Saturday, 1. October 2016
27.01.2014
 
 

Bewegen wir uns in Richtung eines größeren Krieges? Weltweite Militarisierung und die Weltwirtschaft: »Die Lage ist wie 1914 … kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs«

Redaktion

Der bekannte Ökonom Nouriel Roubini twitterte vom Jahrestreffen der Reichen und Mächtigen im Rahmen des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos:

»Viele Redner vergleichen 2014 mit 1914, als der Erste Weltkrieg ausbrach und niemand damit gerechnet hatte. Ein Schwarzer Schwan in Form eines Krieges zwischen China und Japan?«

Und:

»Der japanische Ministerpräsident Shinzō Abe und ein einflussreicher chinesischer Analyst schließen eine militärische Konfrontation zwischen China und Japan nicht aus. Erinnerungen an 1914?«

Auch zahlreiche andere Ökonomen sagen einen Krieg voraus. So schrieb der Hedgefondsmanager Kyle Bass:

»Schulden in Billionen-Dollar-Höhe müssen umgeschuldet werden, und Millionen vernünftiger Sparer werden genau zur falschen Zeit in ihrem Leben einen erheblichen Prozentsatz ihrer realen Kaufkraft einbüßen. Die Welt wird nicht untergehen, aber das soziale Gefüge der verschwenderischen Länder wird erheblich belastet werden und in einigen von ihnen zusammenbrechen. Wie ein Blick auf die Wirtschaftsgeschichte zeigt, war Krieg traurigerweise allzu oft Ausdruck einer simplen wirtschaftlichen Entropie mitsamt ihren logischen Konsequenzen. Wir gehen davon aus, dass Krieg eine unvermeidliche Folge der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Lage ist.«

Und der renommierte Gold- und Edelmetallexperte Larry Edelson schrieb in einer E-Mail mit der Überschrift »Was sagen die ›Kriegszyklen‹ uns für das Jahr 2013?« an seine Abonnenten:

»Seit den 1980er Jahren setze ich mich mit den so genannten ›Kriegszyklen‹ auseinander – jenen natürlichen Rhythmen, die Gesellschaften für einen Niedergang ins Chaos, in Hass, Bürger- und sogar internationale Kriege anfällig machen.

Ich bin sicher nicht der erste, der sich mit diesen sehr ausgeprägten Mustern in der Geschichte befasst. Das haben schon viele vor mir getan. Unter ihnen sticht Raymond Wheeler hervor, der die bisher maßgeblichste Chronik der Kriege veröffentlicht hat, die einen Zeitraum von 2600 Jahren abdeckt.

Aber nur wenige Menschen sind bereit, diese Probleme jetzt auch nur zu diskutieren. Auf der Grundlage meiner Erkenntnisse könnten die Auswirkungen für 2013 absolut dramatisch sein.«

Der frühere Goldman-Sachs-Chartanalyst und Gründer des Charles Nenner Research Center, der einige zutreffende Prognosen zu Marktvorgängen erstellte und zahlreiche größere Hedgefonds, Banken, Brokerfirmen und vermögende Privatpersonen zu seinen Kunden zählt, erklärte, Ende 2012/Anfang 2013 werde es möglicherweise zu einem »größeren Krieg kommen«, der den Dow-Jones-Index auf 5000 Punkte stürzen lassen würde.

Und der erfahrene Anlageberater James Dines sagte einen so epochalen Krieg wie die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts voraus, der im Nahmittelosten beginnen werde. Und der milliardenschwere Investor Jim Rogers meinte:

»Weitere Rettungspakete in Europa könnten letztlich einen neuen Weltkrieg auslösen, erklärte der internationale Investor Jim Rogers…

›Nimmt man die Verschuldung hinzu, verdüstert sich die Lage noch weiter, und [das ganze System] bricht irgendwann zusammen. Dann beginnt die Suche nach Sündenböcken. Politiker machen Ausländer dafür verantwortlich, und schon steckt man in einem weiteren Weltkrieg.‹«

Marc Faber wiederum erklärte, die amerikanische Regierung werde als Folge der Wirtschaftskrise weitere Kriege beginnen:

»Als nächstes wird die US- Regierung irgendwo einen neuen Krieg beginnen, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von der schlechten wirtschaftlichen Lage abzulenken…

Wenn sich die Weltwirtschaft nicht erholt, beginnen die Menschen in der Regel einen Krieg.«

Wir befinden uns inmitten eines weltweiten Währungskrieges – d.h. alle Länder wetteifern darin, ihre Währungen am stärksten abzuwerten, um ihre Exporte auf diese Weise anzukurbeln. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff sagte 2010: »Als es das letzte Mal zu einem Währungskrieg kam …, mündete dies in den Zweiten Weltkrieg.«

 

Jim Rickards, Verfasser des New-York–Times-Bestsellers Währungskriege stimmt dem zu:

