulationen und Planspielen kriegerischer Auseinandersetzungen durchgespielt. Wir verfügen über keine detaillierten Kenntnisse der geopolitischen Grundannahmen – wie eine Analyse der wichtigsten Kriegsteilnehmer, der Bündnisse und so weiter –, die den TIRANNT-Szenarien zugrunde liegen. Aber aus den verfügbaren Informationen lässt sich ablesen, dass die Simulationen auf einen offenen Krieg (Luftangriffe und Bodenoperationen) gegen den Iran hinausliefen, ohne allerdings mögliche Reaktionen der Verbündeten des Irans, vor allem Russlands und Chinas, zu berücksichtigen.

Im Jahr 2006 startete das Pentagon eine weitere Reihe von Simulationen mit der Bezeichnung Vigilant Shield 07, die von September bis Dezember 2006 durchgeführt wurden. Diese Simulationen beschränkten sich nicht auf einen einzelnen Kriegsschauplatz im Mittleren Osten wie im Falle von TIRANNT (Iran), sondern schlossen auch Russland, China und Nordkorea ein.

Das Vigilant Shield 07 zugrundeliegende Kernkonzept lautet »Global Strike« (»Weltweiter Schlag«). Vor dem Hintergrund der jüngsten Kriegsvorbereitungen gegen den Iran sollten die für den Ausbruch des Konflikts verantwortlichen Faktoren und Entwicklungen in den Kriegssimulationen von Vigilant Shield 07 sehr genau untersucht werden. Denn sie spiegeln die amerikanische Außenpolitik und Militärdoktrin der Regierungen Bush und Obama wider. Im Rahmen von Vigilant Shield 07 gehören Irmingham [Iran], Nemazee [Nordkorea], Ruebek [Russland] und Churya [China] zu den erklärten Feinden Amerikas.

Bei Vigilant Shield 07 handelt es sich um ein Szenario eines Dritten Weltkriegs, in dem Nordkorea eine aktive und aggressive Rolle spielt.

Die Modelle und Simulationen gehen von der Annahme aus, dass der Iran eine nukleare Bedrohung darstellt und dass Russland und Nordkorea – die mit dem Iran verbündet sind – Amerika angreifen wollen. Die USA und ihre Verbündeten reagieren darauf mit einem präemptiven (Verteidigungs-) Krieg. China ist in den Simulationen zwar als Bedrohung und Feind Amerikas beteiligt, ist aber bei den Angriffen auf Amerika nicht direkt beteiligt.

Die Kriegssimulationen beginnen zeitgleich mit einem gemeinsamen Luftverteidigungsmanöver des Irans und Russlands, auf das ein Kernwaffentest Nordkoreas folgt. Auch ein Terroranschlag in den USA ist in Vigilant Shield 07 aufgrund der Annahme aufgeführt, dass die »Schurkenstaaten« der »Achse des Bösen« »nichtstaatliche« Terrororganisationen unterstützen. Darüber hinaus versucht man, Russland und den Iran auf der diplomatischen Ebene und über Medienkampagnen zu diskreditieren.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Durchspielen derartiger Kriegsszenarien, in denen Amerika angegriffen wird, auch als internes Propagandainstrument gegenüber den höheren Rängen des Militärs, der Geheimdienste und beteiligter Regierungsbehörden gedacht ist, um in diesen Kreisen eine unerschütterliche Zustimmung zur Doktrin präemptiver Kriege dahingehend zu erreichen, dass die Bedrohung der »amerikanischen Heimat« real und daher präemptive Kriegsführung, auch unter Einsatz von Atomwaffen, als Instrument der Friedenserhaltung gegen »Schurkenstaaten« gerechtfertigt sei. Zudem trage diese Art der Friedenspolitik mittels präemptiver Kriegsführung zur Erhöhung und Bewahrung der weltweiten Sicherheit bei.

 

Irmingham [Iran], Nemazee [Nordkorea], Ruebek [Russland] und Churya [China]

Einzelheiten und Ablaufplanung (Hervorhebungen vom Autor):

» Der Weg in den Konflikt (RTC): 11. September bis 15. Oktober 2006

  • Erste Anzeichen und Warnung zu Anreicherungsprogrammen Irminghams
  • Erste Anzeichen für eine Beteiligung Ruebeks und Irminghams
  • Anzeichen und Warnungen zu Ruebek, Einsatz von U-Booten der amerikanischen Pazifikflotte [PACFLT]
  • Erste Anzeichen und Warnung zu Interkontinentalraketen Nemazees
  • Erste Anzeichen und Warnung zu MHLD  [vermutlich militärische Heimatverteidigung]
  • Strategische Operationen im Rahmen Informationstechnischer Kriegsführung [IO, Internetkriegsführung] gegenüber Ruebek und Churya
  • Ruebek und Irmingham veranstalten ein gemeinsames Luftverteidigungsmanöver.

