Monday, 22. September 2014
09.09.2013
 
 

Christliches Dorf in Syrien gerät ins Kreuzfeuer, als Regierungstruppen den Druck auf die An-Nusra-Front verstärken

Redaktion

In der vorwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Maalula, die bereits zuvor von mit al-Qaida verbundenen Rebellen teilweise zerstört wurde, halten die heftigen Kämpfe zwischen den Rebellen und Regierungstruppen weiter an.

»In den Stadtvierteln im Westen kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Volkskomitees (regierungstreuen Milizen) und den Rebellen«, erklärte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman, gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. »Darüber hinaus kommt es auch im Bereich eines Ortseingangs von

Maalula zu Kämpfen zwischen Regierungssoldaten, die von den Milizen unterstützt werden, und Rebellenkämpfern.«

 

Das staatliche Fernsehen zitierte eine Quelle aus dem Militär, die berichtete, einige Rebellen seien getötet und ihre Waffen zerstört worden, als die Armee ein Hotel und Stellungen in der Umgebung in den Außenbereichen von Maalula, nördlich von Damaskus, angegriffen habe, wo sich eine Gruppe von Rebellen verschanzt hatte.

 

Maalula ist ein Bergdorf mit etwa 2000 Einwohnern und befindet sich etwa 60 Kilometer nordöstlich von Damaskus. Hier finden sich einige der ältesten orthodoxen christlichen Reliquien, und es ist ein wichtiger Wallfahrtsort. Es ist zugleich einer der wenigen Plätze weltweit, an denen Aramäisch, die Sprache, in der Jesus gesprochen haben soll, gesprochen wird.

 

Ein RussiaToday-Nachrichtenteam versuchte, nach Maalula durchzukommen, durfte aber aus Sicherheitsgründen den Ort nicht betreten. »Die Rebellen-Kämpfer halten sich im Hotel Safir versteckt (sic). Und sie benutzen auch antike unterirdische Höhlen. Sie beobachten uns, und wir beobachten sie, aber sobald wir uns bewegen, greifen sie uns an – vermutlich aber nicht vor Sonnenuntergang«, erklärte ein syrischer Armeesoldat der RussiaToday-Korrespondentin Maria Finoshina.

 

Aus Kreisen der oppositionellen Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte hieß es, Angehörige der Freien Syrischen Armee hätten sich Anfang der Woche aus Maalula zurückgezogen, nachdem sie einen dortigen Armeeposten zerstört hätten. Ebenfalls Anfang der Woche machten Berichte die Runde, Kämpfer seien gewaltsam in das Dorf eingedrungen und hätten christliche Kirchen mit Granaten beschossen, hieß es auf der Internetseite Surja al-Ain. In der Kirche des Heiligen Propheten Elija brach ein Feuer aus, das in Teilen des Gebäudes Schäden anrichtete. Die Nationale Koalition erklärte, sie hätte sich nur wenige Stunden in der Region aufgehalten und »weder Kirchen noch andere Glaubenseinrichtungen angegriffen«.

 

Rami Abdul Rahman sagte, Regierungstruppen hätten außerhalb des Dorfes Stellung bezogen. Auch am Freitag sei es im Dorf, das auf der Vorschlagsliste der UNESCO steht und zum Weltkulturerbe erklärt werden soll, wieder zu Zusammenstößen gekommen. »Die syrische Armee will Maalula von den Rebellen der Schabhat an-Nusra (›Unterstützungsfront für das syrische Volk‹) säubern. Gerüchten zufolge haben die Rebellen das Dorf bereits verlassen, aber die Armee behauptet, sie hielten sich dort immer noch auf. Aber selbst wenn sie Maalula verlassen haben, können sie sich immer noch in der unmittelbaren Nähe versteckt halten und zurückkehren«, berichtete die RussiaToday-Korrespondentin.

 

Bereits am Donnerstag flog die syrische Luftwaffe drei Angriffe gegen den Kontrollpunkt, der von den Rebellen gehalten wird. Bis zum Mittwoch war das Bergdorf von den Wirren des Bürgerkrieges, der nach UN-Angaben bisher mehr als 100 000 Menschen das Leben kostete, relativ unversehrt geblieben.

 

 

 

 


 

 

 

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