»Historisch betrachtet führen Währungskriege zu Handelskriegen, und die wiederum münden oft in wirkliche Kriege. 2009 nahm Rickards im Pentagon an der ersten Kriegssimulation eines ›Finanzkrieges‹ teil. Rickards erklärte, er sei zwar überzeugt, die USA könnten jedes andere Land auf dem Schlachtfeld besiegen, aber Amerika könnte in eine ›asymmetrische Kriegführung‹ hineingezogen werden, sollten die Inflation und die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund von Währungskriegen steigen.«

Ähnlich denkt auch Jim Rogers: »Handelskriege führen immer zu Kriegen.«

 

Martin Armstrong schrieb im August:

»Unser größtes Problem besteht darin, dass die Bürokratie einen Krieg will. Damit soll die allgemeine Aufmerksamkeit von der NSA abgelenkt und andererseits deren Vorgehen gerechtfertigt werden. Sie brauchen zudem eine Ablenkung vom wirtschaftlichen Niedergang, der kommen wird.«

Im Dezember hatte er erklärt, bei den Kriegsplänen gegen Syrien gehe es in Wirklichkeit um die Verschuldung und die Ausgabenpolitik:

»Die Katastrophe in Syrien hat offenbar dazu geführt, dass die Leute am Capitol Hill Schlange stehen. Es heißt, dass die Anrufer sich mit überwältigender Mehrheit gegen jedes Eingreifen aussprechen. Die Politiker ignorieren die Bevölkerung völlig. Dies deutet darauf hin, dass es tatsächlich eine geheime Agenda gibt und Ziele angestrebt werden, die nicht öffentlich diskutiert werden. Dazu gehört aller Wahrscheinlichkeit nach die Schuldenproblematik, und ein Krieg ist notwendig, um den Druck zu Ausgabenkürzungen zu verringern

Angesichts der Tatsache, dass zahlreiche einflussreiche Ökonomen fälschlicherweise der Überzeugung waren, Kriege seien gut für die Wirtschaft …, haben sich viele offen oder verdeckt für Krieg stark gemacht.

 

Darüber hinaus sagen Historiker, die Gefahr eines Weltkrieges nehme zu, weil die USA sich durch ein mächtiger werdendes China bedroht fühlten … und die amerikanische Regierung wirtschaftliche Konkurrenz als Grund für einen Krieg ansehe.

 

Zudem erklärte der frühere amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan unverhohlen, beim Irakkrieg sei es in Wirklichkeit um Erdöl gegangen, und der frühere amerikanische Finanzminister Paul O’Neill meinte, Bush habe den Irakkrieg lange vor den Anschlägen vom 11. September 2001 geplant. Und wenn es bei diesem Krieg um Erdöl ging, könnte auch noch in andere Länder einmarschiert werden.

 

Die amerikanische Politik, zu versuchen, Chinas wachsenden wirtschaftlichen Einfluss mit militärischen Mitteln einzudämmen – und gleichzeitig wirtschaftliche Konkurrenz als Kriegsgrund zu betrachten –, lässt eine extrem explosive Lage entstehen. Der milliardenschwere Investor Hugo Salinas Price sagte:

»Was das Schicksal Gaddafis angeht, glauben viele, der wirkliche Grund für seinen Sturz sei sein Plan gewesen, eine gesamtafrikanische Handelswährung einzuführen. Und deshalb erlitt er das gleiche Schicksal wie Saddam, denn die USA wollen um jeden Preis verhindern, dass eine solide Währung als Konkurrenz zum Dollar aufgebaut wird. Es ist bekannt, dass Gaddafi über einen Gold-Dinar nachdachte.«

Und der hochrangige CNBC-Redakteur John Carney bemerkte:

»Hat hier in Libyen zum ersten Mal eine revolutionäre Gruppe noch mitten während der Kämpfe gegen den fest im Sattel sitzenden Machthaber eine Zentralbank gegründet? Dies macht deutlich, wie außerordentlich einflussreich Zentralbanker offenbar in unserer Zeit geworden sind«.

Und Robert Wenzel vom Economic Policy Journal ist der Ansicht, die Initiative zur Gründung einer Zentralbank zeige den starken Einfluss, den ausländische Mächte auf die Rebellen hätten. ›Damit wird klar, dass wir es hier nicht nur mit einem bunt zusammengewürfelten Rebellenhaufen zu tun haben. Offenbar gibt es dort eine ganz schön gewiefte Einflussnahme von außen.

 

Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass jemals zuvor eine Zentralbank nur wenige Wochen nach Beginn eines Aufstandes von den Aufständischen gegründet worden wäre‹, schreibt Wenzel.«

 

Einige vertreten sogar die Auffassung, diese jüngsten Kriege seien in Wirklichkeit nur geführt worden, um alle diese Länder dem Einflussbereich westlicher Zentralbanken zu unterstellen.

 

 

 

 


 

 

 

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