Phase Eins / Einsatz: 4. bis 8. Dezember

  • Aktivitäten der Schurkenstaat-LRA (»Long Range Aviation«, LRA, bezieht sich auf die Einheiten der russischen Luftwaffe, die ähnlich wie das amerikanische Strategic Air Command für Angriffe mit Nuklearwaffen auf sehr entfernte Ziele verantwortlich sind) im Zusammenhang mit dem Abschuss konventioneller luftgestützter Marschflugkörper
  • Anhaltende Beobachtung und Überwachung der strategischen Lage
  • Anhaltende Beobachtung und Überwachung der Lage in Nemazee
  • Mögliche Atomwaffentests
  • Wahrscheinliche Vorbereitung von Interkontinentalraketen [auf den Abschuss]
  • Anhaltende Beobachtung und Überwachung der MHLD
  • Fünf VOIs (Unter »Vessel of Interest«, VOI, versteht man Schiffe, die besondere Aufmerksamkeit verdienen, weil man zum Beispiel vermutet, dass sie Gefahrenstoffe transportieren oder an kriminellen oder anderen gefährlichen Aktivitäten beteiligt sind.)
  • VOIs mit chinesischer Flagge in einem holländischen Hafen verstärken Bedrohung für Raketenabwehrsystem in Fort Greely [Startplatz für Raketenabwehrsysteme in Alaska]
  • Anhaltende Beobachtung und Überwachung der Informations [-technischen] Operationen (IO)
  • Nemazee startet am 8. Dezember eine Trägerrakete (SLV).

Phase Zwei (noch 42 Tage bis zum Beginn):

  • Nemazee verlagert weitere Interkontinentalraketen an die Abschusseinrichtungen.
  • Flugzeuge führen von RMOBs (den wichtigsten russischen Operationsbasen)  aus Langstrecken-Navigationsflüge durch.
  • Auf den RMOBs sind Aktivitäten im Zusammenhang mit nuklear bestückten Marschflugkörpern vom Typ AS-15 zu beobachten.

Noch 41 Tage:

  • Nemazee trifft an Startplatz 2 weitere Startvorbereitungen für Interkontinentalraketen.

Noch 40 Tage:

  • Aktivitäten in den Atomtest-Einrichtungen in Nemazee

Noch 35 Tage:

  • Außenministerium spricht Reisewarnungen aus.

Noch 30 Tage:

  • Ruebek: LRA beordert Flugzeuge nach Anadyr und Workuta.

Phase Zwei (noch 30 Tage):

  • Vorgehen Ruebeks wird international zunehmend verurteilt.
  • Ruebek setzt Unterseeboote ein.

Noch 20 Tage:

  • Nemazee beruft Reservisten ein.

Noch 14 Tage:

  • DOS verringert Ablaufplanung.

Noch 13 Tage:

  • Ruebek schließt Botschaft in Washington.

Noch elf Tage:

  • Nemazee betankt weitere Interkontinentalraketen.
  • Der ruebekische Präsident warnt in einer Erklärung vor einem möglichen Angriff der USA.

Phase Zwei (nochzehn Tage):

  • Der amerikanische Präsident spricht vor dem Kongress über die War Power Resolution.

Noch sechs Tage:

  • Ruebeks Präsident bezeichnet die Situation als »sehr ernst«.

Noch fünf Tage:

  • Aktivitäten im Zusammenhang mit konventionell bestückten Marschflugkörpern (CALCM) in Anadyr, Workuta und Tiksi
  • Ruebek: SS-25-Raketen (mobile nuklear bestückte Interkontinentalraketen) werden außerhalb ihrer Garnisonen eingesetzt.
  • Nemazee bereitet weitere Interkontinentalraketen auf wahrscheinlichen Abschuss vor.

Noch vier Tage:

  • Flugzeuge aus Ruebek dringen in die äußere Luftverteidigungs-Identifizierungszone (ADIZ) ein.
  • Im Verlauf dieses Eindringens kommt es in der Luft zu einem Zusammenstoß mit NORAD-Kampfflugzeugen.

Phase Zwei (noch vier Tage):

  • Ausrichtung und Höhe der Flugbahn der startbereiten Interkontinentalraketen Nemazees bedrohen die USA.

