Monday, 29. August 2016
25.12.2013
 
 

China plant 110 000‑Tonnen-»Super-Flugzeugträger«, um es mit der amerikanischen Seemacht aufnehmen zu können

Redaktion

Nachdem Washington damit begonnen hat, seine militärische Präsenz allerorten in Asien auszuweiten und zu verstärken, kündigte China nun an, einen atomgetriebenen Flugzeugträger zu bauen, der es mit den stärksten Schiffen der amerikanischen Kriegsmarine aufnehmen soll. Auf der chinesischen Internetseite qianzhan.com hieß es unter Berufung auf führende Vertreter der chinesischen Volksbefreiungsarmee, Chinas erster völlig im Land selbst gebauter Flugzeugträger solle 2020 seinen Dienst aufnehmen. »China wird dann in der Lage sein, es mit den fortschrittlichsten trägergestützten amerikanischen Kampfflugzeugen auf hoher See aufnehmen zu können«, heißt es in dem in chinesischer Sprache veröffentlichten Artikel.

Diese Ankündigung erfolgt inmitten wachsender Spannungen in der Region, die durch die jüngste Entscheidung der USA hervorgerufen wurden, ihre militärische Präsenz in dem und um das Südchinesische Meer herum zu verstärken. Im September traf das erste amerikanische

Kriegsschiff für küstennahe Gefechtsführung (Littoral Combat Ship, LCS), die USS Freedom, für einen achtmonatigen Einsatz in Südostasien in Singapur ein.

 

Auch Japan heizte in dieser Woche mit seiner Ankündigung, in den kommenden fünf Jahren die Rüstungsausgaben deutlich zu erhöhen, verbal die Situation weiter auf. Nach den Planungen, die am Dienstag beschlossen wurden, will Japan neue Rüstungsgüter, darunter die ersten Überwachungsdrohnen, amerikanische F-35-Tarnkappen-Kampfflugzeuge und das Aegis-Kampfsystem, erwerben, was bereits eine heftige Entgegnung aus China auslöste. China lehne die japanische Aufrüstung strikt ab, erklärte der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Geng Yansheng, in einer Stellungnahme auf der Internetseite des Ministeriums. Japan bemühe sich auf der einen Seite, die Sicherheit und den Wohlstand der Weltgemeinschaft zu sichern, bewege sich aber gleichzeitig andererseits in den Bahnen der Mentalität des Kalten Krieges und verstärke sein Militärbündnis mit einschlägigen Ländern, schrieb er weiter.

 

Bisher kam es in der Region zu eher harmlosem beiderseitigem Säbelrasseln, aber es ereigneten sich auch schon einige Beinahe-Zusammenstöße. So wäre der amerikanische Lenkraketenkreuzer USS Cowpens am 5. Dezember beinahe mit dem ersten chinesischen Flugzeugträger, der Liaoning, einem generalüberholten und modernisierten Flugzeugträger sowjetischer Bauart, der 1998 von der Ukraine gekauft worden war, zusammengestoßen.

 

Chinesische und amerikanische Diplomaten spielten das Vorkommnis zwar herunter, aber ein Experte erklärte gegenüber der Zeitung Christian Science Monitor, dieser Zwischenfall sei als chinesische Warnung zu verstehen. »Die Chinesen wollen damit klarstellen, dass die Amerikaner, wenn sie denn unbedingt in diesen Gewässern operieren wollen, sich besser darauf einstellen sollten, dass dabei durchaus mit erheblichen Spannungen zu rechnen sei. Wenn die USA keine Spannungen wollen, gibt es einen einfachen Ausweg: Verschwindet!«, sagte Dean Cheng, ein Senior Research Fellow für chinesische politische und Sicherheits-Angelegenheiten der Heritage Foundation.


Bei Chinas erstem im Land gebauten Flugzeugträger soll es sich um eine vergrößerte Version der Liaoning handeln. Die Pläne beruhen auf Entwürfen eines atombetriebenen 80 000-Tonnen-Schiffs aus der Sowjetzeit, das 60 Flugzeuge aufnehmen kann.

 

In den letzten Jahren sind China einige sehr bemerkenswerte technologische Durchbrüche gelungen. Im Januar 2011 führte China den ersten Testflug eines neuen Tarnkappen-Kampfflugzeugs, des J-20, durch. Am selben Tag hielt sich zufälligerweise der damalige amerikanische Verteidigungsminister Robert M. Gates zu Gesprächen in Peking auf. Auch in Bereichen, die nicht rein militärischer Natur sind, stellt China bemerkenswerte technische Fähigkeiten unter Beweis. Im Dezember bspw. landete China ein unbemanntes Raumschiff auf dem Mond und ist damit neben den USA und der Sowjetunion das dritte Land weltweit, dem dies gelang.

 

 

 


 

 

 

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