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Bei CNBC heißt es: »Aus Sorge, die Federal Reserve könne aufgrund ihres immensen Anleihebestandes Verluste erleiden, sah sich die Bank genötigt, eine wenig bemerkte, aber wirkungsvolle Änderung der Bilanzierungspraxis zu beschließen: dadurch wird eine Insolvenz weniger wahrscheinlich.
Diese bedeutsame Veränderung wurde in aller Stille in dem Wochenbilanzbericht der Bank untergebracht und mit derart vielen finanztechnischen Fachbegriffen umschrieben, dass selbst Finanzmedien darüber nicht berichteten, als die Veränderung am 6. Januar angekündigt wurde.
Aber dann erregten die neuen Regeln langsam die Aufmerksamkeit der Marktanalysten. Viele
zeigten sich überrascht, dass die Fed ihre eigenen Richtlinien ändern könne, und waren erleichtert, dass die zwar unwahrscheinliche, aber reale Gefahr, die mächtigste Zentralbank der Welt könnte gezwungen sein, das amerikanische Finanzministerium oder ihre [Fed-]Mitgliedsbanken um Geld zu bitten, fürs Erste einmal abgewendet sei.«
Das bedeutet also, dass die amerikanische Zentralbank ihren eigenen Bankrott nur noch durch einen billigen Buchhaltungstrick vermeiden kann, in dem sie die Schulden aus der Bilanz herausnimmt und als Verpflichtung gegenüber dem Finanzministerium ausweist.
Weiter heißt es bei CNBC:
»Raymond Stone, geschäftsführender Direktor von Stone & McCarthy in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey: ›Eine Veränderung der Bilanzierungsmethode bei der Zentralbank erlaubt der Fed, Verluste zu erleiden, ohne dass das Grundkapital angegriffen werden müsste.‹
Die vollzogenen Veränderungen erlauben der Fed im Wesentlichen, Verluste bei den verschiedenen regionalen Banken des Fed-Systems als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzministerium anstatt als Verringerung des Grundkapitals auszuweisen …
›Alle künftigen Verluste der Fed tauchen nun als negative Zahlungsverbindlichkeit und nicht als Kapitalverringerung auf. Eine negative Kapitalsituation kann daher rein technisch nicht mehr auftreten‹, erklärte Brian Smedley, ein Finanzexperte der Bank of America-Meryll Lynch und früheres Stabsmitglied der New Yorker Federal Reserve.
›Der Zeitpunkt ist sicher nicht zufällig gewählt. Immerhin haben sich Politiker und Marktteilnehmer seit der Ankündigung (einer zweiten Aufkaufaktion von Wertpapieren) gleichermaßen über die Gefahr besorgt gezeigt, die Fed könnte in einer Situation deutlich steigender Zinsen ,insolvent’ werden‹, schrieben Smedley und seine Kollegin Priya Misa in einer Forschungsnotiz.«
Ergebnis: Es war allen klar, dass die Fed irgendeine krumme Tour machen muss, um mit all den Ramschwertpapieren klarzukommen, die sie gekauft hatte. Hier ist er nun, dieser Trick. Jeder Unternehmer, der seine Bilanz auf eine solche Art und Weise frisieren würde, würde wegen Insolvenzverschleppung im Knast landen. Man kann nur hoffen, dass es Ron Paul gelingen wird, diesem Treiben der Federal Reserve ein Ende zu setzen. Ron Paul gilt als härtester Kritiker der Federal Reserve im US-Kongress. Im Dezember hatte er die Leitung des Kongressunterausschusses zur Beaufsichtigung der Federal Reserve übernommen.
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