Noch drei Tage:

  • Bemühungen der NATO zur Beilegung der Krise scheitern.
  • Amerikanischer Botschafter in Ruebek wird zu Konsultationen zurückbeordert.
  • Amerikanischer Präsident hält Rede an die Nation.

Noch zwei Tage:

  • Führungskader Nemazees suchen neue [sichere] Quartiere auf.

Noch einen Tag:

  • Ruebek verweist die amerikanischen Diplomaten des Landes.

Phase Zwei / Ausführung: 10. bis 14. Dezember

  • Anzeichen und Warnungen vor Angriffen
  • Bevorstehender Terroranschlag auf das Pentagon lässt Inkrafttreten der Notfallpläne zur Aufrechterhaltung der Arbeit des Pentagon (COOP) ratsam erscheinen.
  • Nemazee greift USA mit zwei Interkontinentalraketen an.
  • Ruebek führt begrenzten strategischen Angriff auf die USA durch.
  • Erste Welle: acht Tupolew-95 (NATO-Kodename: Bear), Störung der Verteidigungsmaßnahmen mit konventionell bestückten Marschflugkörpern
  • Zweite Welle: begrenzte Angriffe mit Interkontinental- und U-Boot-gestützten ballistischen Raketen

Start zweier Interkontinentalraketen (ein Einschlag im Operationszentrum im Cheyenne Mountain;  eine Fehlfunktion)

Zwei U-Boot-gestützte ballistische Raketen werden in Küstennähe gestartet (ein Einschlag in der geheimen unterirdischen Militäreinrichtung im Bunker Raven Rock an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Maryland und Pennsylvania; eine Fehlfunktion)

Drei Tupolew-95 von verstreuten Basen setzen luftgestützte Marschflugkörper gegen den Luftwaffenstützpunkt Eielson und gegen Einrichtungen der kanadischen NORAD in Cold Lake (Alberta) ein.

  • USA führen begrenzte Vergeltungsschläge gegen Ruebek durch.

Phase Zwei / Durchführung:

  • Ruebek bereitet weiteren Angriff auf die USA vor.
  • Dritte Welle: Vorbereitungen für zusätzliche strategische Angriffe

Neuausrichtung einer Interkontinentalrakete, kein Abschuss

Abschussvorbereitung  dreier U-Boot-gestützter Marschflugkörper in Küstennähe, kein Abschuss

Sechs Tupolew-95, Start und Rückkehr zum Stützpunkt, sechs luftgestützte Marschflugkörper, kein Abschuss«

[Quelle: Northern Command und William Arkin]

 

Gleichgültigkeit der westlichen Öffentlichkeit

Die Gleichgültigkeit der westlichen Öffentlichkeit, einschließlich von Teilen der amerikanischen Friedensbewegung, ist erschreckend und beunruhigend. Bisher wurden auf politischer Ebene noch keine Bedenken angesichts der zu erwartenden Folgen eines Angriffs seitens der USA, der NATO und Israels, möglicherweise unter Einsatz amerikanischer und/oder  israelischer Atomwaffen, auf ein Land, das selbst nicht über Kernwaffen verfügt, erhoben.

Zudem soll die Öffentlichkeit glauben gemacht werden, dass der Krieg auf »chirurgische Schläge« gegen die iranischen Nukleareinrichtungen beschränkt bleibe, und dass sich weder Russland noch China einmischen würden.

Der Krieg gegen den Iran und die damit verbundenen Gefahren einer Eskalation sind auf den Titelseiten der Nachrichtenmedien kein Thema. Die etablierten Medien vermeiden tiefergehende Analysen und Diskussionen über die Folgen derartiger Kriegspläne.

Das Fehlen einer öffentlichen Wahrnehmung dieser Gefahren, die Gleichgültigkeit der Friedensbewegung und die Schwäche organisierter gesellschaftlicher Bewegungen erhöhen unvermeidlich die Gefahr, dass dieser Krieg tatsächlich Realität wird und es zu dem Undenkbaren kommt: einem nuklearen Holocaust in weiten Teilen des Nahen und Mittleren Ostens sowie Zentralasiens mit Millionen ziviler Opfer.

Man sollte noch darauf hinweisen, dass es auch ohne den Einsatz von Kernwaffen zu einem nuklearen Albtraum kommen könnte. Die Bombardierung der kerntechnischen Anlagen und Einrichtungen des Irans mit konventionellen Waffen könnte zu einer katastrophalen nuklearen Verseuchung vom Ausmaß Tschernobyls und Fukushimas führen.

 

 


 

 

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